Venus im vierten Haus. Fotocredit: ZDF/Marco Nagel.
Venus im vierten Haus. Fotocredit: ZDF/Marco Nagel.

Venus im vierten Haus

"Herzkino"-Komödie mit Adele Neuhauser

Keine Sinnlichkeit, keine Liebe, keine Familie. Dafür aber Asthma – psychosomatisch. Ausgerechnet ein Survival-Camp soll Grantlerin Gitti (Adele Neuhauser) wieder in die Spur helfen.

  • ZDF, Sonntag, 25. März 2018, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Samstag, 24. März 2018, 10.00 Uhr

Texte

Stab

Buch        Dominique Lorenz
Regie     Sebastian Grobler
Kamera     Stephan Wagner
Musik     Ingo Ludwig Frenzel, Rainer Oleak
Schnitt    Zaz Montana
Szenenbild      Mathias Heinze
Kostüm      Theresia Wogh
MaskeDörte Eben, Anna Kunz
Aufnahmeleitung   Roman Blum, René von Boddisco, Nick Krause
Produktionsleitung     David A. Gutknecht
HerstellungsleitungChristian Dreßler
Produktion     Saxonia Media, Leipzig
Produzenten            Rita Serra-Roll, Sven Sund
Redaktion     Verena von Heereman
Länge     ca. 90 Minuten

Besetzung

Gitti Kronlechner       Adele Neuhauser
Robert Holzer       Walter Sittler
Gregor    Michael Roll
Dr. Bechtelle    Jean-Yves Berteloot
Jonas Holzer      Johannes Zirner
Ulrike       Johanna Bittenbinder
Pia    Karin Thaler   
Jochen    Stephan Zinner   
Saskia      Michelle Monballijn
Nick     Felix Hellmann
Lucia Gambino         Rosetta Pedone
Mona Holzer       Nathalie Schott
Frau Reiter     Dominique Lorenz
Sabrina    Petra Perle
Frank      Stefan Noelle 
und andere

Inhalt

Fachbuchlektorin Gitti (Adele Neuhauser) will nichts mehr mit ihrem Ex-Mann Robert (Walter Sittler) zu tun haben. Dass Robert den Verlag leitet, bei dem sie angestellt ist, kümmert Gitti nicht weiter. Sie spricht nur mit ihm, wenn es sich so gar nicht vermeiden lässt. Auch Gittis Verhältnis zum gemeinsamen Sohn Jonas (Johannes Zirner) leidet, weil sie sich strikt weigert, zu der von Vater und Sohn geplanten Doppelhochzeit zu kommen. In ihrer Ratlosigkeit engagieren Robert und Jonas den Mediator Dr. Bechtelle (Jean-Yves Berteloot). Doch auch er kann nicht verhindern, dass die Familiensituation eskaliert.

Dann verabschieden sich auch noch ihre beste Freundinnen Pia (Karin Thaler) und Ulrike (Johanna Bittenbinder), mit denen Gitti die vergangenen Jahre in einer verschworenen Single-Gemeinschaft verbracht hat, aus ihrem Leben. Und das ausgerechnet, weil sie sich bis über beide Ohren verliebt haben. Nun ist Gitti gezwungen, einen ehrlichen Blick auf ihr Dasein in der Komfortzone der Ängstlichen zu werfen: Keine Risiken. Keine Gefühle. Keine Familie. Dafür aber Asthma – und das wahrscheinlich psychosomatisch. So kann es nicht weitergehen!

Angefeuert von einer günstigen Sternenkonstellation beschließt die verzweifelte Gitti, an einem "Wildnis-Survival-Extrem-Camp" teilzunehmen. Damit überrascht sie alle – und am allermeisten sich selbst. Das nicht ungefährliche Abenteuer mit Gregor (Michael Roll), Jochen (Stephan Zinner), Saskia (Michelle Monballijn) und Nick (Felix Hellmann) verändert Gitti und wappnet sie für jenes Survival-Camp, das sich Leben nennt. Vielleicht steht Gittis Venus ja nicht umsonst im vierten Haus …

"Des Leben is z'kurz zum beleidigt san" – Statement von Redakteurin Verena von Heereman

Die für Romy-Gewinnerin Adele Neuhauser geschriebene, erwachsene Frauenkomödie "Venus im vierten Haus" erzählt mit bayerischem Flair und robustem Humor von einem Aufbruch mitten im Alltag, ja sogar einer Art Auferstehung. Als kantige Münchner Grantlerin Gitti Kronlechner zeigt Adele Neuhauser, eingerahmt von einem Ensemble mit Walter Sittler, Jean-Yves Berteloot, Karin Thaler, Johanna Bittenbinder, Michael Roll, Johannes Zirner und vielen anderen, die Palette ihres komödiantischen Könnens und besticht gleichzeitig mit zarten und emotionalen Momenten.

Als Gittis Familienkonflikte eskalieren, kann der eingeschaltete Mediator Dr. Bechtelle nur trocken feststellen, dass das Leben eben nichts ist, was sich hinbiegen lässt. Doch wenn die Sterne günstig stehen, vermag ein Survival Camp in den Tiefen des Waldes selbst Verkantetes wieder in Fluss zu bringen. Sebastian Grobler inszenierte das kluge und witzige Drehbuch von Dominique Lorenz. So lädt das "Herzkino" mit "Venus im vierten Haus" zu einem fröhlich-befreienden Fazit ein: "Des Leben ist z'kurz, zum beleidigt san."

