Jo Schück und Salwa Houmsi
Jo Schück und Salwa Houmsi

Zweite Staffel "13 FRAGEN"

online bei ZDFkultur, auf dem YouTube-Kanal von ZDFheute und im TV bei ZDFneo

Überraschende Perspektiven, differenzierte Meinungen und eine konstruktive Streitkultur: Seit seinem Auftakt im Herbst 2020 rückt das innovative Debattenformat "13 FRAGEN" brisante gesellschaftspolitische Themen in den Fokus. Gemeinsam mit ihren Gästen gehen Moderator Jo Schück und Moderatorin Salwa Houmsi auch in den 16 Folgen der zweiten Staffel drängenden Fragen auf den Grund. Zu sehen sind die Diskussionen wie gehabt im digitalen Kulturraum ZDFkultur und auf dem YouTube-Kanal von ZDFheute. Darüber hinaus strahlt ZDFneo die Folgen 6 bis 13 im TV aus.

  • ZDF neo, Acht Folgen ab Sonntag, 20. Juni 2021, wöchentlich um 23.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, seit Mittwoch, 14. April 2021

Texte

13 FRAGEN - Worum geht es?

Kann man auf einem Spielfeld ernsthaft brisante Themen diskutieren? Man kann! Das Debattenformat "13 FRAGEN" ist experimenteller und dynamischer als herkömmliche Talkshows.

Bei "13 FRAGEN" werden Kompromisse dort geschlossen, wo die Zukunft gemeinsam entschieden werden muss. Sechs meinungsstarke Gäste treffen sich in der Halle einer ehemaligen Berliner Brauerei auf einem Spielfeld und diskutieren über kontroverse Themen aus Gesellschaft und Politik. Die Gastgeber: Journalist und Moderator Jo Schück – bekannt unter anderem durch die Sendung "aspekte" – und Salwa Houmsi, die als Journalistin und Moderatorin unter anderem an der mehrfach ausgezeichneten Webvideo-Reihe "Jäger & Sammler" mitgewirkt hat. Die beiden wechseln sich in der Moderation ab.

Ihre Gäste teilen sie je nach deren Haltung zum Thema in zwei Gruppen ein. Ziel ist es, im Verlauf von 13 hitzig diskutierten Fragen alle sechs Teilnehmenden ins Mittelfeld der Spielfläche und somit zu einem Kompromiss zu führen. "Ja" oder "Zustimmung" bedeutet, dass man sich ein Feld weiter Richtung Mitte bewegt. Wer verneint, geht ein Feld zurück. Wer macht einen Schritt auf die Gegenseite zu? Welche Argumente überzeugen? 

"13 FRAGEN" bietet ein Forum für fundierte Argumente und pointierte Kritik, für einen Austausch auf Augenhöhe und eine differenzierte Meinungsbildung. Zugleich überzeugt das Format als unterhaltsames Übungsfeld für das Hinterfragen der eigenen Ansichten.

Stab

Host _____ Salwa Houmsi, Jo Schück
Regie / Autoren _____ Ann-Catrin Malessa, Katharina Lauck
Redaktion _____ Mascha Schlubach, Melanie Schoepf, Laura Oppermann
Produzent _____ Bastian Asdonk
Creative Producerin _____ Ann-Catrin Malessa, Katharina Lauck
Produktionsleitung _____ Saskia Kuhnert
Aufnahmeleitung _____ Chiara Noack
Kamera _____ Michel Gumnior, Fabian Uhlmann, Taner Asma, Micha Plundrich
Set Design _____ Justus Saretz
Licht _____ Micha Plundrich, Ulrich Kalliske, David Ketel
Ton _____ Wladimir Gelwich
Schnitt _____ Suraj Chandran
Grafik _____ Marc Trompetter, Rosa Gehlich
Make-up _____ Juliane Polak

Redaktion ZDF _____ Stefan Münker
Formatentwicklung ZDF _____ Vanessa Olivier
Produktionsmanagement ZDF _____ Christiane Alsfasser

Eine Produktion von hyperbole im Auftrag des ZDF

13 FRAGEN bei ZDFkultur und im YouTube-Kanal von ZDFheute

Seit Mittwoch, 14. April 2021

"13 FRAGEN" ist ein Online-First-Format, das von ZDFkultur für den YouTube-Kanal von ZDFheute Nachrichten entwickelt wurde. Am Mittwoch, den 14. April 2021, startete die zweite Staffel der Talkreihe, die bereits zahlreiche lebhafte Debatten im Netz angeregt hat, für heikle Themen sensibilisiert und eine offene Gesprächskultur vorlebt.

