Copyright: ZDF/Claudius Pflug
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Terra X: Faszination Universum

Zwei neue Folgen

In zwei Folgen "Terra X: Faszination Universum" wagt Harald Lesch den Blick zum Rand des Kosmos und ergründet die Macht der Schwarzen Löcher.

  • ZDF, Ab Sonntag, 20. September 2020, 19.30 Uhr

Texte

Terra X: Faszination Universum - Die Reise zum Rand der Welt

Sonntag, 20. September 2020, 19.30 Uhr   

Redaktion   Hanna Kotarba, Christine Haak   
Redaktionsleitung  Christiane Götz-Sobel
Länge45 Minuten

        

Inhalt

Die Weiten des Alls scheinen grenzenlos, unser Verstand aber kann Unendlichkeit nicht erfassen. Moderne Teleskope ermöglichen einen Blick so tief ins Universum wie nie zuvor - und Astronomen wollen die Größe des Kosmos bestimmen, auch ohne ihn mit eigenen Augen wirklich sehen zu können. Harald Lesch folgt ihren Überlegungen bis an den Rand der Erkenntnis. Gibt es vielleicht doch eine Grenze, einen letzten Rand der Welt?

Seit der Antike versuchen Forscher, die Grenzen unserer Welt auszuloten. Die weiteste Reise ins All, die einem Menschen je gelungen ist, ging gerade einmal bis zum Mond. Weiter sind nur unbemannte Sonden gekommen – allen voran die Voyager-Sonden. Seit über 40 Jahren sind sie unterwegs und senden noch immer Informationen vom Rand unseres Sonnensystems zur Erde. Doch selbst diese Sonden werden mindestens 40.000 Jahre brauchen, um in die Nähe des nächsten Sterns zu gelangen. Weder wir noch unsere technischen Stellvertreter können die Weiten des Alls je vor Ort erkunden. Doch unserem Forscherdrang sind keine Grenzen gesetzt.  Lässt sich allein durch den Blick in den Himmel die Größe des Alls bestimmen?

Schon im antiken Griechenland gelang es dem Gelehrten Eratosthenes, die Größe der Erde zu bestimmen, ohne sie je zu bereisen. Alles was er dazu brauchte, waren Sonnenschein und eine gute Beobachtungsgabe. Doch der Blick in den Nachthimmel täuscht: Die Sterne scheinen sich wie auf einer Kuppel über uns zu drehen. Noch im 16. Jahrhundert glaubten selbst die Gelehrten, die Sterne würden auf kristallenen Sphären um die Erde kreisen. Ein Mann, der diese Vorstellung zu bezweifeln wagte, bezahlte seine Weitsicht mit dem Leben: Giordano Bruno. Doch seine Idee eines unendlichen Universums war nicht unbegründet. Zu Brunos Lebzeiten war es jedoch unmöglich, seine Vorstellung zu beweisen. Es fehlte eine Messlatte, mit der man die Entfernungen zu den Sternen hätte bestimmen können. Selbst Anfang des 20. Jahrhunderts glaubten Astronomen noch immer, unsere Milchstraße sei die einzige Galaxie im Universum. Erst die Arbeit einer klugen Frau sollte daran etwas ändern: Henrietta Swan Leavitt. Sie durfte, wie viele ihrer Zeitgenossinnen, nur wissenschaftliche Hilfsarbeiten übernehmen. Sie zählte Sterne auf Fotoplatten und lieferte den Astronomen die Daten zu. Bei der mühsamen Auswertung unzähliger Abbildungen des Himmels fiel ihr etwas auf: Bestimmte Sterne zeigten Besonderheiten. Henrietta Leavitt lieferte mit ihrer Beobachtung die Grundlage für die Vermessung des Universums.

Moderne Teleskope vermessen den Kosmos immer genauer. Ein Teleskop ermöglicht einen Blick ins All  so tief wie kein anderes zuvor: das Hubble-Weltraumteleskop. Könnte es auch Botschaften vom Rand des Universums übermitteln?

Terra X: Faszination Universum - Im Sog des Schwarzen Lochs 

Sonntag, 27. September 2020, 19.30 Uhr

Redaktion   Tobias Schultes, Nora Bergenthal 
Redaktionsleitung Christiane Götz-Sobel
Länge45 Minuten

 

Inhalt

Es ist groß, schwer und gefräßig – das gewaltigste Monster in unserem Universum. Doch niemand weiß, was in seinem Inneren passiert. Schon das bisherige Wissen über Schwarze Löcher sprengt alles, was sich der Mensch überhaupt vorzustellen vermag.Harald Lesch begibt sich in den Sog des Schwarzen Lochs. Es ist der Versuch, dem Unbegreiflichen und Unerforschlichen so nah zu kommen, wie überhaupt möglich.   

Das erste direkte Bild eines Schwarzen Lochs wurde 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt – eine Sensation. Zu sehen ist ein schwarzer Fleck inmitten einer orangefarbenen Wolke. Doch was genau ist ein Schwarzes Loch? Aber schon gegen Ende des Ersten Weltkrieges hat der Astronom Karl Schwarzschild einen ungeheuerlichen Gedanken: Etwas im Universum könnte so schwer sein, könnte eine solche Anziehungskraft ausüben, dass es alles in seiner Umgebung verschlingt. Sogar Licht entkäme dieser Kraft nicht mehr. Karl Schwarzschild war Direktor des Astrophysikalischen Observatoriums in Potsdam – der Ort, an dem Harald Lesch die Sendereihe "Terra X - Faszination Universum" präsentiert. Inspiriert wurde Schwarzschild von Albert Einstein, dessen theoretische Erkenntnisse er weiterdachte. Seine Schlussfolgerungen, die den Weg zum Schwarzen Loch weisen, faszinieren noch Generationen nach ihm.

Sowohl Forscher als auch Laien lassen sich von Schwarzen Löchern fesseln. Spielfilme und Romane spielen mit seiner unergründlichen Anziehungskraft, Sachbücher und Dokumentationen vermitteln den jeweiligen Wissensstand. Doch selbst dann muss man irgendwann die Fantasie bemühen. Selbst Wissenschaftler gelangen an die Grenze der Erkenntnismöglichkeit. Das Schwarze Loch gibt keine Informationen preis. Wenn selbst Licht nicht mehr entweichen kann, gibt es keine Chance, etwas aus dem Inneren zu erfahren. Aber man kann herausfinden, was mit den Dingen passiert, während sie in das Loch hineinfallen.

Die Wirkung von Schwarzen Löchern lässt sich beobachten und messen. So erfordert die Entdeckung des Unsichtbaren ungewöhnliche Detektivarbeit. Ein seltsames Bewegungsmuster mehrerer Sterne im Zentrum unserer Galaxie brachte Forscher in den 90er-Jahren auf die Spur. Die einzige Erklärung für die Beobachtung der Sternenbewegungen: Im Zentrum der Milchstraße muss sich ein gewaltiges – ein supermassives – Schwarzes Loch verbergen, das die Sterne auf ihre Bahnen zwingt. Es ist für viele ein beunruhigender Gedanke, dass ein solches Monster im Herzen unserer Galaxie existiert. Noch überraschender ist die Entdeckung, dass sich im Zentrum jeder untersuchten Galaxie ein gefräßiges schwarzes Loch befindet.

Ist es möglich, dass erst ein Schwarzes Loch die Entstehung von Galaxien ermöglicht? Dann würde der Mensch seine eigene Existenz letztlich der Kraft eines solchen Gravitationsmonsters verdanken. Harald Lesch nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise in die Nähe eines Schwarzen Lochs – so nah, wie es zur Zeit möglich ist.

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