"Ermittler!". Fotocredit: ZDF/Läufer.
"Ermittler!". Fotocredit: ZDF/Läufer.

Crime-Dokus in ZDFinfo

u.a. mit "Ermittler!"

Reisende waren verunsichert, die Deutsche Bahn schier verzweifelt: Der Eisenbahn-Erpresser "Monsieur X" trieb zwischen 1975 und 1977 in Deutschland sein Unwesen. Auf der Rheintalstrecke zwischen Mannheim und Basel verübte der Unbekannte einen Anschlag nach dem anderen. Er wollte 250 000 D-Mark erpressen.

  • ZDF info, Montag, 20. Januar 2020, 12. 15 Uhr

Texte

Die Sendetermine im Überblick

Freitag, 10. Januar 2020, 20.15 Uhr: "Die Welt der Clans - Verbrechen, Macht und Ehre"

Montag, 20. Januar 2020, 12. 15 Uhr: "Ermittler! Monsieur X"

Dienstag, 21. Januar 2020, ab 9.00 Uhr: "Täterjagd"
9.00 Uhr: "Der Fall Chantal Ternik"
9.45 Uhr: ""Der Fall de Visé"
10.30 Uhr: "Der Fall Cyril Koskinas"
11.15 Uhr: "Der Fall Akira Ojima"
12.00 Uhr: "Der Fall Angélique Dumetz"

Mittwoch, 22. Januar 2020, ab 8.15 Uhr: "Täterjagd"
8.15 Uhr: "Der Fall Christelle Leroy"
9.00 Uhr: "Der Fall Christophe Belle"
9.45 Uhr: "Der Fall Anne Barbot"
10.30 Uhr: "Der Fall Brigitte Troadec"
11.15 Uhr: "Der Fall Guy Georges"

"Die Welt der Clans - Verbrechen, Macht und Ehre"

Produktion: Spiegel TV
Redaktion: Christian Liffers

Inhalt
Die Machenschaften von kriminellen Clans alarmieren die Öffentlichkeit. Schleichend haben Familienbanden eine Parallelwelt erschaffen, in der sie ihren Geschäften nachgehen und sich um den Rechtsstaat und das Gemeinwesen wenig scheren. Die Politik hat lange tatenlos zugeschaut und muss nun mit den Folgen leben: Familienclans, die kaum zu kontrollieren scheinen.

Seit Jahren sorgen die Straftaten arabischer Großfamilien immer wieder für Schlagzeilenn.  Berlin gilt als Hochburg des Verbrechens: Der spektakuläre Überfall auf das KaDeWe im Jahr 2014, der Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Bode-Museum im Jahr 2017, die Beschlagnahme Dutzender Berliner "Clan-Immobilien" wegen des Verdachts der Geldwäsche im Herbst 2018. Im Fokus der Ermittlungen: arabische Familienclans mit bis zu 1000 Mitgliedern.

Nach Schätzungen der Polizei leben etwa 20 arabische Großfamilien in Berlin. Doch auch in Nordrhein-Westfalen und Bremen treiben sie ihr Unwesen. Meist in den 80er- und 90er-Jahren aus dem Bürgerkriegsland Libanon nach Deutschland gekommen, haben sich einige der Clans hierzulande zu einer festen Größe der Organisierten Kriminalität entwickelt. Sie verdienen an Drogen, Prostitution, Schutzgelderpressung und immer häufiger an spektakulären Raubzügen, bei denen sie Millionen erbeuten. Die Brutalität, mit der sie dabei vorgehen, haben sie zur Macht im Milieu werden lassen. Konflikte werden auf offener Straße mit Schusswaffen ausgetragen.

Doch auch kriminelle Familienclans aus Osteuropa haben Deutschland zum Einsatzgebiet für ihre krummen Geschäfte ausgewählt. Mit Betrügereien wie Schockanrufen oder dem sogenannten Enkeltrick ergaunern sie Millionen, während sie sich gegenüber dem Staat als mittellos ausgeben und Hartz IV kassieren.

Dabei sind Ermittlungen innerhalb der abgeschotteten Familienstrukturen äußerst schwierig. Keiner packt aus, und Zeugen werden nicht selten bedroht und zum Schweigen gebracht. Clan-Gesetze und der familiäre Zusammenhalt stehen oftmals über Rechtsstaat und Grundgesetz. Polizei und Justiz scheinen machtlos gegen skrupellose Clans.

Doch Familienclans sind nicht automatisch kriminell. Das Wort Clan stammt ursprünglich aus dem schottisch-gälischen Sprachgebrauch. Ursprünglich war ein Clan eine größere Familiengruppe in Schottland, die ein abgegrenztes Gebiet bewohnte und ihre Herkunft auf einen gemeinsamen Urahnen zurückführte. Der wohl weltweit bekannteste Clan lebt in den USA: Seit über 100 Jahren ziehen die Kennedys in den Vereinigten Staaten die Strippen, und mit John F. Kennedy schaffte es einer der ihren sogar bis ins Oval Office des Weißen Hauses, sein Bruder Robert wurde Justizminister.

