Chaos-Queens: Lügen, die von Herzen kommen. Fotocredit: Christian Luedeke.
Chaos-Queens: Lügen, die von Herzen kommen. Fotocredit: Christian Luedeke.

Chaos-Queens

Zwei neue Filme der "Herzkino"-Reihe

Magazin-Journalistin Hanna ist in "Lügen, die von Herzen kommen" mehr als hilfsbereit: Sie lässt sich vor so ziemlich jeden Karren spannen – es macht ihr nicht einmal etwas aus. Zumindest so lange nicht, bis ihr neuer Chef ihr eine berufliche Herausforderung aufhalst, die sie aus ihrer Komfortzone zwingt.

  • ZDF, Sonntag, 18. Februar 2018, 20.15 Uhr und Sonntag, 25. Februar 2018, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Samstag, 17. Februar 2018, 10.00 Uhr und ab Samstag, 24. Februar 2018, 10.00 Uhr

Texte

"Einmal befreit lachen können" – Statement der Redakteurin Beate Bramstedt

Komödien sind rar auf dem deutschen Fernsehmarkt. Frauenkomödien erst recht. Eigentlich ist das eine erstaunliche Feststellung, denn fragt man potenzielle Zuschauerinnen auf der Straße, dann ist die Komödie ein stark gewünschtes Genre.
Die Zuschauerinnen wünschen sich weder alles könnende Superweiber noch skurrile Klischee-Figuren als Heldinnen, sondern sympathische, selbstbewusste Menschen, die ihr Leben authentisch meistern.

Die Protagonisten unserer "Herzkino"-Reihe "Chaos-Queens" tun dies. Wir zeigen Frauen, die sich was trauen. Und wir tun dies mit einem liebevoll weiblichen Blick. Von Frauen – für Frauen, möchte man fast sagen. Denn die Macher der Reihe sind überwiegend weiblich. Aber natürlich möchten wir nicht nur Frauen dazu einladen, unseren Heldinnen dabei zuzuschauen, wie sie sich – münchhausengleich – am eigenen Schopf aus dem selbst verursachten Schlamassel ziehen. Wir adressieren natürlich die ganze Familie, die sich hoffentlich mit unserer Komödien-Reihe bestens amüsiert.

Beate Bramstedt
HR Fernsehfilm / Serie II

"Chaos-Queens: Ehebrecher und andere Unschuldslämmer" – Stab, Besetzung, Inhalt

Stab 

Drehbuch   Sarah Palma, Ira Wedel
Regie    Vivian Naefe
Kamera     Peter Döttling
Musik    Martin Probst
Schnitt    Bernhard Wießner
Szenenbild   Gudrun Roscher
Produktion    U5 Filmproduktion, Frankfurt
Produzenten                 Karl-Eberhard Schäfer, Norbert Walter
Producerin    Katrin Haase
Redaktion     Beate Bramstedt
Länge     ca. 89 Minuten

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Amelie Schneider        Margarita Broich
Pfarrer Benedikt Hofmann Thomas Heinze
Lou (Louisa) Schneider      Maria Ehrich
Gilbert   Vladimir Burlakov   
Carola Heinzelmann    Julia Hartmann
Irmela Quirrenberger   Julia Richter
Georg Quirrenberger     Stephan Grossmann
Christel Hagen       Floriane Daniel
Rüdiger Hagen     Heiko Pinkowski
Andy       Frederik Götz
Lydia Kalinke     Katharina Müller-Elmau
Tante Patti     Susanne Böwe  
Onkel Harry    Matthias Komm  
Martin Heinzelmann     Leopold Hornung
Kundin im Supermarkt    Julia Bähre
Kellnerin    Britta Horn   
Ladendetektiv        Andreas Birkner
und andere

 

Inhalt

Fröhlich fährt Amelie mit ihrem Fahrrad durch das beschauliche Jansdorf, um letzte Besorgungen zu machen. Zur Feier ihres dreißigsten Hochzeitstags hat sie Nachbarn und Freunde eingeladen. Selbst Tochter Lou, die in Berlin studiert, ist auf dem Heimweg, um ihren Eltern zu gratulieren. Doch als Amelie wieder zu Hause ankommt, ist plötzlich alles anders: Ihr Ehemann Robert liegt reglos unter dem Apfelbaum – Herzinfarkt. Vor Amelie tut sich ein tiefer Abgrund auf.

