ZDF Fernsehratssitzung in Mainz. Copyright: ZDF/Ralph Orlowski.
ZDF Fernsehratssitzung in Mainz. Copyright: ZDF/Ralph Orlowski.

ZDF-Fernsehrat in Mainz

Am Freitag, 5. Oktober 2018, traf sich in Mainz der ZDF-Fernsehrat zur 10. Sitzung der XV. Amtsperiode. Die Fernsehratsvorsitzende Marlehn Thieme und ZDF-Intendant Thomas Bellut stellten sich im Anschluss an die Plenarsitzung den Fragen der Presse.

Sehen Sie hier die Aufzeichnung der Pressekonferenz:

Texte

Beschluss des ZDF-Fernsehrates zum Tagesordnungspunkt
"Beeinträchtigungen und Gefährdungen von Journalisten in der Berichterstattung"

1.  Demokratie funktioniert nicht ohne eine freie Berichterstattung, deshalb werden Presse- und Rundfunkfreiheit als Grundrecht vom Grundgesetz garantiert. Der Fernsehrat fordert deshalb alle gesellschaftlichen Kräfte auf, diesem Grundrecht Achtung und Wirksamkeit zu verschaffen.

2.  Der Fernsehrat nimmt mit Sorge zur Kenntnis, dass Journalistinnen, Journalisten und Kamerateams bei öffentlichen Veranstaltungen vermehrt mit Drohungen und Beschimpfungen in ihrer Arbeit behindert oder durch tätliche Angriffe gefährdet werden. Er unterstützt die Maßnahmen des ZDF zum Schutz der eigenen Mitarbeiter.

3.  Der Fernsehrat hält es für unabdingbar, dass sich Journalistinnen und Journalisten bei ihrer Arbeit frei bewegen, ungehindert beobachten und recherchieren können. Die Polizei hat hierfür die grundgesetzlich verankerte Presse- und Rundfunkfreiheit zu gewährleisten. Die Verhaltensgrundsätze für Presse/Rundfunk und Polizei zur Vermeidung von Behinderungen bei der Durchführung polizeilicher Aufgaben und der freien Ausübung der Berichterstattung – von der Innenministerkonferenz bereits 1993 beschlossen – sind zu beachten.

Verhaltensgrundsätze für Presse/Rundfunk und Polizei zur  Vermeidung von Behinderungen bei der Durchführung polizeilicher Aufgaben und der freien Ausübung der Berichterstattung:

https://ly.zdf.de/LEn/

http://fernsehrat.zdf.de

http://twitter.com/ZDFfernsehrat

Pressekontakt:

Sekretariate ZDF-Fernseh- und Verwaltungsrat
Ansprechpartner: Jan Holub
Telefon 06131 – 70 - 12011

Mainz, 5. Oktober 2018
ZDF Presse und Information

ZDF setzt mit Event-Fiction Maßstäbe
Intendant Bellut: "Wir müssen alle Generationen erreichen"

"Die Event-Fiction ist ein Markenzeichen des ZDF für herausragendes zeitgeschichtliches und historisches Erzählen." Das betonte Intendant Dr. Thomas Bellut am 5. Oktober 2018 vor dem ZDF-Fernsehrat in Mainz. Bellut: "Mit unseren Hochglanz-Serien und Mehrteilern setzen wir qualitative Maßstäbe und stoßen gesellschaftliche Debatten an. Die Bandbreite reicht von zeitgeschichtlichen Stoffen wie 'Tannbach' oder 'Kudamm 59', bis hin zu 'Bad Banks', das vor dem Hintergrund der Bankenkrise spielt."

In einer zunehmend individualisierten Gesellschaft müsse das ZDF alle Generationen erreichen. Außergewöhnliche fiktionale Erzählformen seien dafür ein gutes Mittel. Zugleich werde die ZDFmediathek gestärkt und weiterentwickelt. Damit stelle sich der Sender, so Bellut, auch der Herausforderung durch die globalen Streaming-Dienste. Mit einer verlässlichen Qualität und Frequenz herausragender Event-Fiction könne man zudem kreative Produzenten, Autoren und Regisseure an den Sender binden. In Verbindung mit einer gezielten Nachwuchsarbeit, wie sie beispielhaft die Redaktion "Das kleine Fernsehspiel" leiste, stärke das die Wettbewerbsfähigkeit des ZDF, erklärte der Intendant.

In der Tradition erfolgreicher Serien und Mehrteiler wie "Unsere Mütter, unsere Väter", "Ku'damm 56" oder zuletzt "Bad Banks" zeigt das ZDF in den kommenden Monaten u.a. die Produktion "Parfum" für ZDFneo sowie "Die Protokollantin" mit Iris Berben und Moritz Bleibtreu. Darüber hinaus ist ein dreiteiliges Familienepos (Arbeitstitel: "Bella Germania") geplant, das einen Bogen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart spannt. Unter der Regie von Matti Geschonnek wird der Gesellschaftsroman "Unterleuten" von Juli Zeh für das ZDF verfilmt. Die Serie "Eine Frau am Bauhaus" spielt in der Weimarer Zeit des Bauhauses und erzählt anhand von wahren Figuren und Begebenheiten von den kunst- und kulturhistorischen Erschütterungen jener Zeit. Ein ganz anderer historischer Umbruch ist Thema des Dreiteilers "The Wall“. Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls entsteht ein Wirtschafts- und Politikdrama über drei Schwestern in der Wendezeit.

