Copyright: ZDF / Marion von der Mehden
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Neben der Spur

Der Fernsehfilm der Woche

Frei nach den Romanen des Bestsellerautors Michael Robotham wurden für das ZDF bislang sieben Filme der Krimireihe "Neben der Spur" produziert.

Texte

Stab

Buch   Frederik Weis, Cyrill Boss & Philipp Stennert (1), Cyrill Boss & Philipp (2), Mathias Klaschka (3, 4, 6), Mathias Klaschka & Jürgen Werner (5), Josef Rusnak (7) - frei nach den Romanen von Michael Robotham
RegieCyrill Boss & Philipp Stennart (1, 2), Thomas Berger (3), Anno Saul (4), Thomas Roth (5), Josef Rusnak (6, 7)
ProduktionNetwork Movie Film- und Fernsehproduktion, Hamburg
ProduzentenJutta Lieck-Klenke, Dietrich Kluge
RedaktionDaniel Blum

Durchgehende Besetzung

Dr. "Joe" Jessen   Ulrich Noethen
Vincent RuizJuergen Maurer
Anna BartholoméMarie Leuenberger
Nora JessenPetra van de Voort
Charlotte JessenLilly Liefers
Kadir Egger Kailas Mahadevan (2-6)
Veronika "Ronnie" NielsenMichaela Rosen (2-4)

Filme, Sendetermine und Quoten

Neben der Spur - Schließe deine Augen (7)

Episodendarsteller: Sebastian Zimmler, Daniela Schulz, Stephan Grossmann, Rafael Gareisen, Esther Roling, Tim Wilde und ander

Sendetermin   Montag, 25. Januar 2021, 20.15 Uhr
Einschaltquote8,07 Mio. Zuschauer, 24,1% Marktanteil

 

Neben der Spur - Erlöse mich (6)

Episodendarsteller: Anna Bederke, Johannes Krisch, Rüdiger Vogler und andere

Sendetermin   Montag, 20. April 2020, 20.15 Uhr
Einschaltquote5,84 Mio. Zuschauer, 17,3% Marktanteil

 

Neben der Spur - Sag, es tut Dir leid (5)

Episodendarsteller: Sabin Tambrea, Ulrike C. Tscharre, Valerie Huber, Stephan Schad, Stephanie Eidt, Marc Hosemann und andere

Sendetermin   Montag, 12. März 2018, 20.15 Uhr
Einschaltquote6,73 Mio. Zuschauer, 20.0% Marktanteil

 

Neben der Spur - Dein Wille geschehe (4)

Episodendarsteller: Ronald Zehrfeld, Anne Werner, Bettina Stucky, Gerhard Garbers, Johanna Gastdorf, Julia Brendler und andere

Sendetermin   Montag, 6. Februar 2017, 20.15 Uhr
Einschaltquote5,98 Mio. Zuschauer, 17,7% Marktanteil

 

Neben der Spur - Todeswunsch (3)

Episodendarsteller: Regula Grauwiller, Fritz Karl, Friederike Becht, Nina Petri und andere

Sendetermin   Montag, 14. November 2016, 20.15 Uhr
Einschaltquote5,61  Mio. Zuschauer, 16,3% Marktanteil

 

Neben der Spur - Amnesie (2)

Episodendarsteller: Joachim Król, Brigitte Zeh, Esther Zimmering, Merab Ninidze, Sandra Borgmann, Milton Welsh und andere

Sendetermin   Montag, 18. Januar 2016, 20.15 Uhr
Einschaltquote6,85 Mio. Zuschauer, 19,7% Marktanteil

 

Neben der Spur - Adrenalin (1)

Episodendarsteller: Nikolai Kinski, August Zirner, Cornelia Gröschel, Dietrich Hollinderbäumer, Katrin Pollitt, Laura Tonke, Carmen-Maja Antoni und andere

Sendetermin   Montag, 23. Februar 2015, 20.15 Uhr
Einschaltquote6,06 Mio. Zuschauer, 18,1% Marktanteil

"Wahrscheinlich eher ein Antiheld" - Interview mit Ulrich Noethen

Wie kam es dazu, dass Sie die Rolle des Dr. Johannes "Joe" Jessen übernommen haben?

