Copyright: ZDF/Michael Marhoffer
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Die Chefin

Acht neue Folgen / 90-minütiges Special der Freitagskrimi-Reihe

Wechsel für "Die Chefin": Kriminalhauptkommissarin Vera Lanz (Katharina Böhm) und ihr Kollege Paul Böhmer (Jürgen Tonkel) müssen unerwartet auf Kommissar Murnau (Christoph Schechinger) verzichten. Die Ereignisse nutzt Staatsanwalt Hartmann um Lanz’ Ermittler-Team mit einem jungen, vermeintlich beeinflussbaren Kommissar (Jonathan Hutter) unter Kontrolle zu bringen. 

  • ZDF, Ab Freitag, 22. Oktober 2021, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Jeweils eine Woche vor TV-Ausstrahlung

Texte

Produktion, durchgehende und wiederkehrende Besetzung

Produktion   Network Movie, Film- und Fernsehproduktion GmbH, Köln im Auftrag von ZDF, ORF, SRF, ZDF Enterprises
ProduzentenWolfgang Cimera, Susanne Flor
RedaktionRonja Reitzig
Länge8 x ca. 60 Minuten, 1x ca. 90 Minuten

 

Die durchgehenden Rollen und ihre Darsteller*innen

Vera Lanz                         Katharina Böhm

Paul Böhmer                     Jürgen Tonkel

Maximilian Murnau            Christoph Schechinger

Korbinian Kirchner             Jonathan Hutter

 

Die wiederkehrenden Rollen und ihre Darsteller*innen

Zoe Lanz  Olga von Luckwald
Staatsanwalt Dr. HartmannChristian Hockenbrink
Dr. Inge RüdersTatja Seibt

Trugbild 

Freitag, 22. Oktober 2021, 20.15 Uhr

Buch                                Florian Iwersen

Regie                               Michael Schneider

Kamera                            Andreas Zickgraf

Schnitt                             Jörg Kroschel

Ton                                  Gunnar Voigt

Szenenbild                       Michaela Weniger

Kostüm                            Andrea Spanier

Musik                               Thomas Osterhoff

Herstellungsleitung            Andreas Breyer

Produktionsleitung             Stephan Hartwig

 

 

Die Episodenrollen und ihre Darsteller*innen

 

Hannes De Boer                Martin Rapold

Margarethe Schmidt          Sonsee Neu

Mimmi Grundl-Peters         Lisa Kreuzer

Carsten Grundl                 Sascha Maaz

Monika Morell                   Silke Franz

Horst Mankewitz               Norbert Heckner

und andere

 

Inhalt

Eine chaotische Münchner Altbauwohnung und mittendrin die Leiche des 76-jährigen Arvid Peters. Alles sieht nach einem misslungenen Einbruch aus. Das glaubt auch Margarethe Schmidt, leitende Ermittlerin für Organisierte Kriminalität, die Kriminalhauptkommissarin Vera Lanz und ihrem Team in diesem Fall beiseitesteht. Doch wieso sollte jemand in die Wohnung eines alten Mannes einbrechen, in der es scheinbar nicht viel zu holen gibt? Die Schwester und der Neffe des Opfers können den Ermittlern nicht weiterhelfen, sie hatten kaum Kontakt zu Arvid Peters. Doch dann führt eine neue Spur zu einem alten Bekannten von Kommissar Paul Böhmer und bringt den Ermittler in tödliche Gefahr.

Murnau 

Freitag, 29. Oktober 2021, 20.15 Uhr

Buch                                Timo Berndt

Regie                               Grzegorz Muskala

Kamera                            Michal Grabowski

Schnitt                             Vessela Martschewski

Ton                                  Hannes Ullmann

Szenenbild                       Andreas Widmann

Kostüm                            Monika Hinz

Musik                               Johannes Brandt

Herstellungsleitung            Andreas Breyer

Produktionsleitung             Oliver Cohn

 

Die Episodenrollen und ihre Darsteller*innen

 

Dr. Jakob Murnau              Ernst Stötzner

Thore Wilke                      Moritz Führmann

Monika Lührs                    Brigitte Hobmeier

Peter Lührs                       Nicholas Reinke

Manfred Kuhnert               Michael A. Grimm

Silvia Reichert                  Barbara Romaner

Sönke Reichert                 Till Firit

Andrea Lehmann               Antonia Bill

Marlies Hölling                  Mona Pirzad

und andere

 

