"Ein Sommer in der Toskana". Fotocredit: ZDF/Christiane Pausch.
"Ein Sommer in der Toskana". Fotocredit: ZDF/Christiane Pausch.

Ein Sommer in der Toskana

30. Film der "Herzkino"-Reihe

Laura lüftet in der Toskana ein streng gehütetes Geheimnis ihrer verstorbenen Mutter: Über 25 Jahre hinweg hatte sie in Lucca eine heimliche Affäre.

  • ZDF, Sonntag, 28. April 2019, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Samstag, 27. April 2019, 10.00 Uhr

    Texte

    Stab

    Buch                              Thomas Kirdorf
    Regie    Jorgo Papavassiliou  
    Kamera Vladimir Subotic  
    Musik    Martina Eisenreich  
    Schnitt  Corina Dietz-Heyne 
    Kostüme      Antje Gebauer
    Ausstattung    Massimiliano Sturiale
    Produktion  Ariane Krampe Filmproduktion
    Produzent  Ariane Krampe
    Redaktion     Rita Nasser
    Länge             ca. 89 Minuten

    Besetzung

    Laura Hansen        Wolke Hegenbarth
    Alessandro della Torre   Kerem Can
    Emanuele della TorreRolf Sarkis
    Elisa della TorreSusanna Capurso
    Johanna TessinaroLaura Lo Zito
    Viviane KaufmannMegan Gay
    Andrea Cataldo     Giuseppe Rizzo 
    und andere

    Inhalt

    Im Nachlass ihrer erst kürzlich verstorbenen Mutter findet Modejournalistin Laura ein Flugticket nach Pisa und die Adresse eines Hotels in Lucca. Sie reist nach Italien, um herauszufinden, was ihre Mutter vor ihr und ihrem Vater verheimlicht hat. Dabei lüftet sie ein Geheimnis: Einmal im Jahr, immer zur gleichen Zeit am selben Ort, hat sich ihre Mutter Gloria mit Emanuele della Torre getroffen. Die beiden hatten eine Affäre.

    Laura verliebt sich ausgerechnet in den Wirtschaftsanwalt Alessandro della Torre. Dieser ist nicht nur Emanueles Sohn. Er ist auch in die Machenschaften verstrickt, für die sich Journalistin Laura aus beruflichen Gründen interessiert: In Prato produzieren rund 300.000 chinesische Arbeiter unter ausbeuterischen Bedingungen Mode "Made in Italy" – auch für europäische Premium-Labels.

    So gerät Laura in einen Strudel aus Verrat und Betrug, der ihr beinahe den Glauben an die Liebe nimmt.

    "Ich habe die Verpflichtung, auf meine Art Gutes zu tun" – Interview mit Wolke Hegenbarth

    Sie spielen die Hauptrolle im 30. Film der "Ein Sommer in"-Reihe. Was hat Sie am Drehbuch zu "Ein Sommer in der Toskana" begeistert?

    Ich freue mich, bei einer so traditionsreichen Reihe mitzuspielen, bei der auch schon so viele tolle Kollegen mitgemacht haben. Ich befinde mich also in bester Gesellschaft. Mit der Hauptrolle habe ich die reizvolle Aufgabe, den Film maßgeblich zu prägen. Das ist für mich als Schauspielerin immer wieder spannend.

    Lauras Mutter hatte jahrzehntelang eine Affäre, die sie vor ihrer Familie verheimlicht hat. Wie fühlt sich Laura, als sie schließlich dahinterkommt?

    Wie Laura mit dieser unerwarteten Entdeckung umgeht, schaut man sich am besten am 28. April im ZDF an (lacht).

    Der Film thematisiert auch die miserablen Bedingungen, unter denen chinesische Arbeiter in Prato Mode "made in Italy" fertigen. Sind Nachhaltigkeit und Fairtrade für Sie relevante Themen?

