History 360°. Fotocredit:ZDF/Stefan Goeppert.
History 360°. Fotocredit:ZDF/Stefan Goeppert.

"History 360°": Geschichte hautnah erleben

Crossmediales Innovationsprojekt

"History 360°" will geschichtliche Zusammenhänge, Entwicklungen und Ereignisse für Zuschauer und User hautnah erlebbar machen. Das ZDF setzt dabei auf lineare Dokus, innovative 360°-Videoproduktionen und einen begehbaren, virtuellen Raum.

  • ZDF info, Samstag, 1. Dezember 2018, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Samstag, 1. Dezember 2018, 10.00 Uhr

Texte

Statement von ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut

"'History 360°' bietet einen völlig neuen medialen Zugang zu historischen Themen und Schauplätzen. Ein außergewöhnliches Virtual-Reality-Projekt mit dem Potential, auch jüngere Menschen für Zeitreisen in die Geschichte zu begeistern."

Dr. Thomas Bellut, ZDF-Intendant

über "History 360°"

Ein Ansatz, viele Formate: Das Gesamtangebot "History 360°" setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen: vier klassischen Dokumentationen, die in ZDFinfo und der ZDFmediathek zu sehen sein werden, sieben Online-Kurzdokumentationen in 360°, einer VR-Anwendung, die Geschichte mit spielerischen Elementen erlebbar macht, sowie der Sonderseite history360.zdf.de. Die Formate funktionieren zwar alle jeweils für sich, sind aber dennoch deutlich miteinander verschränkt und zielen darauf ab, den User zum Augenzeugen und handelnden Akteur zu machen.

"History 360°" ist eine Gemeinschaftsproduktion der Hauptredaktion Neue Medien, der Hauptredaktion Geschichte und Wissenschaft und des Programmbereichs Info, Gesellschaft und Leben.

 

Stab

Grafik und DesignThomas Dewald, Michaela Waldow
Technische Betreuung Manfred Gördes
Produktion Florian Gerhartz, Nora Edel, Marion Weppler
Produziert von ZDFdigital, Gruppe 5
Redaktion Marion Böhm, Christian Deick, Friederike Haedecke,
Ralph Kammer, Julia Kiehne, Katharina Kolvenbach, Winfried Laasch
Leitung Gesamtprojekt     Hubert Krech

"History 360° – Geschichte der Menschheit": vier lineare Dokus in ZDFinfo

Stab

Buch       Sabine Klauser, Dorothea Nölle
Regie                    Christian Twente
Moderation              Mirko Drotschmann, Harald Lesch
Kamera             Fabian Spuck
Schnitt                Claudia Spoden, Marie Wilbers
Musik         Paul Rabiger
CGI               Sebastian Martinez, Martin Wolkinger, Julian Balducci, Achtfeld, Faber Courtial
Sprecher  Petra Konradi, Philipp Schepmann
ProduktionGruppe 5
Produzent        Alexander Hesse
RedaktionChristian Deick, Friederike Haedecke, Winfried Laasch, Marion Böhm
Gesamtleitung                 Hubert Krech

 

Wie wurde der Mensch, was er heute ist? Den modernen Menschen gibt es seit etwa 300 000 Jahren – im Vergleich zur Erdgeschichte ist das nicht mehr als ein Wimpernschlag. In einem evolutionären Sprint hat sich der Mensch über den Planeten ausgebreitet und sich die Erde untertan gemacht. Doch wie konnte das gelingen, und auf wessen Kosten? Wann hat der Mensch angefangen, Wälder zu roden, Städte zu bauen, Kriege zu führen? Wie entstanden die Weltreligionen und woher kam die Idee der Menschenrechte? Diesen und anderen Fragen gehen Mirko Drotschmann und Harald Lesch gemeinsam auf den Grund. Die Moderatoren präsentieren überraschende Fakten und machen klar, was die Geschichten von Kriegern, Pyramidenbauern und Eroberern, Revolutionären und Forschern auch heute noch mit uns zu tun haben. Aufwändig erstellte Animationen und Grafiken verdeutlichen diese Verbindung aus Gegenwart und Vergangenheit eindrucksvoll.

