"Cecelia Ahern: Dich zu lieben". Fotocredit: ZDF/Patrick Redmond.
"Cecelia Ahern: Dich zu lieben". Fotocredit: ZDF/Patrick Redmond.

Cecelia Ahern: Dich zu lieben

"Herzkino" mit Jessica Ginkel und Kai Schumann

Monate nachdem ihr Freund bei einem Autounfall ums Leben kam, ist Restauratorin Claire noch immer in ihrer Trauer gefangen: Wenn sie an seinem Porträt malt, erscheint ihr der tote Freund wie durch ein Wunder.

  • ZDF, Sonntag, 25. November 2018, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Samstag, 24. November 2018, 10.00 Uhr

Texte

Stab

Buch                        Jens Urban, Kerstin Schütze, Gabriele Kister   
Regie      Stefanie Sycholt
Kamera          Seamus Deasy
Musik  Sebastian Fillenberg
Szenenbild   Derek Wallace 
Produktion                TV 60 Filmproduktion
Produzent               Andreas Bareiss
Redaktion               Berit Teschner
Länge                   ca. 89 Minuten

Besetzung

Claire Lynam                   Jessica Ginkel
Sean Bennett    Kai Schumann
Fiona Sullivan    Jule Ronstedt
Mark Gallagher    Jens Atzorn
Vera Gallagher   Erika Skrotzki
Gerald Gallagher    Daniel Friedrich
Mrs O'Connor        Anne Kent
Mr. Sullivan     Brendan Conroy
Direktor Russell     Barry McGovern
Taxifahrer     Liam Carney
Tom      Darragh Guerin
Tätowierter Mann   Barry (Baz) Black
Schüler Peter      Brandon Maher
Taxifahrerin    Pauline O'Driscoll  
und andere

Inhalt

Claire Lynam arbeitet als Gemälde-Restauratorin in der Dubliner City Gallery und ist schwer verliebt in den Banker Mark Gallagher. Aber ihr Glück endet jäh, als Mark bei einem Autounfall ums Leben kommt. Monate nach dem tragischen Unglück ist Claire noch immer so sehr in ihrer Trauer gefangen, dass nicht einmal ihre schwangere Freundin Fiona es schafft, sie auf andere Gedanken zu bringen. Doch was Fiona nicht ahnen kann: Für Claire ist Mark gar nicht gestorben. Denn immer wenn sie an seinem Porträt malt, erscheint ihr der tote Freund wie durch ein Wunder. Wie besessen klammert sich Claire an eine Liebe, die nicht mehr ist als eine Illusion.

Als Fiona ihre Freundin endlich überreden kann, mal wieder das Haus zu verlassen und auszugehen, treffen die beiden auf den charismatischen Sean Bennett, der einen kleinen Laden für Künstlerbedarf besitzt. Der ehemalige Kunstlehrer lockt Claire aus ihrem Schneckenhaus heraus: Er interessiert sich für sie nicht nur als Frau, sondern auch als Künstlerin, die eigentlich unbedingt selbst malen will, anstatt nur die Werke anderer zu restaurieren. Sehr behutsam beginnt Sean, um sie zu werben, und die durch den Unfall verstörte Claire beginnt zu spüren, dass sie die Vergangenheit endlich ruhen lassen könnte.

Auch Marks Eltern Gerald und Vera Gallagher suchen den Kontakt zu der ehemaligen Freundin ihres verunglückten Sohnes, da der Gerichtsprozess gegen den Unfallverursacher ansteht. Obwohl Marks Vater möchte, dass Claire an der Verhandlung teilnimmt, ist sie hin- und hergerissen zwischen Vergangenheit und Zukunft. Zudem beginnt sie mit Mark zu streiten, der eifersüchtig darauf reagiert, dass Claire wegen Sean nicht mehr so viel Zeit zu Hause verbringt.

Schließlich machen Claire und Sean nach ihrer ersten gemeinsamen Nacht eine fatale Entdeckung: Er ist der Mann, dem wegen des Autounfalls der Prozess gemacht wird. Für Claire bricht eine Welt zusammen. Überstürzt will sie Irland in Richtung USA verlassen. Doch in ihrem Egoismus sieht sie nicht, dass die schwangere Fiona gerade jetzt zur Abwechslung mal die Hilfe ihrer besten Freundin gebrauchen könnte. Nicht nur ausgelöst durch die Wehen, die bei Fiona einsetzen, trifft Claire  zum ersten Mal in ihrem Leben ihre eigenen, mutigen Entscheidungen.