Auch das Themenspektrum der 16 neuen Folgen ist breit gefächert und die von den Moderatoren Salwa Houmsi und Jo Schück jeweils geladene Gästerunde so divers wie möglich. Die Folgen 1 bis 5 erscheinen seit Mittwoch, 14. April 2021, im Zweiwochenrhythmus. Die Folgen 6 bis 13 gehen ab Mittwoch, 16. Juni 2021, wöchentlich online. Die letzten drei Folgen werden ab Mittwoch, 25. August 2021, wieder im Zweiwochenrhythmus veröffentlicht. Abrufbar sind die Diskussionen über https://zdf.de/kultur/13-fragen sowie über den YouTube-Kanal von ZDFheute: https://youtube.com/zdfheute

13 FRAGEN bei ZDFneo

Acht Folgen: ab Sonntag, 20. Juni 2021, wöchentlich um 23:15 Uhr im TV

Die acht bei ZDFneo ausgestrahlten Folgen (6 bis 13) von "13 FRAGEN" befassen sich mit Themen, die insbesondere im Hinblick auf die Bundestagswahl relevant sind. Dabei geht es in den jeweils 30-minütigen Episoden nicht um Parteipolitik, sondern um eine fundierte Meinungsbildung zu Fragen, die nah an der Lebenswelt der Zuschauerinnen und Zuschauer sind. Im Vorfeld wurde sorgfältig recherchiert, für welche Themen sich die Zielgruppe von "13 FRAGEN" besonders interessiert.

Die einzelnen Folgen (Arbeitstitel)

Online ab Mittwoch, 14. April 2021
Folge 1: Ist Abtreibung ein Grundrecht?

Jährlich finden in Deutschland über 100.000 Schwangerschaftsabbrüche statt. Dennoch sind sie bis heute ein gesellschaftliches Tabu. Verantwortlich könnte die Gesetzgebung sein, die Schwangerschaftsabbrüche immer noch als Straftat behandelt. Ärzte und Ärztinnen dürfen auf ihrer Homepage zwar erwähnen, dass sie den Eingriff vornehmen, nicht aber darüber aufklären, wie er verläuft. Bei Verstoß drohen ihnen Geld- oder sogar Gefängnisstrafen. Darf der Staat sich auf diese Weise in das Selbstbestimmungsrecht der Frau einmischen, um ungeborenes Leben zu schützen?

Host: Salwa Houmsi

Gäste: Masha Sedgwick (Influencerin), Kerim Kakmaci (Keynote Speaker, alleinerziehender Vater), Bettina Gaber (Frauenärztin), Cornelia Kaminski (Lehrerin und Vorsitzende "Lebensrecht für alle e.V."), Sabina Scherer (Psychologin, Podcasterin, Mutter), Dr. Michael Kiworr (Gynäkologe & Autor)

Online ab Mittwoch, 28. April 2021 
Folge 2: Kriminelle Clans in Deutschland. Sind sie ein rassistisches Klischee geworden?

Clans sorgen für Quote, die Namen Remmo, Abu Chaker oder Miri sind Dauerbrenner-Themen in der deutschen Medienlandschaft. Immer im Mittelpunkt der Berichterstattung: Geldwäsche, getunte Autos, Waffenhandel, Drogen und Gewalt. Dabei geraten oft nicht nur die Straftäter ins Blickfeld – alle Angehörigen einer arabischen Großfamilie stehen plötzlich unter Generalverdacht. Sind "kriminelle Clans" ein rassistisches Klischee geworden?

