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Professor T.

Neue Krimiserie - Vier Folgen

Matthias Matschke (Foto) spielt die Titelfigur in der deutschen Adaption einer gleichnamigen belgischen Krimiserie: einen bewunderten wie gefürchteten psychologischen Kriminologen an der Uni Köln. Ein brillanter Kopf, aber für seine ehemalige Studentin Anneliese Deckert (Lucie Heinze) und ihren Kripo-Kollegen Daniel Winter (Andreas Helgi Schmid) eine große Hilfe bei der Aufklärung schier unlösbarer Mordfälle. Dabei trifft Professor T. auch auf seine Ex-Liebe: Kriminaldirektorin Christina Fehrmann (Julia Bremermann) und auf Kriminalhauptkommissar Paul Rabe (Paul Faßnacht).

  • ZDF, Vier Folgen ab Samstag, 4. Februar 2017, 21.45 Uhr

Texte

Stab und Besetzung

Buch:                                      Ben Braeunlich, Georg Hartmann, Burkhardt Wunderlich
Regie und Kamera:             Thomas Jahn
Schnitt:                            Amina Lorenz
Musik:                             Jens Oettrich
Szenenbild:                       Ingrid Henn
Producerin:                        Daniela Zentner
Produzent:                         Sam Davis
Redaktion:                          Matthias Pfeifer

Eine Produktion der Rowboat Film- und Fernsehenproduktions GmbH im Auftrag des ZDF

 

Die durchgehenden Rollen:

Professor T.                             Matthias Matschke
Anneliese Deckert                 Lucie Heinze
Daniel Winter                    Andreas Helgi Schmid
Christina Fehrmann             Julia Bremermann
Paul Rabe                         Paul Faßnacht
Ingrid Schneider                   Alexandra von Schwerin
Walter Ambrosius                 Thomas Goritzki
Hermann Deckert                 Peter Harting
Martha Schönfeld    Hedi Kriegeskotte
Tamara FringsMaria Rönnebeck
junger Jasper ThalheimAchilles Vandenabeele
und andere

Allgemeiner Inhalt

Gleichermaßen bewundert wie gefürchtet ist Professor Jasper Thalheim, von seinen Studenten respektvoll Professor T. genannt, DIE Institution für psychologische Kriminologie an der Uni Köln. Ein brillanter Kopf mit messerscharfem Verstand und ausgeprägten Marotten, aber für seine ehemalige Studentin Anneliese Deckert und ihren ebenfalls jungen Kollegen Daniel Winter von der Kripo Köln die einzige Hoffnung, ihnen bei der Aufklärung schier unlösbarer Mordfälle zu helfen.

Keine leichte Zusammenarbeit, denn Professor T. wirft großzügig mit bösartigen Beleidigungen um sich, findet bei jedem auf Anhieb die Schwachstelle und das Schlimmste: Er hat immer, aber wirklich immer recht. Doch die beiden Kommissare lassen sich von T.s Beleidigungen nicht abschrecken und bilden zusammen mit ihm ein unschlagbares Team. Das passt dem alten Hauptkommissar Paul Rabe gar nicht, der sich von T. an den Rand gedrängt fühlt. Und auch die Leiterin der Kripo Christina Fehrmann, T.s ehemalige große Liebe, betrachtet die kriminalistischen Ermittlungen von Professor T. mit gemischten Gefühlen.

Folge 1: Die Rückkehr

Samstag, 4. Februar 2017, 21.45 Uhr

Professor T. - Die Rückkehr (Folge 1)

Episodenrollen:
Diana Herzog                        Marleen Maxeiner
Saskia Paul                          Johanna Falckner
Inka Herzog                         Heike Thiem
Tania Klaasen                      Anna Karolin Berger
Dennis Vollmer                     Tobias van Dieken
und andere

Auf dem Campus der Universität Köln wird die Studentin Diana brutal vergewaltigt, doch ihre Erinnerung an den Tathergang ist zunächst wie ausgelöscht.

Weil die Kripo Köln bei diesem Fall völlig im Dunkeln tappt, bittet Kommissarin Anneliese Deckert ihren ehemaligen Professor Jasper Thalheim, genannt "T.", um Hilfe bei der Ermittlungsarbeit.

Professor T. lehrt psychologische Kriminologie in Köln, eine Koryphäe in seinem Fach. "T." ist ein brillanter Kopf mit messerscharfem Verstand, ausgestattet mit einer ausgeprägten Ansteckungsphobie , dabei meistens sarkastisch und arrogant - eine Herausforderung für seine Umwelt. Anneliese braucht starke Nerven und Überzeugungskraft, bis er sich dazu bewegen lässt, dem Team der Kripo mit seinem Können zur Seite zu stehen.

