Karen Wood (Julia Malik) und Luke (Finn Fiebig)
Karen Wood (Julia Malik) und Luke (Finn Fiebig)

Katie Fforde: Mein Sohn und seine Väter

Herzkino mit Julia Malik, Heiko Ruprecht und Gila von Weitershausen

Karen ist happy: Ihr neuer Freund Daniel ist gerade bei ihr in Brooklyn eingezogen. Aber leider ist Karens Sohn Luke davon nur wenig begeistert: Mit dem Gartenarchitekten kann der 13-Jährige nichts anfangen. Seinen leiblichen Vater hat Luke nie kennengelernt, doch die Fragen nach seiner Herkunft werden immer drängender. Karen bleibt schließlich kein anderer Ausweg mehr, als ihm endlich reinen Wein einzuschenken: Ihr Sohn ist das Resultat einer anonymen Samenspende! Entsetzt flüchtet Luke zu seiner Oma Rebecca. Und Karen macht sich entgegen all ihrer Überzeugungen auf die Suche nach seinem Erzeuger.

  • ZDF, Sonntag, 23. Oktober 2016, 20.15 Uhr

    Texte

    "Substantielle Thematik mit erzählerischer Leichtigkeit"- Vorwort von Redakteurin Verena von Heereman

    Der New Yorker Buchhändlerin Karen Wood (Julia Malik) lag vor 14 Jahren nichts ferner als der Gedanke an ein Designerbaby. Trotzdem wählte sie bei der Agentur "Sperm4life" sehr bewusst einen Sinologie-Studenten mit dem Nebenfach Wirtschaft und einem großen Interesse für griechische Mythologie als anonymen Samenspender für sich aus: Nr. 108. Ja, vielleicht wollte sie auch ein wenig Gott spielen, aber vor allen Dingen wollte sie einfach nur eine Lösung für ein scheinbar unlösbares Problem: Ihr Lebensgefährte war zeugungsunfähig und der gemeinsame Babywunsch riesig. Die Kinderfotos des Samenspenders ließen hoffen, dass das Kind ihrem Freund ähnlich sein würde. Das heiß ersehnte gemeinsame Familienglück schien so nah! Doch der Traum zerplatzte.

    Das Melodram "Katie Fforde: Mein Sohn und seine Väter" greift eine hoch aktuelle und brisante Thematik auf und erzählt die emotionale Reise eines eingespielten Mutter-Sohn-Duos, das 13 Jahre lang gut mit einer Lüge und ohne Vater funktioniert hat. Doch als nun die Wahrheit ans Licht kommt, ringt Karen um das verlorene Vertrauen ihres Sohnes und versucht auf komödiantische Weise das Unmögliche: den biologischen Vater ihres Sohnes zu finden. Die Kombination einer substantiellen Thematik mit erzählerischer Leichtigkeit ist das Markenzeichen der "Katie Fforde"-Reihe. Ihre Protagonistinnen stehen an einem existentiellen Wendepunkt, müssen sich - manchmal auch schmerzlich - umorientieren und brechen schließlich mit Lust in ein neues Leben auf.

    Unter der Regie von Helmut Metzger, der bereits einige erfolgreiche "Katies" inszeniert hat, stand mit Julia Malik, Heiko Ruprecht, Gila von Weiterhausen, Matthias Ziesing, Finn Fiebig, Thomas Limpinsel und Jürgen Haug ein hochkarätiges Ensemble vor der Kamera von Nicolay Gutscher. Das wendungsreiche, witzige und bewegende Drehbuch zu dem 27. Katie Fforde-Film schrieb Alexa Oona Schulz.

    Seit 2009 entstehen die von Network Movie Hamburg aufwändig produzierten Verfilmungen der britischen Bestseller-Autorin in New York, im Hudson Valley, auf Long Island und seit 2014 auch in Boston und Neu-England. 2016 fanden und finden derzeit noch immer die Dreharbeiten für fünf neue "Katie Fforde"-Filme statt.

