Herzensbrecher - Vater von vier Söhnen

12 neue Folgen der Familienserie (4. Staffel)

Pfarrer Andreas Tabarius und seine Mannen melden sich zurück! In der 4. Staffel bekommen die Herzensbrecher unverhofft Zuwachs - weiblichen. Ein Gerichtsprozess führt überraschend in den siebten Himmel ...

  • ZDF, 12 neue Folgen ab 1. Oktober 2016

    Texte

    Stab und Besetzung

    12 neue Folgen ab 1. Oktober 2016 samstags um 19.25 Uhr

    Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen
    4. Staffel der Familienserie

    Idee & Konzept                 Christian Pfannenschmidt
    Buch                                  Christian Pfannenschmidt,
                                              Stefani Straka, Johannes Lackner,
                                              Klaus Rohne, Carmen Nascetti,      
                                              Marina Mehlinger
    Regie                                 Oliver Muth und Jurij Neumann Kamera     Florian Licht, Michael Tötter,
                                              Theo Müller, Marc Stoppenbach
    Schnitt                               Johannes Schäfer, Dana Beauvais
    Musik                                 Andreas Weidinger
    Szenenbild                        Sabine Kasch
    Produzenten                     Gerda Müller, Jan Kromschröder
    Producer                            Sibylle Illner
    Buch-Producer                   Andy Sobotta
    Koordination ZDF               Johannes Frick-Königsmann
    Redaktion                          Heike Lagé
    Länge                                12 x ca. 45 Min.

    Eine ZDF-Auftragsproduktion der Bantry Bay Productions GmbH in Zusammenarbeit mit Kromschröder & Pfannenschmidt

     

    Die durchgehenden Rollen und ihre Darsteller:

    Andreas Tabarius              Simon Böer
    Marie Büchner                   Cordelia Wege
    Lukas Tabarius                 Gerrit Klein
    Thomas Tabarius              Lukas Karlsch
    Johannes Tabarius            Thomas Hoßbach        
    Bart Rix                             Max Krauthausen
    Tim Büchner                      Carlo Bohnenkamp
    Leonie Büchner                 Johanna Hens
    Astrid Kurland                   Carin C. Tietze
    Willi Kockelkorn                Wilfried Dziallas
    Anneliese Engel                Irene Rindje
    Philip Glees                      Bernhard Bettermann
    Lea Mommsen                  Katrin Heß

     

    In Episodenrollen:

    Kai Ivo Baulitz, Paul Falk, Lee Rychter, Sanne Schnapp, Bernd Michael Lade, Kathrin Kühnel, Ole Eisfeld, Marvin Jones, Janna Striebeck, Janina Fautz, Dieter Bellmann, Sascha Tschorn, Christoph Mory, Anna von Haebler, Linn Müller, Hansjürgen Hürrig, Karolina Lodyga, Jamie Bick, Daniel Wiemer, Enno Kalisch, Nina Friederike Gnädig, Nina Vorbrodt, Stefko Hanushevsky, Ben Nicolas Behrend, Friederike Linke, Dagmar von Kurmin, Julia Kelz, Andreas Grothgar, Sybille J. Schedwill und andere

    Allgemeiner Inhalt

    Die neue Staffel startet mit einem Paukenschlag: Andreas steht wegen Trunkenheit am Steuer vor Gericht, muss sich den unangenehmen Fragen von Richterin Marie Büchner stellen. Eine folgenschwere Begegnung. Marie erobert sein Herz.

    Nach einigen Schwierigkeiten werden die Beiden ein Paar. Als wäre das nicht schon Veränderung genug, bringt Marie bei ihrem Einzug ins Pfarrhaus noch zwei Kinder mit in den chaotischen Männerhaus-halt: den achtjährigen Tim und seine Schwester, das Pubertier Leonie (13). Es wird ein langer Weg, bis für die Patchwork-Familie zusammenwächst, was zusammengehört. Mit allen Höhen und Tiefen. Es geht um Schule und Leistungsdruck, Partymachen und Alkohol, um die erste Liebe und andere Katastrophen.