Bevor ich die Rolle angeboten bekam, kannte ich schon die litera­rische Vorlage, hatte einige Krimis von Michael Robotham gele­sen. Ich hatte sofort das Gefühl, dass diese Rolle eine Chance ist, einen spannenden Krimi zu erzählen, ohne in den Grenzen des Genres stecken zu bleiben.

Dr. Joe Jessen ist eine herausragende Figur: zerbrechlich, wider­sprüchlich, auch gesundheitlich schwer angeschlagen, an einem Punkt, in dem alles zu zerbrechen droht, was ihm wichtig ist. Und dennoch schafft er es, sich mit seinem scharfen Verstand quasi am eigenen Zopf aus dem Dreck zu ziehen, in den er sich aller­dings gebracht hat. Wahrscheinlich eher ein Antiheld als ein Held, sehr fehlerhaft, sehr menschlich.

Was ist Joe Jessen wichtiger: Familie oder Beruf? Oder bei­des gleichermaßen?

Das ist ja Jessens Zwiespalt, dass er seine Familie über alles liebt, ihr aber nicht gerecht werden kann, wie so oft im richtigen Leben. Ich würde sagen, er scheitert in der Familie eher als im Beruf – obwohl er für sie vielleicht am stärksten kämpft.

Ihre Beziehung zum Autor der Original-Thriller Michael Robotham; wie haben Sie sich kennengelernt, wie wird Ihre Zusammenarbeit fortgesetzt?

Ich habe Michael Robotham bereits vor einigen Jahren kennen­gelernt, als ich eingeladen wurde, ihn auf seiner Deutschlandreise zu begleiten und mit ihm zusammen aus seinen Büchern zu le­sen. Was soll ich sagen, ich war fasziniert. Ich bewundere Auto­ren für ihre unbändige Fantasie und ihre Beharrlichkeit beim Schreiben. Ein wenig fürchte ich sie auch, denn ich weiß, die meisten sind mit den Verfilmungen nicht zufrieden. Mir war daher etwas bange, Mister Robotham nach der Filmvorführung beim Hamburger Krimifestival erneut zu treffen. Er war aber sehr freundlich und hat mich beglück­wünscht.

"Zutaten, die einen klassischen Bullen ausmachen" - Interview mit Juergen Maurer

In dem Film "Neben der Spur" spielen Sie den Kommissar Ruiz. Was ist das für ein Typ?

Vincent ist ein vom Leben und seiner Arbeit desillusionierter Voll­blutpolizist der alten analogen Sorte. Mit allen Zutaten, die einen klassischen "Bullen" ausmachen: Stur bis zur Befehlsverweige­rung, mit sehr feinen Instinkten und einem ausgeprägten Autori­tätskonflikt. Seinen Kollegen gegenüber bedingungslos loyal aber eher unzugänglich. In der Wahl seiner ermittlerischen Methoden nicht eben zimperlich, trotzdem oder gerade deswegen sehr effi­zient.

Was mögen Sie an der Figur Ruiz? Was ist Ihnen eher fremd?

Ich mag Vincent in seiner Gesamtheit, er ist ein sehr linearer Charakter mit jeder Menge Kanten. Besonders schätze ich seine rücksichtslose, nachgerade ungehobelte Direktheit. Auch die Art, in der er sich als älterer Kollege um seine Partnerin sorgt (ohne sie das jemals zu sehr spüren zu lassen) gefällt mir.

