Johann Lafer und Hobbyköche, Copyright: ZDF / Gunnar Nicolaus
Johann Lafer und Hobbyköche, Copyright: ZDF / Gunnar Nicolaus

Zehn Jahre "Die Küchenschlacht"

... sucht den Spitzenkoch

Seit 2008 gibt es "Die Küchenschlacht" im ZDF. Jede Woche treten von Montag bis zum Finale am Freitag ambitionierte Hobbyköche gegeneinander an. Dabei steht ihnen jede Woche ein prominenter Kochprofi zur Seite. Am Ende jeder Sendung entscheidet ein fachkundiger Feinschmecker und Experte, welcher Hobbykoch sein Kochfeld räumen muss und wer am nächsten Tag einen Gang zulegen darf.

Die Jubiläumswoche ab 15.01.18 wird von Johann Lafer moderiert, der seit Beginn der Sendung dabei ist.

  • ZDF, ab Montag, 15. Januar 2018, montags bis freitags, jeweils 14.15 Uhr

Texte

"Die Küchenschlacht" - Kochgeschichte eines Erfolges

Ein Fernsehformat, das in unserer schnelllebigen Fernsehwelt – und noch dazu im Nachmittagsprogramm – zehn Jahre Bestand hat, ist außergewöhnlich. Und das umso mehr, wenn man bedenkt, dass 2017 voraussichtlich ein neuer Bestwert in der Zuschauerakzeptanz erreicht wird.

2.222 Küchenschlachten werden am Ende der Jubiläumswoche produziert worden sein. Der Erfolg über eine so lange Zeit ist nicht selbstverständlich und geht einher mit vielen kleinen und kreativen Veränderungen an der Struktur und der Dramaturgie der Show. Ich gratuliere dem gesamten Team zu dieser starken Performance, der Hamburger Produktionsfirma "Fernsehmacher", der Redaktion, aber auch den vielen prominenten Köchen und engagierten Kandidaten, die sich seit zehn Jahren in dieses tägliche Abenteuer begeben.

Dr. Oliver Heidemann, HR Show

"An die Töpfe, fertig, los" – Zehn Jahre "Die Küchenschlacht"

Wenn es heißt: "Jaaaa, geht doch!" (Johann Lafer), "Da kunnst net meckern" (Alfons Schuhbeck) oder "Da jagt eine Gänsehaut die nächste" (Mario Kotaska), dann ist wieder "Küchenschlacht"-Zeit.

Als wir Mitte Dezember 2007 die ersten vier Wochen "Die Küchenschlacht" aufzeichneten, ahnte wohl keiner von uns, dass diese Sendung einmal über zehn Jahre lang erfolgreich laufen würde. Wir fragten uns damals, ob die Zuschauer überhaupt noch Interesse an einer weiteren Kochsendung haben würden. Aber wir waren von der Idee, leidenschaftlichen Hobbyköchen ein Forum zu geben und ihre Leistungen in den Vordergrund zu stellen, einfach überzeugt. So saßen wir im Redaktionsbüro – dem so genannten "Affenfelsen" – an der Hamburger Außenalster und überlegten uns Spielregeln sowie Kochvorgaben, und außerdem fehlte uns auch noch ein Titellied. Die Idee "Respect" von Aretha Franklin als Titelmusik zu nehmen, begeisterte uns alle, da dieser Song die perfekte Aussage hat, um der Leistung unserer Kandidaten Tribut zu zollen – und das, lange bevor ein Baumarkt auf die gleiche Idee für seine Werbung kam.

Rückblickend auf die zehn Jahre "Die Küchenschlacht" können unsere Köche, Juroren und unser Team behaupten, dass sich das Kochniveau extrem gesteigert hat. Wurden in den ersten Folgen noch Gerichte wie "Bananen-Hackfleisch-Curry" zubereitet, sind wir mittlerweile bei Gerichten mit Sterneniveau wie "Holunderblüten-Zwiebel mit Roggen-Crumble, Käsebouillon und Wildkräutersalat" angelangt. Sternequalität hat mittlerweile auch das Anrichten der Teller durch unsere Kandidaten, das unsere Juroren häufig in Verzückung versetzt. Diese können sich oft freuen, müssen aber auch manchmal leiden, wenn mal wieder ein Kandidat im Eifer des Gefechts Salz mit Zucker verwechselt oder die Intensität unserer Chilischoten unterschätzt hat.