    Zusätzlich zu schaffen macht ein alter Bekannter: Mark Wenkstern. In neuer bedrohlicher Position versucht er, Andreas aus seinem Amt zu drängen. Ob es ausgerechnet in dieser Situation eine gute Idee von ihm ist, Lea als neue Gemeinde-sekretärin einzustellen? Die aufmüpfige Friseurin und unser chaotischer Pfarrer – das wird spannend!

    Nichts bleibt, wie es ist – das ist Programm in dieser Staffel. Doch für die Gemeinde und ihre Sorgen bleibt Andreas der ruhende Pol, Seelentröster und Lösungsfinder. Sei es für einen traumatisierten Soldaten, der in sein Familienleben zurück finden muss, eine Frau, die über die Trauer ihrer toten Tochter, die lebende vergisst oder beim Thema Organspende, bei dem Pfarrer Tabarius die Betroffenen bei ihrer schwierigen Entscheidung unterstützt.

    Die Sendetermine der einzelnen Folgen*

    Samstag, 1. Oktober 2016, 19.25 Uhr
    Nicht schuldig

    Samstag, 8. Oktober 2016, 19.25 Uhr
    Von Vätern und Söhnen

    Samstag, 15. Oktober 2016, 19.25 Uhr
    Mit Leib und Seele

    Samstag, 22. Oktober 2016, 19.25 Uhr
    Mut zur Zukunft    

    Samstag, 29. Oktober 2016, 19.25 Uhr
    Preis der Liebe

    Samstag, 5. November 2016, 19.25 Uhr
    Tiefe Gräben

    Samstag, 12. November 2016, 19.25 Uhr
    Letzte Warnung

    Samstag, 19. November 2016, 19.25 Uhr
    Falsche Erwartungen

    Samstag, 26. November 2016, 19.25 Uhr
    Zerbrechliches Glück

    Samstag, 3. Dezember 2016, 19.25 Uhr
    Falsches Spiel

    Samstag, 10. Dezember 2016, 19.25 Uhr
    Alle gegen Einen 

    Samstag, 17. Dezember 2016, 19.25 Uhr
    Alles oder nichts

    (*Programmänderungen vorbehalten)

    Die einzelnen Folgen (Inhalte)

    Samstag, 1. Oktober 2016, 19.25 Uhr
    Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen
    Folge 1: Nicht schuldig

    Pfarrer Tabarius' Leben gerät aus den Fugen: Er muss sich wegen Trunkenheit am Steuer vor Gericht verantworten und er könnte auch seinen Job verlieren.
    Marc Wenkstern ist als neuer Personaldezernent zurück und versucht seinen Racheplan von damals zu realisieren. Während er die Gemeinde gegen den Pfarrer aufhetzt, sind Lukas, Tom, Jo und Bart damit beschäftigt, eine neue Frau für Andreas zu finden.
    Bei dieser Aktion trifft Andreas zufällig erneut auf die Richterin Marie – nur diesmal unter anderen Vorzeichen. Unter Druck sägt Andreas ausgerechnet an dem Ast, auf dem er sitzt. Vor allem Willi und Astrid müssen seine Ungerechtigkeiten ausbaden. Als es jedoch zur Kampfabstimmung gegen ihren Chef kommt, beweisen sie ihre Loyalität.

     

    Samstag, 8. Oktober 2016, 19.25 Uhr
    Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen
    Folge 2: Von Vätern und Söhnen

    Konfirmand Ole leidet unter der fehlenden Nähe zu seinem Vater, einem Kriegsheimkehrer. Sensibel versucht Andreas zu vermitteln und legt ein schwieriges Thema frei.
    Umso schwerer es ihm, Lukas loszulassen, der im Rahmen von "Ärzte ohne Grenzen" in den Libanon will. Zum Glück bringen ihn die Treffen mit Marie auf andere Gedanken. Die Beiden kommen sich näher, bis er feststellt, dass Marie ihm Mann und Kinder verschwiegen hat.
    Lea, die Mutter von Ben, ist in finanzielle Nöte gerät. Andreas stellt sie kurzerhand als Gemeindesekretärin an. Eine Entscheidung, die Astrid mitträgt. Wird Lea das in sie gesetzte Vertrauen einlösen? Und wie steht es eigentlich mit Philip Glees' Werben um Astrids Gunst?