    Katie Ffordes Romane und Stories wurden für das "Herzkino" von Großbritannien in die USA versetzt, um dem Sonntagabend-Zuschauer neue attraktive und landschaftlich reizvolle Schauplätze zu bieten. Die urbanere Anmutung dieser "Herzkino"-Reihe, das Nebeneinander von der beispielsweise sympathischen Neighbourhood in Brooklyn in einer ansonsten brodelnden Großstadt und berückend schönen Landschaften und Küstenstreifen, korrespondiert mit der Besonderheit der "Katie Fforde"-Marke: Die Autorin liefert mit ihren literarischen Vorlagen einen ganz eigenen und erfolgreichen Mix aus Aktualität und Tradition, aus der modernen Erlebniswelt des heutigen Stadtlebens und den klassischen Fragen des Lebens. Fragen, denen man ja bekanntlich am besten mit Humor und Selbstironie begegnet.

    Beides besitzt die in den Cotswolds beheimatete, britische Erfolgsautorin Katie Fforde, die 2012 Präsidentin der "Romantic Novelist Association" wurde. Im Juni 2016 erschien ihr Roman "The Perfect Match" ("Eine perfekte Partie"), der gerade mit Diana Amft und Steffen Groth unter dem Titel "Bellas Glück" für das "Herzkino" verfilmt wurde. Im Herbst kommt "A Christmas Feast and other Stories" ("Rendezvous zum Weihnachtsfest") heraus. Inspiriert von der Hochzeit ihrer eigenen Tochter schrieb Katie Fforde den Roman "Vintage Wedding", der voraussichtlich im Sommer 2017 in Deutschland erscheint.

    "Katie Fforde: Mein Sohn und seine Väter" punktet mit einer besonderen Thematik, berührenden sowie amüsanten Liebesgeschichten und entführt den Zuschauer durch die mitreißende Protagonistin überraschend sogar zu einem romantischen Pas de deux auf dem Eis. Im Dezember lädt die "Katie Fforde-Reihe" im Herzkino dann zum "Tanz auf dem Broadway" ein!

     

    Verena von Heereman, Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie II

    Stab und Besetzung

    Stab

    Buch Alexa Oona Schulz, Jenny Maruhn
    Regie Helmut Metzger
    Kamera Nicolay Gutscher
    Szenenbild Marcus A. Berndt
    Kostümbild Christine Abeln, Carola Neutze
    SchnittFriederike von Normann
    Musik Ingo Ludwig Frenzel
    TonThomas Thutewohl, Sven Gosselk
    MischungHendrik Knoch
    Kamera-Assistenz Daniel Mason
    Regie-AssiszenzMadli Moos
    MaskeBrigitta Lüttge, Erica Pearce
    RequisiteLars Brockmann, Anika Lotz
    ProduktionsleitungChrista Lassen
    AufnahmeleitungDaniel Schwarz, Olly Stück
    PostproduktionArne Möller
    HerstellungsleitungRoger Daute
    Produktion Network Movie Hamburg
    Produzentinnen Jutta Lieck-Klenke, Sabine Jaspers
    Redaktion Verena von Heereman

     

    Besetzung

    Karen WoodJulia Malik
    Daniel FranklinHeiko Ruprecht
    Todd SchwartzMatthias Ziesing
    Rebecca Wood Gila von Weitershausen
    Luke Wood Finn Fiebig
    Jeff Meyers Jürgen Haug
    Jason Cornway Thomas Limpinsel
    Kenneth HollandJann Klose
    Martin LundgrenBrian Cade
    und andere

    Inhalt

    Buchhändlerin Karen ist happy: Ihr neuer Freund Daniel ist gerade bei ihr in Brooklyn eingezogen. Doch leider ist Karens Sohn Luke davon nur wenig begeistert: Mit dem Gartenarchitekten, der auf den Dächern der New Yorker Wolkenkratzer für ein Stückchen Natur sorgt, kann der 13-Jährige einfach nichts anfangen.

