Stralsund - Kreuzfeuer

Der Samstagskrimi

Ein neuer Fall für Nina Petersen (Katharina Wackernagel) und ihre Kollegen Hidde (Alexander Held) und Morolf (Wanja Mues): Die beiden Streifenpolizisten Sabine Lieber (Anke Retzlaff) und Uwe Berger (Matthias Komm) schieben Dienst bei einer Verkehrskontrolle. Reine Routine, wie sie denken, und gleich ist ja auch Feierabend. Doch es kommt ganz anders: Ein Mann mit defektem Rücklicht am Fahrzeug, Klaus Ewert (André M. Hennicke), rastet völlig aus, und die Situation eskaliert. Ewert schießt Berger brutal nieder und flüchtet mit Sabine und dem Streifenwagen.

  • ZDF, Samstag, 31. Januar 2015, 20.15 Uhr

Texte

Stab und Besetzung

Regie   Lars-Gunnar Lotz
BuchMartin Eigler und Sven Poser
KameraJan Prahl
Szenenbild Ruth Barbara Wilbert
Kostüm Frank Bohn
Maske Jasmin Soufi, Jana Stelter
Schnitt Darius Simaifar
Produktion Network Movie, Film- und Fernsehproduktion GmbH & Co. KG, Köln
Produzent  Wolfgang Cimera
ProducerAndi Wecker, Nina Güde
Herstellungsleitung Andreas Breyer
Produktionsleitung Ralph Retzlaff
Redaktion Martin Neumann
Rollen / Darsteller
Nina Petersen
Katharina Wackernagel
Karl Hidde
Alexander Held
Gregor Meyer  
Michael Rotschopf
Max MorolfWanja Mues
Techniker SteinAndreas Schröders
Michael BroderHarald Schrott
Klaus EwertAndré M. Hennicke
Maren Fenske Michaela Caspar
Sabine Lieber   Anke Retzlaff
Uwe Berger   Matthias Komm
Martina GörgesJasmin Gerat
Ladeninhaber  Rainer Piwek
ÄrztinTheresa Berlage
Arzt    Michael Epp
und andere

Inhalt

Die Streifenpolizisten Sabine Lieber (Anke Retzlaff) und Uwe Berger (Matthias Komm) schieben Dienst bei einer Verkehrskontrolle. Reine Routine, wie sie den­ken, und gleich ist ja auch Feierabend. Doch es kommt ganz an­ders: ein Mann mit defektem Rücklicht am PKW, Klaus Ewert (André M. Hennicke), rastet völlig aus und die Situation eskaliert. Ewert schießt Berger brutal nieder und flüchtet mit Sabine und dem Streifenwagen.

Nina Petersen (Katharina Wackernagel) ist nach ihrer Schussverletzung gerade aus dem Krankenhaus entlassen und wieder im Dienst. Und auch, wenn Nina sich angeblich bestens fühlt und bereit für den Einsatz ist – ihr Chef Gregor Meyer (Michael Rotschopf) sieht das ganz anders und zwingt sie zur psychologischen Beratung. Ein Unding für Nina. Dafür hat sie jetzt wahrlich keine Zeit, denn nicht nur, dass der gestohlene Streifenwagen mit Uwe Bergers Leiche im Kofferraum mitten auf dem Rathausplatz gefunden wurde: jetzt wird dort auch noch eine Schießerei gemeldet. Der Sniper, Klaus Ewert, hat sich auf dem Rathausdach verschanzt und schießt auf die Polizisten auf dem Platz, unter ihnen auch Karl Hidde (Alexander Held) und Max Morolf (Wanja Mues).

Das Team

Nina Petersen (Katharina Wackernagel)

Nina Petersen ist eine junge und ener­gische Polizeikommissarin, die sehr pragmatisch mit Verbrechern umgeht. Nachdem ihre Chefin in eine Geiselnahme verstrickt war und ums Leben kam, musste Nina das Ruder der Stralsunder Po­lizeidirektion in die Hand nehmen. Nach einem schlimmen per­sönlichen Schicksalsschlag lebt Nina nun ganz für ihre Arbeit – vielleicht mehr, als ihr guttut….

 

Karl Hidde (Alexander Held)

Hauptkommissar Karl Hidde ist zu jung, um schon der Rente entgegen zu fiebern und zu alt, um sich vom neuen Chef rumkommandieren und ausspionieren zu lassen. Er geht gern eigene Wege und lässt sich nicht gerne ins Handwerk pfuschen. Nachdem er bei einem Bombenanschlag ein Bein verlor, muss er sich ständig dagegen wehren, aufs Abstellgleis und in den Innendienst geschoben zu werden.

