Jane (Ann-Kathrin Kramer, M.), ihr Mann Clark (Thomas Heinze, 2.v.r.) und ihre Kinder Lilly (Pauline Rénevier, l.) und Robin (Sam Heinze, 2.v.l.) mit Ashley (Friederike Linke, r.). Fotocredit: ZDF/Rick Friedman.
Jane (Ann-Kathrin Kramer, M.), ihr Mann Clark (Thomas Heinze, 2.v.r.) und ihre Kinder Lilly (Pauline Rénevier, l.) und Robin (Sam Heinze, 2.v.l.) mit Ashley (Friederike Linke, r.). Fotocredit: ZDF/Rick Friedman.

Katie Fforde: Familie auf Bewährung

Herzkino mit Ann-Kathrin Kramer und Thomas Heinze

Familie Grant erwartet ein aufregendes Familienabenteuer. Doch der Trip mit dem Wohnmobil in die Wildnis sorgt für die eine oder andere überraschende Offenbarung.

  • ZDF, Sonntag, 11. März 2018, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Samstag, 10. März 2018, 10.00 Uhr

Texte

"Ravioli aus der Dose statt Roomservice?" – Statement von Redakteurin Verena von Heereman

Wenn die Zentrifugalkräfte des Lebens eine Familie auseinanderdriften lassen, ist ein Wohnmobil-Urlaub das Beste: Verlagslektorin Jane Grant, gespielt von Ann-Kathrin Kramer, kann sich mit der Idee ihres Mannes Clark (Thomas Heinze) zunächst nicht anfreunden. Doch als der Ausflug in die Wildnis zugleich die einzige Möglichkeit zu sein scheint, einen Auftrag für ihren Job zu erledigen, ist sie plötzlich Feuer und Flamme. Allerdings soll die Familie ihren wahren Beweggrund nicht erfahren, sodass eine Kette von Lügen und Versteckspielen zunächst zu einigen Spannungen in der Familie führt.

Das humorvolle Drehbuch stammt aus der Feder von Jörg Tensing. Frauke Thielecke inszenierte die temporeiche Familien- und Liebesgeschichte, in der Thomas Heinze zum ersten Mal gemeinsam mit seinem Sohn Sam vor der Kamera steht. Das bei Boston seinen Anfang nehmende Roadmovie wurde von Jutta Lieck-Klenke und Sabine Jaspers an wunderschönen Schauplätzen in Neuengland produziert und vermag in jeder Hinsicht, für die Planung des Sommerurlaubs zu inspirieren.

Verena von Heereman
HR Fernsehfilm / Serie II

Stab

Buch Jörg Tensing
Regie Frauke Thielecke
Kamera Thomas Vollmar
Musik Ingo Ludwig Frenzel, Rainer Oleak
Schnitt Geraldine Sulima
Szenenbild Andreas Rudolph
Kostüm Didra Szugs
Maske Brigitta Lüttge, Amal Boulos
Aufnahmeleitung Anja Becker, Lars Buscher
Produktionsleitung       Christa Lassen
Herstellungsleitung Roger Daute
Produktion Network Movie Hamburg
Junior-Producerin Jenny Maruhn
Produzentinnen Jutta Lieck-Klenke, Sabine Jaspers
Redaktion Verena von Heereman
Länge ca. 90 Minuten

Besetzung

Jane Grant             Ann-Kathrin Kramer
Clark Grant             Thomas Heinze
Pinch             Bernhard Bettermann
Ashley            Friederike Linke
Lilly Grant        Pauline Rénevier
Robin Grant        Sam Heinze
Wilma              Nina Franoszek
Mechaniker        Jackson Royal
Paul            Will Noonan
Don            Buzz Van Dyke
Maggie        Mayme Paul
Lehrerin        Kathy-Ann Hart
und andere

Inhalt

Ein Urlaub im Wohnmobil ist so ziemlich das Letzte, was sich die erholungsbedürftige Verlagslektorin Jane Grant (Ann-Kathrin Kramer) für die kostbarsten Wochen des Jahres vornehmen würde. Aber ihr Mann Clark (Thomas Heinze) möchte endlich seinen Traum vom Familienabenteuer in der Wildnis verwirklichen. Doch als Janes Chefin Wilma (Nina Franoszek) der Lektorin mit Rausschmiss droht, weil sie Bestsellerautor John Dwyer aufgrund einer harschen Kritik verprellt hat, macht Jane sich plötzlich für den Roadtrip stark. Denn der kauzige Dwyer ist ein überzeugter Naturbursche und soll angeblich in einer einsamen Hütte an einem entlegenen See Neuenglands leben.