Inhalt

Seine Entlassung aus dem Gefängnis nach einer 10-jährigen Haftstrafe wegen Vergewaltigung kann Thore Wilke nur wenige Minuten genießen, als am Gefängnistor mehrere Schüsse fallen. Wilke kann entkommen und flieht. Doch wer wollte ihn töten? Der Justizbeamte Kuhnert gibt an, dass Wilke am Tag seiner Entlassung dringende Geschäfte erledigen wolle – aufgrund seiner Beteiligung an der Dating-Plattform "side-leap". Wie die Kommissare Murnau und Böhmer von Wilkes Partnern Silvia und Sönke Reichert erfahren, muss Wilke eine hohe Einlagenerhöhung tätigen, um Teilhaber der Firma bleiben zu können. Nur dann könnte er sich beim geplanten Verkauf der Firma seinen Anteil von 5 Millionen Euro sichern – ein klares Mordmotiv für die Reicherts. Vera Lanz hingegen hat Wilkes ehemalige Opfer im Verdacht, späte Rache üben zu wollen.

Frage der Moral 

Freitag, 5. November 2021, 20.15 Uhr

Buch                                Florian Iwersen

Regie                               Ulrike Hamacher

Kamera                            Andreas Zickgraf

Schnitt                             Carolin Heinz

Ton                                  Hannes Ullmann

Szenenbild                       Andreas Widmann

Kostüm                            Eva Kantor

Musik                               Johannes Brandt

Herstellungsleitung            Andreas Breyer

Produktionsleitung             Oliver Cohn

 

 

Die Episodenrollen und ihre Darsteller*innen

 

Sonja "Sonni" Hüttner        Marie Burchard

Margarethe Schmidt          Sonsee Neu

Gerhard Mangfall              Max Schmidt

Michaela Mangfall             Carolin Conrad

Rolf Gröllmann                  Eisi Gulp

Maya Engelbrecht             Anke Retzlaff

Markus Wimmer                Philipp Liebl

Lukas Mangfall                 Ludwig Fuchs

und andere

 

Inhalt

Eine vom Friedhof entwendete Leiche ist noch kein Fall für die Mordkommission. Doch als auf den Sohn der posthum Entführten ein Anschlag verübt wird, übernimmt Vera Lanz die Ermittlung: Der Traktor von Rinderzüchter Mangfall wurde unter Starkstrom gesetzt, Mangfall im letzten Moment gerettet. Die radikale Gruppe F.A.M., Free Animal Miliz, hatte ihm schon seit Wochen Morddrohungen geschickt. Haben die Aktivisten nun eine Grenze überschritten? Bei ihrer Recherche stoßen Vera Lanz und Paul Böhmer auf eine Gruppe von Tierschützern, unter denen der Kommissar eine junge Frau wiedererkennt. Als er sie festsetzen will, kommt ihr ein junger Umweltaktivist namens Korbinian Kirchner zu Hilfe. Während dieser erfolglos verhört wird, taucht Margarethe Schmidt vom Dezernat Organisierte Kriminalität auf und der Fall nimmt eine unerwartete Wendung: Korbinian Kirchner ist ein verdeckter Ermittler.

Deadline 

Freitag, 12. November 2021, 20.15 Uhr

Buch                                Peter Kocyla

Regie                               Ulrike Hamacher

Kamera                            Andreas Zickgraf

Schnitt                             Carolin Heinz

Ton                                  Hannes Ullmann

Szenenbild                       Andreas Widmann

Kostüm                            Eva Kantor

Musik                               Thomas Osterhoff

Herstellungsleitung            Andreas Breyer

Produktionsleitung             Oliver Cohn

 

Die Episodenrollen und ihre Darsteller*innen

 

Florian Blanke                   Leon Blaschke

Rita Blanke                       Lisa Bitter

Kalle Piloty                       Markus Hering

Nora Hübner                     Sarah Mahita

Dr. Leyla Sahin                 Pegah Ferydoni

Johanna Strieker               Sissy Höfferer

Mike Stadler                     Adam Venhaus

Sebastian Waigl                Julian Bayer

Nadja Darii                       Barbara Elisabeth Bühl

Bayer                               Gerhard Herzberger

KTU-Mann Andi                 Norbert Ortner

und andere

 