"Ermittler!"

Buch: Stefan Ummenhofer und Bülent Gençdemir
Produktion: Marks & Engel; MtH; Südfilm
Redaktion: Alexander Rieckhoff

Verhängnisvolle Begegnung
Im Februar 1981 wird der Mannheimer Kommissar Heinz Gräter an den Rhein nahe der Theodor-Heuss-Brücke gerufen: Dort ist die Leiche eines jungen Mädchens gefunden worden. Wenige Stunden später wird in der Nähe ein weiterer Toter entdeckt. In einem anderen Fall wird in einem abgelegenen Gebiet bei Nohfelden (Saarland) eine Leiche aufgefunden. Kommissar Manfred Bock ist dem Täter auf der Spur. Doch es findet sich kein Motiv für den Mord.

 

Monsieur X
Reisende waren verunsichert, die Deutsche Bahn schier verzweifelt: Der Eisenbahn-Erpresser "Monsieur X" trieb zwischen 1975 und 1977 in Deutschland sein Unwesen. Auf der Rheintalstrecke zwischen Mannheim und Basel verübte der Unbekannte einen Anschlag nach dem anderen. Er wollte 250 000 D-Mark erpressen. Mehr brauche er nicht, schrieb er in seinen Bekennerbriefen und fügt als Begründung hinzu: "Geld verdirbt den Charakter".

Insgesamt verübte "Monsieur X" zwölf Anschläge und verfasste elf Erpresserbriefe. Trauriger Höhepunkt der Anschlagsserie: Am 17. Oktober 1977 entgleiste der Nachtzug "Italia-Express" bei Riegel unweit von Freiburg. 19 Menschen wurden schwer verletzt, nachdem der Attentäter 132 Schrauben vom Innengleis gelöst und verbogen hatte.

Als die ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" sich im Dezember 1977 des Falles annehmen wollte, drohte "Monsieur X" mit weiteren Anschlägen im Weihnachtsverkehr, worauf die Staatsanwaltschaft die Verschiebung der Ausstrahlung anordnete.

"Täterjagd"

Der Fall Chantal Ternik

Am 3. April 2003 wird die 48-jährige Mutter Chantal Ternik erhängt in ihrer Villa in Sanary-sur-Mer im Département Var entdeckt. Doch war es wirklich Selbstmord? Die Polizei legt den Fall schnell zu den Akten. Chantal Terniks Vater und ihr Bruder glauben jedoch nicht an die Selbstmord-Theorie. Dank ihrer Beharrlichkeit und der Arbeit der Experten werden Hinweise entdeckt, die auf ein ganz anderes Szenario hindeuten.


Der Fall de Visé

Am 18. April 2014 wird der Polizei in Visé in Belgien eine Schießerei gemeldet. Am Tatort: ein tödlich verwundetes Paar und ein kleiner Junge. Wer ist für die dreifache Hinrichtung verantwortlich? Während Benoit Philippens und Neffe Esteban bereits tot sind, ist Carole Haid noch in der Lage, zu berichten, was der Schütze zu seinen Opfern gesagt hatte, bevor auch sie stirbt: "Kennst du mich noch?" Eine persönliche Abrechnung, eine Verwechslung oder blinde Rache?


Der Fall Cyril Koskinas

Am 19. Juli 2004 wird eine nackte und gefesselte Frauenleiche aus dem Canal de l'Ourcq in Frankreich gezogen. Einen Tag später wird eine weitere Leiche entdeckt. Wer steckt hinter den Morden? Die zweite Tote wird schnell als die 23-jährige Angélique Desposte identifiziert und hat ähnliche Verletzungen wie das erste Opfer. Bei beiden Frauen wird die gleiche Todesursache festgestellt. Für die Ermittler steht fest, dass es sich um denselben Täter handelt. Dank gründlicher Spurensuche gelingt es ihnen, die grausamen Morde aufzuklären und weitere Taten zu verhindern.


Der Fall Akira Ojima

Am 11. März 1998 meldet eine Frau auf dem Polizeirevier des 15. Arrondissements in Paris ihren Bruder, den Architekten Akira Ojima, als vermisst. Was ist dem Japaner zugestoßen? Das Verschwinden des Mannes ist umso erstaunlicher, da er als sehr zuverlässig gilt. Die Ermittler finden heraus, dass sich sein Büro in finanzieller Schieflage befand. Schon bald geraten ein millionenschwerer Auftrag und ein mysteriöser Auftraggeber ins Visier. Dank des Ehrgeiz der Pariser Kriminalpolizei kommt die grausame Wahrheit über das Verschwinden des japanischen Architekten schließlich ans Licht.