Will sie ihn aufspüren, muss Jane nur noch Tochter Lilly (Pauline Rénevier) vom vermutlich letzten gemeinsamen Familienurlaub vor dem College überzeugt. Denn die Schülerin würde viel lieber bei ihrem Freund in der Stadt bleiben. Dem 14-jährigen Robin (Sam Heinze) hingegen sind die Urlaubspläne der Familie relativ egal, solange es auf der Reise eine Internetverbindung gibt.

Als die Familie schließlich in einem monströsen Wohnmobil aufbricht, hat jedes Familienmitglied eine tickende Zeitbombe im Gepäck: Jane hat ihre wahren Motive für die Reise für sich behalten. Ihr Mann Clark hingegen verschweigt, dass er eine Affäre mit seiner Assistentin Ashley (Friederike Linke) hat, die zu allem Übel auch noch die Verfolgung des Wohnmobils aufnimmt. Und Sohn Robin nutzt das Wissen um ein Geheimnis seiner Schwester für eine kleine Erpressung.  Kein Wunder, dass das ungewohnt enge Zusammenleben, die Herausforderungen der Natur und die technischen Finessen des Wohnmobils die Familie auf eine harte Probe stellen. Schließlich explodiert eine Zeitbombe nach der anderen ...

Facts and Figures

Die "Katie Fforde"-Verfilmungen, die auf den Geschichten der britischen Erfolgsautorin Katie Fforde beruhen, werden seit 2010 im ZDF ausgestrahlt. Urbane Schauplätze gepaart mit malerischen Landschaften prägen das "Katie Fforde"-Setting.

"Familie auf Bewährung" mit Ann-Kathrin Kramer und Thomas Heinze, der in den Wäldern und an den Seen Neuenglands entstand, ist der 34. Film der "Herzkino"-Reihe. Für Ann-Kathrin Kramer, die bereits 2015 in "Mein Wunschkind" zu sehen war, ist es die zweite Hauptrolle innerhalb der "Katie Fforde"-Reihe. Thomas Heinze, der in diesem Film erstmals gemeinsam mit seinem Sohn Sam Heinze vor der Kamera steht, spielte 2012 in "Katie Fforde: Sommer der Wahrheit".

Die Schriftstellerin Katie Fforde ist seit 2012 Präsidentin der "Romantic Novelist Association". Im Herbst 2016 veröffentlichte sie "A Christmas Feast and other Stories" ("Rendezvous zum Weihnachtsfest"). Inspiriert von der Hochzeit ihrer eigenen Tochter schrieb Katie Fforde den Roman "Sommerhochzeit auf dem Land", der im Frühjahr 2017 in Deutschland erschien.

"Wenn Männer nicht so etepetete sind, ist das ganz schön" – Interview mit Ann-Kathrin Kramer

Was macht einen idealen Familienurlaub für Sie aus?

Es ist definitiv nicht das Wohnmobil, weil das für mich ganz viel mit Arbeit zu tun hat: Am Filmset wird man in Wohnmobilen geschminkt, zieht seine Kostüme darin an und macht dort seine Pausen vom Dreh. Es würde mich also immer an die Arbeit erinnern. Mein Mann hat sich einen solchen Urlaub aber mal sehr gewünscht, und wir sind dann als Kompromiss auf einem Hausboot in Holland unterwegs gewesen. Es war einer der schönsten und entspanntesten Urlaube, die wir je hatten. Herrlich, einfach so durch die Grachten zu schippern.

Feingeist oder Outdoor-Fan – was finden Sie attraktiver?

Wenn Männer nicht so etepetete sind und ganz normale Dinge können wie beispielsweise Holzhacken, ist "outdoor" schon ganz schön. Reizvoll stelle ich mir vor, wenn sie dabei dann noch Rilke zitieren. Ich habe das Glück, diese illustre Mischung gefunden zu haben.

Sind Sie ein Stadt- oder Landmensch?

Wenn ich mich entscheiden müsste, dann wohl eher für das Landleben. Das hat aber sicher damit zu tun, dass ich durch meine Arbeit viel in Städten unterwegs bin. Den Rückzug schätze ich nach dem Trubel sehr. Ich lebe gern in der Natur, und das Bergische Land bietet beides: Natur und eine logistisch gute Lage mit zwei Flughäfen und allem, was man so braucht.

Ihr Geheimtipp für eine lange, glückliche Beziehung?