Inhalt

Der erste Einsatz von Korbinian Kirchner im Ermittler-Team von Vera Lanz: Eine junge Joggerin muss frontal von einem Wagen getroffen worden sein. Fehlende Bremsspuren sprechen für sich –  die Frau wurde ermordet. Die Tote heißt Nadja Darii und war Journalistin beim Münchner Nachrichtenblatt. In der Wohnung des Opfers finden die Ermittler Hinweise auf Recherchen in der Schöntal-Klinik bei Nierenspezialistin Dr. Leyla Sahin. War Nadja einem Medizin-Skandal auf der Spur? Gespräche mit dem jungen Dialyse-Patienten Florian Blanke und eine Spur, die zu der Briefkastenfirma "Fair Chance Medical" führt, erhärtet Veras Verdacht: Sollte es hier um Organhandel gehen? Johanna Strieker, Leiterin der deutschen "Fair Chance Medical"-Niederlassung, leugnet eine Verbindung zu der Schöntal-Klinik und Leyla Sahin.

Söhne 

Freitag, 19. November 2021, 20.15 Uhr

Buch                                Florian Iwersen

Regie                               Florian Schott

Kamera                            Markus Hausen

Schnitt                             Carolin Heinz

Ton                                  Hannes Ullmann

Szenenbild                       Andreas Widmann

Kostüm                            Monika Hinz

Musik                               Johannes Brandt

Herstellungsleitung            Andreas Breyer

Produktionsleitung             Oliver Cohn

 

Die Episodenrollen und ihre Darsteller*innen

 

Hans Neumann                 Andreas Bittl

Marianne Neumann           Julia Heinze

Felicitas                           Zoe Valks

Fabi                                 Bless Amada

Markus Bergelt                 Alexander Beyer

Anita Bergelt                     Maya Haddad

Hannes de Boer                Martin Rapold

Noah de Boer                    Lucas Bauer

Quirin Vogt                       Moritz Klaus

Heinrich Vogt                    Götz Otto

Anwältin                           Lilly Schell

Dr. Jakob Murnau              Ernst Stötzner

und andere

 

Inhalt

Diesmal hängt kein Fahrrad am Haken der Isar-Reinigung, sondern die Leiche eines jungen Unbekannten – der schon länger im Wasser treibt, da ist sich das Team um Vera Lanz einig. Wunden an seinem Körper weisen darauf hin, dass der Tote nicht ertrunken ist. Der Farblack unter seinen Nägeln hilft bei seiner Identifizierung – es handelt sich um den Graffiti-Sprayer Oliver Neumann. Wer hätte ein Motiv, den Kunsthochschulanwärter umzubringen? Welche Rolle spielt der Afghanistan-Veteran Markus Bergelt, dessen Erfahrungen in Neumanns jüngstes Projekt einfließen sollten? Und was hat Hannes de Boers Sohn Noah mit dem Fall zu tun? Die Obduktion lässt Dr. Inge Rüders an der ursprünglich diagnostizierten Todesursache – Sturz von der Isarbrücke –  zweifeln.

Nebenwirkungen 

Freitag, 26. November 2021, 20.15 Uhr

Buch                                Christine Thienelt, Tanja Bubbel

Regie                               Florian Schott

Kamera                            Markus Hausen

Schnitt                             Carolin Heinz

Ton                                  Hannes Ullmann

Szenenbild                       Andreas Widmann

Kostüm                            Monika Hinz

Musik                               Thomas Osterhoff

Herstellungsleitung            Andreas Breyer

Produktionsleitung             Oliver Cohn

 

Die Episodenrollen und ihre Darsteller*innen

 

KTU-Mann Andi                 Norbert Ortner

Lotte Helmer                     Dagny Dewath

Marcel Heuschneider         László Branko Breiding

Veronika Müller                 Giulia Goldammer

Theresa Bauer                  Jule Ronstedt

Empfangsdame                 Marion Freundorfer

Tennager Moritz                Jan Fassbender

Timo Schweizer                Adriaan van Veen

Dr. Alfons Helmer              Tobias Giesecke

und andere

 