    Lukes Vorbild ist eher sein hartgesottener Eishockeytrainer Todd - kein Blümchenpflücker, sondern ein echter Kerl, an dem man sich reiben kann. Todd dient dem Jungen als Ersatz für seinen leiblichen Vater, den er nie kennengelernt hat und von dem er so gut wie nichts weiß. Denn Karen hat ihren Sohn in dem Glauben gelassen, sein Vater sei ein schwedischer Austauschstudent gewesen. Doch Lukes Fragen nach seiner Herkunft werden immer drängender und so bleibt Karen schließlich kein anderer Ausweg mehr, als ihm endlich reinen Wein einzuschenken: Ihr Sohn ist das Resultat einer anonymen Samenspende! Entsetzt flüchtet der Teenager zu seiner Oma Rebecca. Sehr zum Kummer von Karen, die befürchtet, dass ihre Mutter - wie so oft - den Finger erst richtig in die Wunde legt.

    Um die Beziehung zu ihrem Sohn zu retten, entscheidet sich Karen entgegen all ihrer Überzeugungen nach Lukes Erzeuger zu suchen. Doch die Identität des Spenders herauszufinden, erweist sich zunächst als unlösbares Unterfangen. Erst als Daniel ihr bei der Recherche hilft, indem er sich bei der Vermittlungsagentur selbst als der gesuchte Samenspender Nr. 108 ausgibt, kommt Karen auf die richtige Spur. Aber die führt sie ausgerechnet zu einem Mann, den die Buchhändlerin als Vater für vollkommen untauglich hält. Doch hat Luke nicht ein Recht darauf, die Wahrheit über seine Wurzeln zu erfahren? Am Ende hat Karen drei Väter für Luke gefunden, doch nur einer der Männer ist der richtige Mann für sie.

    "Ich kann gar nicht lügen" - Interview mit Julia Malik

    Für die Dreharbeiten haben Sie einige Wochen in New York und Umgebung verbracht. Was sind die größten Unterschiede zwischen ihrem Wohnort Berlin und dem Big Apple?

    Gegen New York kommt mir Berlin immer wie ein beschauliches kleines Dorf vor. New York ist sehr laut, immer ist jemand in Bewegung, es passieren ständig neue, unerwartete Dinge und alles in einem viel höheren Tempo. Es gibt auch sehr viele Ähnlichkeiten wie beispielsweise die Offenheit, dass alle Orte so viele Geschichten erzählen, die Einwohner sehr viele Ideen haben und sie auch umsetzen, aber in New York ist eben alles größer, schneller, lauter und mehr.

    Was sind Ihre Insider-Tipps für eine Reise nach New York?

    Ich liebe eine Fußpflege nach langen Spaziergängen oder die schnelle Fußpflege zwischendurch und danach Frühlingsrollen in Chinatown, einen Spaziergang über die Highline, einen Besuch im "Whitney Museum of American Art", Essen in den Markthallen dahinter und zielloses herumlaufen in Williamsburg, wo man tolle Cafés und Vintageläden findet.

    In "Katie Fforde: Mein Sohn und seine Väter" spielen Sie eine Buchhändlerin. Was bedeuten Bücher für Sie? Was lesen sie am liebsten und wo ist ihr Lieblingsort zum Lesen?

    Bücher sind tatsächlich schon immer eine riesige Leidenschaft von mir. Schon als Kind bin ich bei langen Spaziergängen Karl May lesend hinter meinen Eltern her getrottet. Und auch jetzt lese ich in jeder freien Sekunde, manchmal sogar auf Rolltreppen, wenn es besonders spannend ist. Am allerliebsten lese ich aber an ruhigen schönen Orten, auf meinem Balkon zwischen den Blumen, im Bett oder im Schatten unter Palmen. Hauptsache keiner stört mich, es ist ruhig und riecht gut. Dabei verschlinge ich die verschiedensten Bücher. Von skandinavischen Krimis und russischen Romanen der letzten Jahrhunderte, tollen amerikanischen Erzählern bis zu deutschen Autoren der Gegenwart.