Host: Jo Schück

Gäste: Ali Bumaye (Rapper), Mohamed Amjahid (Journalist & Autor), Ria Halbritter (Strafverteidigerin), Ralph Ghadban (Migrationsforscher), Düzen Tekkal (Journalistin), Dorotea Sevelj (Polizistin aus Berlin / Bund Deutscher Kriminalbeamter)

Online ab Mittwoch, 12. Mai 2021
Folge 3: Jugend an die Macht. Brauchen wir das Wahlrecht ab 16?

Bewegungen wie Fridays for Future oder Black Lives Matter haben gezeigt, dass vor allem die junge Generation eine treibende Kraft ist, wenn es darum geht, die Welt von Morgen zu gestalten. Die Jugendlichen wollen ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen – nachhaltig, divers und gerecht soll sie sein! Deswegen plädieren auch viele für mehr Mitspracherecht. In Österreich dürfen 16-Jährige bereits seit 2007 wählen, und auch in Deutschland wird das Thema immer wieder kontrovers diskutiert. Aber ist man mit 16 Jahren schon politisch reif genug, um zu wählen?

Host: Jo Schück

Gäste: Tracy Osei-Tutu (Studentin, Aktivistin), Friedrich Liechtenstein (Musiker), Anna Peters (Studentin, Bundessprecherin der Grünen Jugend), Leonard Geßner (16 Jahre, Schüler), Sarah Beckhoff (Junge Union), Stephan Eisel (Politikwissenschaftler)

Online ab Mittwoch, 26. Mai 2021
Folge 4: Führt Identitätspolitik zu einer gerechten Gesellschaft?

Schwarz, feministisch, queer – immer mehr Menschen betonen ihre Gruppenidentität. Der Streit darum, wem es heute zusteht, seine Meinung zu Themen wie Rassismus oder Diskriminierung zu äußern, ist längst entfacht: Darf jemand, der weiß ist, seine Meinung über Rassismus sagen? Dürfen Männer sich über Feminismus und Heterosexuelle sich über die queere Community äußern? Minderheiten wollen gehört und anerkannt werden. Sie sind lauter und fordernder denn je in unserer Gesellschaft. Andere hingegen haben das Gefühl, leiser werden zu müssen und ihre Meinung nicht mehr sagen zu dürfen.

Host: Salwa Houmsi

Gäste: Emilia Roig (Politologin, Autorin), BRKN (Rapper), Malcolm Ohanwe (Journalist), Simon Ruane (Youtuber), Mirza Odabaşı (Filmregisseur), Cinzia Sciuto (Schriftstellerin)

Online ab Mittwoch, 9. Juni 2021
Folge 5: Bedingungsloses Grundeinkommen! Jetzt erst recht? Ist das bedingungslose Grundeinkommen die Lösung für die Existenzangst durch Corona?

Der Ausnahmezustand, in dem sich die Welt seit Beginn der Coronapandemie befindet, bringt Hunderttausende Menschen, darunter Kulturschaffende, Konzertveranstalter oder Gastronomen, schwer in Bedrängnis. Viele verdienen seit einem Jahr kaum oder gar kein Geld mehr und bangen um ihre Existenz. Immer lauter werden die Rufe nach einem bedingungslosen Grundeinkommen. Aber wäre das finanziell überhaupt machbar? Und ist das bedingungslose Grundeinkommen ein Weg in eine sichere Zukunft für alle? Oder höhlt es unseren Sozialstaats aus?

Host: Jo Schück

Gäste: Tonia Merz (Unternehmerin), Mark Adrian Appoh (Expedition Grundeinkommen), Michael Bohmeyer (Gründer "Mein Grundeinkommen e.V."), Ole Nymoen (Autor & Podcaster), Ulrike Herrmann (Wirtschaftsredakteurin taz), Karsten Berning (Bäcker)

Online ab Mittwoch, 16. Juni 2021
Ausstrahlung bei ZDFneo: Sonntag, 20. Juni 2021, 23.15 Uhr
Folge 6: Diversity for future! Brauchen wir eine Migrationsquote?