Inhalt

Auch Schönheitschirurgen leben manchmal gefährlich – wie Dr. Alfons Helmer am eigenen Leib erfahren muss, als ihn vor seiner Praxis eine Kugel in den Kopf trifft. Kaliber und Präzision des Schusses lassen Vera Lanz und ihr Team auf die Verwendung eines Scharfschützengewehrs schließen. Wen hatte sich Helmer zum Todfeind gemacht? Das Phantombild eines Zeugen zeigt eine Frau. Das erweitert den Kreis der Verdächtigen immens. Neben einer traumatisierten Patientin, die Helmer nachgestellt hat, kommt unter anderem Helmers Ehefrau, die Schönheitschirurgin Lotte Helmer, als Täterin in Frage. Ein schmutziger Scheidungskrieg hatte zwischen den Noch-Eheleuten getobt. Doch bevor Vera Lanz Lotte Helmer ausführlich vernehmen kann, passiert ein weiterer Mord.

Der Wolf 

Freitag, 3. Dezember 2021, 20.15 Uhr

Buch                                Axel Hildebrand

Regie                               Filipos Tsitos

Kamera                            Ralph Netzer

Schnitt                             Jörg Kroschel

Ton                                  Hannes Ullmann

Szenenbild                       Andreas Widmann

Kostüm                            Eva Kantor

Musik                               Thomas Osterhoff

Herstellungsleitung            Andreas Breyer

Produktionsleitung             Oliver Cohn

 

Die Episodenrollen und ihre Darsteller*innen

 

Wolf Marquardt                 Hanns Zischler

Johann Marquardt             Max Rothbart

Ariane Moosbach              Olivia Pascal

Tatjana Heidmann             Bettina Mittendorfer

Hanna Scherer                  Christine Eixenberger

Cosima Becker                 Kristin Alia Hunold

Robert Berlinger                Bijan Zamani

Lina Heidmann                  Nina Lung

und andere

 

Inhalt

Wolf Marquardt kehrt aus London zurück, nachdem er sich dort von einer unschönen Anschuldigung wegen Vergewaltigung erholt hatte. Kaum wieder da, trifft er sich mit dem damaligen Opfer Lina H. Kurz darauf wird die junge Frau tot aufgefunden. Späte Rache? Bei Vera Lanz gibt Marquardt vor, dass er sich bei seiner angeblichen Affäre von damals entschuldigen wollte. Dann taucht ein Tagebuch des Opfers auf, an dem nicht nur Marquardts Ex, Ariane Moosbach, großes Interesse zeigt. Es liegt auf der Hand, dass der Täter im Umkreis von Wolf Marquardt zu finden ist. Als sich das junge Zimmermädchen Cosima Becker allein mit dem Börsen-Guru in seinem Hotelzimmer befindet, wird klar, dass auch Marquardt nicht unterschätzt werden darf.

Böhmers Geheimnis

Freitag, 10. Dezember 2021, 20.15 Uhr

Buch                                Timo Berndt

Regie                               Filipos Tsitos

Kamera                            Ralph Netzer

Schnitt                             Jörg Kroschel

Ton                                  Hannes Ullmann

Szenenbild                       Andreas Widmann

Kostüm                            Eva Kantor

Musik                               Johannes Brandt

Herstellungsleitung            Andreas Breyer

Produktionsleitung             Oliver Cohn

 

Die Episodenrollen und ihre Darsteller*innen

 

Andreas Kurz                    Manfred Zapatka

Anja Wertling                    Ina Meling

Clark Hellmann                 Martin Gruber

Sabine Hellmann               Georgia Stahl

Michael Heine                   Gerhard Wittmann

Maike Konrad                    Emma Preisendanz

und andere

 

Inhalt

Als Kommissar Paul Böhmer in der Wohnung der Prostituierten Anja Wertling wieder zu sich kommt, wird diese gerade notfallmäßig versorgt. Ein Unbekannter hatte die Frau angeschossen und Böhmer niedergeschlagen. Vera Lanz ahnt, dass Böhmer von einer zwielichtigen Episode seiner Vergangenheit eingeholt wird, doch ihr Kollege schweigt. Insgeheim ahnt er, wer hinter dem Angriff steckt. Andreas Kurz, der ehemalige Rotlichtkönig und Zuhälter, wird ins Präsidium bestellt. Neben Kurz haben Vera Lanz und Korbinian Kirchner noch andere Verdächtige im Fokus, wie den eifersüchtigen Freier Michael Heine oder den Immobilienmakler Clark Hellmann. Doch wie passen die beiden Verdächtige in den Fall? Böhmer ahnt, dass er Vera in sein langgehegtes Geheimnis einweihen muss.

