Copyright: ZDF/[m] Streamwerke; Foto André Schreier
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ZDI talents

Make your streams come true

Am Donnerstag, 1. Juni 2017, feiert "ZDI talents", ein neues ZDF-Angebot für Kreative aus der Webvideoszene, bei der diesjährigen Verleihung des Webvideopreises in Düsseldorf seine Geburtsstunde. Die erfolgreichen YouTuber Maike Nissen alias Vegas und Daniele Rizzo sind die Hosts von "ZDI talents".

Texte

"ZDI talents"

Am Donnerstag, 1. Juni 2017, feiert "ZDI talents", ein neues ZDF-Angebot für Kreative aus der Webvideoszene, bei der diesjährigen Verleihung des Webvideopreises in Düsseldorf seine Geburtsstunde. Die erfolgreichen YouTuber Maike Nissen alias Vegas und Daniele Rizzo sind die Hosts von "ZDI talents".

Der monatliche Wettbewerb "Cash & Quote Award", das interaktive Serviceangebot "School of Content Creation" und "First Steps Lerchenberg", mit Informationen über Förder- und Ausbildungsmöglichkeiten, bilden die drei Säulen der Nachwuchsinitiative.

"ZDI talents" ist in der ZDF-Mediathek unter talents.zdf.de sowie bei YouTube unter ZDI talents verfügbar. 

"ZDI talents" – FAQ

Was ist "ZDI talents"?

"ZDI talents" ist ein Angebot in der ZDF-Mediathek (talents.zdf.de) und auf YouTube (Kanal "ZDI talents"), das kreative Online-Talente mit dem ZDF vernetzt. So wie die Redaktion Das kleine Fernsehspiel die erste Adresse für den Filmnachwuchs ist, soll "ZDI talents" die erste Adresse für den Online-Nachwuchs werden.

Wann startet "ZDI talents"?

Das Angebot startet mit dem Webvideopreis am 1. Juni 2017. Der Webvideopreis ist der größte Social-Media-Award Europas, bei dem YouTuber aus ganz Deutschland anwesend sein werden.

Wo ist "ZDI talents" verfügbar?

"ZDI talents" steht ab 1. Juni 2017 in der ZDF Mediathek unter talents.zdf.de sowie bei YouTube unter ZDI talents bereit.

Wofür steht "ZDI"?

"ZDI" steht für "Zweites Deutsches Internet", weil das Angebot im Internet stattfindet und Online-Talente in den Mittelpunkt stellt. Jan Böhmermann hatte den Begriff ZDI in seiner Sendung "NEO MAGAZIN ROYALE" eingeführt.

Was beinhaltet das Angebot von "ZDI talents"?

"ZDI talents" basiert auf drei Säulen:
1. Der Wettbewerb "Cash & Quote Award"
2. Das interaktive Serviceangebot "School of Content Creation" zur Video-Content-Erstellung
3. Die Ausbildungs-, Förder- und Vernetzungsmöglichkeiten mit dem ZDF zeigt "First Steps Lerchenberg"

Die erste Säule: "Cash & Quote Award"

Beim "Cash & Quote Award" fördert das ZDF gemeinsam mit der European Web Video Academy den Online-Nachwuchs. Jeden Monat fordert ein anderes Format aus der ZDF-Familie die Video Creators in einem Wettbewerb auf, neue Ideen und Perspektiven rund um das jeweilige Format zu entwickeln. Den Anfang macht "Terra X Lesch & Co" mit einem Aufruf zum Thema "Leben in der Zukunft", das kreativ umgesetzt werden soll. Aus den Einreichungen wählt eine Jury, besetzt vom ZDF und der European Web Video Academy, die drei besten Videos aus. Über den Gewinner stimmt dann die Community ab. Der Wettbewerb ist mit 2.000 Euro Preisgeld und einer Ausstrahlung auf dem Sendeplatz des Kleinen Fernsehspiels dotiert. Der Video Creator des besten Videos eines Jahres erhält einen Entwicklungsauftrag des ZDF.

Die zweite Säule: "School of Content Creation"

Die zweite Säule "School of Content Creation" ist ein interaktives Serviceangebot, das TV-Know-how und Internet-Skills miteinander verknüpft. Etablierte Content Creators sowie erfolgreiche Medienschaffende aus den Bereichen Produktion, Regie und Schauspiel beantworten Fragen aus der Community, lassen aus ihren größten Fehlern lernen oder zeigen in "How-to"-Videos die Bandbreite der Videoherstellung.