     

    Samstag, 15. Oktober 2016, 19.25 Uhr
    Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen
    Folge 3: Mit Leib und Seele

    Andreas würde sich sehr gern auf eine Liebesgeschichte mit Marie einlassen, aber der Unfall eines Gemeindemitgliedes und eine schwierige Entscheidung fordern seine ganze Aufmerksamkeit.
    Er steht den Eltern bei, die sich für oder gegen eine Organspende entscheiden müssen.
    Dabei kann er sich auf seine Jungs verlassen, denn die Tabarius-Familie hält auch in schweren Zeiten zusammen. Das trifft auch auf Lea zu, die jedoch mit ihrem neuen Job heillos überfordert ist.
    Erst als Andreas ihr klarmacht, dass er sie nicht aus Mitleid eingestellt hat, kann sie sich auf ihre Stärken besinnen und selbst Hilfe von Astrid Kurland annehmen. Starke Nerven müssen auch Marie und Andreas beweisen, denn das gegenseitige Kennenlernen ihrer Kids verläuft zunächst desaströs.

     

    Samstag, 22. Oktober 2016, 19.25 Uhr
    Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen
    Folge 4: Mut zur Zukunft

    Andreas beaufsichtigt Maries Kinder. Seine Hoffnung auf eine Annäherung der Familien versucht Leonie mit allen Mitteln zu zerstören. Dabei kommt sie Andreas sogar beruflich in die
    Quere …
    Auch die 16-jährige schwangere Lara wünscht sich eine Familie. Doch ihre Mutter verbüßt eine Haft, nachdem sie in Selbstjustiz den Mörder der anderen Tochter getötet hat. Noch fühlt sich Laras Mutter jedoch der toten Tochter näher als der lebenden.
    Während Lea bei Lara sensibel die neue Verantwortung für das eigene Kind weckt, herrscht zwischen Jo und Tom dicke Luft. Er scheint eifersüchtig zu sein auf Julius, der zum ersten Mal bei Tom übernachten durfte.

     

    Samstag, 29. Oktober 2016, 19.25 Uhr
    Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen
    Folge 5: Preis der Liebe

    Marie sucht ein neues Heim für sich und ihre Kinder. Andreas möchte, dass sie zu ihm zieht. Seine Jungs reagieren gelassen auf die neuerliche Veränderung. Aber Leonie verweigert sich total.
    Beruflich hat es Andreas mit einem selbsternannten guten Christen zu tun, dem das "sündige" Verhalten des Bruders missfällt. Dieser ist in die Pflegerin seiner im Koma liegenden Frau verliebt und droht an den eigenen Schuldgefühlen und der Ächtung des Bruders zu zerbrechen.
    Moralische Skrupel  bringen auch Astrid dazu, ihrem Pfarrer die Affäre mit Philip zu gestehen. Andreas reagiert wohlwollend.  Schließlich plant er selbst sein neues Glück mit Marie, nachdem er Leonie überzeugen konnte, ihnen allen die Chance für einen Neuanfang zu geben.

     

    Samstag, 5. November 2016, 19.25 Uhr
    Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen
    Folge 6: Tiefe Gräben

    Andreas' Vater ist zu Besuch. Angeblich, um die neue Familie kennenzulernen. Doch dann lässt er die Katze aus dem Sack: Er möchte in hohem Alter noch mal Vater werden. Andreas ist entsetzt.
    Schnell wird klar, dass Andreas Ablehnung aus alten, unbewältigten Konflikten mit seinem Vater herrührt. Als Richard in der Konfrontation einen Herzinfarkt erleidet, tritt Andreas schnell einen Schritt zurück. Kommt sein Versuch der Aussöhnung zu spät? Steht der Pfarrer vor seinem schwersten Gang? Muss er seinen eigenen Vater beerdigen?
    An anderer Stelle in der Familie keimt neue Hoffnung: Jo und Susanne kommen sich näher.