 

Gregor Meyer (Michael Rotschopf)

Gregor Meyer ist der Leiter der Stralsunder Kripo. Ursprüng­lich von der Abteilung für innere Angelegenheiten aus der Lan­deshauptstadt Schwerin gekommen, misstrauen ihm die drei an­deren von vorneherein. Eigentlich gibt es keinen Grund dazu, und Meyer ist jemand, den man an seiner Seite haben möchte, wenn es heiß wird. Doch er lässt keine Gelegenheit aus, sich unbeliebt zu machen. Und dabei ist er eigentlich nur eins: korrekt.

 

Max Morolf (Wanja Mues)

Max Morolf kommt von der Drogenfahndung und hat früher unter Meyer in der Abteilung für innere Angelegenheiten gearbeitet. Nachdem Kommissar Benjamin Lietz straffällig geworden ist, hat er dessen Stelle angetreten. Er ist ein zuverlässiger und schlauer Ermittler. Doch er tritt ein großes Erbe an, und die Kollegen müssen sich erst daran gewöhnen, einem Kollegen zu vertrauen, der aus der Inneren kommt.

Traumatisierte Ermittlerin

Interview mit Katharina Wackernagel

"Kreuzfeuer" ist der sechste Fall, den Sie als Kommissarin Nina Petersen lösen müssen. Wie hat sich Ihre Figur im Laufe der Reihe verändert?

Nina Petersen behauptet sich immer besser im Männer-dominierten Kommissariat in Stralsund. Weder lässt sie sich von Ihrem Chef Gregor Meyer, noch von dem neuen Kollegen Morolf einschüchtern. Sie hat nach wie vor ein gutes Gespür für Menschen und auch wenn es ihr privat nicht leicht fällt, Gefühle zu zeigen, ist ihre Stärke, die Empfindungen und Beweggründe eines Täters gut einzuschätzen. Dies trägt trotz ihres traumatisierten Zustandes einiges zur Aufklärung der Fälle bei.

Nina Petersen wurde im letzten Fall angeschossen und kehrt jetzt wieder in den Dienst zurück. Hat sie das Trauma gut verarbeitet?

Im fünften Film wird Nina Petersen von Ihrem Partner Benjamin Lietz angeschossen und verliert ihr gemeinsames ungeborenes Kind. Die Partnerschaft mit Lietz endet, sowohl beruflich als auch privat und das verändert einiges bei der Figur. In "Kreuzfeuer" ist sie noch ziemlich angeschlagen, ihr erster Fall nach Ihrer Zeit im Krankenhaus, und das Trauma holt sie einige Male ein. Dennoch, oder gerade weil sie diesen großen Verlust erlitten hat, lässt sie sich nicht davon abhalten, zu ermitteln. Durch die Konfrontation mit dem Täter wird sie vor die Frage gestellt, wie viel ihr eigenes Leben ihr noch bedeutet. Eine spannende Entwicklung für eine Figur, die meist sehr bedacht vorgeht und geerdet wirkt.

Das Team ist in "Stralsund" immer ein wichtiges Thema. In "Kreuzfeuer" haben sich die Konstellationen verändert. Welche Konflikte ergeben sich daraus?

Das Band zwischen Karl Hidde und Nina Petersen wird durch den Weggang des Partners Lietz und die gemeinsame Skepsis dem neuen Partner Morolf gegenüber erst einmal gestärkt, dann aber durch das unbedachte, fast lebensmüde Vorgehen von Nina Petersen gleich wieder auf die Probe gestellt.

Die Figur des Max Morolf bleibt weiter undurchsichtig, auf welcher Seite er steht, ehemals verdeckter Ermittler und offenbar gut bekannt mit dem doch sehr energischen Chef Gregor Meyer. Nina Petersen hält sich aus den persönlichen Konflikten zwischen Hidde und Morolf raus, kommt aber nicht umhin, Meyer gegenüber Rechenschaft für Ihre defensive Haltung abzulegen.

Wenn Sie an die Stadt Stralsund denken, was kommt Ihnen als Erstes in den Sinn?

Der Blick über das Wasser auf die Rügen-Brücke von meinem Hotelzimmer am Hafen aus. Auf diesen Blick freue ich mich immer ganz besonders.

Wenn Sie an die Dreharbeiten zu "Stralsund – Kreuzfeuer" denken, woran denken Sie dabei zuerst?

Wir haben drei Tage auf dem Stralsunder Rathausplatz gedreht, ein Sniper, der vom Dach des Rathauses auf Polizisten schießt. Es war eine sehr aufgeladene Atmosphäre, Schüsse wurden abgegeben, Menschen, die schreiend durcheinander rennen. In der Haupturlaubszeit war es gar nicht so einfach, diesen Platz zu sperren und dennoch waren die Stralsunder und auch Touristen so freundlich, interessiert und hilfsbereit. Das hat mich sehr beeindruckt.

