"Ein Tisch in der Provence". Fotocredit: ZDF/Clement Puig.
"Ein Tisch in der Provence". Fotocredit: ZDF/Clement Puig.

Ein Tisch in der Provence

Zwei Folgen der "Herzkino"-Reihe mit Friederike Linke

Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Krankenschwester Véronique Gilbert (Friederike Linke) in ihre Heimat, die Provence, zurück. Sie beschließt, nicht nur ihre zerstrittene Familie wieder an einen Tisch zu bringen, sondern auch endlich ihr Staatsexamen als Ärztin abzulegen. Allerdings muss sie sich die Familienpraxis mit Dr. Hugo Simon (Nico Rogner) teilen. Die beiden Folgen der neuen Reihe sind an zwei aufeinander folgenden Sonntagen um 20.15 Uhr im ZDF zu sehen.

  • ZDF, Sonntag, 8. März 2020, 20.15 Uhr und, Sonntag, 15. März 2020, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Samstag, 7. März 2020, 10.00 Uhr

Texte

Statement aus der Redaktion

Ein Medical in der Provence als neue "Herzkino"-Reihe: Zikaden sägen sich durch die Mittagshitze, Lavendelduft, Windrauschen. Ein langer Tisch steht vor einem alten Familiensitz, beides angenagt vom Zahn der Zeit. Hier hat schon lange niemand mehr getafelt. Véronique Gilbert, mitreißend gespielt von Friederike Linke, betritt durch zwei alte Torpfeiler den Ort ihrer Kindheit und taucht ein in einen Strudel aus Erinnerungen und Ereignissen. Dagmar Seume inszenierte mit ganz eigener Handschrift die bewegende Geschichte der Gilberts und die Fälle ihrer Landarztpraxis. Im Streit um diese Praxis und Behandlungsansätze kreuzen Véro und der Pariser Arzt Dr. Hugo Simon (Nico Rogner) verbal die Klingen. Mit Sabine Vitua, Peter Benedict, Catherine Flemming, Andreas Hoppe, Lilly Forgách, Helen Woigk und Paula Siebert stand ein spielfreudiges Ensemble vor der Kamera von Friederike Heß. Maike Rasch, Dagmar Seume und Valentin Holch lieferten die Drehbücher, die einen Ort entstehen ließen, an dem man sich mit Familie und Freunden nicht nur am Sonntagabend niederlassen möchte: "Ein Tisch in der Provence".

Verena von Heereman und Nina Manhercz
Redakteurinnen HR Fernsehfilm-Serie II

Statement des Produzenten

Die Begeisterung für Frankreich begleitet mich seit der Schulzeit. Später habe ich dort gelebt und gearbeitet. Insofern stand der Handlungsort für "Ein Tisch in der Provence" schon vor der ersten Idee fest: Südfrankreich. Ein Sehnsuchtsort, nicht nur von mir per se Frankophilem, nein, von vielen Deutschen. Dieses Licht, die Lässigkeit und der Stolz der Franzosen!

Die Autorin Maike Rasch und ich hätten keinen besseren Hintergrund für die Dramen einer großangelegten Familiensaga finden können. Mit ihr antworten wir nicht nur auf das wachsende Bedürfnis nach horizontalem Erzählen, sondern schaffen ebenso kraftvolle Möglichkeiten, Zuschauerinnen und Zuschauer langfristig für "Ein Tisch in der Provence" zu interessieren. Doch das war uns nicht genug: Die medizinischen Fälle einer Landarztpraxis ergänzen mit eigenen Schicksalsgeschichten die Reihe und bringen uns das Leben vor Ort noch näher. Wir erzählen klassische Themen und haben gleichzeitig für den Sendeplatz ungewöhnliche Lösungen und Bilder entwickelt.

"Bienvenue" - zu einer einzigartigen neuen Farbe innerhalb des "Herzkinos"!