Die Kommissarin sieht in dem aktuellen Fall Parallelen zu ihrer eigenen Studentenzeit vor zehn Jahren, als ihre Freundin Saskia auf ähnliche Art vergewaltigt wurde. Noch immer fühlt sie sich mitschuldig, weil sie ihre Freundin damals nach der Party nicht nach Hause begleitet hatte. Und nun: Gleicher Tathergang, gleiche Worte des Täters, und in beiden Fällen wurden den Opfern ihre Halsketten entrissen. Was hat der Mann in der Zwischenzeit gemacht? Warum schlägt er genau jetzt wieder zu? Wann sucht er sein nächstes Opfer?

Als eine weitere Studentin im Wohnheim attackiert wird, gerät T. plötzlich selbst kurzfristig ins Visier der Polizei. Als er die Spur wieder aufnimmt, wird ihm klar, dass das letzte Opfer das Gesicht des Täters gesehen haben muss. Doch nach einem Sturz während der Flucht liegt die junge Frau im Koma und kann nicht aussagen. Nur der hoch empfindsame Professor T. ist in der Lage, die Gedankengänge des Vergewaltigers nachzuvollziehen und dadurch den Kreis der Verdächtigen immer weiter einzugrenzen. Möglicherweise ist der Täter die ganze Zeit schon sehr viel näher als ursprünglich gedacht. Die Zeit sitzt T. und Anneliese im Nacken, bis es der Unbekannte erneut versuchen wird.

Die Jagd nach dem Serientäter wird zur ersten Bewährungsprobe für Jasper Thalheim und bildet als Pilotfolge den Auftakt der neuen Krimiserie "Professor T.", die mit zunächst vier Folgen à 60 Minuten startet. Dabei handelt es sich um die deutsche - in Köln angesiedelte - Adaption der gleichnamigen belgischen Serie über einen Professor für psychologische Kriminologie.

Folge 2: Die Abrechnung

Samstag, 11. Februar 2017, 21.45 Uhr

Professor T. - Die Abrechnung (Folge 2)

Episodenrollen:
Johanna Leyendecker                  Meike Gottschalk
Marc Leyendecker                        Alexander Schubert
Karl Hennef                                  Max Urlacher
Konrad Siemens                           Thomas Arnold
Jochen Zeschmann                       Raiko Küster
Studentin                                      Marthe Romund
Walter Ulrich                                Ralf Drexler
und andere

Während einer Karnevalsfeier wird der bereits stark angetrunkene Marc Leyendecker am Telefon Zeuge, wie seine Ehefrau Johanna zu Hause ermordet wird.

Am Tatort bietet sich den Kripo-Beamten Anneliese Deckert und Daniel Winter ein grauenvolles Bild. Der Täter hat mehrfach mit einem Küchenmesser auf die Schulinspektorin eingestochen, die qualvoll an ihrem eigenen Blut erstickt ist.

Obwohl auf den ersten Blick die Spuren auf einen Raubmord hinweisen, lässt die Brutalität der Tat Anneliese an dieser Theorie zweifeln. Doch wer könnte ein Interesse daran gehabt haben, Johanna Leyendecker zu töten? Anneliese und Daniel bitten zum wiederholten Male Professor T. um Hilfe, sehr zum Widerwillen von Hauptkommissar Rabe, der in dem exzentrischen Kriminologen eine wachsende Konkurrenz sieht. Doch Rabe muss sich fügen: Nachdem Daniel und Anneliese seine Alkoholsucht entdeckt haben, ist er in der Defensive.

Bei nochmaliger Besichtigung des Tatorts fällt T. sofort die pedantische Ordnung im Hause Leyendecker auf, die ihn auf eine zwanghaft obsessive Störung der Toten schließen lässt. Eine Unregelmäßigkeit im Arbeitszimmer führt T. und die Kripo-Beamten zum Sankt-Agatha-Gymnasium, das gerade von der Schulinspektorin geprüft wurde.

Schnell kommt heraus, dass Johanna Leyendecker gegen den Sportlehrer Karl Hennef ein Aufsichtspflichtverletzungsverfahren einleiten wollte, da dieser vor Jahren ein Verhältnis mit einer minderjährigen Schülerin hatte. Doch der entsprechende Eintrag in der Personalakte fehlt nun. Aber reicht ein Schulskandal für einen derart hasserfüllten Mord aus? T. setzt akribisch Puzzleteil für Puzzleteil zusammen und entwirft einen genialen Plan, um gemeinsam mit Anneliese und Daniel den Mörder aus der Reserve zu locken.

