Copyright: ZDF/Uwe Frauendorf
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Erzgebirgskrimi - Verhängnisvolle Recherche

Kommissar Robert Winkler (Kai Scheve) hört bei einem Telefonat mit einer Journalistin, wie dieser Gewalt angetan wird. Offenbar war sie auf brisantes Material über das Unternehmen von Dr. Lothar Uhlig (Joachim Król) gestoßen. Robert Winkler wird im Lauf der Ermittlungen sogar zum Hauptverdächtigen.

  • ZDF, Samstag, 19. Februar 2022, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Freitag, 18. Februar 2022, für 12 Monate

Texte

Stab

Regie: Jörg Lühdorff
Buch: Leo P. Ard, Jörg Lühdorff
Kamera: Stefan Unterberger
Szenenbild: Stefanie Granitza
Kostüm: Judith Holste
Schnitt: Benjamin Hembus
Musik: Mario Lauer
Ton: Hendrik Lühdorff
Ton-Mischung: Jochen Jezussek
Aufnahmeleitung: Michael Brodhuhn
Produktionsleitung: Marc Wächter
Herstellungsleitung: Eva-Maria Pilling
Produktionsmanagement ZDF: Iris Wollenweber
Producerin: Gabriele Jung
Produzent en: Rainer Jahreis (RJF), Clemens Schaeffer (NFP)
Redaktion: Pit Rampelt
Länge: ca. 90 Min.

Besetzung

Robert Winkler - Kai Scheve
Karina Szabo - Lara Mandoki
Saskia Bergelt - Teresa Weißbach
Georg Bergelt - Andreas Schmidt-Schaller
Maik - Adrian Topol
Dr. Lothar Uhlig - Joachim Król
Jens Müller - Fabian Busch
Prof. Dr. Katrin Rothe - Katja Weitzenböck
Oberstaatsanwalt Osthof - Luc Feit
Harry Drechsel - Bernd Michael Lade
Gregor Uhlig - Jonas Laux
Caroline Kröning - Anne Cathrin Buhtz
Pensionswirtin Leuber - Martina Eitner-Acheampong
Kirsten Reichenbach - Fine Belger
Polizistin Mühlenstein - Caroline Junghanns
Prof. Zacher - Peter Rühring
u.v.a.

Inhalt

Robert Winkler erhält auf seiner Mailbox die Nachricht einer Journalistin; sie habe interessante Informationen für ihn. Doch bei seinem Rückruf muss er anhören, wie ihr Gewalt angetan wird. Winkler und Szabo eilen zum Tatort. Nach aufwendiger Suche wird die Leiche von Kirsten Reichenbach gefunden. Sie war in einer Umweltorganisation aktiv und engagierte für den Erhalt des Waldes, der für einen neuen Standort der Automobilfirma Uhlig gerodet werden soll. Offenbar war Kirsten Reichenbach auf brisantes Material über das Unternehmen von Dr. Lothar Uhlig gestoßen. Doch bevor die Kommissare diese Spur weiter vertiefen können, finden sie heraus, dass die Journalistin an einer weiteren Story schrieb . Die Entwicklungschefin des Unternehmens, Professor Kathrin Rothe, könnte die Person sein, die 27 Jahre zuvor Mitschuld am tödlichen Unfall von Winklers Freundin hatte und Fahrerflucht beging.

Winkler ermittelt auf eigene Faust und findet Beweise. Er stellt sie zur Rede, sie gesteht ihm ihre Schuld. Am nächsten Tag wird sie erschlagen aufgefunden. Robert Winkler gerät ins Visier des aufgrund seiner eigenen Befangenheit hinzugezogenen Kommissars Jens Müller und des Oberstaatsanwalts Osthof. Verzweifelt versucht Robert Winkler, der nun zum Hauptverdächtigen geworden ist, seine Unschuld zu beweisen, auch gegenüber seinem eigenen Team allen voran Karina Szabo und Saskia Bergelt.

Fragen an...
...die Produzenten Rainer Jahreis und Clemens Schaeffer

Was hat die Dreharbeiten zu diesem Erzgebirgskrimi – „Verhängnisvolle Recherche“ – geprägt?

Unser fünfter Erzgebirgskrimi "Verhängnisvolle Recherche" spielte zum ersten Mal in Chemnitz. Wir haben da wunderbare Drehorte gefunden, wie z. B. die Villa von Henry Van de Velde. Aber auch unser zweiter wichtiger Drehort hat uns bezaubert. Wolkenstein ist ein malerisch schöner Ort, der diesem Format als ganz besondere Landschaftskulisse gedient hat. Hervorzuheben ist immer wieder die Gastfreundschaft der Erzgebirger. Wir wurden wieder sehr herzlich aufgenommen.
Für "Verhängnisvollen Recherche" haben wir mit Joachim Król einen herausragenden Schauspieler gewinnen können, der sehr glaubhaft den Autobauer Dr. Uhlig gespielt hat. Das Erzgebirge als traditionelles Autobauerland zu erzählen, war uns ein Anliegen. Der Horch-Pkw wurde hier entwickelt. Heute wird im Erzgebirge zum Wasserstoffauto geforscht. Das ist der thematische Hintergrund für unseren Krimi.

...die Autoren Leo P. Ard und Jörg Lühdorff

Der Zuschauer erfährt in diesem Erzgebirgskrimi, dass die Automobilgeschichte auch im Erzgebirge begann. Was hat Sie dazu bewegt, diesen historischen Sachverhalt aufzugreifen?