Am wichtigsten scheint mir, dass man miteinander redet, und das nicht nur über den Einkauf. Es ist gut, sich zu vergegenwärtigen, dass jeder Mensch sich entwickelt. Dafür sollte man sich interessieren und versuchen, Sachen miteinander zu erleben. Man denkt ja immer, man kennt den anderen, aber stimmt das? Ich bin auch dafür, Zeit miteinander zu verbringen, denn die besten Gespräche passieren ohne Planung: Nach der Fete in der Küche zum Beispiel. Wenn einem das gelingt, hat man gute Chancen.

Im Film schwelgen Jane und Clark in Erinnerungen an gemeinsame Festival-Besuche. Wie wichtig ist Ihnen Musik?

Nicht umsonst haben viele Paare "ihr Lied". Mein Mann und ich hatten anfangs nur eine geringe Schnittmenge in puncto Musik. Einer ist eher aus dem Zimmer gegangen, weil es ihm etwas zu wild war – ich mag beispielsweise sehr gern Balkan-Musik zum Tanzen. Lustigerweise haben wir uns mit den Jahren deutlich angenähert.

 

Die Fragen stellte Claudia Maxelon.

"Man darf eine Beziehung nicht als selbstverständlich betrachten" – Interview mit Thomas Heinze

Ist Urlaub Erholung oder Bewährung für die Familie?

Urlaub ist für mich die schönste Zeit im Jahr. Ich arbeite wirklich sehr gern, aber noch lieber verbringe ich die Zeit mit meinen Kindern.

Und wie sieht der ideale Urlaub mit der Familie aus – Wohnmobil oder Hotel?

Ehrlich gesagt keins von beidem. Ich bin kein Freund von beengten Campern. Dann schon eher ein Hotel. Am schönsten finde ich es aber in unserem Häuschen in Spanien am Meer. Da machen wir gerne jedes Jahr Urlaub.

Ist Outdoor-Urlaub eher ein Männertraum?

Nein, das halte ich für ein Klischee. Wenn meine Tochter keine Lust hätte zu campen, würde ich niemals sagen 'typisch Mädchen'. Ich kenne jede Menge Frauen, die gerne zelten.

Wie war es, das erste Mal gemeinsam mit Ihrem Sohn zu drehen?

Großartig! Es hat mir wahnsinnige Freude bereitet. Man muss natürlich loslassen - ich habe mich völlig aus der Regie rausgehalten. Ich habe nur vorab seinen Text abgefragt, aber ihm nicht gesagt, wie er was spielen soll. Er hatte Anfang 2017 bei Sherry Hormann seine erste Rolle, und jetzt haben wir das erste Mal zusammen gespielt. 

Wie hat Ihnen Neuengland gefallen?

Es war toll, aber es wäre keine Ecke, in der wir unbedingt leben wollen würden. Ich war aber sehr dankbar, dass die Straßen dort so breit sind. Ich bin vor dem Dreh gefragt worden, ob ich einen Camper fahren kann. Ich sagte ja, und dann stand da dieses riesige Schiff, das ja eher auf der Straße schwimmt als fährt. Fahren Sie das mal, wenn Sie dabei noch drehen müssen! Es ist alles gut gegangen, aber durch enge Gassen in Erfurt würde ich damit nicht gerne fahren, Führerschein hin oder her.

Im Film legt Sohn Robin kaum sein Handy aus der Hand. Wie halten Sie es zu Hause mit elektronischen Geräten?

Ich war mal in einer Sendung, in der auch ein Kinderpsychologe zu Gast war. Er hat ganz klar geraten, so etwas nicht zu verbieten, weil es die Begehrlichkeiten nur verstärkt. Also: einfach machen lassen. Er hat aber auch gesagt, dass man als Eltern alternative Angebote machen muss. Wenn man als Elternteil sagt: "Das ist nicht gut für dich!" und sich dann selber vor den Fernseher haut und irgendeinen Quatsch schaut, darf man sich nicht wundern, wenn das Handy wieder in der Hand ist. Wenn man den Kindern aber Alternativen bietet, kommt die Problematik nicht auf.

Was ist Ihr Geheimtipp für eine lange, glückliche Beziehung?

Man darf die Beziehung nicht als selbstverständlich betrachten, sondern sollte den Blick füreinander bewahren – und den Respekt. Unverzichtbar ist auch gemeinsamer Humor. Wenn man nicht gemeinsam lachen kann, weiß ich nicht, was man überhaupt miteinander will.

 

Die Fragen stellte Claudia Maxelon.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/katiefforde

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