Spender 5634 (90-minütiges Special)

Freitag, 17. Dezember 2021, 20.15 Uhr

Buch                                Peter Kocyla

Regie                               Florian Kern

Kamera                            Markus Hausen

Schnitt                             Trevor Holland

Ton                                  Gunnar Voigt

Szenenbild                       Andreas Widmann

Kostüm                            Monika Hinz

Musik                               Johannes Brandt

Herstellungsleitung            Andreas Breyer

Produktionsleitung             Oliver Kohn

 

Die Episodenrollen und ihre Darsteller*innen

 

KTU-Mann Andi                 Norbert Ortner

Deniz Polat                       Özgür Karadeniz

Elias Maiwald                   Anselm Bresgott

Tobias Maiwald                 Martin Brambach

Bianka Maiwald                 Marie-Lou Sellem

Lena Lechner                    Aysha Joy Samuel

Andreas Gebhardt             Tom Beck

Louise Bruckner                Doris Kunstmann

Georg "Schorsch" Bruckner Jakob Geßner

Günther Kujawa (30 J.)      Ansgar Sauren

Günter Kujawa (50 J.)        Thomas Gräßle

und andere

 

Inhalt

März 2000: Obwohl der Überfall auf den Geldtransporter minutiös geplant war, gerät er aus dem Ruder. Günther Kujawa erschießt die beiden Kuriere, sein Komplize verschwindet, mit ihm das Geld. Kujawa wandert für 20 Jahre in den Knast. Auch nach der abgesessenen Strafe soll er kein Glück haben: Eine Nachbarin findet die Leiche des kürzlich Entlassenen erstochen in seiner bescheidenen Wohnung. Steht seine Ermordung im Zusammenhang mit dem Überfall? Hinweise in der Wohnung des Toten führen Vera Lanz und ihr Team über Kujawas letzten Arbeitgeber und Freund Deniz Polat zu den jungen Erwachsenen Elias Maiwald und Lena Lechner. Doch welche Verbindung hatten die Jugendlichen zu dem Toten? Die behaupten, Gras bei ihm gekauft zu haben. Doch neue Spuren für die Ermittler in eine andere Richtung.

"Er passt perfekt zu uns"
Interview mit Katharina Böhm

Genau genommen stehen Sie inzwischen seit 10 Jahren als "Die Chefin" vor der Kamera. Was kommt Ihnen als erstes in den Sinn, wenn Sie an die Anfänge denken?

Wir sind mit großem Enthusiasmus an die Arbeit gegangen – ohne zu wissen, wohin das alles führt. (lacht.) Dass die Chefin so ein großer Erfolg und die Arbeit mit dem Team so schön und familiär wird, daran hat damals niemand gedacht. Und daran hat sich bis heute nichts geändert, wir sind immer noch voller Energie und Begeisterung dabei, um das bestmögliche Ergebnis abzuliefern.

Inzwischen ist Veras Tochter Zoe erwachsen und steht mitten im Berufsleben. Wie ist das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter? Können Sie als Mutter Veras Gefühle und Verhalten nachvollziehen?

Für Vera und Zoe ist es nicht leicht, sich aus ihren bekannten Verhaltensmustern zu lösen. Ich habe selbst einen Sohn und kann Veras Verhalten nachvollziehen, es ist jedoch nicht mein Mutter-Kind-Verhältnis.  Als Katharina Böhm war es mir eine große Freude, zehn Jahre lang diese wunderbare Film-Tochter zu haben. Ich habe Olga von Luckwald als junges Mädchen kennengelernt, jetzt ist sie eine junge Frau und tolle Schauspielerin – ich bin so stolz auf sie.

