"Cecelia Ahern: In deinem Leben". Fotocredit: ZDF/des Willie.
"Cecelia Ahern: In deinem Leben". Fotocredit: ZDF/des Willie.

Cecelia Ahern: In deinem Leben

Zweiteiliger Film nach dem Roman "Ich hab dich im Gefühl"

Nach einem Unfall verfügt die schüchterne Buchhalterin Joyce plötzlich über ganz neue Fähigkeiten und hat zudem rätselhafte Visionen. Dann stellt sich heraus, dass der deutsche Uni-Professor Justin etwas mit Joyces Veränderungen zu tun hat.

  • ZDF, Sonntag, 29. September 2019, 20.15 Uhr, und Sonntag 6. Oktober 2019, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, online verfügbar im Anschluss an die Ausstrahlung

Texte

Stab

Buch             Amit Gupta, Damian Wayling
Regie     Amit Gupta
Kamera   Robin Whenary
Ton     Bruce Wills
Schnitt    St. John O'Rorke, Toby Quickenden
Musik       Graham Hadfield  
Kostüme       Nigel Egerton
Szenenbild       Alison Butler  
Produktion    Gate Television Productions
Produzent   Simon Lewis
Redaktion Alexander S. Tung
Länge                        2 x ca. 88 Minuten

Besetzung

Justin        Tom Wlaschiha
Joyce Tamzin Merchant 
Jenna       Tessa Mittelstaedt
Sarah     Sally Bretton  
FrankPaul Bazely
Bella    Sorcha Groundsell 
PeterOliver Hoare
Conor Tom Bennett  
Kate      Bekka Bowling
Dawn   Joanna David
Lawrence    Christian Solimeno
Patrick     James Fleet
und andere        

Inhalt

Die schüchterne Joyce Conway arbeitet in der Buchhaltung einer Radiostation in Oxford. Nach einem Unfall wacht sie im Krankenhaus auf und muss nach und nach Veränderungen an sich feststellen: Sie spricht plötzlich Italienisch und Deutsch, kennt sich mit Kunstgeschichte, Literatur und Wein aus und entwickelt so viel Selbstbewusstsein, dass sie in ihrem Sender sogar eine eigene Radioshow bekommt. Diese entwickelt sich sofort zum Hit bei den Hörern. Die "neue" Joyce trennt sich schließlich von ihrem langjährigen Freund Conor und zieht zu ihrem Vater Patrick, der Anzeichen einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung zeigt. Gleichzeitig wird Joyce von seltsamen Träumen geplagt, in denen kontinuierlich eine rothaarige Frau auftaucht.

Immer wieder begegnet Joyce dem deutschen Gastdozenten Justin Beckmann, der sich gerade von seiner Frau getrennt hat. Dessen Tochter Bella studiert in London Tanz und bereitet sich auf ihre erste selbst entwickelte Choreografie vor. Joyce und Justin scheint eine merkwürdige Vertrautheit zu verbinden. Zunächst funkt es nicht zwischen ihnen, doch dann entdecken sie: Sie mögen das gleiche Essen, interessieren sich für ähnliche Dinge und sprechen über dieselben Themen.

Als Bellas Tanzperformance immer näher rückt, reist auch ihre Mutter Jenna – Justins Noch-Ehefrau – aus den USA nach Großbritannien. Mit im Gepäck hat sie die Scheidungspapiere, die Justin unterschreiben soll. Denn Jenna möchte mit ihrem neuen Partner Lawrence endlich ein gemeinsames Leben beginnen.

Währenddessen stellt Joyce fest, dass ihre neu erworbenen Fähigkeiten langsam aber sicher nachlassen. Doch als sie dann Justins Noch-Ehefrau das erste Mal begegnet, trifft sie fast der Schlag: Jenna ist die rothaarige Frau aus ihren seltsamen Träumen.

"Ich finde es wichtig, immer wieder ins kalte Wasser zu springen" – Interview mit Tom Wlaschiha

Was hat Sie daran gereizt, in einer "Cecelia Ahern"-Verfilmung mitzuspielen?

In den letzten Jahren habe ich überwiegend ernste Rollen gespielt, deshalb fand ich es reizvoll, mich mal wieder in einer Romantic Comedy auszuprobieren. Komödien haben ja ein ganz eigenes Tempo und leben von einer Aneinanderreihung amüsanter Missverständnisse – das hat mir früher auf der Bühne schon besonderen Spaß gemacht. Außerdem kannte ich den Regisseur Amit Gupta schon aus einer anderen Zusammenarbeit und schätze ihn sehr.