Die vier linearen TV-Dokumentationen sind Teil des plattformübergreifenden Geschichtsprojekts "History 360°", in dem TV-Programm und Online-Welt zu einem einheitlichen Universum verschmelzen. Die vier Folgen von "History 360° – Geschichte der Menschheit" sind am Samstag, 1. Dezember 2018, ab 20.15 Uhr in ZDFinfo und bereits ab10.00 Uhr in der ZDFmediathek zu sehen.

 

Die einzelnen Folgen im Überblick:
Samstag, 1. Dezember 2018, 20.15 Uhr, ZDFinfo: "Jäger und Krieger"
Samstag, 1. Dezember 2018, 21.00 Uhr, ZDFinfo: "Götter und Imperien"
Samstag, 1. Dezember 2018, 21.45 Uhr, ZDFinfo: "Wissen und Macht"
Samstag, 1. Dezember 2018, 22.30 Uhr, ZDFinfo: "Fortschritt und Größenwahn"

 

 

"Jäger und Krieger"
Die erste Folge verfolgt den Weg des Menschen – von seiner Evolution in Afrika und seiner Ausbreitung über den Globus bis zum radikalen Umbruch durch das Sesshaftwerden und der damit verbundenen Entwicklung der ersten Hochkulturen.

Was befähigte den Homo sapiens dazu, sich von Afrika aus über die Erde auszubreiten und fast alle Klimazonen zu besiedeln? Er wurde nicht nur zu einem Meister der Anpassung, sondern verdrängte auf seinem Siegeszug auch alle anderen Menschenarten wie beispielsweise den Neandertaler. In der Steinzeit kam es zu einem kulturellen "Big Bang": Der Mensch erfand ausgefeilte Werkzeuge und Waffen sowie die Nähnadel, die durch das Zusammennähen von Fellen die Eroberung kälterer Regionen ermöglichte.

Die landwirtschaftliche Revolution veränderte das Leben der Menschen von Grund auf. Aus Jägern und Sammlern wurden sesshafte Bauern. In den ersten Städten der Menschheit entstand alles, was Hochkulturen ausmachte. Gesetze, Religionen und Kulte wurden zum Kitt für immer größer werdende Gemeinschaften, wie die der Babylonier oder Ägypter. In Europa entwickelte sich das antike Griechenland zur Wiege der westlichen Zivilisation. Demokratie, Wissenschaft und Logik wurden hier geboren – echte Meilensteine der Menschheit.

 

"Götter und Imperien"
Die zweite Folge erklärt, wie die Menschheit immer weiter zusammenwachsen konnte: Auf fast allen Kontinenten entstanden großen Reiche – wie das der Perser, der Römer und der Chinesen. Unter ihrem Dach wurden viele Völker zu einer Kultur vereinigt. Doch was trennte die Menschheit, und was hielt sie immer wieder zusammen?

Als erstes Weltreich der Geschichte gilt das Perserreich. Die unterworfenen Völker durften ihre kulturellen Identitäten behalten. Zwar mussten sie Abgaben entrichten, aber im Gegenzug erhielten sie Frieden und Wohlstand. Alexander der Große entwickelte diese Weltmachtidee weiter, indem er die erste länderübergreifende Währung erfand. Geld wurde somit zum erfolgreichsten Eroberer der Geschichte.

Erst die Römer verhalfen der mediterranen Zivilisation zum Durchbruch in Europa und entlang des Rheins. Ihnen sind Errungenschaften wie das römische Recht und technische Ingenieursleistungen zuzuschreiben. Zum Schutz gegen die wilden Barbaren errichteten sie mächtige Bollwerke wie den Limes und den Hadrianswall. Zeitgleich entstand weit im Osten die Chinesische Mauer – auch ein Schutzwall gegen wilde Reiterhorden. Die Han-Dynastie war das erste große Imperium in China – und eines, das viele bahnbrechende Erfindungen hervorbrachte: den Kompass, den Buchdruck, das Papier und das Schießpulver.

 

"Wissen und Macht"
Indien und China waren um 1500 die größten Mächte, wirtschaftlich und technisch allen anderen Ländern überlegen. Europa hingegen war geographisch gesehen nur ein Anhängsel Asiens – zersplittert in viele kleine und wenige größere Staaten. Doch ausgerechnet dieses Anhängsel sollte die Herrschaft über den Erdball erringen. Wie konnte das gelingen? Dieser Frage geht die dritte Folge der Dokumentation nach und spannt dabei den welthistorischen Bogen von der Renaissance über die Zeit des Absolutismus bis zur Industrialisierung.