Die Folge "Murnau" markiert den Ausstieg Ihres Kollegen Christoph Schechinger. Ist es schwer jemand Neuen im Team aufzunehmen?

Wir machen ein sogenanntes Konstellations-Casting, das heißt Jürgen Tonkel und ich spielen die Szenen mit den Schauspielern. Es wird also nicht nur darauf geschaut, ob derjenige auf die Rolle passt, sondern auch auf die Chemie untereinander geachtet. Dadurch wird es sehr schnell familiär. Wir müssen sozusagen in einer halben Stunde herausfinden, ob derjenige zu uns passt oder nicht. Und das große Glück hatten wir in den zehn Jahren schon drei Mal – mit Stefan Rudolf, Christoph Schechinger (beide vermisse ich sehr, aber wir haben immer noch Kontakt) und jetzt mit Jonathan Hutter. Gleichzeitig müssen die Schauspieler vor allem auch handwerklich sehr gut sein, weil wir sehr schnell drehen. Das kann niemand sein, der noch sehr viel Findungen in seinem Spiel braucht. Die Zeit haben wir leider nicht.

Wie fügt sich Kirchner, gespielt von Jonathan Hutter, in das eingespielte Team ein?

Jonathan ist schon Teil unserer Familie. Wegen Corona gab es Verschiebungen im Drehplan, daher musste er viel früher als geplant einsteigen und direkt ins kalte Wasser springen. Das hat er super gemeistert. Er passt perfekt zu uns.

Gibt es während der Dreharbeiten feste Rituale, die bei jedem Dreh für Sie gleich sein sollten?

Ich gehe gerne erst in die Maske, bevor ich vor die Kamera trete. (lach) Nein, im Ernst, ich bin schon sehr ritualisiert am Morgen. Ich muss erst etwas Essen und dann Kaffee trinken, danach geht es mit den Hunden raus und ich mache noch "klar Schiff" im Haus. Frühstück, Hunde und Haus – das ist mein Morgenritual.

Audio-Interview mit Katharina Böhm

"Eine starke Frau, die starke Männer führt"
Interview mit Jürgen Tonkel

Die Dreharbeiten zu den ersten Folgen "Die Chefin" fanden 2011 statt. Sie sind mit Katharina Böhm von Anfang an dabei. Erfüllt Sie das mit einem kleinen bisschen Stolz?

Stolz ist vielleicht das falsche Wort, ich würde es eher als ein befriedigendes Gefühl bezeichnen. Diese schöne warme Tatsache, dass die Zuschauer das, was wir alle zusammen an Arbeit, Ideen, Phantasie, Formkraft in dieses Projekt stecken, wirklich sehen wollen und annehmen.  Und, ja, es ist auch eine Bestätigung für alle Beteiligten – vom ZDF über die Produzent:innen und Regisseur:innen bis zu den Darsteller: innen. Eine starke Frau, die starke Männer führt. Dahingehend ist übrigens in den letzten zehn Jahren auch viel passiert. Es wird zum Beispiel nicht mehr gefragt, ob und wie man damit klarkommt, dass eine Frau die Chefin ist. Es ist eine Selbstverständlichkeit. Und das ist gut so.

Was macht für Sie "Die Chefin" so besonders?

Ich betone es immer wieder: Wir erfinden den deutschen Krimi nicht neu, aber es "menschelt" bei uns. Wir versuchen, vielschichtige Charaktere zu erzählen, mit Brüchen, Kanten, Weichheiten, Widersprüchen. Es geht nicht nur darum, einen Mord aufzuklären – es geht auch darum, zu erzählen, wie Vera und Paul, der etwas eitle Murnau oder der junge, unverbrauchte Kirchner auf die Geschichte und die Personen reagieren, mit der sie konfrontiert werden. Die "Chefin" kommt dabei als sinnliche, erotische, und als eine gestandene Frau rüber, die eine Menge Energie reinbringt – eine Frau, die im Zweifelsfall einem Mann die Cowboy-Stiefel vom Tisch wischt und sagt: Jetzt kriegst Du ein echtes Problem.

Für mich persönlich ist es ein großes Geschenk, dass wir uns in einer wunderbaren Arbeitsatmosphäre bewegen und herzlich miteinander verbunden sind. Das schafft einen Raum, in dem man herrlich frei kommunizieren und kreativ sein kann.