     

    Samstag, 12. November 2016, 19.25 Uhr
    Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen
    Folge 7: Letzte Warnung

    Krise im Haus Tabarius: Leonie hat sich heimlich mit ihren Freundinnen betrunken. Die Konsequenzen folgen auf dem Fuße: Partyverbot. Ihre Wut richtet sich jetzt gegen Andreas.
    Heimlich schleicht sich Leonie aus dem Haus und gerät auf der verbotenen Party in große Bedrängnis. Als sich ihre Freundin ins Alkoholkoma trinkt, bittet Leonie Andreas verzweifelt um Hilfe.
    Dieses Erlebnis verändert Leonies Blick auf den neuen Partner der Mutter und stärkt ihr Vertrauensverhältnis zu Andreas. Auch Astrid möchte den nächsten Schritt in ihrer Beziehung mit Philip gehen und einen Schlussstrich unter ihre Ehelüge ziehen. Sie muss jedoch erkennen, dass Philip auch nicht ganz ehrlich zu ihr war – er ist offiziell noch nicht geschieden.

     

    Samstag, 19. November 2016, 19.25 Uhr
    Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen
    Folge 8: Falsche Erwartungen

    Tom ist im Stress. Klausuren stehen an, und seine Nerven liegen blank. Julius bietet ihm Tabletten zur Leistungssteigerung an. Als die ausgerechnet Ben in die Hände fallen, gibt es große Panik.
    Tom nimmt sich die Vorwürfe seines Vaters sehr zu Herzen. Doch darunter beginnt auch die Beziehung zu Julius zu leiden. Andreas wird bewusst, wie sehr die heutige Gesellschaft auf Leistung und Erfolg getrimmt ist. Wie kann er seine Kinder davor schützen?
    Sensibel versucht Andreas, Tom die Angst vor dem Versagen zu nehmen. Er sucht Julius' Vater auf. Ihn will er davon überzeugen, seinem Sohn selbst die Entscheidung zu überlassen, welche Ziele er im Leben verfolgt – und vor allem mit welchen Mitteln.

     

    Samstag, 26. November 2016, 19.25 Uhr

    Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen
    Folge 9: Zerbrechliches Glück

    Tims bester Freund Yannick lebt seit Jahren bei einer liebevollen Pflegefamilie. Nun soll er zur scheinbar rehabilitierten Mutter zurück. Andreas vermittelt im Kampf der Mütter. Er hat dabei vor allem das Wohl des Kindes im Blick.
    Astrid und Philip blenden vor lauter Glück alles um sich herum aus und verbringen eine romantische Nacht. Doch Astrids Ehemann wird misstrauisch. Von Neuem quält sie sich, die richtige Entscheidung zu treffen, und wendet sich vertrauensvoll an ihren Pfarrer. Willi tut sich mit der Wahrheit ebenfalls schwer, nachdem er an Wenksterns Wagen einen Kratzer verursacht hat.

     

    Samstag, 3. Dezember 2016, 19.25 Uhr
    Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen
    Folge 10: Falsches Spiel

    Erprobt im Umgang mit seinen Jungs bleibt für Andreas "Leonies Welt" ein Mysterium. Er und Marie hingegen sind mittlerweile ein eingespieltes Team, das so schnell nichts erschüttern kann.
    Beruflich wird Andreas mit einer alten Dame konfrontiert, die unter der Vormundschaft ihrer Enkelin steht. Doch er wird das Gefühl nicht los, dass die Enkelin den Betreuerstatus zum persönlichen Vorteil missbraucht. Gemeinsam mit Marie geht er der Sache auf den Grund.
    Als Astrid mit ihrem Mann reinen Tisch machen will, konfrontiert er sie mit seinem beruflichen Fiasko. Seinen einzigen Halt sieht er jetzt in Astrid. Da schafft sie es wieder nicht einen Schlussstrich unter ihre Ehe zu ziehen. Wie soll Philip damit umgehen?

     

    Samstag, 10. Dezember 2016, 19.25 Uhr
    Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen
    Folge 11: Alle gegen Einen

    Leonie ist verliebt. Marie stöbert und erfährt aus dem Tagebuch, dass es um Jo geht. Als der ihr auch noch arglos falsche Signale sendet, muss Andreas versuchen, ihn zu sensibilisieren. Doch das geht vollkommen schief.
    Jetzt kriselt es auch zwischen Marie und Andreas – wegen der Kinder. Währenddessen wird an Andreas ein anderes Problem herangetragen: Rektorin Dr. Kern ist an der Schule der Kinder einem üblen Shitstorm zum Opfer gefallen.
    Aus Rücksicht auf die Gefühle des jeweils anderen wollen sowohl Astrid als auch Philip kündigen. Doch Andreas schiebt dem Ganzen zunächst einen Riegel vor.