Auch Lou ist wie versteinert, zumal sie noch ein weiteres "Problem" mit sich herumschleppt: Sie bekommt ein Baby. Ihr Freund Andy, ein aufstrebender Anwalt, möchte aber leider noch nicht Vater werden. Bei ihren Eltern wollte Lou eigentlich Rat und Trost suchen. Stattdessen muss sie nun Pragmatismus an den Tag legen und sämtliche Formalitäten rund um die Beerdigung erledigen. Ihre Mutter ist zu nichts fähig. Zumindest zunächst.

Denn nach und nach bereitet Amelies Verhalten Lou immer mehr Kopfzerbrechen. Ihre Mutter lässt sich sehr intensiv von Pfarrer Benedikt trösten. Allem Anschein nach scheint sie in den Kirchenmann verliebt zu sein. Doch zu Lous Entsetzen ist Amelie nicht die Einzige, um die sich der Pfarrer so einfühlsam kümmert. Verzweifelt fragt sich Lou, ob sie eingreifen muss. Aber Amelie kommt selbst darauf, wie sie wieder zurück ins Leben findet.

Ihre Tochter ringt währenddessen immer noch mit sich, ob sie das Kind behalten soll oder nicht. Gilbert, ein Tramper, der sich in ihrem Gartenhaus einquartiert hat, hat hingegen eine klare Haltung in der Angelegenheit. Doch er will, dass Lou von selbst begreift, worauf es im Leben ankommt.    

"Chaos-Queens: Lügen, die von Herzen kommen" – Stab, Besetzung, Inhalt

Stab

Drehbuch Stefan Kuhlmann
Regie    Imogen Kimmel
Kamera     Markus Hausen
Musik     Eike Hosenfeld, Moritz Denis
Schnitt     Guido Krajewski
Szenenbild    Holger Müller
Produktion    U5 Filmproduktion, Frankfurt
Produzenten       Karl-Eberhard Schäfer, Norbert Walter
Producerin    Katrin Haase
Redaktion           Beate Bramstedt
Länge    ca. 89 Minuten

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Hanna Rübenstrunk    Anna König
Adam Birnbaum      Tim Bergmann
Keilash     Katharina Schubert
Philipp        Tom Gronau
Carla     Katharina Schlothauer
Toni        Mira Bartuschek
Vivi        Leonie Rainer
Helena      Janina Fautz
Cosma Haferkamp     Alexandra von Schwerin
Marianne       Anna Böger
Didi    André Eisermann
Flummimaus    Lorenz Klee
Speedy83     Carsten Strauch
Dayanidhi   Bernhard Bub
und andere

 

Inhalt

Magazin-Journalistin Hanna schwankt zwischen Wut und Entsetzen über ihren neuen Chef Adam Birnbaum: Mit einer Titelstory über "Dating 2.0" will er das nächste Heft aufmachen. Und ausgerechnet Hanna soll die Geschichte dazu schreiben. Dabei ist ihr das Thema mehr als fremd.

Denn zum Daten hat Hanna schlicht keine Zeit: Job, Familie und Freundinnen fordern sie schon genug. So muss sie ihren Bruder Philipp durchs Abi peitschen, was sich angesichts seiner neuen Flamme, der schwarz gekleideten Anarcho-Queen Helena, äußerst schwierig gestaltet. Nebenbei springt Hanna ständig für ihre Schwester Toni als Babysitterin ein, damit die gestresste Mutter wenigstens ein paar Minuten Schlaf findet. Ihre Mutter Keilash ist bei alldem keine große Hilfe. Sie vertraut blind darauf, dass Hanna den Unterhalt der Familie schon bestreiten wird, während sie selbst emsig nach ihrer inneren Mitte sucht.