Vor 500 Jahren brachen die Europäer mit grenzenlosem Selbstbewusstsein zu neuen Ufern auf. Sie erforschten erstmals die Erde, den Himmel, den Mikrokosmos – und sich selbst. Die wissenschaftliche Revolution veränderte den Blick auf die Welt und Stellung des Menschen in eben dieser. Kolumbus entdeckte Amerika und verband erstmals zwei Welten und Kontinente, die Jahrtausende lang getrennt waren. Ein Meilenstein.

Zwischen den Europäern entbrannte in den Kolonien ein Kampf um Land und Ressourcen. Sie nutzten ihre technische Überlegenheit gnadenlos aus, um den Rest der Welt zu unterjochen und auszubeuten. Reiche wie China, Japan und Indien konnten sich dem Expansionsdrang der Europäer vorerst noch eine Zeit lang entziehen.

 

"Fortschritt und Größenwahn"
Das 20. Jahrhundert katapultierte die Menschheit nach vorne wie kein Jahrhundert zuvor. Doch Fortschritt und Konkurrenzstreben zeigten auch ihre dunkle Seite: Erstmals kam es zu einer Allianz der Wissenschaft mit der Rüstungsindustrie. Die Welt stürzte in den Ersten Weltkrieg. Dieser befeuerte in großen Teilen Europas eine radikale Ideologie: den Faschismus. Ein absoluter Tiefpunkt der Menschheitsgeschichte. Totalitäre Staatsformen setzten sich durch und führten Europa im Gleichschritt in den Untergang. Doch warum konnten im frühen 20. Jahrhundert faschistische Ideologien und Rassenwahn um sich greifen?

Nach der Barbarei zweier Weltkriege entwickelte der Mensch erstmals globale Instrumente, die dabei helfen sollten, Kriege zu verhindern und Frieden zu sichern – beispielsweise die Gründung der Vereinten Nationen und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

Die Menschen sind auf dem Mond gelandet, erkunden heute das Weltall. Überall überschreiten sie Grenzen des scheinbar Unmöglichen – höher, schneller, weiter. Mithilfe von Gentechnik und Biotechnologie ist der Mensch erstmals in der Lage, die Evolution selbst zu bestimmen. Die digitale Revolution führt heute zu einem neuen Umbruch in der Geschichte der Menschheit. Künstliche Intelligenz und virtuelle Realität werden Alltag und Arbeitswelt dramatisch verändern.

Zeitreise mittels Kurzdokumentation in 360°

Stab

Buch           Niki Drozdowski, Sebastian Scherrer, Christoph Warneck
Konzeption Michael Kaschner, Christoph Warneck
Moderation                  Mirko Drotschmann
Kamera                 Harald Capota
Ton     Renée Abe
VFX Christian Michelmann, Mario Hill
Stitching Dominic Ladendorf, Dennis Wetzel, Kai Beck
Produktion    ZDFdigital
Producer           Michael Kaschner
Redaktion    Marion Böhm, Ralph Kammer, Julia Kiehne, Hubert Krech, Winfried Laasch
Gesamtleitung            Hubert Krech

 

Insgesamt sieben 360°-Kurzdokumentationen bieten Usern in der ZDFmediathek, der ZDFmediathek-App sowie der ZDF-VR-App die Möglichkeit, eine Zeitreise an bestimmte Orte der deutschen Geschichte zu unternehmen. Moderator Mirko Drotschmann (bekannt durch die ZDF-Kindernachrichtensendung "logo!", das funk-Format "musstewissen", und den YouTube-Kanal "Wissen2Go") führt die Nutzer zu besonderen historischen Stätten: In Nürnberg können sie zum Fahrgast auf dem legendären Adler-Zug werden, nachdem sie Bekanntschaft mit dem Maler Albrecht Dürer gemacht haben. In der Kreisgrabenanlage von Goseck lebt die Jungsteinzeit wieder auf, im Nationaltheater von Weimar führen Goethe und Schiller die Zusammenhänge von Kultur und Politik vor Augen. Im Flughafen Tempelhof fliegen Zeppeline und Rosinenbomber über die Köpfe der User.