    Auf jeden Fall. Ich beschäftige mich im Moment intensiv mit dem Thema "Fair Fashion". Es gibt schon einige Marken, die fair und nachhaltig produzieren, aber man muss umdenken und kann nicht mehr wie bisher in die gängigen High-Street-Läden gehen. Ich finde es wichtig, zu wissen, wer die Kleidung gemacht hat und unter welchen Umständen sie gefertigt wurde. Natürlich kaufe ich ab und zu etwas, aber dann ausgewählt und nicht auf Masse.

    Sie engagieren sich ehrenamtlich, verbringen jedes Jahr einige Wochen auf einem Hospitalschiff. Hat man als Individuum in der heutigen Gesellschaft die Möglichkeit, Missständen entgegen zu wirken?

    Ja, natürlich. Ich habe die Möglichkeit und sogar die Verpflichtung, auf meine Art Gutes zu tun. Diese Aufgabe haben wir alle. Dafür muss man nicht wie ich nach Afrika reisen, es reicht ja schon im unmittelbaren Umfeld zu schauen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu helfen.   

    "Es ist wichtig, gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen" – Interview mit Kerem Can

    "Ein Sommer in der Toskana" ist bereits der zweite "Herzkino"-Film, in dem Sie mitspielen. Was macht für Sie den Reiz dieses Sendeplatzes aus?

    Der Sonntagabend um 20.15 Uhr ist einer der besten Sendeplätze des deutschen Fernsehens, das sagt eigentlich alles.

    Alessandro hat sich von seiner Freundin getrennt, weil ihr die Karriere wichtiger war als Familie. Was sind für Sie absolute No-Gos in einer Beziehung?

    Die Beziehung zweier Menschen ist so individuell, wie jeder einzelne Mensch für sich. Gos und No-Gos vorab festzulegen, ist da schwierig, finde ich. Aber wenn ich etwas abstoßend finde, dann sind das Geiz, Ignoranz, Humorlosigkeit, Rauchen und lange Fingernägel.

    Laura bricht in die gut situierte Welt von Alessandro und seiner Familie ein, ohne sich verbiegen oder beeinflussen zu lassen. Wären Sie im wirklichen Leben von solch einer unbestechlichen Frau auch beeindruckt?

    Definitiv. Laura ist ein Mensch, der uns daran erinnert, dass es wichtig ist, Dingen auf den Grund zu gehen und gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen. Alessandro hat dafür einen Preis bezahlt und hat sich inzwischen in seine Welt der Reichen und Schönen zurückgezogen. Laura erinnert ihn daran, dass es wichtig ist, da wieder rauszukommen. Insofern ist sie wie ein Appell an uns alle hier draußen.

    Sie sprechen im Film sehr gut Italienisch. Wie kommt das?

    Die Leidenschaft und das Interesse für Sprachen wurden mir in die Wiege gelegt, da ich selbst bilingual aufwuchs und durch meine Großmutter zusätzlich noch in stetem Kontakt mit der französischen Sprache stand. Später kam so eins zum anderen: Ich habe während meines Studiums in einem neapolitanischen Restaurant als Valet gearbeitet und während der Arbeit viel zugehört.

    Dann war ich auch mal internationaler Call-Center-Agent und saß da neben Sergio, der die italienische Hotline betreut hat. Zwischen den Calls haben wir uns dann auf Italienisch unterhalten – über Fußball, Politik, den Sinn des Lebens.

    Facts and Figures

    Der Liebesfilm "Ein Sommer in der Toskana" entstand vom 24. September 2018 bis 18. Oktober 2018 im italienischen Lucca und Umgebung. Er ist der 30. Film der "Herzkino"-Reihe.

    Für Wolke Hegenbarth ist es der erste Auftritt im ZDF-"Herzkino". Kerem Can spielte im Dezember 2019 eine Hauptrolle in "Herzkino.Märchen: Schneeweißchen & Rosenrot".

    Fotohinweis

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/einsommer

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