Das Interview führte Ellen Wirth

Treue Kämpfernatur

Interview mit Alexander Held

"Kreuzfeuer" ist der sechste Fall, den das "Stralsund"-Team und Sie in der Rolle des Karl Hidde lösen müssen.  Wie hat sich die Figur im Laufe der Reihe verändert?

Karl Hidde bleibt sich treu. Er war und ist eine Kämpfernatur, hadert nicht mit seinem Schicksal - zumindest nicht öffentlich. Er hat den Verlust seines Unterschenkels angenommen, ist aber glücklich über die neue Prothese, die ihm wieder mehr Außeneinsätze ermöglicht. Und das zeigt er auch.

Karl Hidde ist mit Nina Petersen sehr verbunden. Was macht die Beziehung zwischen den beiden Kollegen aus, besonders im aktuellen Film?

Nina ist in Karls Augen traumatisiert, und Ben sitzt im Gefängnis. Von daher sieht sich Karl in der Pflicht, freundschaftlich seine schützende Hand über Nina zu legen. Ob sie das nun will oder nicht.

Das Team ist in "Stralsund" immer ein wichtiges Thema. In "Kreuzfeuer" haben sich die Konstellationen verändert. Welche Konflikte ergeben sich daraus für Karl Hidde?

Morolf ist für Karl ein Dorn im Auge. Von Anfang an gewesen. Aber nach dem, was in "Kreuzfeuer" auf dem Rathausplatz geschehen ist, wird das Verhältnis der beiden in Zukunft wohl noch komplizierter werden.

Wenn Sie an die Stadt Stralsund denken, was kommt Ihnen zuerst in den Sinn?

Wie hilfsbereit, interessiert und gelassen die Stralsunder die Dreharbeiten unterstützt haben.

Wenn Sie an die Dreharbeiten zu "Stralsund – Kreuzfeuer" denken, woran denken Sie dabei als Erstes?

Ich freue mich schon auf den nächsten Fall und auf unser wunderbares Team.

Das Interview führte Ellen Wirth

Ein eigenwilliger Einzelgänger

Interview mit Wanja Mues

"Kreuzfeuer" ist der sechste Fall, den das "Stralsund"-Team lösen muss.  Sie spielen Max Morolf, der zum zweiten Mal dabei ist und nun den Platz von Benjamin Lietz einnimmt.  Was für ein Typ ist Morolf?

Max Morolf ist ein eigenwilliger Typ, dem nicht wichtig ist, ob er gemocht wird. Bei ihm scheint nicht wirklich klar, auf welcher Seite er steht. Geht es ihm um die gute und ehrliche Sache? Um die Wahrheit? Oder verfolgt er doch eine eigene Agenda und ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht?

Welche Charakterzüge mögen Sie an ihm? Welche sind Ihnen fremd?

Als Schauspieler muss ich alle Charakterzüge meiner Figuren mögen, um sie gut spielen zu können, auch wenn sie mir fremd sind. Wanja Mues und Max Morolf sind als Menschen sehr unterschiedlich.

Wie wird Morolf vom Team akzeptiert? Und wie teamfähig zeigt er sich?

Da auch Max Morolf ein Einzelgänger ist und es ihm nicht wichtig ist, gemocht zu werden, eckt er an. Dass er zudem Benjamin Lietz ins Gefängnis gebracht hat, hilft natürlich nicht, vom Team akzeptiert zu werden. Meyer, der Chef, schätzt Max als guten Polizisten und hält (noch) schützend seine Hand über Max. Morolf geht es immer um die Effizienz des Teams. 

In einer Schlüsselszene, die Schießerei auf dem Stralsunder Rathausplatz, verhält sich Morolf eher defensiv. Was geschieht da und warum verhält er sich so?

Ohne zu viel verraten zu wollen, kann man sagen, dass Morolf auf dem Rathausplatz Angst hat. Aus gutem Grund, wie sich später herausstellt. Er trägt eine traumatische Erfahrung in sich, die es ihm auf dem Rathausmarkt unmöglich macht, mutig und von außen betrachtet "richtig" zu handeln.

Wenn Sie an die Stadt Stralsund denken, was kommt Ihnen zuerst in den Sinn?

Guter, frischer Fisch.

Wenn Sie an die Dreharbeiten zu "Stralsund – Kreuzfeuer" denken, woran denken Sie dabei als Erstes?

Ich denke zuerst an die logistische Meisterleistung des Regisseurs, zusammen mit dem Team den zentralen Platz in Stralsund über mehrere Tage zu kontrollieren und es möglich zu machen, trotz hunderter - allerdings ungewöhnlich disziplinierter - Schaulustiger diese Wahnsinnsszenen in den Kasten zu kriegen.

Das Interview führte Ellen Wirth

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