In "Cecelia Ahern: In deinem Leben" verkörpern Sie Justin, einen Gastdozenten für Kunstgeschichte an der Universität in Oxford. Was macht Justin aus?

Justin glaubt, in seinem Leben angekommen zu sein. Er ist beruflich erfolgreich, aber sein Privatleben ist nach einer Trennung alles andere als glücklich. Aber er glaubt, seine Einsamkeit als gegeben akzeptieren zu müssen. Als Joyce in sein Leben kommt, werden seine Gewissheiten plötzlich über den Haufen geworfen.

Justins Tochter beschreibt ihn mit den Worten "verklemmt, neurotisch, technikfeindlich". Ist es Ihnen lieber, Gemeinsamkeiten mit der Figur, die Sie spielen, zu haben oder das komplette Gegenteil zu sein?

Eine gute Figur hat die unterschiedlichsten Seiten, und ich fühle mich einigen immer näher als anderen. Aber es macht als Schauspieler natürlich großen Spaß, etwas zu spielen, was man selber nicht ist. Ich hoffe, meine Neurosen halten sich im richtigen Leben auch in Zukunft in Grenzen, aber obwohl ich mich nicht als "technikfeindlich" bezeichnen würde, war mir Justin mit seiner "Oldschool"-Attitüde doch sehr sympathisch.

In einer Schlüsselszene des Films sagt eine plötzlich völlig veränderte Joyce: "Die alte Joyce hat sich den Kopf gestoßen und hat gemerkt, dass das Leben zu kurz ist." Denn durch einen mysteriösen Vorfall beginnt sie, über ihr Leben nachzudenken – auch darüber, ob sie wirklich allen Erwartungen und Verpflichtungen anderen gegenüber gerecht werden sollte. Wie würde es Ihnen an Joyces' Stelle gehen?

Das Kopfstoßen ist für mich eine schöne Metapher dafür, dass man sich auch im eigenen oft hektischen Leben ab und zu mal eine Minute nehmen sollte, um von oben auf sich selbst zu schauen. Wir tun zu oft Dinge, die wir gar nicht wollen, aus irgendwelchen Zwängen heraus oder weil wir meinen, dass es keine Alternativen gibt. Ich finde es wichtig, immer wieder ins kalte Wasser zu springen und Neues auszuprobieren.

Bei der Karaoke-Nacht im Pub muss der verkopfte Justin aus sich heraus kommen und einen Song zum Besten geben. Wie war es, diese Szene zu spielen?

Normalerweise singe ich nicht mal unter der Dusche, und ich habe beim Drehen nicht oft Lampenfieber, aber vor dieser Szene habe ich mehrere Nächte schlecht geschlafen. Der Song war eigentlich etwas zu hoch für meine Stimmlage, und ich wusste, das ganze Team und fünfzig Statisten werden zusehen. Ich glaube, ich habe das ganze Lied bestimmt sechs oder sieben Mal gesungen, im Film sind es ja gnädigerweise nur 30 Sekunden.

In den Geschichten von Cecelia Ahern spielt Magie eine große Rolle. Glauben Sie persönlich an magische Momente?

Eigentlich würde ich mich selbst als Realisten bezeichnen, aber es gibt sie definitiv, diese Momente. Nur leider viel zu wenige davon. Aber mit Magie sollte man wohl auch sparsam umgehen, und für diese wenigen Momente lohnt es sich dann aber auch zu leben.

"Wir als altes Ehepaar, das hat gut funktioniert" – Statement von Tessa Mittelstaedt

Natürlich kannte ich Cecelia Ahern und die erste US-Verfilmung ihres Romans "P.S. Ich liebe Dich" - und ich habe damals im Kino Rotz und Wasser geheult. Insofern war ich sehr auf den Stoff von "In deinem Leben" gespannt. In London und auf Englisch zu drehen, mit lauter britischen Kollegen und einem britischem Regisseur, war eine sensationell freudvolle Erfahrung. Tom Wlaschiha und ich haben uns total aufeinander gefreut. In Deutschland haben wir noch nie zusammen vor der Kamera gestanden, da musste erst Cecilia Ahern um die Ecke kommen. Wir als altes Ehepaar, das hat gut funktioniert. Wir haben viel gelacht.

Tessa Mittelstaedt

Fotohinweis

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und über https://presseportal.zdf.de/presse/ceceliaahern

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