    Als ich im Sommer in London gedreht habe, nutzte ich jede kleine Umbaupause, um das letzte Buch "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" von Joachim Meyerhoff zu lesen und musste die ganze Zeit lachen, weshalb alle immer wissen wollten, was da so komisch sei. Einige meiner Lieblingsbücher sind "Das Herz ist ein dunkler Wald" von Carson McCullers, "Tender is The Night" von Scott Fitzgerald und alles von Jörg Fauser. Aktuell lese ich mal wieder den Norweger Karl Ove Knausgard mit seinem Roman "Lieben" und die Schriftstellerin Lucia Berlin. Vor den Dreharbeiten zu "Katie Fforde" habe ich auch eine Woche in meinem Lieblingsbuchladen, direkt unten bei uns im Haus, mitgearbeitet und wir haben uns die ganze Zeit nur über Bücher unterhalten!

    Im Film spielen Sie eine Mutter, die vor ihrem Sohn ein großes Geheimnis hat. "Ich wollte es dir sagen, wenn du alt genug bist", sagt Ihre Rolle Karen Wood, als Sohn Luke ihr auf die Schliche kommt. Wann ist es okay, Kindern nicht die Wahrheit zu sagen?

    Ich kann generell gar nicht lügen, beziehungsweise mag ich es nicht. Meine Familie, die ich liebe, muss ja wissen, wie es mir geht und uns gemeinsam. Ich sehe es bei meiner Rolle Karen ähnlich. Es waren diese ganz besonderen Umstände und wie alles passiert ist, dass es so gekommen ist und es war nicht ihr Wunsch oder ihre Entscheidung, ihr Kind anzulügen. Ich kann mir jedenfalls keine Situation vorstellen, in der ich meinen Kindern nicht die Wahrheit sage, außer es wäre tatsächlich für ihre Sicherheit absolut erforderlich.

    Die Fragen stellte Dagmar Landgrebe

    "Ich bin halb Landei, halb Stadtkind" - Interview mit Heiko Ruprecht

    Für die Dreharbeiten von "Katie Fforde: Mein Sohn und seine Väter" haben Sie einige Wochen in New York und Umgebung verbracht. Was sind die größten Unterschiede zu Ihrem Wohnort München?

    Was wirklich interessant und erhellend ist an New York, sind die vielen extremen Parallelwelten in dieser großen Stadt. Ich habe zum Beispiel einen längeren Spaziergang durch das orthodox-jüdische Viertel in Williamsburg gemacht. Dort wandert man kilometerlang durch Straßen mit großen Mietshäusern und Geschäften in hebräischer Schrift, vor denen Unmengen von Kindern spielen. Die Männer sind alle schwarz gekleidet und tragen breitkrempige Hüte, unter denen die langen Schläfenlocken hervorquellen; die verheirateten Frauen haben alle Perücken auf und schieben Kinderwägen vor sich her. Da fühlt man sich komplett in eine andere Welt und eine andere Zeit versetzt - eine sehr spannende Erfahrung! Dagegen ist München richtig langweilig!

    Im Film spielen Sie einen Unternehmer, der mit großer Überzeugung durch "Rooftop-Gardening" die grüne Zukunft vorantreiben will. Landei oder Stadtkind - Welchen Stellenwert hat die Natur für Sie?

    Einen sehr großen! Ich tanke in der Natur auf, vor allem beim Sport in der Natur - beim Laufen, Radfahren, Ski-Langlaufen oder Schwimmen. Und ich brauche viel Grün vor den Augen und viel frische Luft in der Nase. Ich bin aber trotzdem halb Landei, halb Stadtkind - ein Kleinstadtkind!

    Einige Szenen spielen über den Dächern von New York. Gab es besonders spektakuläre Locations?

    Absolut: Ein riesiger Dachgarten auf einem Gebäude im Brooklyn Navy Yard mit gigantischem Blick auf die gesamte Skyline von Manhattan im Hintergrund. Denn um einen besonders guten Blick auf Manhattan zu haben, darf man natürlich nicht in Manhattan sein, sondern auf der anderen Seite des East River.

    Als Daniel im Film mit seiner Freundin Karen zusammenzieht, ist ihr Sohn Luke davon wenig begeistert. Der klassische Patchwork-Fall. Gibt es einen Königsweg für das richtige Verhältnis zwischen Stiefsohn und Stiefvater?

