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Copyright: ZDF / Lucas Rademacher
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Heiter bis sonnig – Wo unser Sommer gemacht wird

Eine Wetterreise mit Benjamin Stöwe

Sonnencreme oder Regenschirm, barfuß oder Gummistiefel? Wie wird der Sommer? Benjamin Stöwe geht auf Reisen und zeigt, wo unser Sommer "gemacht" wird. Der Wetter-Moderator nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit an die Orte wo die Hochs und Tiefs zu Hause sind, die über das Sommerwetter entscheiden. Mit den Eindrücken der Reise sowie den Erfahrungen aus Statistik und Wettermodellen entsteht ein Wetterbericht der besonderen Art.

  • ZDF, ZDF: Montag, 6 Juni 2022, 19.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, ZDFmediathek: ab Montag, 6. Juni 2022, 8.00 Uhr, zwei Jahre lang

Texte

Stab

ZDF: Montag, 6 Juni 2022, 19.30 Uhr
ZDFmediathek: ab Montag, 6. Juni 2022, 8.00 Uhr, zwei Jahre lang
Heiter bis sonnig – Wo unser Sommer gemacht wird
Eine Wetterreise mit Benjamin Stöwe

Autor: Benjamin Stöwe
Kamera und Produzent: Lucas Radermacher
Redakteurin: Nina Behlendorf
Leitung: Markus Wenniges
Sendelänge: circa 45 Minuten 

Inhalt

Der Wetter-Moderator Benjamin Stöwe nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf die Azoren, nach Skandinavien und nach Island. Dort sind die Hochs und Tiefs zu Hause, die über das Sommerwetter entscheiden. Stöwe begegnet Menschen, die mit und von Wetterphänomenen leben, die den Sommer bringen. So trifft er zum Beispiel auf den Azoren das Ökofarmerpärchen André und Katharina: Die beiden haben sich dort einen Lebenstraum erfüllt: eine alte Farm liebevoll saniert und auf Permakultur umgestellt. Durch das dauerhaft milde Klima der Inselgruppe wächst hier fast alles, was das Herz begehrt, Insektenschutzmittel und Pestizide braucht es nicht. "Als wir vor vier Jahren hergekommen sind, haben wir uns ganz auf das Wetter hier eingelassen. Und das ist ein Schauspiel für sich: 'Vier Jahreszeiten an einem Tag', sagen die Leute hier immer!"

Lange waren die Wettereinflüsse gut vorhersagbar. Doch durch die Erderwärmung gibt es diese Verlässlichkeit immer weniger. Schnell können sich aus trocken-warmen Tagen heiße Dürre-Wochen entwickeln, oder Regen kommt im Überfluss. Wie extrem werden die Sommer der Zukunft? Auch diese Frage will Benjamin Stöwe während seiner Sommerreise beantworten und zeigen, wie sich der Mensch den Veränderungen anpassen kann.

Fragen an Benjamin Stöwe

Welche meteorologischen Faktoren beeinflussen den Sommer?

Faktisch ist die Frage schnell beantwortet. Unser Wetter wird beeinflusst von den Zugbahnen der Hoch- und Tiefdruckgebiete. Oftmals kommt unser Wetter von Westen, geprägt vom Atlantik. Feucht, warm, schwül kann es werden. Ist es umgekehrt, zum Beispiel mit einem Hoch über Schweden, wird das Wettergeschehen eher kontinental geprägt. Am Beispiel Sommer bedeutet das, er wird heiß und trocken. Wenn das Sommerwetter nicht von einem mächtigen Hochdruckgebiet dominiert wird, gibt es statt der meteorologischen Ruhe oft große Dynamik. In der Atmosphäre ist dann einiges los, die Gewitter im Juli sind die stärksten. In kurzer Zeit kann dann viel Regen fallen, anderswo bleibt der Niederschlag aus, Dürre und hohe Waldbrandgefahr sind die Folge.

Wohin sind Sie für Ihren Film gereist?

Drehorte für "Heiter bis sonnig" waren die Azoren, Island sowie Schweden. Inseln und Länder die auf der Wetterkarte zwar nie weit weg sind, dennoch wirken sie fern. Immerhin kennen alle das Azorenhoch und das Islandtief. Jetzt stellen wir einige Menschen vor, die in diesen Regionen zuhause sind, in denen unser Wetter gemacht wird. Dabei zeigt sich, wie eng Lebenswege mit dem Wetter verknüpft sein können und wie unterschiedlich das Wetter wirkt, weit über meteorologische Aspekte hinaus. Menschen und ihre Geschichten sind unsere Wegweiser zum Sommer.

Wie war es für Sie vor Ort den Wetterphänomenen live zu begegnen, die Sie sonst im Studio auf der Wetterkarte erklären?

Das Azorenhoch oder auch das Islandtief sind regelmäßige Akteure im Wetterbericht. Mit zwei Schritten vor der Wetterkarte bin ich dort. Jetzt wirklich diese Orte kennenzulernen und für die Zuschauerinnen und Zuschauer besuchen zu dürfen, war eine tolle Erfahrung.

Fühlt es sich für Sie nach dieser Reise anders an, wenn Sie jetzt vor der Wetterkarte stehen?

Das persönliche Erleben bereichert die Wahrnehmung enorm. Vor allem zu erfahren, wie sehr das Wetter das Leben der Menschen, die wir getroffen haben, beeinflusst und zum Teil gelenkt hat.

Haben Sie Phänomene erlebt, die auf den Klimawandel hindeuten?

Mit Sorge haben uns die Menschen auf den Azoren von Extremregenereignissen berichtet, in Schweden wiederum ist die Trockenheit ein großes Thema. Besonders eindrucksvoll war der Dreh in einer Eishöhle in einem Gletscher auf Island. Der Gletscher stirbt, an der Eishöhle wird das erschreckend deutlich: täglich geht das Eis um bis zu 15 Zentimeter zurück. Die Eishöhle in der wir gedreht haben, existiert wahrscheinlich schon gar nicht mehr.

Wie wird der Sommer 2022?

Eine verlässliche Antwort darauf gibt es nicht, die seriöse Wettervorhersage blickt nur ein paar Tage in die Zukunft, nicht Wochen oder gar Monate. Aber der Blick in die Ferne gibt eine Idee vom Repertoire des Sommers und macht neben Hitze und Unwettern auch Hoffnung auf schöne Momente.

Was mögen Sie persönlich an dieser Jahreszeit?

Für viele ist der Sommer die schönste Zeit des Jahres. Auch für mich. Das Leben fühlt sich anders an. Vielleicht, weil die Tage schon so früh beginnen. Ich genieße dann das erste Licht des Tages, bevor aus einem kühlen Morgen ein heißer Tag wird. Und wenn dann nach einem Gewitter die Schwüle des Nachmittags vertrieben ist und sich der laue Abend in stundenlanger Dämmerung hinzieht, kann man gar nicht anders als zu sagen: was für ein Sommer.

Die Fragen stellte Birgit-Nicole Krebs

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Fotos: über 06131 – 70-16100 oder über https://presseportal.zdf.de/presse/heiterbissonnig

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