Sie standen von Februar bis August 2021 für neue Folgen vor der Kamera. Haben Sie ein Geheimrezept, wie man eine so lange Zeit mit intensiver Arbeit gut übersteht?

Völlig richtig, wir reden hier über einen Marathon und nicht über ein 400m-Rennen. Es bedarf tatsächlich – was der Zuschauer meist nicht weiß – einiger Vorbereitung. Zum einen muss man sich konditionell, körperlich vorbereiten. Zum anderen werden sämtliche Vorbereitungs-Arbeiten getätigt. Konzeptions-Gespräche, Leseproben, Arbeits-Treffen (heutzutage gerne auch mal digital). Wichtig: der Rhythmus muss stimmen.

Mit Korbinian Kirchner kommt ein neuer Kollege ins Team. Täuscht es oder beäugt Böhmer den Neuen erstmal kritisch?

Der Einstieg der Figur Korbinian Kirchner hat etwas durchaus Überraschendes, da können sich die Zuschauer drauf freuen. Und auf Basis dieser merkwürdigen Gemengelage muss auch Paul Böhmer erstmal mit einigen neuen Umständen klarkommen. Ich hoffe auch hier, dass die Zuschauer mit Spaß und Interesse verfolgen werden, wie sich das Team in neuer Konstellation zurechtschüttelt.

In "Böhmers Geheimnis" steht Paul Böhmer im Mittelpunkt. Dabei verhält sich Böhmer nicht immer rechtskonform.  Ist dieses Verhalten als Kommissar in Ausnahmesituationen akzeptabel?

Eine sehr spannende Frage. Die Grenze ziehe ich persönlich zwischen Realität und Fiktion. Als Bürger dieses Landes gibt es für mich keine Alternative zu einem rechtskonformen Verhalten von Polizeibeamten.

Als Schauspieler möchte ich mir allerdings meine künstlerische Freiheit nehmen, auch in Graubereiche vorzustoßen. Ich möchte ausloten, was in der Fiktion möglich ist, damit eine Geschichte und ihre Figuren "zu ihrem Recht" kommen. Ich kann etwas erzählen, was in der Realität vielleicht so nicht möglich ist und so in einem uralten theatralen Prozess die Katharsis herbeiführen.

Ich möchte auch die Figur Paul Böhmer verteidigen: Böhmer ist ein Mann mit starkem Ehrenkodex und großer Integrität. Er kämpft unverrückbar für das Gute, nur hat er keine Angst davor, für dieses Ziel auch mal den Rahmen des Konformen und Konventionellen zu verlassen. Mit Vera Lanz hat er dabei eine Chefin und Partnerin gefunden, die ihn ergänzt und komplettiert.

"Jung, ehrgeizig, Umweltaktivist"
Interview mit Jonathan Hutter

Sie haben bisher hauptsächlich Theater gespielt. Was gab für Sie den Ausschlag zum Fernsehen, in das Ensemble von "Die Chefin" zu wechseln?

Nach der Schauspielschule wurde ich direkt ans Theater engagiert. Mein Fokus lag lange auf dem Theaterspielen, wenngleich ich immer auch ein großes Interesse für Film hatte. Zum Zeitpunkt der Casting-Anfrage für "Die Chefin" war ich Ensemblemitglied am Münchner Volkstheater. Das Rollenprofil und die Beschreibung sagten mir sofort zu. Ausschlaggebend war sicher die zweite Castingrunde. Dort lernte ich Katharina Böhm und Jürgen Tonkel kennen und das Zusammenspiel funktionierte auf Anhieb.

Was mögen Sie an dem Format "Die Chefin"?

Ehrlicherweise habe ich nie viel Krimis geschaut. In der Vorbereitung zu den Dreharbeiten habe ich mir dann verschiedene Krimi-Formate angeschaut. Was mir bei "Die Chefin" gefällt, ist das Ermittler-Trio. Drei unterschiedliche Charaktere, die sich an einem Fall abarbeiten. Eine starke Chefin und mit ihr zwei Kommissare, die sich nicht selten in die Haare kriegen. Ich glaube, dass darin auch ein großes Potenzial liegt. Figuren sind dann spannend, wenn sie gegen Widerstände ankämpfen müssen und sich an Konflikten abarbeiten können.