Gut jede dritte Person in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Von Chancengleichheit kann jedoch keine Rede sein: Menschen mit Migrationshintergrund haben einen schlechteren Zugang zum Wohnungsmarkt sowie Nachteile bei Bewerbungsverfahren. Im öffentlichen Dienst und in der Politik sind sie immer noch unterrepräsentiert. Brauchen wir eine Migrationsquote, um strukturelle Diskriminierung in Zukunft ernsthaft zu bekämpfen?

Host: Salwa Houmsi

Gäste: Hatice Schmidt (Influencerin), Nkechi Madubuko (Diversity-Trainerin), Michael Fritz (Mitbegründer von "Viva con Agua"), Cahit Başar (Lehrer und Generalsekretär der Kurdischen Gemeinde Deutschland), Katharina Wolff (Gründerin und Unternehmerin), Joe Chialo (Musikmanager)

Online ab Mittwoch, 23. Juni 2021
Ausstrahlung bei ZDFneo: Sonntag, 27. Juni 2021, 23.15 Uhr
Folge 7: Klimakatastrophe außer Kontrolle. Sind politische Verbote unsere letzte Chance, den Planeten zu retten?

Sind wir alle zu bequem, um den Klimawandel aufzuhalten? Seit der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 haben sich die privaten Konsumausgaben in Deutschland um mehr als vier Fünftel erhöht. Unser Ressourcen verbrauchender Lebensstil ist auf dem Weg zum Klimakiller Nummer 1. Gut gemeinte Appelle zum freiwilligen Verzicht reichen offenbar nicht aus. Sind politische Verbote unsere letzte Chance, den Planeten zu retten?

Host: Jo Schück

Gäste: Pia Schulze (Aktivistin, Influencerin), Carla Reemtsma (Klimaschutzaktivstin, Mitorganisatorin Fridays for Future), Yasemin Kiracti-Kücük (Projektkoordinatorin bei Yeşil Çember - ökologisch interkulturell gGmbH), Daniel Mack (Leiter Verkehrs-, Umwelt- und Digitalpolitik bei Daimler), Muhammad Barmawi (Fahrzeugfolierer), Melanie Jaeger-Erben (Soziologin, Leiterin des Fachgebiets Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung in der Elektronik an der TU Berlin)

Online ab Mittwoch, 30. Juni 2021
Ausstrahlung bei ZDFneo: Sonntag, 4. Juli 2021, 23.15 Uhr
Folge 8: Wohlstand für alle! Ist der Kapitalismus am Ende?


Der Kapitalismus verbraucht enorme Ressourcen. Viele Deutsche denken mittlerweile, dass er mehr schadet als hilft, dass permanentes Wachstum keine Probleme löst, sondern neue schafft. Muss also ein anderes Wirtschaftssystem her, das soziale Gerechtigkeit und Wohlstand für alle begünstigt? Oder sollte der Kapitalismus das, was er verursacht hat, auch wieder geradebiegen? Und gäbe es überhaupt eine ernsthafte Alternative?

Host: Jo Schück

Gäste: Disarstar (Rapper), Ronja Morgenthaler, (Pressesprecherin Konzeptwerk / Zukunft für alle), Kofi Shakur (Student & politischer Aktivist), Génica Schäfgen (Head of Germany, Ecosia und im Vorstand der "Stiftung Verantwortungseigentum"), Jeremias Thiel (Student und Autor), Maximilian Götze (Finanzexperte)

Online ab Mittwoch, 7. Juli 2021
Ausstrahlung bei ZDFneo: Sonntag, 11. Juli 2021, 23.15 Uhr
Folge 9: Kein Sterben an EU-Grenzen! Braucht die EU mehr Macht, um die Flüchtlingskrise zu lösen?

Eigentlich sind wir uns alle einig: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Schaut man sich allerdings die Zustände in Lagern wie in Moria an, scheint die Einhaltung dieses Grundsatzes fraglich. Warum bleiben Rechtsverstöße in der europäischen Flüchtlingspolitik folgenlos? Bei "13 FRAGEN" wird diskutiert, wie dem Sterben an den Grenzen ein Ende gesetzt werden kann und welche Rolle Deutschland dabei spielen sollte.

