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Warum sind wir bei Nutztieren nicht so emotional wie bei der eigenen Katze? Eric Mayer verbringt für eine Antwort Zeit auf dem Bauernhof.  Copyright: ZDF/Brigitte Böttcher
Warum sind wir bei Nutztieren nicht so emotional wie bei der eigenen Katze? Eric Mayer verbringt für eine Antwort Zeit auf dem Bauernhof.  Copyright: ZDF/Brigitte Böttcher

Kinderthemen, die bewegen: PUR+ im Herbst 2017

Drei Folgen bei ZDF und KiKA

Das ZDF-Wissensmagazin für junge Zuschauer betrachtet im Herbst 2017 gleich drei Themen, mit denen in der heutigen Gesellschaft widersprüchlich umgegangen wird.

Die Folge "PUR+: Mein Haustier stirbt" ist bereits ab Freitag, 1. September 2017, in der ZDFtivi-Mediathek zu sehen.

  • ZDF, Ab Samstag, 2. September 2017
  • KIKA, Ab Sonntag, 3. September 2017

    Texte

    Kinderthemen, die bewegen

    Moderation                      Eric Mayer

    Redaktion                       Silke Penno  

    Länge                          Drei Folgen à 24 Minuten

     

    Das ZDF-Wissensmagazin für junge Zuschauer betrachtet im Herbst 2017 gleich drei Themen, mit denen in der heutigen Gesellschaft widersprüchlich umgegangen wird.

    In der "PUR+"-Folge "Mein Haustier stirbt" geht Moderator und Reporter Eric Mayer der Frage nach, woher es kommt, dass die meisten Menschen den Tod von Nutztieren relativ klaglos hinnehmen, aber den Verlust des eigenen Haustieres tief betrauern.

    In der Sendung "Was stimmt mit mir nicht?" beleuchtet "PUR+", warum junge Menschen seelische Erkrankungen möglichst lange geheim halten, mit einer Erkältung oder Bauchschmerzen aber schnell zum Arzt gehen.

    Außerdem blickt "PUR+" mit der Folge " Eric wird 80" genau dorthin, wo junge Menschen noch nicht hinschauen: Wie ist das Leben im Alter? Alle wollen alt werden, aber keiner will es sein.

    Ab 7. September 2017 präsentiert sich "PUR+" mit neuem Design in TV und online.

    PUR+: Mein Haustier stirbt

    Samstag, 2. September 2017, 6.15 Uhr im ZDF
    Sonntag, 3. September 2017, 19.25 Uhr bei KiKA
    Ab Freitag, 1. September 2017 in der ZDFtivi-Mediathek

     

    Haustiere sind niedlich, verschmust, lieb oder unterhaltend. Einmal ins Herz geschlossen, werden sie meist als vollwertiges Familienmitglied betrachtet. Gerne übernehmen wir Verantwortung für sie. Besonders für Kinder können sie zu einem elementaren Bestandteil ihrer Lebenswelt werden. Doch was tun, wenn das liebgewonnene Haustier auf einmal stirbt? "PUR+" begleitet den 12-jährigen Tao, dessen Katze Torta todkrank ist. Wann ist der Zeitpunkt gekommen, Torta zu erlösen? Wie erlebt die Familie ihren Verlust?

    Was ist der Unterschied zwischen Haustieren wie Hunden und Katzen und Nutztieren wie Hühnern und Schweinen? Warum akzeptieren wir ohne weiteres das Sterben von Nutztieren und trauern doch so sehr um den Verlust unserer vierbeinigen Freunde? Macht uns das Sterben eines Huhns weniger traurig? Moderator Eric Mayer, selbst Hundebesitzer, will herausfinden, warum wir hier emotional unterscheiden. Er verbringt zwei Tage auf einem Bauernhof, wo jedem Tier mit Respekt begegnet wird, das Schlachten aber zum Alltag gehört. Eric muss selbst Hand anlegen. Zum ersten Mal in seinem Leben steht er vor der Entscheidung, ein Huhn auszuwählen, das später geschlachtet werden soll. Wird er es essen? Wie geht Eric mit dieser Situation um?

    PUR+: Was stimmt mit mir nicht?

    Samstag, 21. Oktober 2017, 6.25 Uhr im ZDF
    Sonntag, 22. Oktober 2017, 19.25 Uhr bei KiKA

     

    Wenn ein Gefühl wie Angst, Euphorie oder Trauer nicht mehr weggeht, sondern den Alltag und das Leben dominiert, dann kann es sich um eine seelische Erkrankung handeln. Die betroffene Person findet aus dieser Situation in der Regel nicht mehr selbstständig heraus. "PUR+"-Moderator Eric Mayer besucht das psychiatrische Zentrum der Uniklinik Frankfurt am Main. Dort trifft er auf vier Jugendliche und nimmt an deren Tagesablauf und Therapiesitzungen teil.