Beschreiben Sie den Menschen Korbinian Kirchner. Welche Gemeinsamkeiten erkennen Sie zwischen sich und Korbinian Kirchner?

Korbinian Kirchner ist ein junger, ehrgeiziger Kriminalkommissar. Er ist Umweltaktivist, politisch engagiert und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Korbinian ist selbstbewusst und scheut keine Konflikte, sicher auch, weil er aufgrund seiner Lebensgeschichte schon viel erleben musste. Das ist auch ein Grund, warum er zur Polizei ist. Aufgewachsen ist er bei einer Pflegefamilie. Sein Privatleben kommt eher zu kurz, weil er viel für den Job opfert. Korbinians akribisches Arbeiten und seine Genauigkeit sind Dinge, die ich mit ihm teile.

Korbinian Kirchner bevorzugt es, mit dem Rad unterwegs zu sein. Welche Vorteile hat das Ihrer Meinung nach?

Da ich kein Auto besitze, ist das Fahrrad für mich das wichtigste Fortbewegungsmittel. In München kommt man in der Regel mit dem Rad auch am schnellsten von A nach B. Manchmal mache ich auch kleine Umwege, einfach um einen schönen Weg zu entdecken. Vorteile gibt es natürlich. Fahrradfahren ist um einiges entspannter, als der Autoverkehr in einer Stadt. Ich würde mir wünschen, dass die Radwege in deutschen Städten noch mehr ausgebaut werden und damit auch Radfahren attraktiver und sicherer gemacht wird.

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag am Set? Wie wurden Sie von dem Team, welches ja schon viele Jahre zusammenarbeitet, aufgenommen?

An den ersten Drehtag erinnere ich mich gut. Ich bin sogar hin geradelt, weil der Drehort nicht weit entfernt war. Das Witzige war, das erste Bild an diesem Tag war dann auch gleich eine Fahrradfahrt. Katharina Böhm und Jürgen Tonkel traf ich am zweiten und dritten Drehtag. Nach den ersten Szenen hatte ich bereits das Gefühl, schon lange dabei zu sein. Meinen Einstieg ins Team haben sie mir sehr leicht gemacht.

Sie sind in der Schweiz geboren und in Naumburg an der Saale aufgewachsen. Inzwischen leben Sie in München, wo ja auch "Die Chefin" spielt. Haben Sie Lieblingsplätze, die Sie uns verraten?

Man sagt: München ist ein kleines Dorf. Gewissermaßen ist es auch so. Es passiert nicht selten, dass man unterwegs ist und zufällig jemanden trifft, den man kennt. Die Architektur, die imposanten Bauten und die kulturellen Angebote in München schätze ich sehr.

Zu meinen Favoriten in München zählt die Isar – ein Fluss, der mitten durch die Stadt fließt. Am renaturierten Isarufer kann man spazieren, natürlich Radfahren und im Sommer baden. Was ich besonders schätze ist, dass sich dort alle Gesellschaftsschichten mischen und es keine teure Strandbar gibt, sondern ein Getränk vom Kiosk.

Haben Sie durch die Dreharbeiten für "Die Chefin" neue Seiten an der Stadt entdeckt?

Im Theater probt man immer auf dunklen, lichtarmen Probebühnen. Durch die Dreharbeiten habe ich die Möglichkeit immer wieder neue Gebäude und Gegenden kennen zu lernen. Orte in München bekommen eine Geschichte, ein Gefühl, eine Erinnerung. Wenn ich zufällig an einem "alten" Drehort vorbei komme, dann erinnere ich mich: "Ah, da haben wir bei Eiseskälte draußen gedreht." und die Stadt wirkt dadurch persönlich und lebendig auf mich.

Statement von Christoph Schechinger

Ein so tolles eingespieltes Team verlässt man nicht leichtfertig. Da die Arbeit für "Die Chefin", aber kaum Zeit für andere Projekte lässt und ich mich gerne auch wieder neuen Herausforderungen und Aufgaben stellen möchte, muss ich mich leider verabschieden. Meine wunderbaren Kolleg:innen, allen voran Katharina Böhm und Jürgen Tonkel, werde ich sehr vermissen.

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