Weitere Informationen folgen

Online ab Mittwoch, 14. Juli 2021
Ausstrahlung bei ZDFneo: Sonntag, 18. Juli 2021, 23.15 Uhr
Folge 10: Hass im Netz: Müssen die sozialen Netzwerke stärker reguliert werden?

Facebook & Co prägen öffentliche Debatten und beeinflussen demokratische Meinungsbildungsprozesse. Zugleich werden soziale Medien zunehmend zum Nährboden von rassistischer Hetze, Frauenfeindlichkeit, Fake News, Verschwörungstheorien und Populismus. Immer mehr Stimmen werden laut, die sagen: Soziale Medien müssen reguliert werden. Denn wer die Demokratie beeinflusst, kann sie auch ins Wanken bringen. Aber wer bestimmt, wo Meinugsfreiheit aufhört und Diskriminierung anfängt?

Weitere Informationen folgen

Online ab Mittwoch, 21. Juli 2021
Ausstrahlung bei ZDFneo: Sonntag,25. Juli 2021, 23.15 Uhr
Folge 11: Rechter Terror in Deutschland. Muss der Staat gewalttätige Radikalisierung stärker bekämpfen?


Kein anderes Land in Westeuropa hat seit 1990 so viel rechte Gewalt erlebt wie Deutschland. Das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger in unseren Staat ist erschüttert. Bei "13 FRAGEN" wird diskutiert: Wie können wir marginalisierte Gruppen besser schützen? Und muss der Staat gewalttätige Radikalisierung stärker bekämpfen?

Weitere Informationen folgen

Online ab Mittwoch, 28. Juli 2021
Ausstrahlung bei ZDFneo: Sonntag, 1. August 2021, 23.15 Uhr
Folge 12: Wohnungsmarkt am Limit! Brauchen wir ein Grundrecht auf bezahlbares Wohnen?


Das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht, festgeschrieben in Artikel 11 des "Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte". Aber was hilft dieses Recht, wenn Wohnen so teuer ist, dass viele es sich gar nicht mehr leisten können? Allein in Berlin wurden in den vergangenen 30 Jahren 210.000 Wohnungen privatisiert – die Miete hat sich seitdem verdreifacht. Der öffentliche Wohnungsbau stagniert. Müssen wir auch das Recht auf bezahlbaren Wohnraum gesetzlich verankern?

Weitere Informationen folgen

Online ab Mittwoch, 4. August 2021
Ausstrahlung bei ZDFneo: Sonntag, 8. August 2021, 23.15 Uhr
Folge 13: Thema: Die Zukunft von Europa gestalten. Brauchen wir Bürger der EU neue Grundrechte?


Pandemie, Digitalisierung, Zuwanderung, Klimawandel – all diese Themen stellen uns heute mehr denn je vor enorme Herausforderungen. Wird die vor über 15 Jahren verabschiedete europäische Verfassung dem noch gerecht? Mehrere Staats- und Europarechtler fordern neue Grundrechte für die Bürgerinnen und Bürger der EU, um die Schwierigkeiten unserer Zeit zu meistern.

Weitere Informationen folgen

Online ab Mittwoch, 25. August 2021
Folge 14:
Informationen folgen

Online ab Mittwoch, 8. September 2021
Folge 15: Ich will sterben. Sterbehilfe für alle?

Sollte jeder selbst über seinen Tod entscheiden dürfen? Und dafür auch legal Hilfe in Anspruch nehmen können? Die Mehrheit der Deutschen sagt Ja, und das Bundesverfassungsgericht hat ebenso entschieden. Geschäftsmäßige Sterbehilfe ist in Deutschland seit 2020 erlaubt. Sinnloses Leiden durch schwere Krankheiten soll so beendet, das Recht auf selbstbestimmtes Sterben selbstverständlich werden. Aber auch für Menschen, die nicht körperlich, sondern psychisch krank sind?