Vor unseren Recherchen war uns durchaus bekannt, dass mehrere Autobauer Fertigungsstätten in Sachsen betreiben, aber dass die Entwicklung des Automobils auch im Erzgebirge seine Anfänge hatte und zum Beispiel die meistverkauften Oberklasse-Fahrzeuge in den 1930er-Jahren von der Firma Horch stammten, die in Zwickau gegründet wurde, war uns nicht gegenwärtig. Vor Ort erfuhren wir von der immensen Bedeutung der Wasserstofftechnologie im Bereich der Fahrzeugindustrie, die von dem aktuellen Hype um die E-Mobilität oft verdeckt wird. Es gibt eine intensive Zusammenarbeit von vielen mittelständischen Unternehmen aus dem Erzgebirge mit der Technischen Universität Chemnitz, die zu erfolgsversprechenden Entwicklungen in der Brennstoffzellentechnologie führt. Diese Zukunftstechnologie sollte die Ausgangslage für unsere Geschichte um eine junge Wissenschaftlerin werden, die als Hoffnung in diesem Forschungsbereich gilt und gleichzeitig durch einen Fehler in ihrer Vergangenheit eine fatale Kettenreaktion auslöst, die viel Leid verursacht.

...Kai Scheve (Robert Winkler)

Dies ist der bisher persönlichste Fall von Robert Winkler: Er wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, gerät in eine schwere Krise – und unter Verdacht. Vom Ermittler zum Beschuldigten - wie sind Sie mit dieser Herausforderung umgegangen?

In drei Folgen der Reihe wurde bereits der Unfalltod von Winklers Freundin im Jahr 1994 thematisiert. Es wurde Zeit, diese Geschichte abzuschließen. Winkler einen Filmriss zu verpassen, war sehr mutig von den Autoren, der Regie und dem Redakteur. Die Umsetzung ist Teamarbeit und diese war sehr hingebungsvoll und fordernd, manchmal bis zur Schmerzgrenze.

Was war für Sie das Besondere an diesem Erzgebirgskrimi "Verhängnisvolle Recherche"?

Das Besondere für mich waren der Sog der Geschichte, die exzellenten Kolleginnen und Kollegen – und dass wir gemeinsam diesen Ausnahmezustand über fünf Wochen gehalten haben. Dem Team gilt meine Hochachtung.

....Lara Mandoki (Karina Szabo)

Ihr Partner gerät unter Verdacht. Karina Szabo findet sich in einem schweren Gewissenskonflikt wieder, der ihr einiges abverlangt. Warum fällt Vertrauen so schwer?

Kommissar Winkler ist der engste Vertraute von Karina Szabo und auch ein Mentor für sie, insofern gerät ihre Welt sehr aus den Fugen. Sie steht unter enormem Druck, da sie ja gleichzeitig versucht, eine bestmögliche Polizistin zu sein. Ob es einem leicht oder schwer fällt, zu vertrauen, ist nicht so leicht zu beantworten, weil das eine sehr individuelle Frage ist. Kommissarin Szabo tut sich sicherlich schwer damit, wobei es in diesem Fall weniger um Vertrauen geht als um den Gewissenskonflikt. Traut man jemandem, den man vermeintlich gut kennt, einen Mord zu? Und wenn ja, ermittelt man gegen ihn – oder opfert man seine Karriere?

Was war für Sie das Besondere an diesem Erzgebirgskrimi – „Verhängnisvolle Recherche“?

Dieser Film liegt mir sehr am Herzen. Er zeigt alle Figuren von einer völlig neuen Seite und stellt alles infrage. Diesen Existenzkampf zu spielen, war schauspielerisch natürlich eine große Freude für mich. Die Arbeit mit unserem Regisseur Jörg Lühdorff war ein Geschenk. Und auf das Ergebnis bin ich wirklich stolz.

....Teresa Weißbach (Saskia Bergelt)

Vertrauen ist in diesem Erzgebirgskrimi ein Kernthema. Die Försterin Saskia Bergelt steht Kommissar Robert Winkler in der schweren Zeit zur Seite. Was ist ihre Motivation?

In Saskia Bergelts Augen ist Robert Winkler unschuldig, solange nicht eindeutig das Gegenteil bewiesen ist. Sie ist loyal und folgt ihrem Bauchgefühl. Sie spürt, dass etwas nicht stimmt, auch wenn die Fakten erst einmal gegen Winkler sprechen. Bergelt und Winkler kennen sich inzwischen schon einige Zeit, haben einiges zusammen durchgestanden. Das verbindet. Ihre Menschenkenntnis und weibliche Intuition helfen ihr, hinter die Dinge zu schauen und sie aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten . Das rettet den Hauptkommissar und hilft ihm, das Geheimnis seiner Vergangenheit nach über zwanzig Jahren nun endlich zu lüften. Außerdem bringt es die beiden noch ein Stück weiter zusammen. Und vielleicht ist ihre Motivation auch ein wenig von ihren Gefühlen zu dem Hauptkommissar beflügelt. Vielleicht ist da in ihrer Gefühlswelt doch ein wenig mehr Raum als bei den anderen Kollegen.

Was war für Sie das Besondere bei diesem Film?

In den letzten Folgen wurde das Erzgebirge mit seiner wunderschönen Natur, der Handwerks- und Bergmannstradition gezeigt. In dieser Folge bekommt der Zuschauer nun zum ersten Mal auch einen Einblick in eine Region, die voll von Industrie ist. Innovation erwächst hier aus Tradition. „Verhängnisvolle Recherche“ gibt uns einen kleinen Einblick in die Automobilbranche, die eine lange Erfolgsgeschichte im Erzgebirge hat. Wir sehen Menschen mit Erfindergeist, die in diese Region investieren. Diese Folge ist städtischer als alle anderen – und das finde ich spannend.  

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