Die dritte Säule: "First Steps Lerchenberg"

Die dritte Säule "First Steps Lerchenberg" zeigt die vielen Wege auf, wie und wo junge Content Creators mit dem ZDF zusammenarbeiten können. Redaktionen wie Das kleine Fernsehspiel und das Formatlabor Quantum werden ebenso vorgestellt, wie Adressen für netzaffine Ideen im ZDF-Kosmos. Darüber hinaus wird erklärt, welche Ausbildungs- und Fördermöglichkeiten das ZDF anbietet.

 Warum wird "ZDI talents" veranstaltet?

"ZDI talents" bietet dem Nachwuchs eine weitere Möglichkeit mit dem ZDF in Kontakt zu kommen – auch abseits der bewährten Pfade, wie etwa über Das kleine Fernsehspiel.

Viele Talente sind daran interessiert, sich zu professionalisieren, setzen aber auf kurze und online-affine Formen. Hier ist "ZDI talents" eine neue Anlaufstelle für vielversprechende Talente der digitalen Medienlandschaft, die dem Programm neue Impulse geben. Den Kreativen wird die Möglichkeit geboten, sich auszuprobieren und neue Perspektiven im ZDF zu entdecken.

Wer im ZDF verantwortet "ZDI talents"?

Die Initiative wird verantwortet von der Redaktion Das kleine Fernsehspiel, die als erste Adresse des deutschen Filmnachwuchses bereits die Karrierewege vieler Filmschaffender vor und hinter der Kamera begleitet hat. Die Redaktion liegt bei Claudia Tronnier, Eva Klöcker und Milena Seyberth, ausführende Produktionsfirma ist die Streamwerke GmbH.

"Wir wollen die erste Adresse für den Online-Nachwuchs sein"
Interview mit Redaktionsleiterin Claudia Tronnier und Redakteurin Eva Klöcker

Ronald Dietrich: Das kleine Fernsehspiel fördert Film- und Fernsehtalente. Jetzt suchen Sie nach Online-Talenten. Was ist Ihr Ziel?

Claudia Tronnier: Kreative im Netz finden nicht automatisch zum ZDF. Die klassische Klientel des Kleinen Fernsehspiels, Absolventen von Filmhochschulen etwa, kennen und finden das ZDF. Online ist das noch nicht so. Nachdem Programmdirektor Norbert Himmler den Impuls gesetzt hatte, entwickelte Das kleine Fernsehspiel das Konzept, mit einer Plattform Online-Talente anzusprechen, die sich auf YouTube oder anderen Social-Media-Kanälen aufhalten und interessante Videoformate erstellen.

Eva Klöcker: Letztlich wollen wir das, was wir als Kleines Fernsehspiel sind, nämlich die erste Adresse für den Filmnachwuchs, mit dem neuen Angebot auch für den Online-Nachwuchs sein.

Ronald Dietrich: Was ist dabei der Unterschied zu funk?

Claudia Tronnier: Wir haben nicht nur die junge Zielgruppe im Blick, sondern alle, ohne Festlegung, wie alt die Macher sein sollen oder dass ihre Inhalte explizit die junge Zielgruppe ansprechen müssen. Unser Angebot ist eine Talentförderung für die, die Lust haben, mit dem ZDF online in Kontakt zu kommen. Deshalb auch: "ZDI talents" – ZDI steht für Zweites Deutsches Internet, ein Begriff, den Jan Böhmermann eingeführt hat.

Eva Klöcker: Außerdem wollen wir Talente aus allen Gewerken ansprechen. Wir suchen nicht nur Gesichter vor der Kamera, wir suchen auch angehende RegisseurInnen, Kameraleute, KomponistInnen, CutterInnen, Animation Artists. Wir wollen auch denen, die bisher nur im eigenen Wohnzimmer kreative Videos erstellt haben, niederschwellige Wege bieten, sich mit der ganzen ZDF-Familie zu vernetzen.

Ronald Dietrich: Was werden die Talente bei "ZDI talents" finden?

Claudia Tronnier: Die Plattform auf You-Tube und in der Mediathek besteht aus drei Säulen. Die erste ist der "Cash & Quote Award", ein monatlicher Video-Wettbewerb, bei dem der Gewinner 2.000 Euro aus dem Innovationstopf des ZDF erhält. Dazu suchen wir kurze Clips, die auch nur ein, zwei Minuten lang sein können, maximal aber zehn Minuten. Es kann etwas Neues geschaffen, etwas schon Produziertes eingereicht oder bereitgestelltes Material kreativ bearbeitet werden – da sind wir ganz offen. Die Jury trifft eine Vorauswahl, den Gewinner kürt die Community.