Host: Salwa Houmsi

Gäste: Brigitte Meyer-Simon (Mitglied im Sterbehilfeverein), Benedikt Matenaer (Palliativmediziner), Eric Wrede (Bestatter), Philipp Mickenbecker (YouTuber mit Krebsdiagnose), Heiner Melching (Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin), Nora Fieling (Autorin, Genesungsbegleiterin)

Online ab Mittwoch, 22. September 2021
Folge 16:
Informationen folgen

Die Moderatoren

Jo Schück

Jo Schück, 1980 geboren, hat Publizistik, Philosophie und BWL studiert. Seit 2014 moderiert er die Kultursendung "aspekte" im ZDF und fungiert als Autor und Moderator für gesellschaftspolitische Dokumentationen. Zudem präsentiert er politische Spezialformate und seit 2011 die Musiksendung "zdf@bauhaus". Schück war nominiert für den Grimme-Preis und den Deutschen Fernsehpreis. Er ist ausgezeichnet mit dem Ernst-Schneider-Preis und dem CNN Journalist Award. 2020 erschien sein erstes Buch: "Nackt im Hotel - wie Freundschaft der Liebe und Familie den Rang abläuft". Das Sachbuch landete kurz nach Veröffentlichung auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Salwa Houmsi

Salwa Houmsi, 1996 geboren, hat sich als eine wichtige Stimmen im deutschen Musikjournalismus etabliert. In ihrem Podcast "Vor der Mio" traf sie zuletzt die erfolgreichsten Rapperinnen und Rapper Deutschlands. Von 2016 bis 2019 war sie Gesicht des investigativ-journalistischen, gesellschaftskritischen und mehrfach ausgezeichneten Webvideo-Formats "Jäger & Sammler" (ZDF/funk). Salwa Houmsi ist außerdem im Programm von Radio Fritz zu hören und kuratiert eine eigene monatliche DJ-Show beim Radiosender WDR/COSMO. Ebenfalls für COSMO ist sie 14-tägig im Podcast "Machiavelli Push" zu hören, um zusammen mit Jan Kawelke die neusten News aus Pop und Politik zu vereinen. Seit 2020 bildet sie zusammen mit Jo Schück das Moderationsduo für das Debattenformat "13 FRAGEN".

Statements von Jo Schück und Salwa Houmsi zur 2. Staffel

Salwa Houmsi:

"Ganz grundsätzlich bin ich Fan von Talkshows. Ich habe nur das Gefühl, dass es neben '13 FRAGEN' kaum prominent positionierte Debattenformate gibt, die tatsächlich eine junge Zielgruppe zwischen 25 und 35 ansprechen und auch Platz für die Themen und Probleme der jüngeren Generationen machen. Das gefällt mir an '13 FRAGEN'; wir sind jung, aber trotzdem erwachsen. Wir sprechen eine Zielgruppe an, die im linearen Programm zu oft vergessen und der zu wenig zugetraut wird. Abgesehen davon finde ich, dass Debattenformate nur dann richtig Spaß machen, wenn wirklich Tacheles geredet und nicht die ganze Zeit nur um den heißen Brei geschwurbelt wird. Es ist nicht selten passiert, dass ich bei mir und meinen Freund*innen gemerkt habe, dass '13 FRAGEN' uns angeregt hat, anders über ein Thema zu denken. Das ist, finde ich, das schönste, was ein Debattenformat bewirken kann."

"Ich mache bei '13 FRAGEN' mit, weil ich Talkshows liebe und von unserem Konzept sehr überzeugt bin. Ich habe selten so viel positives Feedback aus so vielen verschiedenen 'Bubbles' zu einem Format bekommen. Das macht ja sehr gut deutlich, dass die Idee dahinter aufgeht und '13 FRAGEN' tatsächlich die Menschen erreicht, die wir erreichen wollen.

"Ich denke, dass es gerade jetzt unserer Debattenkultur sehr gut tun würde, wenn wir alle lernen, wieder etwas mehr zuzuhören und auch bereit sind, Fehler einzugestehen oder ein Argument der anderen Seite anzuerkennen. Ich hoffe, dass '13 FRAGEN' in Zukunft noch mehr solche Momente hervorrufen kann."