Der Fall Angélique Dumetz

Am 13. Oktober 1996 wird die Leiche der 18-jährigen Angélique Dumetz in einem Graben in einem Wald in Oise gefunden. Es wird 15 Jahre dauern, bis die Wahrheit über den Mord ans Licht kommt. Am Tatort wurde damals ein entscheidender Hinweis entdeckt, dessen Bedeutung die Ermittler erst nach langer und gründlicher Ermittlung erkennen. Bis heute prägen jedoch etliche Ungereimtheiten den grausamen Mordfall.


Der Fall Christelle Leroy

Am 23. Februar 2005 meldet die Familie der 26-jährigen Christelle Leroy die junge Frau und ihren vierjährigen Sohn Luca als vermisst. Was steckt hinter dem Verschwinden von Mutter und Kind? Die Beamten der Polizeidienststelle im 10. Arrondissement von Paris sind davon überzeugt, dass die oft unberechenbare Christelle aus freien Stücken gegangen ist. Alle Indizien scheinen diese Theorie zunächst zu unterstützen. Doch dank der Hartnäckigkeit von Christelles Familie und dem Scharfsinn eines Journalisten und einiger Ermittler kommt schließlich die schreckliche Wahrheit ans Licht.


Der Fall Christophe Belle

Am 17. Mai 2005 wird in einem Wald in Sucy-en-Brie eine männliche Leiche entdeckt. Daneben finden die Ermittler einen Beutel Kokain. Handelt es sich um eine Fehde zwischen Drogendealern? Schnell ist klar, dass der Mann erschossen wurde. Er kann als der 40-jährige Konditor Christophe Belle identifiziert werden. Nach einer Ermittlung mit vielen Kehrtwendungen findet die Pariser Kriminalpolizei schließlich die unglaubliche Wahrheit heraus.


Der Fall Anne Barbot

Am 28. März 2013 wird in einem Wald die verkohlte Leiche der 38-jährigen Anne Barbot gefunden. Nur wenige Tage nach der Tragödie hätten sie und ihr Ehemann ein Kind adoptieren sollen - Zufall? Tage zuvor war die junge Frau als vermisst gemeldet worden und ihr verzweifelter Ehemann hatte mehrere Suchaktionen gestartet, um sie zu finden. Bei ihrer sorgfältigen Ermittlungsarbeit finden die Kriminalbeamten entscheidende Hinweise auf Mörder und Motiv.


Der Fall Brigitte Troadec

Bei der Polizei werden Brigitte Troadec, ihr Ehemann Pascal und ihre beiden Kinder Sébastien und Charlotte als vermisst gemeldet. Wer ist verantwortlich für ihr Verschwinden? Bei der Durchsuchung ihres Hauses werden Blutspuren entdeckt, die den vier Familienmitgliedern zugeordnet werden können. Schnell ist klar: Hier muss ein Gewaltverbrechen passiert sein. Die Ermittler lassen in diesem ungewöhnlichen Fall keinen Hinweis außer Acht. Sie ziehen die besten Sachverständigen hinzu, um den vierfachen Mörder zu finden.


Der Fall Guy Georges

Am 21. März 1991 wird in Paris die Leiche der 19-jährigen Pascale Escarfail gefunden – der Auftakt einer langen Mordserie und einer der aufwendigsten Ermittlungen der vergangenen 30 Jahre. Die junge Frau wurde in ihrer Wohnung brutal erstochen und ihr BH sorgfältig in zwei Teile zerschnitten. Die Ermittlung führt schließlich nicht nur zur Verhaftung des Mannes, der heute als erster französischer Serienmörder bezeichnet wird. Auch maßgebliche Veränderungen in der Polizeiarbeit und Kriminaltechnik werden durch die Ermittlungen herbeigeführt.

Infos zu ZDFinfo

Die Wissensvermittlung bleibt der Markenkern von ZDFinfo – mit langen Dokumentationsstrecken aus den Bereichen Zeitgeschichte, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft. Wissens-Dokus im "Fernsehen zum Mitreden" sind gefragt: Im Oktober 2019 erreichte ZDFinfo einen Marktanteil von 1,4 Prozent bei den Zuschauern gesamt und 1,5 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen.

Im gesamten Jahr 2018 erreichte ZDFinfo einen Marktanteil von 1,4 Prozent bei Zuschauer gesamt und in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen.

Zur Entwicklung der Marktanteile:

ZDFinfo erreichte 2017 bei den Zuschauern gesamt einen Marktanteil von 1,2 Prozent – und steigerte seinen Marktanteil in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen auf 1,3 Prozent. 2016 hatte der Digitalsender gegenüber 2015 um 0,2 Prozent zugelegt. Der Sender erreichte sowohl bei den Zuschauern gesamt als auch in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 1,2 Prozent. Im Jahr 2015 erreichte ZDFinfo 1,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 1,0 Prozent bei den Zuschauern gesamt. 2014 lag der Marktanteil beim Gesamtpublikum und in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen bei 0,9 Prozent. Beim Start 2011 hatte ZDFinfo lediglich 0,1 Prozent Marktanteil und ist seitdem kontinuierlich gewachsen.

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