Babette von Kienlin und Sandra Maria Gronewald moderieren im Wechsel die "drehscheibe" im ZDF. Foto: ZDF/Jana Kay
Babette von Kienlin und Sandra Maria Gronewald moderieren im Wechsel die "drehscheibe" im ZDF. Foto: ZDF/Jana Kay

drehscheibe

Das werktägliche Ländermagazin im ZDF

Seit über 20 Jahren ist die "drehscheibe" als werktägliches Ländermagazin des ZDF auf Sendung – von montags bis freitags um 12.10 Uhr. Premiere war am 7. Januar 1998 – Moderatorin Babette von Kienlin ist von Anfang an das Gesicht der Sendung. Seit Februar 2020 moderiert zudem Sandra Maria Gronewald dieses aktuelle Format, das immer nah bei seinen Zuschauern ist und berichtet, was die Bürger bewegt.

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Texte

Werktägliche "drehscheibe" im ZDF

Montags bis freitags, 12.10 Uhr im ZDF

drehscheibe

Moderation: Babette von Kienlin oder Sandra Maria Gronewald

Produktion: ZDF
Redaktion: Renate Lintz-Berkessel
Länge: ca. 50 Minuten

"Berichten, was die Bürger bewegt"
Statement von Elmar Theveßen, stellvertretender ZDF-Chefredakteur von 2007 bis 2019

"Die 'drehscheibe', unser aktuelles, werktägliches Ländermagazin, berichtet, was die Bürgerinnen und Bürger draußen bewegt, wie sich deren Lebenswirklichkeit gestaltet. Deswegen ist es bestens dazu geeignet, die Stimmungen, Veränderungen und sozialen Schieflagen einzufangen, die im Berliner Politikbetrieb gelegentlich aus dem Blick geraten können. Wie nah ist das ZDF-Programm an dem, was die Bürger umtreibt? Mit der 'drehscheibe' haben wir genau das Magazinformat, um auch Strömungen in der Gesellschaft darstellen zu können, die außerhalb des großen Nachrichtenstroms verlaufen."

"Aktuell, informativ, unterhaltsam"
Interview mit "drehscheibe"-Moderatorin Babette von Kienlin

Sie sind seit dem Start der "drehscheibe" vor 20 Jahren als Moderatorin dabei: Wie blicken Sie auf diese zwei Jahrzehnte zurück?

Ich bin stolz, dass ich von Anfang an das Gesicht der "drehscheibe" sein darf. Als wir vor 20 Jahren anfingen, waren wir ein reines Ländermagazin und haben noch viel herumexperimentiert. Doch längst hat die "drehscheibe" ein klares Format und ist kein beliebiger Gemischtwarenladen mehr. Bei uns steht der Mensch im Vordergrund, was mir sehr am Herzen liegt. Die Anerkennung der Zuschauer spiegelt sich in der steigenden Quote wider. Aber wir entwickeln uns stetig weiter und bleiben in Bewegung – das ist für mich jeden Tag aufs Neue der Reiz und die Herausforderung.

Was würden Sie als die Stärken der "drehscheibe" bezeichnen?

Die größte Stärke ist unser Team! Ich kenne keine Redaktion, die so schnell und flexibel auf alles reagieren kann. Ob Tsunami, Fukushima oder Anschlag in der Londoner U-Bahn – viele Ereignisse passieren kurz vor oder während unserer Sendezeit. Das fordert von allen höchste Konzentration und Einsatz bei extrem kurzem Vorlauf.

An welche Sendungen erinnern Sie sich zurück, die besonders gut gelaufen sind?

An die "drehscheibe: WM-Extra". Wir haben 2006 für sechs Wochen unser Sendeformat geändert und uns voll auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland konzentriert – auf das "Sommermärchen". Und das, obwohl wir keine Rechte hatten, irgendwelche Spielausschnitte zu zeigen. Da muss man kreativ sein: Unvergessen unser Maskottchen, der Trikottausch und das Kickerspielen mit Sven Voss. Am Ende war ich richtig im Fußballfieber.

Und was wünschen Sie der "drehscheibe" für die kommenden 20 Jahre?

Ich wünsche mir, dass wir es weiterhin schaffen, Marktführer am Mittag zu sein. Und ich hoffe, dass wir weiter so kreativ und offen bleiben wie bisher – aktuell, informativ und dabei unterhaltsam. Dass wir nah am Menschen sind und jeden Zuschauer willkommen heißen – Jung und Alt!

Interview: Thomas Hagedorn

"Auf Augenhöhe mit den Zuschauern"
Interview mit "drehscheibe"-Moderator Tim Niedernolte (2015 bis 2020)

Was macht für Sie eine gelungene "drehscheibe" aus?

Sie muss aktuell, abwechslungsreich und auf Augenhöhe mit jedem einzelnen Zuschauer und den Menschen sein, über die wir berichten. 

Und was kann der Moderator dazu beitragen, dass eine solche Sendung auch wirklich rund wird?