Durch die Verbindung von Originalschauplätzen, Archivmaterial und Animationstechnik bieten die 360°-Kurzdokumentationen einen neuen Blick auf die Geschichte der jeweiligen Orte. Die Dokumentationen sind zwischen sechs und elf Minuten lang.

 

Die Kurzdokumentationen im Überblick:
1.    Nürnberg: Kaiserburg und Reichsparteitag
2.    Frankfurt: Wiege der Demokratie und Stadt des Geldes
3.    Hamburger Hafen: Tor zur weiten Welt
4.    Weimar: Kultur, Republik und Vernichtung
5.    Zeche Zollverein: Kohle, Rüstung und Fußball
6.    Berlin-Tempelhof: Größenwahn, Rosinenbomber und Spione
7.    Goseck: Kultstätte Kreisgrabenanlage

Begehbarer VR-Raum "Tempelhof"

Es ist dunkel, nur eine Taschenlampe spendet schwaches Licht. Wir tasten uns vor durch einen unheimlichen Bunker, der unter dem riesigen Gelände des Flughafens Berlin-Tempelhof liegt. Ganz allein gilt es hier unten, das Rätsel um ein kleines Mädchen zu lösen – nur ein frecher und manchmal ängstlicher Roboter namens Victor hilft bei der spannenden Spurensuche.

So startet das historische VR-Spiel, das die User im Online-Angebot des ZDF erleben können. Die Spurensuche ist Teil des Angebots "History 360°" und zugleich eine Zeitreise durch die wechselvolle Geschichte des Flughafens Tempelhof, Berlins und auch Deutschlands. Denn mithilfe einer VR-Brille steckt der User plötzlich mitten im Geschehen: Direkt neben ihm schlagen Bomben ein, ein Zeppelin und mehrere Rosinenbomber fliegen über seinen Kopf, Care-Pakete türmen sich neben ihm auf.

Roboter Victor präsentiert ihm an Originalschauplätzen zahlreiche Archivaufnahmen: Zwangsarbeiter in der Bunkeranlage, Filmszenen von Aufmärschen, Doku-Material zum Kriegsende – aber auch einen Hauch Glamour, wenn Romy Schneider aus einem Flugzeug aussteigt. Dank Photogrammetrie, einer Methode, einen 3D-Raum aus Tausenden von Fotos zu erstellen, und moderner Animationstechnik wird hier ein Raum erschaffen, in dem Wissensvermittlung besonders eindrücklich funktioniert: Der User ist nicht mehr nur Betrachter vom Sofa aus, sondern Augenzeuge aus nächster Nähe, er wird im Spiel sogar zum Akteur. Der VR-Raum kann allerdings auch ohne die spielerischen Elemente als virtuelles Museum genutzt werden.

Website "history360.zdf.de"

Zentraler Bestandteil des "History 360°"-Angebots ist die neue Website: Unter history360.zdf.de stehen ab 1. Dezember 2018, 10.00 Uhr, Hunderte von historischen Videos aus dem ZDF-Archiv zur Verfügung, die über ein Kontext-System miteinander verbunden sind. Wenn sich ein User beispielsweise für Martin Luther interessiert, bekommt er darüber hinaus auch Videos aus den Themenbereichen Reformation und Buchdruck angeboten. Entscheidet er sich dann für den Komplex Buchdruck, werden ihm unter anderem Videos zu Mainz vorgeschlagen. Der Nutzer bewegt sich durch einen interaktiven Zeittunnel und kann einen völlig neuen Weg einschlagen, indem er beispielsweise empfohlene Videos zur römischen Geschichte anklickt.

Empfohlenes Equipment

Die einzelnen Inhalte des "History 360°"-Angebots können über die Website mittels PC, Smartphone oder Tablet in Verbindung mit einem Cardboard (360°-Brille aus Karton) genutzt werden. Für ein optimales Erlebnis ist für die 360°-Videos allerdings eine 360°-Brille empfehlenswert. Für das VR-Spiel sind zusätzlich eine Tracking-Technologie zur Positionsbestimmung sowie ein Hand-Controller erforderlich.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/history360grad 

Impressum

ZDF Hauptabteilung Kommunikation
Presse und Information

Verantwortlich: Alexander Stock
E-Mail: pressedesk@zdf.de
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Ansprechpartner

Name: Anja Scherer
E-Mail: scherer.an@zdf.de
Telefon: (06131) 70-12154