Valentin Holch
Produzent, win win Film

"Ein Tisch in der Provence: Ärztin wider Willen" – Stab, Besetzung, Inhalt

Stab

Buch            Maike Rasch, Dagmar Seume, Valentin Holch
Regie   Dagmar Seume
Kamera       Friederike Heß
Musik          Fabian Römer, Steffen Kaltschmid
Music Supervision    Oliver Ueck
Schnitt     Patricia Testor
Szenenbild    Petra Klimek
Kostüm         Brigitte Nierhaus
Maske        Valeska Schitthelm, Andrea Gotowtschikow
Aufnahmeleitung    Zsuzsanna Charlie Gurath
Produzent        Valentin Holch
Produktion                  Polyphon und win win Film
Redaktion   Verena von Heereman, Nina Manhercz
Länge            ca. 89 Minuten

 

Besetzung

Véronique Gilbert     Friederike Linke  
Dr. Hugo Simon            Nico Rogner
Thérèse Gilbert        Sabine Vitua
Dr. Franck Gilbert      Peter Benedict
Catherine Rousseau         Catherine Flemming   
Thierry Rousseau           Andreas Hoppe
Lea Gilbert               Paula Siebert 
Paulette Martinez            Lilly Forgách
Isabelle Bonnet          Helen Woigk 
Daniel Lucard        Andy Gätjen 
Curé Taroussi         Matthias Brenner
Arthur Seguier        Gilbert von Sohlern  
Steff Garbe          Carolin Spieß   
Marcel Durand            Cecil von Renner
Matheo Lucard           Leander Burat
kleine Véro               Fanni Rothe
und andere

 

Inhalt

Die neue Ärztereihe "Ein Tisch in der Provence" erzählt kleine und große Fälle einer Landarztpraxis und die konfliktreiche Geschichte der Familie Gilbert, die sich nach schwierigen Zeiten wieder um einen Tisch versammelt. Krankenschwester Véronique Gilbert, die seit einem familiären Zerwürfnis in Hamburg lebt, kehrt zur Beerdigung ihres Vaters Serge zum ersten Mal seit 15 Jahren in die heimatliche Provence zurück und möchte mit ihrer Tochter Lea danach gleich wieder das Weite suchen.

Als 20-Jährige ist Véro vor ihrem autoritären und tyrannischen Vater aus ihrem Heimatdorf Talon in der Nähe von Montpellier nach Deutschland geflohen. Nur zu ihrem Onkel Franck hielt sie lockeren Kontakt, ansonsten brach sie mit der Familie. Ihren Traum Ärztin zu werden, hat sie bis heute nicht verwirklicht. Denn Véro leidet unter großer Prüfungsangst, an der ihr Vater nicht ganz unschuldig ist. Noch immer steht das zweite und entscheidende Examen aus. Statt sich diesem endlich zu stellen, arbeitet sie als Krankenschwester in einer Klinik.

Als Véro nun in ihren südfranzösischen Heimatort zurückkehrt, muss sie feststellen, dass Serge ganze Arbeit geleistet hat: Ihre einst große Familie ist zerstritten, der Tisch, an dem alle zusammen gegessen und gefeiert hatten, ist verwaist. Thérèse, ihre Mutter, empfängt Véro frostig. Mit ihrer Schwester Catherine spricht Thérèse seit elf Jahren nicht mehr, worunter auch Catherines Mann Thierry leidet.   

Noch zu Lebzeiten hatte Serge, der trotz seiner zwischenmenschlichen Schwächen ein angesehener Arzt im Ort war, einen potentiellen Nachfolger für seine Praxis bestimmt: Dr. Hugo Simon. Dieser hat erst vor zwei Wochen mit der Arbeit begonnen und reagiert mehr als verhalten auf die vermeintliche Erbin, die plötzlich vor ihm steht. Zwischen ihm und Véro fliegen die Fetzen.

Und auch sonst warten so einige Enthüllungen auf Véro. Sie erfährt, dass ihr Vater eine Tochter aus einer anderen Beziehung hat: Isabelle. Die beiden Frauen lernen sich kennen und verbringen einen feuchtfröhlichen Abend miteinander. Doch bald stellt sich heraus, dass Isabelles Interesse in erster Linie ihrem Pflichtanteil am Erbe gilt.

Véro möchte am liebsten alles hinter sich lassen und sich dem Druck, der plötzlich von allen Seiten auf ihr lastet, entziehen. Doch sie muss sich entscheiden: Will sie wieder weglaufen oder ihre zerstrittene Familie versöhnen? Und wäre jetzt nicht die Zeit gekommen, sich der Arztprüfung nochmal zu stellen?