Die Krefelder Meisterköchin Martina Kömpel hat einmal während der Verköstigung ihre Plombe verloren, was natürlich nicht am Gericht des Kandidaten lag, und Steffen Henssler biss beim Probieren eines Wildhasen prompt auf eine Schrotkugel. Alexander Herrmann mag keinen Käse und bekam schon oft dieses feste Milcherzeugnis zur Verkostung, und Björn Freitag, der eine Leber-Aversion hat, zog das große Los als Juror beim Motto-Tag "Leber". Cornelia Poletto war von einem italienischen Gericht so begeistert, dass sie während der Juryentscheidung verkündete, es direkt auf ihre Karte zu setzen. Bei bisher insgesamt 2.669 Kandidaten blieb nur einmal der Teller leer: Alexander Herrmann bekam nur ein Stück Käse und eine Tomatenrispe serviert, da der Kandidat nicht fertig wurde und alles bei ihm schief ging, so dass er nach Ende der Kochzeit nicht mehr vorweisen konnte.

Natürlich sind auch unsere Kandidaten mit vollem Eifer dabei. Hier wird zwar gegeneinander gekocht, aber dennoch Hand in Hand gearbeitet. Da werden auch mal gekochte Kartoffeln mit einem Konkurrenten geteilt, der seinen Kartoffelstampf verhunzt hat. Unter den Hobbyköchen entstehen Freundschaften und dau­erhafte Bindungen, woraus beispielsweise der Club "Die Küchenschlächter" entstanden ist, der aus mittlerweile über 400 ehemaligen Kandidaten besteht, die sich regelmäßig treffen. Auch zwei Heiratsanträge gab es innerhalb der letzten zehn Jahre in unseren Sendungen.

Über die Jahre hinweg sind auch unter den Köchen und Juroren Freundschaften entstanden. Da übersteht man auch gemeinsam einen kompletten Stromausfall im ganzen Viertel mitten in einer Aufzeichnung. Das war auch das einzige Mal, dass wir unsere Kandidaten im Dunkeln stehen lassen mussten. Wir haben am nächsten Tag neu aufgezeichnet.

Die große Zuschauerresonanz und die nicht abreißenden Bewer­bungen zeigen, dass der Appetit auf "Die Küchenschlacht" in den letzten zehn Jahren kein bisschen kleiner geworden ist.

Eva-Maria Wahler, HR Show

Stab

Die Jubiläumswoche, ab 15. Januar 2018, wird von Johann Lafer moderiert, der seit Beginn der Sendung dabei ist.

Regie   Knut Fleischmann, Frank Hecker, Volker Weicker
KameraManfred Ollie Olma
Redaktion                             Eva-Maria Wahler (ZDF), Christian Schulz (Fernsehmacher)
Teamleiter "Daytime & Talk"Stefan Bayerl (ZDF)
ProduktionFernsehmacher GmbH und Co. KG
ProduzentMarkus Heidemanns
ProducerBent Liebscher
HerstellungsleitungClaudius Pohl (Fernsehmacher)
ProduktionsleitungDirk Ebner (ZDF)
ModeratorenBjörn Freitag, Alexander Herrmann, Mario Kotaska, Alexander Kumptner, Johann Lafer, Christian Lohse, Nelson Müller, Alfons Schuhbeck
JurorenMartin Baudrexel, Maria Groß, Ali Güngörmüs, Karlheinz Hauser, Meta Hiltebrand, Johanna Maier, Stefan Marquard, Thomas Martin, Cornelia Poletto, Richard Rauch, Tarik Rose, Christoph Rüffer, Ralf Zacherl
Längejeweils ca. 45 Minuten / 105 Staffeln

Zur Sendung

Seit 2008 heißt es im ZDF um 14.15 Uhr: "An die Töpfe, fertig, los!". Dann treten in "Die Küchenschlacht" von Montag bis zum Finale am Freitag sechs talentierte Hobbyköche gegeneinander an – Frauen und Männer unterschiedlichen Alters, aus verschiedenen Regionen. Ein prominenter Koch führt als Moderator durch die Sendung und steht den Hobbyköchen als Coach mit Profitipps zur Seite.

Täglich bereiten die Kandidaten in einer Kochzeit von 35 Minuten selbst ausgewählte Gerichte zu: Montags starten sie mit dem Leibgericht, dienstags müssen sie eine Vorspeise zubereiten, mittwochs gibt es ein wechselndes Tagesthema, donnerstags müssen sie Hauptgang und Dessert zaubern, und freitags ein vom Moderator vorgegebenes Zwei-Gänge-Menü kochen. Nerven wie Drahtseile, Improvisationstalent und eine ordentliche Portion Durchhaltevermögen sind gefragt – Spannung ist garantiert.