Verena von Heereman
HR Fernsehfilm / Serie II

"Ich muss kein Survival-Camp besuchen, um mich herauszufordern" – Interview mit Adele Neuhauser

Gitti plant eine Single-WG mit ihren beiden Freundinnen. Könnten Sie sich das auch vorstellen?

Oh ja, das könnte ich mir gut vorstellen. Ideal wäre es, ein ganzes Haus für alle Freunde zu haben und jeder lebt in seiner eigenen Wohnung, aber man ist trotzdem mit allen verbunden. Oder ein kleines Anwesen mit Garten, so könnten wir auch unser eigenes Gemüse anbauen.

Finden Sie Gemeinsamkeiten zwischen der Figur Gitti und Ihnen?

Gitti ist eine verwundete Kämpferin und genau da sehe ich auch unsere Gemeinsamkeiten. Ihr Leben hat sie in eine Sackgasse geführt, und jetzt muss sie sich neu erfinden. Und sie nimmt diese Herausforderung mutig an, auch wenn sie nicht wirklich weiß, wohin die Reise geht. Auch ich bin an einem Punkt in meinem Leben angekommen, an dem ich spüre, dass ich mir nochmal ganz grundsätzliche Fragen stellen muss. Da sind Gitti und ich uns sehr nahe.

Um ihrem Chaos zu entfliehen, besucht Gitti ein Survival-Camp und überwindet dort die eine oder andere Scheu. Wann haben Sie zuletzt etwas gemacht, das Ihnen eigentlich nicht zusagte?

Ich muss kein Survival-Camp besuchen, um mich herauszufordern. Für mich sind schon ganz einfache Dinge, wie alleine eine Reise zu unternehmen, eine Herausforderung. Und so oft ich mich dazu überredet habe, war ich danach stolz auf mich.  

An einer Stelle des Films sagt Gitti, dass "Beziehungen zwischen Männern und Frauen überschätzt werden und zum Scheitern verurteilt sind". Teilen Sie diese Einstellung?

Diese Aussage belustigt mich eher, da wir doch alle – oder zumindest viele von uns – geleitet werden von der Sehnsucht und dem Bestreben, den einen, beglückenden Partner zu finden.

Gitti überzeugt in einer brenzligen Situation ihre Mitstreiter mit ihrem Wissen. Sie übernimmt die Verantwortung für die Gruppe. Sind Sie jemand, der Verantwortung übernimmt?

Ich übernehme sehr gerne Verantwortung. Manchmal fühle ich mich auch als Mutter des Ensembles, hoffentlich nicht zum Leidwesen meiner Kollegen.

Es heißt, dass Sie privat gerne alleine wandern ...

Ich liebe es, zügig zu gehen. Schon mein Tempo setzt voraus, dass ich Wanderungen alleine unternehme. Auch möchte ich mich schweigend bewegen, um besser auf meine Umgebung zu hören und im Idealfall eins mit der Natur zu werden. Gelingt mir das, dann komme ich von unnötigen Gedanken gereinigt nach Hause. Herrlich ist das!

Wie stehen Sie privat zum Thema Astrologie? Lesen Sie Horoskope?

Es ist schon was dran. Ich bin ein typischer Steinbock, wobei mein Aszendent Skorpion einen größeren Anteil übernimmt. Aber ich richte mich nicht nach Horoskopen. Meine Mutter hat mich gerne mit meinem Jahreshoroskop versorgt. Wahrscheinlich um mir Mut zu machen, aber auch die dort angekündigten positiven Entwicklungen konnten mich nicht vor negativen Erfahrungen schützen. So versuche ich, mich auf meinen gesunden Menschenverstand zu verlassen und gehe – hoffentlich – weiterhin neugierig durchs Leben.

"Das Lachen über den Irrsinn macht ihn erträglicher" – Interview mit Walter Sittler

Sie spielen einen erfolgreichen Verleger, der mit seinem Privatleben überfordert zu sein scheint. Was für ein Mensch ist Robert?

Roberts – auch durch sein eigenes Verschulden – etwas erlahmtes Gefühlsleben treibt ihn um und in die Arme seiner jungen Freundin. Diesem anstrengenden und auch intensiven zweiten Frühling will er sich stellen, wohl wissend, dass er bei seiner ersten Frau hätte besser aufpassen sollen. Dazu fällt mir Herbert Achternbusch ein: "Du hast keine Chance, aber nutze sie!"

Können Sie Roberts Entscheidung, Gitti für eine jüngere Frau zu verlassen, nachvollziehen?

So richtig durchdacht ist so ein Wechsel ja nicht immer, es passiert, und dann kann man nicht mehr zurück.

Sie haben einmal gesagt, dass Sie gerne Komödien spielen. Was gefällt Ihnen daran?

Das Lachen über den Irrsinn des Lebens und der Menschen macht selbigen erträglicher. Ohne das Lachen wäre es bei Weitem nicht so schön.

Wie stehen Sie privat zum Thema Astrologie? Lesen Sie Horoskope?

Horoskope und Ähnliches betrachte ich aus der Distanz mit Heiterkeit, ohne zu vergessen, dass sie für manche Menschen wichtig sein können und auch sind.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/venusimviertenhaus

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