"Ein Tisch in der Provence: Hoffnung auf Heilung" – Stab, Besetzung, Inhalt

Stab

Buch           Maike Rasch, Dagmar Seume, Valentin Holch
Regie           Dagmar Seume
Kamera        Friederike Heß
Musik           Fabian Römer, Steffen Kaltschmid
Music Supervision    Oliver Ueck
Schnitt            Patricia Testor
Szenenbild        Petra Klimek
Kostüm         Brigitte Nierhaus
Maske            Valeska Schitthelm, Andrea Gotowtschikow
Aufnahmeleitung  Zsuzsanna Charlie Gurath
Produktionsleitung                   Kerstin Kroemer
Produzent        Valentin Holch
Produktion    Polyphon und win win Film
Redaktion       Verena von Heereman, Nina Manhercz
Länge            ca. 90 Minuten

 

Besetzung

Véronique Gilbert    Friederike Linke   
Dr. Hugo Simon                     Nico Rogner 
Thérèse Gilbert           Sabine Vitua     
Dr. Franck Gilbert    Peter Benedict 
Catherine  Rousseau     Catherine Flemming
Thierry Rousseau         Andreas Hoppe
Lea Gilbert          Paula Siebert
Paulette Martinez     Lilly Forgách   
Isabelle Bonnet        Helen Woigk  
Daniel Lucard                 Andy Gätjen
Curé Taroussi        Matthias Brenner
Arthur Seguier          Gilbert von Sohlern
Steff Garbe                 Carolin Spieß
Marcel Durand          Cecil von Renner
Melanie Royo                 Leonie Parusel
Matheo Lucard               Leander Burat
kleine Véro          Fanni Rothe 
und andere

 

Inhalt

Véro versucht, bestärkt von ihrer Tochter Lea, nicht nur ihre zerstrittene Familie wieder an einen Tisch zu bringen, sondern auch endlich die Arztprüfung in Montpellier abzulegen. Doch sie bleibt hin- und hergerissen zwischen ihrem Job als Krankenschwester in Hamburg und den Menschen im heimatlichen Talon, die sie nicht nur in Familienangelegenheiten, sondern auch in Gesundheitsfragen brauchen. Denn die Dorfbewohner vertrauen Arzttochter Véro blind.

Währenddessen versucht der neue Landarzt Dr. Hugo Simon in Talon Fuß zu fassen. Seine Pariser Herkunft und sein Hang zu neuen Methoden sorgen für Zurückhaltung bei den Dorfbewohnern. Sie wollen lieber, dass Véro die Praxis übernimmt. Als fast das gesamte Dorf an einem Magen-Darm-Infekt erkrankt, ist Dr. Simon gezwungen, mit Véro zusammenzuarbeiten. Die beiden stehen sich nach wie vor äußerst skeptisch gegenüber und liefern sich bei jeder Gelegenheit einen heftigen Schlagabtausch. Wenn es hart auf hart kommt, geben Véro und Hugo allerdings ein gutes Team ab.

Doch Véro steht weiterhin ohne Abschlussprüfung da. Ihr Vater hat im Testament verfügt, dass sie seine Praxis nur mit Abschluss-Examen erben kann. Wird es Véro gelingen, ihre Angst zu überwinden? Vielleicht helfen ja die Kräuter-Mischungen ihrer Halbschwester Isabelle, die gemeinsam mit Véros Mutter Thérèse ein Heilkräuter-Start-Up gründen will.

Als dann auch noch Véros Tante Catherine schwer erkrankt, steht die Familie Gilbert vor einer weiteren Herausforderung: Es muss dringend ein passender Stammzellenspender gefunden werden. Doch Catherine ist mit ihrer Schwester Thérèse seit vielen Jahren zerstritten.

Interview mit Friederike Linke

Die neue "Herzkino"-Reihe "Ein Tisch in der Provence" ist im horizontalen Stil erzählt. Welche Dynamik bringt das mit sich?

Was mir daran sehr gut gefällt ist, dass die Geschichte sehr detailliert erzählt wird und die Filme sich die Zeit nehmen, genau auf die Charaktere zu schauen. Für den Zuschauer ist das auch toll, weil er sich so in die Geschichte fallen lassen und sich identifizieren kann. Es ist nicht voraussehbar, was passiert.