     

    Samstag, 17. Dezember 2016, 19.25 Uhr
    Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen
    Folge 12: Alles oder nichts

    Der Streit zwischen Jo und Leonie eskaliert; auch Marie und Andreas geraten mit ihren unterschiedlichen Erziehungsmethoden aneinander. Wächst hier wirklich zusammen, was zusammen gehört?
    Marie versucht, für sich und ihre Kinder eine Antwort darauf zu finden, indem sie mit ihnen wegfährt. Andreas fühlt sich unwohl an die Situation mit Katharina erinnert. Nachdem Jo seinen Zwist mit Leonie beigelegt hat, setzt Andreas ein Signal für die Zukunft mit Marie.
    Auch Astrid entscheidet sich für die Liebe und gegen ihr Pflichtgefühl. Lea hingegen sorgt auf unkonventionelle Weise dafür, dass Wenkstern seinen kleinlichen Privatkrieg gegen Andreas aufgibt.

    Interview mit Simon Böer

    Herr Böer, Sie spielen die Rolle des Andreas Tabarius seit der ersten Staffel. Wie hat sich das Leben des Familienvaters und Pfarrers seitdem verändert?

    Andreas wächst natürlich mit seinen Aufgaben, ist sicherer in seiner Gemeinde geworden und mittlerweile auch trotz seiner unorthodoxen Mittel anerkannter. Und natürlich hat er sich auch zusammen mit seiner Familie verändert. Die Jungs sind ja auch älter geworden und stellen ihn regelmäßig vor neue Aufgaben. (lacht)

    Inwieweit gilt das auch für Ihr Leben?

    Auch bei mir ist es natürlich so, dass mein Leben sich mit neuen Herausforderungen immer weiter entwickelt - und ich mich natürlich auch. Man wird reifer und überlegter, hoffe ich zumindest. (lacht) Meine Kinder werden ja auch immer größer, und da geht es mir wie Andreas: Auch daran wächst man.

    Mit Marie Büchner hat der Pfarrer nach Katharina Marquardt eine neue Partnerin an seiner Seite. Wie unterscheiden sich die beiden Frauen voneinander?

    Die neue Partnerschaft mit Marie Büchner ist auf einer ganz anderen Ebene. Sie ist Richterin und bringt zwei eigene Kinder mit in die Beziehung. Das fordert Andreas natürlich ganz anders, und die Beziehung ist jetzt mehr auf Augenhöhe. Marie hat Andreas mit all seinen Schwächen und Stärken akzeptiert, findet sich viel selbstverständlicher in sein Leben ein, und das macht es ihm einfacher, sich auf diese Beziehung einzulassen.

    Mit Leonie Büchner zieht ein Teenager ein, der für ziemlich viel Unruhe sorgt. Ihre Tochter ist in einem ähnlichen Alter: Wie gehen Sie mit dem Pubertier um?

    Pubertierende Kinder sind nicht ohne, das stimmt, aber man muss einfach viel Geduld und Verständnis mitbringen. Und wenn ich mal arg an meine Grenzen stoße, erinnere ich mich einfach daran, wie ich selbst in der Pubertät war. Dann entwickele ich sofort mehr Verständnis und natürlich auch Mitleid mit meinen Eltern. (lacht)

    Als typischer "Jungsvater" hat Andreas mit Leonie anfangs so seine Schwierigkeiten. Sie selbst sind Vater einer Tochter und eines Sohnes. Stellen Sie Unterschiede in Ihrer Erziehung der beiden fest?

    Es ist ganz logisch, dass man bei der Erziehung von Jungen und Mädchen auf unterschiedliche Gegebenheiten eingehen muss. Generell kann man Kinder aber nicht über Geschlechter pauschalisieren, denn unabhängig davon gibt es je nach Temperament Unterschiede, die man erkennen, respektieren und fördern muss. Ich halte es für wichtig, unsere Kinder, egal ob Junge oder Mädchen, für dieses Leben stark zu machen und sie zu toleranten, großherzigen, empathischen, selbstbewussten Menschen zu erziehen.

    Was wünschen Sie Andreas Tabarius für die Zukunft?