Mir persönlich ist das Desozialisierte an dem Charakter eher fremd, das musste ich sehr stark visualisieren, weil ich anders gestrickt bin. In den Romanvorlagen von Michael Robotham ist Ruiz ja ein älterer Polizist, in den späteren Büchern sogar schon im Unruhestand, das musste ich für mich in etwas anderes über­setzen. Es ist allerdings auch nicht sonderlich schwer, sich vor­zustellen, dass man als Ermittler für Gewaltverbrechen relativ rasch an der Seele altern kann. Besonders wenn man im Grunde dieser Seele ein sensibler Typ ist. 

Kommissar Ruiz agiert sehr hemdsärmelig und schnoddrig, so pfeift er seine Kollegen an: “ Meine achtjährige Tochter hätte den Einsatz besser geleitet als ihr, ihr Spacken“. Ist er ein Typ der Sorte "Harte Schale, weicher Kern"?

Ja, das Klischee vom weichen Kern…. Natürlich deutet sein Ver­halten immer wieder darauf hin, dass er nicht immer schon der zynische Grobian war, als der er sich geriert. Dadurch, dass er aber auf ein Privatleben zugunsten seines Berufs nahezu völlig verzichtet, ist er in allen sozialen Belangen tatsächlich schon eher auf der irreparablen Seite des Spektrums zu finden, denke ich. So würde er sich zumindest selbst einschätzen, und da lässt er sich nicht gerne von jemandem reinpfuschen, und wenn er von Berufs wegen noch so geeignet dafür wäre.

Mit dem Psychiater Joe Jessen hat Ruiz einen feinsinnigen und intellektuellen Gegenspieler und Hauptverdächtigen. Wie ist das Verhältnis der beiden zueinander? Was denkt Ruiz über den Psychiater?

Dem Feinsinnigen an Jessen begegnet Ruiz grundsätzlich zuerst mit verächtlicher Abschätzung. Nicht weiter verwunderlich, vor jemandem, der die mühsam gebildete Schutzschicht über den eigenen seelischen Problemen potentiell erkennen oder bloßle­gen könnte, muss er sich  ja distanzieren. Die Skepsis liegt auch in Vincents innerer Schutzbehauptung, "es ist schlimm genug, dass solche Dinge passieren, da muss man nicht versuchen, sie zu erklären oder womöglich sogar noch zu entschuldigen…". Jessens Beobachtungsgabe und sein scharfer Verstand imponie­ren ihm aber doch. Es entwickelt sich trotz aller sozialen und in­tellektuellen Unterschiede zwischen den beiden dann doch so etwas wie Sympathie, was die Enttäuschung Ruiz´ dann extrem steigert, als Joe Jessen immer verdächtiger wird.

Warum verlässt Ruiz sich dann irgendwann doch auf seinen Instinkt?

Weil er das im Zweifelsfall immer tun würde. Irgendetwas in ihm glaubt nicht, dass der Familienvater und Arzt Joe Jessen diese Bestialitäten begangen haben könnte. Er will den Mörder und nicht den sehr plausiblen Verdächtigen. Ich denke, er hat ein sehr fein gestimmtes Sensorium in kriminellen Fragen und verlässt sich auch darauf.

Wie ist das bei Ihnen persönlich, folgen Sie ihrem Bauch­gefühl? Welche guten und schlechten Erfahrungen haben Sie mit Ihrem sechsten Sinn gemacht?

Ja, ich bin schon auch eher der intuitive Typ, was mich genauso wie Ruiz gehörig in die Bredouille bringen kann und auch schon gebracht hat. Ich finde es aber generell einfach schöner, dem Gefühl, dem Bauch oder dem Herzen zu folgen. Manchmal braucht es aber den sechsten Sinn eh gar nicht. Als die Produzentin Jutta Lieck-Klenke von Network Movie mich ge­fragt hat, ob ich den Ruiz spielen will, und dass Ulrich Noethen mein Gegenüber sein würde, haben nach Lektüre des Buches alle meine anderen fünf Sinne eine Freudenpolka miteinander ge­tanzt.

 

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