Den familiären Herausforderungen zum Trotz macht sich Hanna an die Recherche für ihren Artikel. Doch da sie auf den klassischen Dating-Portalen im Netz nicht fündig wird, versucht sie ihr Glück auf Hobby-Portalen. Mutig erstellt sie ein Profil, in dem sie sich als drahtige Marathonläuferin ausgibt – dabei ist Hanna alles andere als sportlich. "Boris68" springt schnell auf ihr Profil an, und zwischen den beiden entspinnt sich eine intensive Chat-Freundschaft.

Aber als Hanna mit klopfendem Herzen zum ersten Rendezvous kommt, setzt dieses für eine Sekunde vor Schreck aus: "Boris68" ist ausgerechnet ihr Chef Adam Birnbaum. Sie flieht aus dem Lokal und sucht ab sofort nach einer Möglichkeit, sich aus der Affäre zu ziehen. Aber je länger sie wartet, desto verfahrener wird die Situation.

"Ich bin fasziniert vom weiblichen Wesen" – Interview mit Thomas Heinze

In "Ehebrecher und andere Unschuldslämmer" haben es alle Damen der Gemeinde auf den Pfarrer abgesehen. Wieso kommt er bei den Frauen so gut an?

Wahrscheinlich, weil er schon berufsbedingt ein großes Potenzial an Aufmerksamkeit und Zuwendung mit sich bringt. Das kommt in der Regel immer gut an bei Frauen.

Pfarrer Benedikt hat offenbar immer die richtigen Worte parat. Sind Sie auch so ein Frauenversteher?

Ich bin seit ich mich erinnern kann fasziniert vom weiblichen Wesen. Ich bin also eher ein "Liebhaber der Frauen" als ein "Frauenversteher".

Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Pfarrern und Schauspielern? Wäre der Beruf des Pfarrers für Sie auch infrage gekommen?

Absolut. Mein Großvater war Pfarrer. Ich fand schon immer, dass gut vorgetragene Predigten große Ähnlichkeit mit Monologen im Theater hatten. Aber ich fürchte, für einen Pfarrer wäre ich nicht geduldig und selbstlos genug.

Die Fragen stellte Anja Scherer.

"Das Verhältnis von Müttern und Töchtern ist komplizierter, weil man sich ähnlicher ist" – Interview mit Margarita Broich

Als ihr Mann stirbt, muss Amelie feststellen, dass sie sich selbst in den letzten Jahren ziemlich vernachlässigt hat…

Das stimmt so nicht – die Ehe war halt etwas in die Jahre gekommen. Die beiden waren ein gutes Paar, so die Backstory. Deshalb fällt sie nach dem Tod des Mannes in ein tiefes, tiefes Loch. Die Aufmerksamkeit, die ihr der Pfarrer zollt, tut ihr gut. Und hilft ihr, den Verlust zu überwinden.

Zumba, Diät und eine neue Frisur – Amelie legt sich ordentlich ins Zeug, um Pfarrer Benedikt zu gefallen. Was steckt hinter dem – oftmals weiblichen – Drang, das Äußere zu optimieren?

Ich glaube man macht so etwas oftmals für sich selbst. Gar nicht so sehr für jemand anderen. Der Wunsch nach Veränderung!

Amelies Tochter Lou war immer ein Papakind. Was macht das Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern oft so kompliziert – oder täuscht dieser Eindruck?

Ich bin Mutter von Söhnen und habe keine Erfahrung mit Töchtern. Vielleicht ist das Verhältnis von Müttern und Töchtern oft komplizierter, weil man sich ähnlicher ist. Ich kenne allerdings auch wunderbare Gegenbeispiele.

Wie realistisch ist es, dass man sich auch mit 50 Jahren nochmal bis über beide Ohren verliebt?

Das ist sehr, sehr realistisch.

Die Fragen stellte Anja Scherer.

"Als Kind hatte ich große Freude an Lügengeschichten" – Interview mit Tim Bergmann

Auf Lügen reagiert Adam geradezu allergisch. Welchen Stellenwert hat Ehrlichkeit in Ihrem Leben?

Wichtig ist, ehrlich vor sich selbst zu sein. Das ist gar nicht so einfach, aber liefert einen wesentlich besseren Ausgangspunkt, um abschätzen zu können, wann die Wahrheit unumgänglich ist. Und damit sind wir schon beim nächsten Punkt: Was ist eigentlich "wahr"?