    Die 17-jährige Nadja erzählt von ihrer Depression und davon, wie sie lange Zeit versucht hat, genau diese vor ihrer Umgebung zu verheimlichen. Als sie sich schließlich ihrer Lehrerin anvertraut, reagiert diese sofort und verständigte Schulleitung und Eltern. Nadja beginnt endlich eine Therapie. Die Medikamente und die Therapie helfen ihr und in diesem Sommer hat sie ihr Abitur geschafft. Ihr größter Wunsch ist, dass die Traurigkeit und die schlechten Gedanken für immer verschwinden.

    Schließlich beleuchtet "PUR+" noch die Geschichte der Psychiatrie. Denn erst seit ein paar Jahrzehnten ist Psychiatrie eine moderne medizinische Wissenschaft.

    PUR+: Eric wird 80

    Samstag, 28. Oktober 2017, 6.25 Uhr im ZDF
    Sonntag, 29. Oktober 2017, 19.25 Uhr bei KiKA

     

    Wie fühlt es sich an, alt zu sein? "PUR+"-Moderator Eric Mayer macht den Selbstversuch in einem sogenannten Altersanzug. Manschetten versteifen seine Gelenke, Gewichte erschweren seine Bewegungen, ein Helm mit Visier verschlechtert die Sicht. Körperlich eingeschränkt durchquert Eric Hamburg auf dem Weg zu Ehepaar Wilkens. Beide sind 88 Jahre alt und leben im Seniorenheim. Im Gespräch mit ihnen erfährt Eric, wie sie ihr Leben empfinden.

    Die sechsjährige Yelda hat keine Großeltern mehr. Über eine Stiftung lernt sie Jutta Wilhelm kennen. Die Zahnärztin steht kurz vor der Rente und möchte sich für Kinder engagieren. Eigene Enkel hat sie nicht. Von da an begleitet sie Yelda regelmäßig zum Schwimmunterricht, ins Kino oder auch zum Zahnarzt, wenn die Mutter wegen ihres Jobs keine Zeit dazu hat. Eine enge Beziehung entwickelt sich. Heute ist Yelda 13 Jahre alt, und sie besucht Jutta immer noch jede Woche. Auch die 70-jährige Jutta kann von Yelda manches lernen – zum Beispiel, wie sie die Apps auf ihrem Handy richtig bedient.

    "Wir verstehen uns als Anker im ständigen Informationsrauschen des Web"
    Interview mit Eric Mayer

    "PUR+" packt schwierige Themen an. Mutet ihr euren  jungen Zuschauern mehr zu als früher?

    Ich denke, wir gehen noch mehr als früher an genau die Themen ran, die Kinder im Innersten beschäftigen, bei denen sie viele Fragen haben und auch Hilfestellung suchen. Kinder wollen in die Lage versetzt werden, sich eine eigene Meinung zu bilden – vor allem zu schwierigen Themen.

    Als öffentlich-rechtliches Wissensmagazin haben wir geradezu die Pflicht, hier zu liefern. Wir geben Informationen, ordnen ein und helfen, Ängste abzubauen. Kinder vor bestimmten Themen zu "bewahren" ist der falsche Weg, denn es ist ja gerade das Verschweigen, das beängstigt. Aufklärung beruhigt!

    Davon abgesehen stoßen Kinder im Internet ja ohnehin auf jede nur erdenkliche Information - völlig ungefiltert und unsortiert. Dann doch lieber fundiert recherchiert und aufbereitet bei uns.

    Was unterscheidet "PUR+" von anderen Wissensformaten?

    Wir sind ein journalistisches Wissensformat und haben uns darauf spezialisiert, Kinder über alles, was sie in ihrer Lebenswelt betrifft, zu informieren und Hintergründe und Zusammenhänge aufzuzeigen. Ob Familie, Freundschaft, Liebe, Sport, Hobbies, Forschung, Natur, Gesellschaft etc. - alles kommt bei uns vor. 

    Unser Ansatz dabei: Erleben vor erklären! Das gilt für mich in den Reportagen und auch für die Portraits unserer Kinderhelden. Dabei arbeiten wir sehr dokumentarisch, inszenieren nicht und haben den Anspruch, ehrlich und authentisch die Realität einzufangen. Die Zuschauer wissen, dass sie uns glauben können – das kommt immer wieder als Feedback. Und sie merken, dass sie das so nur bei uns bekommen.

    Experimente und Erklärteile liefern darüber hinaus noch Fakten und Aha-Momente. Mit diesem Paket ist jede Sendung ein ganz eigenes Unikat, mit dem wir unseren Zuschauern die Grundlage für ihre eigenen Sichtweisen und Entscheidungen liefern möchten.

    Hat sich eure Zielgruppe gewandelt?

    Klar merken auch wir, wie sich die Lebenswelt von Kindern durch die Digitalisierung verändert hat. Kinder haben heute zum Beispiel ein sehr großes Überblickswissen, denn durch das Internet sind alle Infos der Welt immer und überall abrufbar. Interessanterweise macht uns das als Wissensmagazin aber nicht überflüssig –  ganz im Gegenteil. Die Kinder suchen nach Institutionen, die die Welt für sie einordnen, strukturieren und tiefergehend erklären. Wir verstehen uns auch als Anker im ständigen Informationsrauschen des Web.