 

Jo Schück:

"Allerorts wird das Klagelied über den vermeintlichen Niedergang der Debattenkultur gesungen. Wir hatten zwei Möglichkeiten: Mitsingen oder dem etwas entgegensetzen. Wir haben uns für Letzteres entschieden."

"Bei '13 FRAGEN' geht es nicht darum, dem Gegenüber die eigene Meinung möglichst geschickt um die Ohren zu hauen. Wir fordern explizit Kompromissbereitschaft von unseren Gästen. Das unterscheidet uns von manch anderer Talkshow und erzeugt ein erstaunliches Maß an Empathie. Bockig in den Sessel sinken, das gibt’s bei uns nicht. Allein schon, weil wir keine Sessel haben."

"Es ist schon bemerkenswert, wie anders Talk-Gäste agieren, wenn sie nicht im Sessel sitzen, sondern sich auf ein Spielfeld begeben und vielleicht sogar aufeinander zugehen. Offenbar bleibt da nicht nur der Körper beweglich."

Interview mit Jo Schück und Salwa Houmsi zum Start von "13 Fragen" 2020

1. Salwa und Jo, erklären Sie doch mal kurz, wie das neue Format "13 FRAGEN" funktioniert.

Jo: In jeder Folge haben wir ein kontroverses gesellschaftspolitisches Thema. Dazu laden wir uns sechs Gäste ein, die in der Regel auf jeweils der anderen Seite der Medaille stehen und innerhalb eines Spielformates stellen wir 13 Fragen – auf der Suche nach einem Kompromiss. Das heißt, wenn jemand Fragen mit 'Ja' oder 'Nein' beantwortet, kann er auf einem Spielfeld nach vorne oder nach hinten gehen. Und unser Ziel – Salwas und mein Ziel – ist es, am Ende alle Menschen möglichst in die Mitte, zu einem sogenannten Kompromissfeld, zu bewegen. Das Ganze ist ein Spielformat, das ist die äußere Hülle, im Endeffekt geht es natürlich um eine Diskussion.

Salwa: Ich stelle mir das bei der Sendung immer so ein bisschen vor wie einen politischen Kongress oder so etwas. Ich war früher sehr lange im Debattierclub und das erinnert mich so ein bisschen daran: Jeder präsentiert natürlich seine eigene Seite, aber wenn du zum Beispiel in der Politik bist, dann geht es nicht nur darum, dass jeder seine Meinung einmal abbildet und sagt: Ich bin hier und du bist da, sondern dass du am Ende auch sagst: Gut, jetzt haben wir die verschiedenen Positionen, aber was machen wir jetzt damit und wie können wir dann dieses Problem lösen, so dass alle irgendwie zufrieden sind. (1’10)

2. Wie suchen Sie die sechs Gäste aus?

Salwa: Uns ist auf jeden Fall wichtig, dass wir eine diverse Gästeauswahl haben, weil wir natürlich auch über Themen sprechen wie Rassismus, Chancengleichheit, soziale Herkunft, Religion. Wir haben dafür natürlich eine Redaktion, Jo und ich suchen die Gäste nicht persönlich aus. Wichtig ist auch, dass es sechs Gäste sind: drei, die auf der Pro-Seite der These sind und drei auf der Kon-Seite. (0’23)

3. Ziel ist es, die sechs Menschen zu einem Kompromiss zu bringen. Wird das immer gelingen?

Jo: Wir haben schon in den ersten Piloten und in den ersten Folgen gemerkt, dass tatsächlich das Spielprinzip dergestalt aufgeht, dass manchmal Menschen, die eigentlich eine komplett konträre Meinung haben, dann doch einen Schritt auf den anderen zugehen, weil sie sagen: Ok, ich bin nicht deiner Meinung, aber ich kann das nachvollziehen, was du sagst. Das ist natürlich für uns der Glücksfall.

