Die Tricks der Lebensmittelindustrie

Neue "ZDFzeit"-Doku

Das Thema "Essen" ist momentan in aller Munde – es liegt im Trend, sich über Ernährungsweisen zu definieren. Einen besonderen Aspekt in der Debatte um die Qualität von Lebensmitteln beleuchtet am Dienstag, 2. Februar 2016, 20.15 Uhr, eine neue "ZDFzeit"-Doku: "Die Tricks der Lebensmittelindustrie".

  • ZDF, Dienstag, 2. Februar 2016, 20.15 Uhr

    Texte

    Sendetermine und Stab

    Dienstag, 2. Februar 2016, 20.15 Uhr, ZDF

    ZDFzeit
    Die Tricks der Lebensmittelindustrie

    Film von Thomas Lischak

    Produktion: Storyhouse
    Redaktion: Michael Gries, Ursula Schmidt

    "ZDFzeit: Die Tricks der Lebensmittelindustrie"

    Der enorme Konkurrenzdruck in der Lebensmittelindustrie sorgt dafür, dass Hersteller immer ausgefeiltere Tricks anwenden, um uns ihre oft minderwertigen Produkte schmackhaft zu machen. Geniale Idee oder Verbrauchertäuschung? Viele Kniffe sorgen dafür, dass minderwertige Zutaten teuer verkauft werden, aber nicht alle schaden Qualität oder Gesundheit. Branchen-Insider Sebastian Lege zeigt verblüffende Beispiele vom Fruchtjogurt bis zum Fischstäbchen.

    Beim Essen als Massenware scheiden sich die Geister: Auf der einen Seite garantiert industrielle Fertigung gleichbleibend hohe Qualität zum kleinen Preis, auf der anderen Seite führt die Profitgier nicht selten zu Etikettenschwindel und allen möglichen Tricks, um uns minderwertige Kost schmackhaft zu machen.

    Egal ob vermeintliche Frischware oder haltbare Produkte, Einzelzutaten oder vollständig in der Fabrik hergestellte Mahlzeiten – fast niemand kommt um Industrie-Erzeugnisse herum. Und die Ansprüche ans Supermarkt-Sortiment sind hoch: Lebensmittel sollen jederzeit verfügbar, leicht zu verarbeiten und möglichst billig sein, aber trotzdem lecker, gesund und unverfälscht. Die Industrie hat sich längst auf die Käuferwünsche eingestellt, denn die Konkurrenz auf dem Lebensmittelmarkt ist groß. Vom Tiefkühlgemüse und Instant-Kartoffelbrei bis zum glutenfreien Müsliriegel und der veganen Bratwurst - 170 000 industriell gefertigte Produkte sind im Angebot.

    Wer hier als Anbieter überleben will, muss jeden Cent umdrehen und darf nichts unversucht lassen. Alles für einen möglichst hohen Anteil an den 250 Milliarden Euro, die jährlich mit Industrie-Lebensmitteln umgesetzt werden. Aber wo liegen die Grenzen des Erlaubten? Und was ist zwar juristisch sauber, aber trotzdem eklig? Was klingt vielleicht schlimmer, als es ist – und wo sind wir Verbraucher selbst gefordert, unseren Verstand einzuschalten?

    Gleich zwei Experten machen deutlich, wie Nahrungsherstellung im industriellen Maßstab funktioniert. Der Koch und Lebensmitteltechnologe Sebastian Lege durchschaut Tricks der Lebensmittelindustrie, schon von Berufs wegen. Im Auftrag von Herstellern entwickelt er neue Rezepturen, neue Verfahren, neuartige Zutaten. Sein Sidekick, Sternekoch Frank Buchholz, steht für gastronomische Kompetenz und eine sensible Zunge. Kann man wirklich Fleischprodukte billig, Cremes besonders fluffig oder Säfte besonders aromatisch machen, ohne dass es auffällt? Der Aufwand dafür scheint zumindest riesig: Zum Einsatz kommen Maschinen wie Extruder und Dehydratoren, Hilfsmittel wie Lachgas, Stickstoff oder Wasserstoff und Zutaten wie verkapseltes Salz, Zuckerkulör, Aromen und Extrakte. Beliebte und bekannte Lebensmittel wie Grillfleisch oder Kartoffelchips stehen auf dem Prüfstand. Neben Fakten zum Aufregen gibt es auch welche zum Staunen oder zum Nachmachen – denn manche Tricks aus der Fabrik sind nicht nur clever, sondern auch nützlich.