    Wo ist eure Grenze? Worüber würdet ihr aus moralischer Sicht nicht berichten?

    Zunächst mal ist es ja nicht unser Job zu entscheiden, was unsere jungen Zuschauer wissen wollen, sondern das, was sie interessiert, gut zu erklären und aufzubereiten. Das ist unser Auftrag. Und Kinder denken nun mal über Themen wie Tod, Krankheiten oder Verlust sehr intensiv nach, sie wollen darüber reden und Infos haben.

    Allerdings dürfen sich Kinder nach einer Sendung mit einem Thema nicht allein gelassen fühlen, verwirrter sein als zuvor oder gar Angst bekommen haben.  Daher schließen wir Themen aus, die wir in 25 Minuten nicht ausreichend behandeln können. Sexueller Missbrauch ist da so ein Beispiel. Grundschüler haben noch keine Vorstellung von Sexualität, geschweige denn von sexueller Gewalt. Hier machen wir eventuell Fässer auf, die wir in 25 Minuten nicht wieder schließen können.

    Prinzipiell reden wir bei "PUR+" über alles, aber wir erzählen immer Geschichten, die Mut machen. Wir entlassen den Zuschauer nie ohne Aussicht auf Lösung.

    Eric, du hast schon viele Dinge ausprobiert, hast mit Haien getaucht oder in Indien  einen Blick auf die menschenverachtende Produktion von Billigtextilien geschaut. Was war für dich eine echte Grenzerfahrung? Und was würdest Du nie machen?

    Kernelement von "PUR+" ist ja die thematische Vielfalt. Als Moderator erlebe ich Action-Themen, erforsche Tierwelten oder berichte über soziale Fragen und Probleme. Ich bin also immer wieder auf verschiedenen Ebenen gefordert.

    Vor dem Boxkampf mit der Weltmeisterin hatte ich zum Beispiel echt wackelige Knie, bei der Gepardenauswilderung in Namibia verschlug es mir den Atem und als ich auf dem Bauernhof ein Tier zum Schlachten aussuchen musste, hat mich das wochenlang nicht mehr losgelassen.

    Oft gehe ich über persönliche Grenzen, mache das aber gerne. Nicht nur die Sendung, auch ich selbst profitiere ja davon. Stopp sage ich nur dann, wenn ich ein Risiko nicht mehr abschätzen kann oder keine Kontrolle mehr habe. Deswegen hatte ich mich auch gegen Hypnose vor laufender Kamera entschieden. Ansonsten bin ich zu allem bereit – und ich bin sicher, da kommt noch so einiges.

    Das Sendungskonzept

    "PUR+" bietet Kindern zwischen acht und zwölf Jahren in jeder Folge ein spannendes Thema und stellt dabei ungewöhnliche Fragen: Was macht glücklich? Wie verzichte ich im Sommer eine Woche lang auf den Kühlschrank?  Oder wo finde ich fair produzierte Kleidung?

    Das Entdeckermagazin macht sich auf die Suche nach Antworten. In jeder Sendung führt  Eric Mayer – Moderator und Stuntman des Wissens – dafür außergewöhnliche und anschauliche Experimente durch. Dabei gibt es für ihn nur eine Maxime: Er probiert die Dinge lieber selbst aus, statt nur darüber zu reden. Zum Beispiel beim "PUR+"-Kletter-Experiment: Hier beweist Eric, dass einem das falsche Sicherungsseil nicht das Leben rettet, sondern die Knochen bricht. Eric Mayer beschäftigt sich beispielsweise auch mit dem Thema Tod genauso wie mit Kinderarmut, den Wikingern aus dem Mittelalter oder der Frage: Wie wird man Wildhüter oder Spurenleser in der afrikanischen Savanne? "PUR+" sind keine Grenzen gesetzt.

    Die Themenvielfalt und die Verschmelzung von Information und Unterhaltung machen "PUR+" einzigartig. Das Entdeckermagazin bringt mit einem attraktiven Mix aus Ernsthaftigkeit und Humor ungewöhnliche Themen, emotionale Geschichten und ehrliche Antworten auf Kinderfragen. Anstatt bloße Kenntnis zu vermitteln, schafft "PUR+" Erkenntnisse. Wissen erfahrbar und nachvollziehbar machen –  dafür steht "PUR+".

    Auf den Internetseiten von "PUR+" auf zdftivi.de können sich die User alle Folgen ansehen. Von Moderator Eric gibt‘s regelmäßig Videos von seinen Drehreisen und einen Blick hinter die Kulissen.

    Impressum

    Fotos über ZDF Presse und Information
    Telefon: (06131) 70-16100 oder über
    https://presseportal.zdf.de/presse/purplus

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