    Ich lebe selbst nicht in einer Patchwork-Familie, deshalb kann ich nur vermuten. Aber ich denke, als Stiefvater kann man den Ziehsohn nur durch ernst gemeinte Einladungen ins Boot holen - ohne gleich beleidigt zu sein, wenn sie erstmal ausgeschlagen werden. Und es muss klar gemacht werden: "Ich bin nicht dein Vater und das will ich auch gar nicht sein. Aber wenn du willst, können wir trotzdem eine Verbindung zueinander aufbauen und vielleicht auch ein gutes Dreiergespann werden."

    Die Fragen stellte Dagmar Landgrebe

    "Ich mache viel Unsinn mit meinen Enkeln" - Interview mit Gila von Weitershausen

    Wenn es um ihren Enkel geht, ist Rebecca in "Mein Sohn und seine Väter" in vielen Dingen anderer Meinung als ihre Tochter. Sie selbst sind mehrfache Großmutter. Halten Sie mit Erziehungstipps eher hinterm Berg oder sagen Sie deutlich, wenn Sie anderer Meinung sind?

    Ich halte nicht hinterm Berg und formuliere meine Meinung ganz dezidiert - was nicht immer gut ankommt. Eigentlich weiß ich ja auch, dass Großeltern sich in Erziehungsfragen nicht so sehr einmischen sollten. Aber ich kann mich da leider nicht immer zurückhalten.

    Was sind sie für eine Großmutter?

    Ich bin eine Quatsch-Oma. Und genieße es sehr, zwar meine Vorstellungen über Erziehung zu haben, die ich dann aber nicht unbedingt praktizieren muss. Ich mache viel Unsinn mit meinen Enkeln und erlaube auch viel, was die Eltern nicht erlauben.

    Ihre Filmfigur Rebecca würde sich für ihre Überzeugungen jederzeit irgendwo anketten. Wofür sind Sie als "Kind der 60er" auf die Barrikaden gegangen?

    Die 60er-Jahre waren eine Aufbruchszeit, die Zeit der Aufarbeitung der Naziverbrechen und des Zweiten Weltkrieges. Da habe ich in erster Linie gegen unsere Elterngeneration und die konservativen gesellschaftlichen Normen rebelliert. Unter anderem dann auch später gegen die atomare Aufrüstung. Wir hatten einfach andere Lebenskonzepte. Nicht unbedingt zu heiraten, sondern beispielsweise mit einem Mann ohne Trauschein zusammenzuleben, war für unsere Elterngeneration undenkbar.

    Als Ihre Filmtochter Karen mit ihrem Freund zusammenzieht, ist Ihr Filmenkel Luke davon wenig begeistert. Wie hält man als alleinerziehende Mutter die richtige Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen seiner Kinder?

    Das ist schwierig. Emotional stehen die Bedürfnisse der Kinder natürlich immer im Vordergrund. Allerdings tut eine unzufriedene und frustrierte Mutter ihrem Kind auch nicht gut. Ich habe da immer versucht, eine Balance zu finden. Aber auch für Paare kann diese Balance schwierig sein. Es ist insgesamt eine große Verantwortung und manchmal auch eine Überforderung, Kinder großzuziehen.

    Stellen Sie sich vor, Ihre Tochter würde Ihnen gestehen, dass Ihr Enkelkind durch eine Samenspende entstanden ist. Wie würden Sie reagieren?

    Ich wäre erst einmal sprachlos. In unserer Generation war so etwas noch ganz weit weg und unvorstellbar. Wir hatten ja im Gegenteil noch richtig Angst, ungewollt schwanger zu werden, bis dann mit der Pille eine gewisse Freiheit kam. Mir ist das immer noch sehr fremd. Zum einen finde ich es interessant und erstaunlich, wie die jüngere Generation damit umgeht und wie viele Paare die künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen. Zum anderen denke ich, viele kinderlose Paare sollten vielleicht lieber über eine Adoption nachdenken, weil es so viele Kinder gibt, die keine Eltern haben.

    Die Fragen stellte Dagmar Landgrebe

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