Am Ende jeder Sendung entscheidet ein fachkundiger, unabhängiger Juror, der die Gerichte probiert und beurteilt, welcher Hobbykoch sein Kochfeld räumen muss und wer am nächsten Tag einen Gang zulegen darf. Im Finale am Freitag kochen die letzten beiden Kandidaten um den Wochensieg und den Einzug in die so genannte Champions Week.

Die Champions Weeks, in der sechs Wochensieger gegeneinan­der in den Koch-Ring steigen, finden im siebenwöchigen Turnus statt. Dabei kochen sie jeden Tag zu einem vorgegebenen Motto. Auch dort entscheidet am Ende jedes Tages ein Juror, wer blei­ben darf. Die Sieger der sechs Champions Weeks treten im großen Jahresfinale gegeneinander an. Dort warten 25.000 Euro Preisgeld auf den "Hobbykoch des Jahres".

Specials

"Die Kinder-Küchenschlacht"

Von 2009 bis 2011 gab es in unregelmäßigen Abständen "Die Kinder-Küchenschlacht". Hier zeigten auch die Jüngsten, was sie hinterm Herd drauf haben.

Auf hoher See

2009 legte "Die Küchenschlacht" ab und sendete zwei Wochen von Bord eines Kreuzfahrtschiffes aus dem Mittelmeer.

Promiwochen

Seit 2016 messen sich immer wieder Prominente mit ihren Kochkünsten im Studio. Sie schwingen die Kochlöffel für einen guten Zweck. 

Adventswochen

"Coming home for cooking": Seit 2015 kommen in der Adventszeit ehemalige Kandidaten ins Studio. Dann steht der Spaß im Vordergrund – und der jeweilige Wochengewinn geht ebenfalls an einen guten Zweck.

Einige Fakten

Die erste "Die Küchenschlacht"-Sendung lief am 14. Januar 2008. Somit feiert "Die Küchenschlacht" in der Woche vom 15. Januar 2018 ihren zehnten Geburtstag und am Finaltag der Jubiläumswoche zugleich auch noch die 2.222 Folge.

2.669 Kandidaten standen bisher für "Die Küchenschlacht" hinter dem Herd. 452 Teilnehmer von ihnen holten den Wochensieg, waren VIP-Gast bei "Kerner kocht", "Lanz kocht", "Lafer! Lichter! Lecker!" und wurden von den großen Stars der Küche exklusiv bekocht.

60 Prozent der Wochensiege verbuchten Frauen für sich.

Seit 2015 gewannen bisher drei Teilnehmer den Jahresgewinn von 25.000 Euro.

Mit dem Jahresfinale am 24. November 2017 erreichte "Die Küchenschlacht" mit 16,3 Prozent die höchste Quote ihres Bestehens.

Fast 10.000 Gerichte wurden in "Die Küchenschlacht" serviert.

Beliebtester Klassiker bei den Leibgerichten ist das Wiener Schnitzel, gefolgt von Zürcher Geschnetzeltes und Königsberger Klopsen.

Das beliebteste Produkt insgesamt ist der Lachs, gefolgt von Lamm, Schwein und Garnelen.

Die beliebteste Beilage der Hobbyköche ist und bleibt mit Abstand die Kartoffel. Pasta erreichen sogar nur den dritten Platz hinter Reis.

Alfons Schuhbeck und Johann Lafer haben die Kandidaten als Moderator am häufigsten durch eine "Küchenschlacht"-Woche begleitet, gefolgt von Alexander Herrmann, Horst Lichter und Nelson Müller.

Insgesamt haben über 30 Fachleute am Jurorentisch Platz genommen.

Moderatoren und Juroren

Moderiert wird "Die Küchenschlacht" von Starköchen wie Johann Lafer, Alfons Schuhbeck, Nelson Müller, Alexander Herrmann, Alexander Kumptner, Mario Kotaska, Christian Lohse und Björn Freitag.

Die erfahrenen und vielfach ausgezeichneten Moderatoren unterstützen die Kandidaten und zeigen dadurch auch den Zuschauern, wie man Kochfehler vermeiden kann. Zusätzlich zeigen sie Tricks und geben Tipps rund ums Kochen, damit man noch mehr aus den Gerichten herausholen kann.

Die Jurorenriege setzt sich ebenfalls aus hochkarätigen Profiköchen zusammen. Sie zollen den Hobbyköchen Respekt für ihre Leistung, innerhalb kürzester Zeit in einer fremden Küche kulinarische Highlights auf den Jurorenteller zu bringen.