Für Protagonistin Véro beginnt mit der Fahrt nach Frankreich ein neuer Lebensabschnitt. Diese Auszeit bringt vieles in Gang: neue Gedanken, neue Wege und den Mut, Dinge anzugehen. Braucht es manchmal Brüche, ein neues Kapitel aufschlagen zu können?


Sicherlich ist das für Véro ein großer und wichtiger Schritt in ihrem Leben, sich der Vergangenheit zu stellen, denn darum geht es in der Geschichte. Nur ganz alleine kann sie die Entscheidung nicht treffen. Sie hat eine Tochter und Verantwortungen in ihrem alten Leben. Ich finde, dass der Film gut zeigt, dass es eben nicht so einfach ist, und das macht die Geschichte spannend und brüchig.

"Ein Tisch in der Provence" ist auch zugleich eine Familiensaga: Was bedeutet diese Familie für Véro? Womit hadert sie, als sie jetzt wieder auf ihre Verwandten trifft?

Für Véro ist die Familie, ihre Kindheit und Jugend das, was sie immer in sich trägt und womit sie auch immer wieder hadert. Sie wird sozusagen die alten Geister nicht los und muss sich ihnen stellen. Ihr Vater, der sich immer sehr tyrannisch verhalten hat, und ihre Mutter, die das auf eine Art zugelassen hat, bewegten Véro dazu wegzugehen, um frei zu sein.

Nach dem Tod des Vaters muss das Mutter-Tochter-Verhältnis völlig neu geordnet werden. Da gibt es eine große Neugierde und viel Verletzung. Diese Herausforderung bringt Véro an ihre Grenzen. Sie hat einen großen Gerechtigkeitssinn und eine Art Sturheit, die auch sie überwinden muss. Auf der anderen Seite spiegelt Véros Tochter dagegen das völlig Unverblümte und Reine. Das ist ein spannender Kontrast.

Was bedeutet für Sie persönlich Familie?

Ich bin durch und durch ein Familienmensch mit allem, was dazugehört. Es ist nicht immer alles einfach, aber es ist es wert, und man wird so viel mehr beschenkt, als dass man sich vielleicht auch mal anpassen muss. Ich glaube, es ist das Wichtigste im Leben.

Was macht das typische Savoir-vivre der Franzosen aus? Und was können wir Deutschen davon lernen?

Das Leichte und Lebensbejahende schätze ich sehr. Der Humor und das manchmal etwas Hemmungslose machen das Leben lebenswerter. Sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, liegt mir nah und ist, glaube ich, von Vorteil. Die Franzosen sind Genießer.

Interview mit Nico Rogner

Was hat den Arzt Hugo Simon in die Provence verschlagen?

Diese Frage ist schwer zu beantworten ohne zu viel zu verraten. Aber unter anderem geht es hier sicherlich auch um eine berufliche Herausforderung und die Möglichkeit für Hugo, unabhängig und sein eigener Boss zu sein. Diese Möglichkeit hatte er in Paris so nicht. Hugo ist außerdem an neuen technischen Möglichkeiten für eine kleine Landarztpraxis interessiert.

Mit Véro trifft Hugo auf eine toughe junge Frau, die ihren eigenen Weg geht. Wie reagiert er?

Verhalten. Er ist etwas irritiert, dass diese junge Frau, von deren Existenz er bis dato nichts wusste (obwohl er mit ihrem Vater zusammengearbeitet hat), durch die Blume seine Kompetenz und auch seine Legitimität in der Praxis anzweifelt. Aber es ist auch ein Spiel und eine Herausforderung, die ihm vielleicht mehr Freude bereitet, als er es sich eingestehen würde. Hugo mag es, Dinge zu planen, und wenn diese Dinge dann nicht nach Plan gehen, ist er ganz schön aus der Bahn geworfen. Also attackiert er – manchmal auch auf etwas harsche Art.

Als Städter begegnet ihm manch besondere Eigenschaft der Dorfbewohner, die er nicht versteht. Sie selbst wohnen in der französischen Hauptstadt Paris. Können Sie Hugos Situation nachvollziehen?