    Viele Möglichkeiten, die Mitglieder seiner Gemeinde zu unterstützen, und weiterhin, ohne großen Widerstand seiner Berufung als Pfarrer nachgehen zu können. Natürlich wünsche ich ihm auch, dass er in seiner Beziehung ankommt und glücklich wird – aber das wünsche ich einfach jedem!

    Das Interview führten Eva-Maria Richter und Maren Mossig.

    Interview mit Cordelia Wege

    Frau Wege, in der vierten Staffel spielen Sie Marie, die neue Frau an Andreas Tabarius‘ Seite - Ihre erste durchgehende Fernsehrolle in einer Serie. Was mögen Sie an der Rolle?

    Marie hat genau mein Alter und ist eine Frau, die mitten im Leben steht. Sie hat einen Beruf und Kinder. Es ist schön, das zu spielen. Dafür habe ich im Vorfeld zwar keine juristischen Standardwerke oder Paragraphen gewälzt, mich aber über den Werdegang einer Richterin informiert und Bauklötze gestaunt: Wie hat Marie das geschafft? Bestnoten, Jurastudium, zwei Staatsexamen, Referendariat, zwei Kinder. Ich dachte: Die Frau ist toll - ich hätte das nie hinbekommen. Aber nun darf ich es spielen.

    Wie würden Sie Marie beschreiben?

    Marie ist intelligent und hat ein großes Herz. Gleichzeitig ist sie taff, entscheidungsfreudig und zupackend.

    Und wie würden Sie sich beschreiben?

    Jeder Mensch vereint so viel in sich, zum Teil auch Gegensätze: Ich kann sehr zäh und ausdauernd sein, auf der anderen Seite bin ich auch sehr ungeduldig. Ich kann sehr hingebungsvoll sein, andererseits sagt man mir nach, ein wenig autistisch zu sein. Scheinbar alles Gegensätze, die sich aber nicht ausschließen.

    Wieviel  "Marie Büchner" steckt in Cordelia Wege? Was unterscheidet die beiden?

    Wir haben das gleiche Alter, wir haben beide studiert, und wir haben beide Kinder. Was uns unterscheidet: Marie hat zwar in einer langen Beziehung gelebt, ist aber inzwischen geschieden beziehungsweise lebt von ihrem Mann getrennt – ich bin glücklich verheiratet. Im Gegensatz zu mir ist Marie eher Realistin und Pragmatikerin. Ich bin dann doch eher romantisch veranlagt. Wenn auch keine Träumerin, so bin ich vielleicht ab und zu eine Idealistin. Das ist wahrscheinlich der bezeichnendste Unterschied zwischen ihr und mir.

    Sie haben an der Volksbühne Berlin, am Schauspielhaus Hamburg und zuletzt am Central Theater Leipzig gespielt – wie unterscheidet sich die Arbeit am Theater von der Arbeit vor der Kamera?

    Die Arbeitsweise ist eine ganz andere. Beim Theater habe ich einen gewissen Zeitraum, in dem ich mich gemeinsam mit dem Ensemble und dem Regisseur intensiv mit einem Stoff oder einem Thema auseinandersetze und auf die Premiere vorbereite. Beim Dreh bin ich etwas isolierter, denn ich spiele eine Szene für die Kamera, nicht für ein Theaterpublikum. Bei Dreharbeiten muss ich in der Lage sein, schneller in den Emotionen hin- und herzuspringen. Bei einem Theaterstück bin ich meistens länger auf der Bühne und kann mir die Emotionen erarbeiten. Außerdem kann ich mir dort nicht zusehen: Meine Arbeit beurteilen dann andere. Aber wenn ich mich im Fernsehen sehe, muss ich meine Leistung auch selbst beurteilen. Und ich bin nie zufrieden mit mir.

    Sie wohnen ländlich-idyllisch, in einem 20-Seelen Dorf im Norden Deutschlands und drehen in Köln. Was vermissen Sie am meisten aus ihrer Heimat? Was gefällt Ihnen besonders im Rheinland?