Neben den Moderatoren jurieren auch andere bekannte Köche wie Christoph Rüffer, Cornelia Poletto, Ali Güngörmüs, Karlheinz Hauser, Meta Hiltebrand, Thomas Martin, Ralf Zacherl, Martin Baudrexel, Johanna Maier, Maria Groß und Tarik Rose. Zudem gab es auch außergewöhnliche Juroren: Zur 500. Ausgabe im Jahr 2010 gab sich Kochshow-Pionier Alfred Biolek als Juror die Ehre sowie zur 1.000 Folge 2012 die damalige Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner.

Einschaltquoten

Durchschnittswerte 2008    1,07 Mio., 10,7 % Marktanteil
Durchschnittswerte 20091,18 Mio., 11,8 % Marktanteil
Durchschnittswerte 2010 1,30 Mio., 12,4 % Marktanteil
Durchschnittswerte 20111,20 Mio., 11,6 % Marktanteil
Durchschnittswerte 2012  1,10 Mio., 11,0 % Marktanteil
Durchschnittswerte 2013 1,04 Mio., 10,4 % Marktanteil
Durchschnittswerte 2014 0,94 Mio., 9,9 % Marktanteil
Durchschnittswerte 20150,94 Mio., 9,6 % Marktanteil
Durchschnittswerte 20161,16 Mio., 11,4 % Marktanteil
Durchschnittswerte 2017 1,27 Mio., 12,3 % Marktanteil

"Ein Küchen-Happening auf Augenhöhe" - Interview mit Produzent Markus Heidemanns

Haben Sie als Produzent 2008 damit gerechnet, dass "Die Küchenschlacht" zehnjähriges Jubiläum feiern wird?

Als "Die Küchenschlacht" 2008 an den Start ging, haben wir natür­lich gehofft, damit einen Nerv beim Zuschauer zu treffen. Den haben wir damals anscheinend getroffen. Wie lange die Wirkung anhält, weißt du vorher nie. Ich habe damals zu meinem Execut­ive Producer Bent Liebscher gesagt: Wäre doch toll, wenn das ein Jahr durchläuft. Er war optimistischer: Das läuft locker drei bis vier Jahre. Wir haben uns Gottseidank beide getäuscht.

Wie ist die Idee zur Sendung damals entstanden?

Wir wollten den großen Erfolg von "Lafer!Lichter!Lecker!" weiter entwickeln, aber den Hobbykoch in den Vordergrund stellen, zum kleinen Star machen. Die Idee entstand in 30 Minuten und brauchte als Erklärung nur eine Seite. Schwarz auf Weiß – ohne Fotos, ohne Grafiken. Unsere damalige ZDF- Redaktionsleiterin Birgit Göller war sofort begeistert.

Was zeichnet "Die Küchenschlacht" generell aus?

"Die Küchenschlacht" ist ein Miteinander, kein Gegeneinander! Lei­denschaft unter Gleichgesinnten. Alle gegen die Zeit. 35 Minuten für ein Gericht. Ein Küchen-Happening auf Augenhöhe. Und der Zuschauer hat das Gefühl, er sitzt mit am Küchentisch der "Küchenschlacht"-Familie.

Wer ist für die Sendung wichtiger – talentierte Hobbyköche oder prominente Sterneköche?

Hier werden Hobbyköche und Profiköche zu Verbündeten. Ein kleiner Tipp, ein kleiner Kniff, trotzdem streng und im Mittelpunkt das Leben und die Leidenschaft der Hobbyköche.

Wie grenzt sich "Die Küchenschlacht" von der bestehenden Kochshow-Landschaft ab?

Andere Kochformate finden selten vor Publikum statt. Die Reakti­onen im Studio, die Atmosphäre schaffen ein besonderes Flair und die Bindung zum Zuschauer zuhause. Das Gefühl auf dem heimi­schen Sofa: Wir sitzen mit in der TV-Küche.

Was haben Sie selbst in zehn Jahren "Die Küchenschlacht" gelernt?

Seit wir 2004 mit "Kerners Köche", "Lafer!Lichter!Lecker!", "Die Küchenschlacht" und "Topfgeldjäger" mit Steffen Henssler die Republik zum Kochen gebracht haben, ist mein persönlicher Michelin-Stern von Blech auf Bronze umlackiert worden.

Wie blickt Markus Heidemanns aus Produzentensicht auf die Zukunft des Genres "Kochshows" und insbesondere auf "Die Küchenschlacht"?

"Die Küchenschlacht" feiert nicht nur zehnjähriges Jubiläum, son­dern auch die höchsten Quoten seit Beginn der Show. Den
Zuschauern scheinen Kochsendungen noch genau so viel Spaß zu machen, wie uns die Entwicklung von neuen, etwas anderen Formaten.

Das Interview führte Sven Hegner

 

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