Ganz allgemein gesagt glaube ich, dass wir als Menschen im täglichen Miteinander mit strikten Verboten wie "Du sollst nicht lügen" nicht wirklich weiterkommen. Diese Verbote sind vielleicht effektiv, um sich Menschen gefügig zu machen, aber einer größeren Wahrheit dienen sie so gar nicht.

Wann haben Sie zuletzt geflunkert und wieso?

Mir fällt jetzt wirklich keine erwähnenswerte Situation in jüngerer Vergangenheit ein. Als Kind hatte ich auf jeden Fall große Freude an Lügengeschichten, da sie zum einen unterhaltsam für das Gegenüber und somit auch für mich waren, und zum anderen der Fantasie ungeahnte Möglichkeiten der Ausdehnung boten.

Im Internet fällt dem reservierten Adam das Flirten leichter. Waren Sie schon einmal bei einer Single-Börse angemeldet?

Ich bin ja noch nicht einmal bei Facebook. Nein, im Ernst, eine Single-Börse ist mir bisher komplett fremd. Eine unmittelbare Begegnung, ein direktes Gegenüber, Kommunikation von Angesicht zu Angesicht ist mir viel lieber.

Die Fragen stellte Anja Scherer.

"Notlügen finde ich völlig okay" – Interview mit Anna König

In "Lügen, die von Herzen kommen" hält es Hanna mit der Wahrheit nicht ganz so genau. Welche dreiste Lüge hat man Ihnen schon mal aufgetischt?

Einer meiner liebsten Freunde und Kollegen, Peter Becker, hat mich mal sehr lustig und etwas gemein an der Nase herumgeführt: Er rief mit maschinell verstellter Frauenstimme als Produzentin oder Casterin bei mir an und hat mir immer wieder auf meine Mailbox gesprochen. Das ging von: "Wir hätten hier eine passende Kinohauptrolle für Sie, leider erreichen wir Ihre Agentur nicht. Bitte rufen Sie dringend zurück" (natürlich ohne eine Telefonnummer zu hinterlassen), über sehr abstruse Angebote, über die ich mich fürchterlich aufgeregt habe, bis hin zu: "Wir warten hier auf Sie beim Dreh, wo bleiben Sie?"

Da er über meine Termine bestens informiert war, hat das natürlich alles zeitlich immer wunderbar gepasst. Irgendwann wurde es dann aber so lustig-absurd, dass ich ihm auf die Schliche kam.

Wie wichtig ist Ihnen persönlich Ehrlichkeit?

Ich mag Lügen generell nicht. Aber es gibt für mich Unterschiede. Notlügen, auf Englisch so schön "white lies" genannt, darf man nicht so eng sehen. Wenn die Wahrheit nur zerstören würde oder man andere Menschen mit kleinen Flunkereien glücklich machen kann, finde ich das völlig okay. Das dürfen Menschen auch gerne bei mir machen.

Ich musste mal für einen Film meine Haare rot färben, und es war natürlich nicht schnell wieder rückgängig zu machen. Da hätte ich gerne gehabt, wenn man mir gesagt hätte, dass es mir gar nicht so schlecht steht, obwohl es fürchterlich aussah.

Sind Dating-Portale im Internet eher Fluch oder Segen?

Da ich seit elf Jahren in einer Beziehung bin, bestaune ich Tinder und Co. nur von außen. Ich liebe es, Freunde zu bequatschen, für sie tindern zu dürfen. Aber selbst habe ich damit keine Erfahrung. Das Online Dating ist ja auch nur eine logische Konsequenz aus unserem digitalen Fortschritt. Da ist es dann wieder eine andere Frage, ob das Internet an sich Fluch oder Segen ist...

Die Fragen stellte Anja Scherer.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/chaosqueens 

Weitere Informationen

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Verantwortlich: Alexander Stock
E-Mail: pressedesk@zdf.de
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Name: Anja Scherer
E-Mail: scherer.an@zdf.de
Telefon: (06131) 70-12154