Selbstverständlich, gerade in Frankreich ist der Unterschied zwischen "la capitale" und der "province" (wie alles, was nicht Paris ist, weitläufig genannt wird) im Pariser Verständnis riesig. Es gehört fast schon zum guten Ton, wenn man mal ein Wochenende "draußen" verbracht hat, das Hinterwäldlertum der restlichen Bevölkerung anzuprangern. "Die Kinos zeigen ja nirgendwo OmU, um 19 Uhr werden die Bürgersteige hochgeklappt, es gibt nichts mehr zu essen, der öffentliche Transport funktioniert nicht und dann dieses rüde Verhalten ..."

Kannten Sie die Provence schon vorher?

Irgendwie verschlägt es mich in regelmäßigen Abständen immer wieder in den Süden Frankreichs. Ich habe nach dem Abitur in Montpellier angefangen, Kunstgeschichte zu studieren, und habe ein Jahr dort gelebt. Außerdem habe ich meinen ersten deutschen Kinofilm "Auf der Suche" zwischen Marseille und der Provence gedreht. Seitdem war ich allerdings lange nicht mehr dort, mit Ausnahme von einigen Tagen auf Theatertournee in Montpellier. Die Dreharbeiten waren somit schon eine Wiederentdeckung der Ecke da unten, und es war eine schöne Überraschung, erneut längere Zeit zwischen Meer und Bergen zu verbringen.

Wenn Sie an die Dreharbeiten zurückdenken: Was sind Ihre schönen Erinnerungen und Erlebnisse?


Uns wurden Räder zur Verfügung gestellt und die habe ich auch viel genutzt. Vor allem am Anfang hatte ich oft mal einen Tag frei und bin dann gerne zum Meer zum Baden geradelt. Auf den kleinen Plätzen unter Platanen zu sitzen und Szenen vorzubereiten, das sind schon außergewöhnliche "Arbeitsbedingungen". Am Ende habe ich mir ein Auto gemietet und in den Bergen im Hinterland Schluchten mit atemberaubender Natur entdeckt.

Statements von Regisseurin Dagmar Seume, Sabine Vitua und Peter Benedict

"Essen wie Gott in Frankreich, das Licht, die Farben, die kleinen französischen Dörfer – das, was einen schönen Urlaub in der Provence ausmacht, ist natürlich ein großartiger Arbeitsplatz. Man sieht Dinge, die einem zu Hause nicht mehr auffallen. Man kennt die Gepflogenheiten nicht, schaut genauer hin und ist aufmerksamer. Zudem reizen mich Charaktere, die etwas wagen, die nach vorn leben und immer wieder ihre Grenzen ausloten. Genau das zeichnet "Ein Tisch in der Provence" aus: Die Begegnung der Figuren nach jahrelangem Schweigen. Das Schweigen, das alle überwinden müssen. Die Worte, die sie füreinander neu finden, und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. In dieser Familiensaga nehmen wir den Zuschauer mit auf eine emotionale Reise."

Dagmar Seume, Regisseurin

 

"Die Provence ist ein großes Versprechen. Die Franzosen verstehen es, gelassen und gleichzeitig offen zu sein für das Geheimnis. Das können die Deutschen von ihnen lernen. Für Thérèse, die ich spiele, ist Familie heilig. Lieber zerbricht sie und erträgt ihr Unglück, bevor sie aus dem Familiensystem ausbricht. Gleichzeitig ist die Vergangenheit ihr Schutzraum, weil die Gegenwart von Kämpfen und Demütigungen geprägt ist. Sie hat wenige Fluchtmöglichkeiten. Auch ich verliere mich hin und wieder in der Vergangenheit, bin aber leicht verführbar, mich den schönen Dingen des Lebens hinzugeben."

Schauspielerin Sabine Vitua

 

"Franck, der 'Entdecker der Familie'. Kinderlos und unverheiratet findet sich der erfolgreiche und beliebte Arzt aus Montpellier in einer umwälzenden Lebensphase. Er beobachtet, wie sich der Rest seiner Familie in Streitereien und Zweitracht verstrickt und erkennt gleichzeitig, wie wichtig dieses familiäre Band doch ist. Ihm wird klar, dass nur der Zusammenhalt dieser Familie den Frieden und den Wohlstand erhalten kann, welcher von den Vorfahren geschaffen wurde. Nun stellt er sich als Vermittler und Schlichter in den Dienst dieser Großfamilie."

Schauspieler Peter Benedict über seine Rolle

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/eintischinderprovence

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