Salwa: Bei meiner Sendung war es vor allem so, dass ich das Gefühl hatte, es war ein sehr schwieriges Thema, es ging um Rassismus. Am Anfang haben sich die Leute sehr wenig aufeinander zu bewegt. Am Ende waren alle sogar im Mittelfeld. Ich war total baff, ich hätte das nicht gedacht. Ich finde aber gerade das total schön, weil bei einer normalen Talksendung, die nicht das Ziel hätte, dass man am Ende eine Lösung findet, wäre das gar nicht passiert. (0’41)

4. "13 FRAGEN" wird es jede Woche geben. Welche Themen planen Sie?

Salwa: Wir haben ganz viele verschiedene Themen. Uns ist vor allem wichtig, auch aktuelle Debatten abzubilden. Wir werden aber natürlich auch Themen setzen, die wir wichtig finden: Religion wird vorkommen, Chancengleichheit, wir haben schon über Rassismus gesprochen. Mal kucken, was wir uns noch alles raussuchen. (0’19)

5. Jede Sendung dauert 30 Minuten. Wie schwer ist es, komplexe Sachverhalte in dieser doch recht kurzen Zeit zu diskutieren?

Jo: Das ist wie bei allen Bewegtbildformaten immer der Kompromiss zwischen so kurz wie möglich und so lange wie nötig. Denn man will natürlich auch der Community keine Zwei-Stunden-Diskussion vorsetzen. Es soll ja am Ende auch jemand kucken wollen. Da muss man auf die Zeit achten, wohl wissend, dass wir es auch nicht künstlich verkürzen wollen, denn es geht eben nicht nur um diesen Schlagabtausch, sondern um echte Erkenntnisgewinne. Die brauchen Zeit. (0’23)

6. Sie haben schon einige Pilotfolgen abgedreht, die schon im Netz stehen. Wie waren die Reaktionen bei den Zuschauern?

Salwa: Sehr viel positives Feedback. Ich war selber gespannt, was dort für Feedback kommen würde, weil anfangs das Konzept natürlich sehr neu wirkt. Auch gerade dadurch, dass es einmal ein Debattenformat ist und das mit dieser Spielform verbindet. Aber gerade dieser Ansatz, dass man eben nicht sagt, das ist eine Talkshow, in der es darum geht, dass jeder einmal kurz für zwei Minuten seine Meinung präsentiert und am Ende haben sich alle gestritten und man hat aber gar nicht über Kompromisse gesprochen, dass das eben nicht stattfindet, das kam bisher sehr, sehr gut an. (0’30)

7. Und wird es auch mal richtig krachen zwischen den beiden Dreiergruppen?

Jo: Ich hab das Gefühl, dieser Spielaufbau verleitet Menschen dazu, eher mal versöhnlich zuzuhören. Im Gegensatz zu einer Maybrit Illner-Talkshow, wo man eher seine Positionen an die Wand nageln will. Da geht es eher darum, dass die Menschen zuhören. Und selbst die harten Brocken – wir hatten durchaus harte Brocken dabei – wurden auf wundersame Weise zahm.

Salwa: Man kann auch als Moderatorin in meinem Fall immer wieder daran erinnern: Leute, es ist ein Spiel. Seht das spielerisch. Das motiviert tatsächlich die Leute dazu, mehr zu lächeln, das alles ein bisschen mit Freude zu sehen, auf diesem Feld ein bisschen hin und her zu hüpfen. Trotzdem sind das häufig Themen, wo Menschen dabei sind, die persönlich davon betroffen sind, zum Beispiel wenn wir über Rassismus sprechen oder über soziale Herkunft. Da ist es dann natürlich schwierig, das Ganze wie ein Spiel zu sehen, aber das ist dann die Dynamik, die dabei ist und da auch dazugehört. (0’53)

Das Interview wurde im Herbst 2020 geführt und steht bei all4radio unter https://all4radio.eu/ kostenlos zum Download zur Verfügung.

Fotos

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdfkultur

Weitere Informationen

"13 FRAGEN" in der ZDFmediathek: https://zdf.de/kultur/13-fragen

"13 FRAGEN" auf dem YouTube-Kanal von ZDFheute: https://youtube.com/zdfheute

ZDFkultur in der ZDFmediathek: https://zdfkultur.de

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