Interview mit Jessica Ginkel

Claire und Fiona sind beste Freundinnen. Claire nimmt sogar die Schuld auf sich, als Fiona im Job patzt. Welchen Stellenwert haben Freundschaften in Ihrem Leben?

Freundschaft hat für mich einen sehr hohen Stellenwert. Ich habe einen engen Freundeskreis von acht Mädels. Wir sind alle zusammen in den Kindergarten gegangen. Unsere Wege haben sich immer mal wieder getrennt, zum Beispiel durch Auslandsaufenthalte. Heute leben wir an verschiedenen Orten, verstreut in Berlin, Deutschland und Europa. Trotzdem ist da eine enge Verbundenheit, ein großes Vertrauen. Ich hab sie alle lieb. Neben der Gesundheit und meiner Familie sind meine Freunde das Wichtigste für mich.

Claire kann ihren verstorbenen Verlobten Mark einfach nicht loslassen. Ist an der Redewendung "Liebe ist stärker als der Tod" also was Wahres dran?

Ich denke, Liebe ist stärker als der Tod. Der Mensch ist zwar nicht mehr physisch anwesend, lebt aber in unseren Gedanken weiter. Orte, Momente, Dinge, Tage sind mit ihm verknüpft und lassen ihn immer wieder aufleben. Ich finde aber, das Eine muss das Andere nicht ausschließen: Ich kann mich wieder neu verlieben, den toten Partner aber trotzdem im Herzen tragen und lieben. Allerdings ist es für mich nur eine Theorie – vielleicht leichter gesagt als getan.

Kann die Liebe einem auch im Weg stehen, wenn es darum geht, seinen eigenen Lebensplan zu verwirklichen?

Für mich bedeutet Liebe, dem anderen den Raum zu lassen, so sein zu dürfen, wie er ist. Das gelingt mal mehr, mal weniger, da man ja auch eigene Wünsche und Bedürfnisse hat. Wichtig ist sicher, darüber zu sprechen und gemeinsam zu überlegen, wie beide glücklich sind. Wenn die Hürden zu hoch sind, ist eine Trennung vielleicht das Beste – dann kann sich jeder frei entfalten.

Interview mit Kai Schumann

Im Film sagt Sean, es müsse doch einen Sinn haben, dass er und Claire sich begegnet seien. Glauben Sie persönlich an so etwas wie Fügung?

Ich denke, dass man findet, was man sucht - wenn man sich wirklich auf die Suche begibt.

Sean feuert Claire dabei an, endlich ihren Traum von der Malerei zu verwirklichen, aber er selbst tut sich schwer mit seinen Lebenswünschen. Warum fällt es uns leichter, andere zu motivieren als uns selbst?

Ich weiß nicht, ob man das so verallgemeinern kann. Aber sicher ist, dass das Leben so viele Möglichkeiten bietet und man keine Angst davor haben muss, die ausgetretenen Pfade auch mal zu verlassen.

Sean konnte plötzlich nicht mehr vor seiner Klasse stehen, obwohl er mit Leib und Seele Lehrer war. Was würden Sie tun, wenn Sie nicht mehr als Schauspieler arbeiten könnten?

Früher wollte ich immer Geschichtslehrer werden. Heute würde ich mich wahrscheinlich von dem inspirieren lassen, was mir auf meinem neuen Weg begegnet.

Interview mit Jens Atzorn

Wie war es, einen Verstorbenen zu spielen, der der weiblichen Hauptfigur in ihren Visionen aber sehr lebendig erscheint?

Das war ganz großartig. Die Schwierigkeit war nur, herauszufinden, wie die Rolle angelegt sein sollte. Da Mark aber für Claire so realistisch erscheint, als wäre er nicht tot, haben wir uns entschieden, keinen Unterschied zu machen – ob Mark nun lebt oder gestorben ist.

Claire kann Mark einfach nicht gehen lassen. Wie kann man mit Trauer am besten umgehen?

Ich glaube, dass es hilft, viel darüber zu sprechen, auch mit dem Verstorbenen. In Briefform oder direkt durch Vorstellungskraft.

Mark reagiert eifersüchtig, als Claire wegen ihrer Bekanntschaft mit Sean immer weniger Zeit zu Hause verbringt. Sind Sie selbst auch mal eifersüchtig oder doch eher gelassen?

Ich kann schon eifersüchtig sein, aber ich glaube, in einem gesunden Maße. Zu viel Eifersucht kann eine Beziehung stark belasten.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/ceceliaahern

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