    Hier in der Stadt vermisse ich die offene Erde. Ich verbringe viel Zeit in unserem Garten, wo wir Obst und Gemüse anbauen. Ich finde es herrlich, meine Gummistiefel anzuziehen und mit bloßen Händen in der Erde zu buddeln. Das geht hier natürlich nicht. Dafür darf ich aber einer Arbeit nachgehen, die ich sehr liebe oder zum Beispiel alleine ins Theater oder Kino gehen. Das kann ich Zuhause nicht. Ich bin das erste Mal in Köln, und was man den Rheinländern nachsagt, stimmt: Sie sind sehr gemeinschaftlich und herzlich.

    Wie hat Sie die "Herzensbrecher"-Familie aufgenommen?

    Sehr warm! Und obwohl sich viele am Set schon so lange kennen und teilweise seit der ersten Staffel zusammenarbeiten, hat mir niemand das Gefühl gegeben, "die Neue" zu sein. Das gilt für die Schauspieler und das ganze Team hinter der Kamera. Der Einzige, den ich vorher schon kannte, ist Kai Ivo Baulitz, der Maries Ex-Mann spielt. Bei unserem letzten gemeinsamen Dreh für eine Folge "SOKO Leipzig" musste ich ihn am Ende einer Szene ohrfeigen. Es wurde ziemlich emotional –und der langen Rede kurzer Sinn: Ich habe ihm richtig eine geklebt. Ausgerechnet an dem Tag hatte er Fieber - und ich natürlich ein schlechtes Gewissen. Ich wollte mich dafür längst entschuldigen. Das kann ich jetzt nachholen. Oder er rächt sich diesmal und ich kriege eine zurück.

    Was machen Sie in den Drehpausen zwischen zwei Szenen?

    Das klingt vielleicht komisch, aber ich stricke! Um ein Buch zu lesen, fehlt mir dann die Zeit und Konzentration, aber beim Stricken kann ich wunderbar entspannen und dabei sogar noch meinen Text noch einmal durchgehen. Im Augenblick stricke ich einen Pullover mit Kapuze und Fledermausärmeln.

    Marie ist Mutter von zwei Kindern, ihre Tochter Leonie ist 13 Jahre alt und steckt mitten in der Pubertät. Sie selbst sind Mutter von drei Kindern. Haben Sie Erziehungstipps für Marie?

    In vielen Dingen gehe ich mit ihr konform. Eine Sache, mit der ich anders umgehen würde, ist Leonies Handysucht. Ich wäre da nicht so nachgiebig und würde den Besitz eines Handys so lange wie möglich hinauszögern. Ansonsten ist Marie in Erziehungsfragen sehr humorvoll, davon könnte ich mir vielleicht sogar noch eine Scheibe abschneiden.

    Die taffe Amtsrichterin brummt dem alleinerziehenden Pfarrer bei ihrem ersten Aufeinandertreffen eine saftige Strafe auf. Somit nimmt die Liebesgeschichte von Marie und Andreas einen ungewöhnlichen Anfang. Glauben Sie, die Liebe der beiden hat eine Chance?

    Absolut! Beide haben sehr starke Werte, die in vieler Hinsicht deckungsgleich sind. Andreas ist ein treuer Mann, und ich glaube, das sucht und braucht Marie, und das ist ihr wichtig. Marie sehnt sich in einer Beziehung nach etwas Handfestem, das kann Andreas ihr bieten. Am Ende der letzten Staffel hat Katharina Andreas verlassen, weil sie sich die Chance auf eine eigene Familie nicht nehmen lassen wollte – und vielleicht auch, weil sie mit Andreas‘ Familienleben etwas überfordert war. Das wird Andreas mit Marie nicht passieren. Sie geht mit einem ganz anderen Standing und völlig anderen Voraussetzungen in die Beziehung. Anfangs investiert Andreas mehr in ihre Beziehung. Ich bin gespannt, wann Marie ihre Zurückhaltung aufgeben und wie sie sich in der Beziehung entwickeln wird.

    Glauben Sie, das Prinzip "Patchwork" funktioniert?

    Das Wort "Patchwork" ist vielleicht relativ neu, aber das Prinzip, Familien zusammenzulegen, gibt es schon, seitdem es Familien gibt. Ob das letztendlich funktioniert, ist immer individuell, und dafür gibt es eigentlich keine Tipps. Jeder muss das mit seiner Liebe und seiner Kraft stemmen.

    Das Interview führten Eva-Maria Richter und Maren Mossig.

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