Sich immer wieder neu in die Zuschauer hineinzudenken, ist ganz wichtig. Und es geht auch nicht ohne Spaß und Leidenschaft für das, was man tut – das wäre nicht authentisch! Außerdem versuche ich immer, einen roten Faden zu spannen, der den Zuschauer durch die Sendung leitet. Vor allem bei komplizierten Themenwechseln ist es wichtig, den Zuschauern Brücken zu bauen, damit diese von einem emotionalen, schweren Thema auch wirklich den Schritt zum nächsten Bericht mit einer ganz anderen Ausrichtung und Stimmung mitmachen können.  

An welche Ausgabe der "drehscheibe" erinnern Sie sich mit gemischten Gefühlen zurück, weil es kurios zuging oder etwas gehörig schief lief?

Kurios war meine Fahrradfahrt ins Studio, ein Tischtennis-Match auf dem Moderationstisch oder mein Ritt auf einem Wildschwein. Gemischte Gefühle hatte ich immer dann, wenn wir wegen aktueller Katastrophen oder Terroranschläge kurzfristig unser Programm ändern mussten – und das nicht wegen der Live-Herausforderung, die ich als Moderator liebe. Die traurigen Gründe und das Mitgefühl für die Opfer lösen immer wieder gemischte Gefühle aus.   

Und wie erklären Sie jemandem, der die "drehscheibe" noch nicht kennt, was ihn dort erwartet?

Zunächst würde ich ihn herzlich einladen, selbst einmal um 12.10 Uhr das ZDF einzuschalten – und sich überraschen zu lassen. Denn die "drehscheibe" ist jeden Tag eine Überraschung: Wen man in dieser knappen Stunde alles trifft und kennenlernt, welchen Menschen man ganz nah kommt und was man so alles lernt. Dazu kuriose Begegnungen, professionell produzierte Bilder und Moderatoren mit einem großen Herzen für die Sendung – all das ist "drehscheibe" pur!   

Was wünschen Sie der "drehscheibe" für die nächsten 20 Jahre?

Weiterhin so treue Zuschauer, denn für diese ist die "drehscheibe" da. Außerdem wünsche ich mir, dass das Team vor und hinter den Kulissen weiterhin so nah dran ist an den Menschen und sie genau dort abholt, wo sie leben, arbeiten und unterwegs sind. Und immer wieder den Mut, Neues zu wagen und die Sendung weiterzuentwickeln, ohne dabei die eigene DNA zu verlieren. Dass das funktioniert, haben die vergangenen 20 Jahre ja schon wunderbar bewiesen.   

Interview: Thomas Hagedorn

"Die Lebenswirklichkeit ernst nehmen"
Interview mit "drehscheibe"-Redaktionsleiterin Renate Lintz-Berkessel

Welche Berichterstattungselemente muss eine Ausgabe der "drehscheibe" enthalten, damit Sie nach Ende der Sendung konstatieren können: Das waren informative 50 Minuten mit Beiträgen, die nah an den Bürgern waren, mit Themen aus der Wirklichkeit, glaubwürdig präsentiert?

Zuallererst möchten wir unsere Zuschauer unterhaltend informieren, indem wir Geschichten erzählen. Dies versuchen wir in allen unseren Rubriken – von den aktuellen Beiträgen bis hin zum Service. In allen Beiträgen soll so viel Interessantes sein, dass auch die Zuschauer, die von einem Ereignis nicht unmittelbar betroffen sind, etwas an Erkenntnis auch für sich und ihre eigene Situation gewinnen können. Unsere Zuschauer sollen sich um die Mittagszeit "zuhause" fühlen können, wir möchten ganz bewusst "Nähe" erzeugen – wir nehmen sie und ihre Lebenswirklichkeit ernst. Ganz besonders gelungen ist eine Sendung, wenn sie den Perspektivwechsel auf Emotionales und in den Nachrichten weniger Beachtetes schafft: Bürger statt Politiker, Opfer statt Täter. Dazu viele Bürgerstimmen – zu allen Themen in der Sendung, sie beginnt sogar damit. Und unsere Moderatoren sorgen für gelungene Verbindungen der Themen. Dies alles zusammen macht die Sendung glaubwürdig.

Fake-News- und Lügenpresse-Vorwürfe haben dem Journalismus zuletzt zugesetzt: Inwiefern hat das neue Herausforderungen auch für die Berichterstattungsarbeit in der "drehscheibe" gebracht?

Eine klare Erläuterung von Sachverhalten, eine übergeordnete Verbindung zu den Tatsachen, die hinter Ereignissen stehen, ist mehr denn je notwendig. Visualisierungen, Tipps und eine gute Expertise sind für uns die wichtigen Mittel, um die Themen für den Zuschauer fassbar zu machen. Wir möchten den Zuschauer nicht allein lassen. Wir bieten Orientierung. Und immer wieder muss gesagt und dargestellt werden: Was wir erzählen, ist belegt – durch Zahlen, Daten, Untersuchungen. Wir behaupten nicht einfach etwas, wir sortieren und ordnen ein. Dabei fällt vor allem dem Reporter draußen eine wichtige Rolle zu. Er muss die nötige Kenntnis der Dinge haben und den journalistische Sachverstand bewahren, egal, was ihm entgegenschallt.