    Infos zu Koch und Lebensmitteltechniker Sebastian Lege

    Zuschauer der "ZDFzeit"-Sendungen mit Nelson Müller kennen den ausgebildeten Koch und ausgewiesenen Lebensmittelfachmann längst: Sebastian Lege zählt zu den Food-Entertainern, die sich mit Leidenschaft für die Qualität von Lebensmitteln einsetzen und sich in der Zubereitung immer wieder auf die Suche nach der Verbesserung des sinnlichen Essgenusses macht. Der Lebensmittelentwickler war bereits als Küchenchef in namhaften Restaurants und Hotels tätig. Sebastian Lege bringt seine Grundüberzeugung, dass die Lebensmittel den elementaren Grundstock für leckeres Essen bilden, so auf den Punkt: "Nicht das simple Zusammenfügen einfacher Zutaten bereitet eine wohlschmeckende Mahlzeit. Es ist vielmehr eine Komposition aus Optik, Geruch, Akustik und Geschmack sowie Nostalgie, Emotionen und unsere Erinnerung, die jeder Einzelne damit verbindet. Die Kombination all dieser Elemente spiegelt die Wertschätzung und Freude am Essen wider und macht sie für jeden einzigartig." 

    Infos zur "ZDFzeit"

    Auf dem Sendeplatz "ZDFzeit" sind am Dienstag um 20.15 Uhr große Primetime-Dokumentationen zu sehen. Neben investigativen, politischen und historischen Filmen werden dort auch verbrauchernahe Themen präsentiert wie etwa in der Testreihe mit Nelson Müller. "ZDFzeit" bietet seit Januar 2012 jährlich rund 35 Produktionen auf dem Sendeplatz am Dienstagabend. 

    Die "ZDFzeit"-Redaktion leitet seit dem 1. Oktober 2015 Ursula Schmidt.

    "ZDFzeit: Wie gut sind unsere Zuschauerzahlen 2015?"

    Mit verbrauchernahen Themen ebenso wie mit politischen und gesellschaftsrelevanten Dokumentationen hat "ZDFzeit" im Sendejahr 2015 gepunktet. Auf dem Prime-Time-Sendeplatz dienstags um 20.15 Uhr sahen im Schnitt jeweils 2,87 Millionen Zuschauer die 32 "ZDFzeit"-Produktionen in diesem Jahr. Den besten Zuspruch verzeichnete am 27. Januar 2015 die Dokumentation "Aldi, Lidl & Co. – Wie gut sind Discounter-Lebensmittel?" mit Presenter Nelson Müller: 5,75 Millionen Zuschauer sahen diesen ebenso informativen wie unterhaltsamen Test, bei einem Marktanteil von 17,9 Prozent. Aber auch die politische Dokumentation "Mensch Putin!" fand am 17. Februar 2015 ein großes ZDF-Publikum: 4,11 Millionen Zuschauer und 12,3 Prozent Marktanteil. Die 32 Filme in 2015 erzielten einen durchschnittlichen Marktanteil von 9,5 Prozent.

    Statement von ZDF-Chefredakteur Peter Frey zur "ZDFzeit"

    Auf dem Sendeplatz "ZDFzeit" gelingt es uns immer besser, in einem schwierigen Konkurrenzfeld ein immer größeres Publikum für Informationsinhalte zu gewinnen. Und das mit einer zeitkritischen Themenvielfalt: Von Dokumentationen über die aktuelle Flüchtlingskrise bis zu Sendungen über faire Löhne und gerechte Steuern, von großen Lebensmitteltests bis zu royalen Formaten. Auch preisgekrönte Dokus wie "Der Fall Deutsche Bank" oder an historische Jubiläen anknüpfende Filme wie "Ost und West – der große Check" zu 25 Jahre Deutsche Einheit gehören ins Portfolio der "ZDFzeit".

    Fotohinweis und Impressum 

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdfzeit

    Impressum 

    ZDF-Hauptabteilung Kommunikation
    Presse und Information
    Verantwortlich: Alexander Stock
    Copyright: ZDF 2016 

    Weitere Informationen

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    Ansprechpartner

    Name: Thomas Hagedorn
    E-Mail: hagedorn.t@zdf.de
    Telefon: 06131/7013802