Eva Klöcker: Die zweite Säule von "ZDI talents" bündelt die Informationen zur Nachwuchsförderung des ZDF. Dort findet man alle Möglichkeiten, mit dem ZDF in Kontakt zu treten, vom Kleinen Fernsehspiel über ZDFneo bis hin zu Ausbildungsmöglichkeiten und Volontariat. Die dritte Säule ist das Serviceangebot "School of Content Creation". Auch hier wird gebündelt informiert zu Fragen, die die Talente haben: Wie kann ich trotz kleinem Budget gute Filme machen? Wie kann ich meine Kreativität in professionellere Formen gießen? Es wird Tutorials geben, in denen man zum Beispiel lernen kann, wie man sich Equipment selbst baut, wie man einen bestimmten Effekt mit einem Schnittprogramm ganz einfach erzeugt oder wie man eine besondere Situation am besten dreht. Außerdem befragen unsere Hosts Maike Nissen und Daniele Rizzo diejenigen, die "es schon geschafft haben", nach Tipps oder auch ihren größten Fehlern. So wird Daniele, der für seine Interviews mit Hollywood-Größen bekannt geworden ist, ein Interview mit Ridley Scott als Best-Practice-Beispiel beisteuern. Produziert werden die Inhalte übrigens von den auf Online-Content spezialisierten Streamwerken in Berlin.

Ronald Dietrich: Wann startet der Kanal?

ClaudiaTronnier: Am 1. Juni beim Webvideopreis in Düsseldorf. Das ist der größte Social-Media-Award Europas. Die European Web Video Academy ist auch Partner für den Wettbewerb "Cash & Quote Award".

Ronald Dietrich: Wie sieht der Wettbewerb konkret aus?

Claudia Tronnier: Wir stellen eine Aufgabe des Monats. Da arbeiten wir mit den Hauptredaktionen des Hauses zusammen. Denn das ist auch eine wichtige Funktion der Plattform – wir wollen die ZDF-Marken, die eigene Social-Media-Kanäle haben, bei den Talenten bekannt machen und sie dazu anregen, sich mit diesen ZDF-Formaten zu beschäftigen. Deshalb wird das erste Thema von "Lesch & Co" gestellt werden: "Leben in der Zukunft" lautet es. Und wenn das Siegervideo gut ist, könnte es auch auf dem YouTube-Kanal von "Lesch & Co" gezeigt werden.

Eva Klöcker: Harald Lesch hat mit mit dem YouTube-Kanal von "Lesch & Co“ gezeigt, dass es ein großes Interesse für Wissenschaft im Netz gibt. Aber die Talente sind frei in dem, was sie zu dem jeweiligen Thema einreichen. Wir wollen Menschen aus allen Bereichen ansprechen und nicht nur Nachwuchswissenschaftler vor der Kamera. Zwar ist "Lesch & Co" immer wieder an neuen kreativen Formen, wie man wissenschaftliche Inhalte präsentieren kann, interessiert, und das werden wir auch mit kommunizieren. Aber gleichzeitig wollen wir durch das Thema eine große Offenheit setzen. "Leben in der Zukunft" – dazu passt genauso gut ein Mini-Science-Fiction-Film.

Ronald Dietrich: Sind weitere Rückkopplungen ans TV mitgedacht?

Eva Klöcker: Wir suchen Online-Talente und nehmen das auch ernst. Wenn wir neue Zielgruppen mit diesen Talenten ansprechen wollen, dann muss man auch deren Sehgewohnheiten, die sich im Netz gebildet haben, berücksichtigen. Wir suchen ja nach etwas Neuem, was wir nicht haben und nicht nach einem Abklatsch aus dem Fernsehen. Allerdings werden die Gewinner eines Jahres in einem Block im Hauptprogramm ausgestrahlt.

Claudia Tronnier: Wir wollen den Talenten helfen, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln, Fertigkeiten zu erlangen. Sie sollen aber den maximalen Freiraum bekommen, um ihre Talente möglichst gut zum Ausdruck zu bringen. Das ist auch das Prinzip des Kleinen Fernsehspiels – auf Online übertragen.

Mit Claudia Tronnier und Eva Klöcker sprach Ronald Dietrich

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