Und was wünschen Sie der "drehscheibe" für die nächsten 20 Jahre?

Weiterhin viel kreative Bewegung, die Nähe zum Zuschauer suchen und finden, ein tolles Team mit guten Ideen – und natürlich Erfolg!

Interview: Thomas Hagedorn

Fakten zur "drehscheibe"

Das ZDF-Magazin "drehscheibe" ist montags bis freitags um 12.10 Uhr im ZDF zu sehen. Das knapp 50-minütige moderierte Magazin aus dem Sendezentrum in Mainz bietet Informationen über die Ereignisse des Tages und ihre Auswirkungen auf den Alltag der Menschen, insbesondere aus Deutschland und aus der Perspektive der Regionen. Auch Servicethemen sind ein täglicher Schwerpunkt der Sendung. Babette von Kienlin und Tim Niedernolte moderieren die "drehscheibe" im wöchentlichen Wechsel.

Premierensendung der "drehscheibe" im ZDF: 7. Januar 1998.

Bis zum 30. Dezember 2011 startete das Magazin um 12.15 Uhr mit einer Sendezeit von 45 Minuten. Seit dem 2. Januar 2012 beginnt die seitdem 50-minütige Sendung um 12.10 Uhr (aufgrund einer kürzeren "heute"-Ausgabe um 12.00 Uhr). Anfangs mit dem Titel "drehscheibe Deutschland" auf dem Schirm, nennt sich das Magazin seit 2014 nur noch "drehscheibe".

Die "drehscheibe" richtet als Ländermagazin den Blick stark auf regionale Themen, die von Berichterstattern in den ZDF-Landesstudios aufbereitet werden. Hinzu kommen Serviceberichte und vieles mehr. Seit 2011 ist die "Expedition Deutschland" eine feste Rubrik der "drehscheibe". In jeder Sendung wird zufällig ein Ort aus einem vorher festgelegten Bundesland bestimmt, aus dem ein Reporter des zuständigen ZDF-Landesstudios eine interessante Geschichte berichtet.

"Willkommen zur 'drehscheibe' im neuen Jahr und in unserem neuen Studio – ich hoffe, Ihnen gefällt es!" So begrüßte Babette von Kienlin, damals noch als Babette Einstmann, am 2. Januar 2014, 12.10 Uhr die Zuschauer. Das neue Studio- und On-Air-Design hatte den Sprung in die Gegenwart geschafft. Seitdem erklärt schon der Vorspann den Namen und den Inhalt der Sendung: Menschen bewegen sich in einer sich drehenden Scheibe. Das veranschaulicht den Formatkern: Die "drehscheibe" ist mit der Sendung draußen bei den Menschen und den Dingen, die diese bewegen und in ihrer unmittelbaren Lebenswelt betreffen. Im Mittelpunkt des Studios stehen der 103-Zoll-Monitor und die Cube-Säule mit den 14 quadratischen Monitoren, die den Blick zu den Themen der Menschen draußen öffnen.

Die "drehscheibe", die 20 Jahre alt wird, hat bereits ein Vorgängerformat, das 18 Jahre lang im ZDF-Vorabendprogramm lief: Von 1964 bis 1982 war "Die Drehscheibe" als Ratgeber- und Boulevardformat im ZDF präsent.

 

Redaktionsleiterinnen und Redaktionsleiter in 20 Jahren "drehscheibe"

Peter Schieffer (1998 bis 2000)

Günther Neufeldt (2000 bis 2003)

Ines Trams (2003 bis 2005)

Hermann Bernd (2005 bis 2010)

Renate Lintz-Berkessel (seit 2011)

 

Moderatorinnen und Moderatoren in 20 Jahren "drehscheibe"

Babette von Kienlin (seit 1998)

Jan Schulte-Kellinghaus (1998 bis 2000)

Anne Reidt (1998 bis 2000)

Martin Leutke (2000 bis 2004)

Norbert Lehmann (2012 bis 2015)

Günther Neufeldt (2000 bis 2001)

Ralph Szepanski (2001 bis 2003)

Ines Trams (2003 bis 2005)

Hermann Bernd (2005 bis 2010)

Henner Hebestreit (2004 bis 2012)

Normen Odenthal (2015 bis 2016)

Tim Niedernolte (2015 bis 2020)

Sandra Maria Gronefeld (seit Februar 2020)

 

Zuschauerzahlen und Marktanteile der "drehscheibe" in den zurückliegenden fünf Jahren

Die "drehscheibe" sahen im bisherigen Jahr 2017, montags bis freitags um 12.10 Uhr, im Schnitt 940.000 Zuschauer, bei einem Marktanteil von 11,9 Prozent.

2016: 980.000 Zuschauer, 12,2 Prozent Marktanteil

2015: 930.000 Zuschauer, 11,8 Prozent Marktanteil

2014: 840.000 Zuschauer, 11.1 Prozent Marktanteil

2013: 850.000 Zuschauer, 10,8 Prozent Marktanteil

2012: 820.000 Zuschauer, 10,5 Prozent Marktanteil

Links zu den Biografien von Babette von Kienlin und Sandra Maria Gronewald

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/drehscheibe

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