ZDFmediathek legt weiter zu
ZDF-Intendant Bellut: "Kontinuierliche Optimierung hat sich bewährt"

Die in der ZDFmediathek angebotenen Abrufvideos und Livestreams verzeichneten im ersten Halbjahr 2018 täglich 2,71 Millionen Sichtungen. Davon entfallen 1,79 Millionen (66 Prozent) auf die Abrufvideos und 0,91 Millionen (34 Prozent) auf die Livestreams. "Der mit dem Relaunch der ZDFmediathek im Oktober 2016 angestoßene kontinuierliche Optimierungsprozess hat sich bewährt", sagte ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut am Freitag, 5. Oktober 2018, vor dem Fernsehrat in Mainz. Mit 51 Prozent liege derzeit die Programmsparte Fiction bei den Abrufvideos des ZDF und seiner Digitalkanäle an der Spitze, gefolgt von Information (27 Prozent) und Unterhaltung (16 Prozent).

Sportinteressierte nutzten im Jahr der Olympischen Winterspiele und der Fußball-WM vor allem das Livestream-Angebot: Allein der Livestream des WM-Gruppenspiels Südkorea gegen Deutschland am 27. Juni 2018 erzielte 10,74 Millionen Sichtungen. Auch Angebote wie "MyView", "Be Béla" oder der Zugang über Sprachsteuerung zu Analysen und Hintergrundinformationen waren erfolgreich.

Viele Nutzer schätzen das Angebot einer komfortablen und personalisierten Nutzung der ZDFmediathek durch die Funktion "Mein ZDF", wobei grundsätzlich gilt, dass jeder Nutzer jeden Inhalt auch ohne Anmeldung sehen kann.

Im Juni 2018 hat das ZDF sein Angebot für Hörgeschädigte erweitert. Seither werden in der Mediathek ausgewählte Live-Sendungen wie "heute", "heute journal", "Leute heute", "Frontal 21", "37°", maybrit illner", "Berlin direkt" und "logo!" von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt. Mit dem Umfang dieses Angebots liegt das ZDF an der Spitze der Sender in Deutschland.

Unter dem Titel "history 360°" entsteht zurzeit ein crossmediales Angebot, in dem das ZDF seinen reichen Fundus an historischen Stoffen bündelt. Dafür entstehen auch neue 360-Grad-Dokus, mit denen die Nutzer auf eine virtuelle Zeitreise zu historischen Schauplätzen gehen können. 

Bei dem für das Frühjahr 2019 geplanten Relaunch von 3sat.online geht es vor allem um die Verbesserung der Mediathek. In einer Online-Befragung hatten 93 Prozent der Nutzer erklärt, dass sie vor allem an den Videos in der 3sat-Mediathek interessiert sind. 3sat.de und die 3sat-Mediathek sollen daher zu einem eigenständigen Portal zusammengelegt werden.

Die phoenix-Telemedienangebote erhielten zeitgleich mit dem neuen Sender-Design im Juni eine neue Optik. Viele Funktionen wurden verbessert, um das Angebot für Nutzer leichter zugänglich zu machen. Mit dem Plan, vermehrt Videos von phoenix-Sendungen auch in den Mediatheken der Mutterhäuser ARD und ZDF anzubieten, steht das Angebot auf vier Säulen: der phoenix-Homepage, der phoenix-App, den ARD- und ZDF-Mediatheken und den phoenix-Social-Media-Kanälen, die auch 2018 weiter Zuwächse verzeichnen.

Spitzenplatz für KiKA-Onlineangebot
ZDF-Intendant Bellut: "Qualität schafft Vertrauen bei Kindern und Eltern"

Der KiKA hat seine Onlinereichweite im ersten Halbjahr 2018 weiter ausgebaut und durchschnittlich 3,7 Millionen Visits pro Monat erreicht. Damit liegt der Kinderkanal von ARD und ZDF deutlich vor den App- und Onlineangeboten der Mitbewerber. Auch auf Drittplattformen ist KiKA erfolgreich: Der KiKA-YouTube-Channel zählt derzeit rund 401.000 Abonnenten und durchschnittlich elf Millionen Videoabrufe pro Monat.

"In einem Markt, der sich immer mehr ausdifferenziert, erzielt der KiKA mit seiner medialen Vielfalt eine hohe Akzeptanz. Die Qualität der Inhalte schafft auf allen Ausspielwegen Vertrauen bei Eltern, Kindern und Jugendlichen", sagte ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut am Freitag, 5. Oktober 2018, vor dem Fernsehrat in Mainz. Ende 2018 gehe die neue Mediatheks-App "KiKA-Player" als zusätzlicher Ausspielweg für Kinderinhalte an den Start, kündigte Bellut an. Die App bündle alle rechtlich verfügbaren Inhalte des linearen KiKA-TV-Angebots.

Bei der linearen Ausstrahlung steht der KiKA bei den Kindern im Vorschulalter im Zeitraum von Januar bis August 2018 besonders hoch im Kurs: Mit einem Marktanteil von 27,6 Prozent (bis 31. August 2018) ist KiKA das meistgenutzte Angebot bei den 3- bis 5-Jährigen. Bei den 3- bis 13-Jährigen sind es in den ersten acht Monaten des Jahres 17,2 Prozent Marktanteil. Damit liegt der Kinderkanal von ARD und ZDF bei der Zielgruppe im gesamten Betrachtungszeitraum auf Platz zwei. Im August 2018 ist der KiKA mit 19,8 Prozent Marktanteil Marktführer vor Super RTL.

Im kommenden Jahr stellt der KiKA in seinem Jahresschwerpunkt das Thema "Schule" in den Mittelpunkt.

Weitere Informationen

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Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdffernsehrat

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