Folge 3: Mord im Hotel

Samstag, 18. Februar 2016, 21.45 Uhr

Professor T. - Mord im Hotel

Episodenrollen:
Deborah Ritter                       Haley Louise Jones
Hendrik Maas                         Ingo van Gulijk
Johannes Leipold                   Adrian Zwicker
Steffan Bell                            Matthias Bundschuh
Jenny Bell                              Dagny Dewath
und andere

In einem Hotelzimmer wird der Schönheitschirurg Hendrik Maas erschossen aufgefunden. Champagner neben dem Bett deutet daraufhin, dass Maas vor seinem gewaltsamen Tod nicht allein war.

Die Suche nach dem möglichen Täter beginnt. Die Kommissare Anneliese Deckert und Daniel Winter kommen mit Unterstützung des Hotelportiers auf die Spur von Jenny Bell, eine verheiratete Patientin des Schönheitsdoktors. Hatte sie ein Motiv?

Jenny Bell hatte einen besonderen Deal mit Maas: Sex gegen Schönheits-OPs. Was weiß der gehörnte Ehemann darüber? Anneliese will Professor T. einschalten, aber Kriminaldirektorin Christina Fehrmann ist dagegen. Zu schroff hat er Hauptkommissar Rabe als Alkoholiker bloßgestellt. Doch T. lässt sich nicht einfach kaltstellen, er hat längst eigene Ermittlungen aufgenommen. Warum war der Tote mit einem Bademantel abgedeckt? Die Interpretation dieses Bildes und die genaue Deutung des Tatorts führen Professor T. schließlich zur Lösung des Falls.

Folge 4: Tamara

Samstag, 25. Februar 2016, 21.45 Uhr

Professor T. - Tamara

Episodenrollen:
Tamara Frings                   Marie Rönnebeck
Eric Block                           Heikko Deutschmann
Inrina Block                       Dana Golombek
Jana Roland                      Nadine Menz
Klara Riedel                       Elisabeth Baulitz
Deborah Ritter                  Haley Louise Jones
Jan Bartels                        Klaus Zmorek
und andere

Das Escort-Girl Tamara Frings wird tot von ihrer Mitbewohnerin in der Badewanne gefunden. Für
Professor T. beginnt sein härtester Fall, stand er dem Opfer doch näher als alle vermuten.
Zwar weist die leere Packung Schlaftabletten auf Selbstmord hin, aber für einen Tod durch
Ertrinken fehlen die typischen Male. Uneinig wegen der tatsächlichen Todesursache suchen die
Kommissare Deckert und Winter Rat bei Professor T..

Pikanterweise gehörte der Professor zu Tamaras Kundenkreis und stand ihr darüber hinaus
emotional sehr nahe. Ohne Anneliese und Daniel von seiner besonderen Beziehung zum Opfer
zu erzählen, nimmt er die Ermittlungen auf und gerät prompt selbst unter Verdacht, als die
Sache publik wird. Für Rabe eine Genugtuung, der Professor steht am Abgrund. Obwohl nun von
der Polizeiarbeit ausgeschlossen, setzt T. seine Spurensuche dennoch fort. Zu gut kannte er
Tamara, zu wichtig ist ihm die Aufklärung des Falls. Dass er dabei in der feinen Gesellschaft,
aus der Tamaras Kunden kamen, ordentlich Staub aufwirbelt und Honoratioren gegen sich
aufbringt, interessiert ihn nicht im Geringsten. Für ihn zählt nur eins: Tamaras Mörder zu
überführen.

Interview mit Hauptdarsteller Matthias Matschke

Was fasziniert Sie an Ihrer Figur Professor Thalheim ganz besonders?

Der Professor ist ein komplexer Charakter, der zu irgendeinem Zeitpunkt seines Lebens begonnen hat, einen Keil zwischen sich und die anderen Menschen zu treiben. Wahrscheinlich war das ein unbewusster Vorgang. Seine Mysophobie, die übersteigerte Angst vor Krankheitsübertragung durch Berührung, bringt ihm den gewünschten Abstand zu seinen Mitmenschen und macht ihn im selben Moment einsam. Er ist vor allem eines: Ein hochbegabtes, erwachsenes Kind, auf der Suche nach menschlicher Nähe.

Welche Herausforderung stellt die Figur an Sie als Schauspieler?

Professor T. hat mich bei den Dreharbeiten ganz eingenommen. Ich wollte der Figur eine Unberechenbarkeit verleihen. Das heißt aber, dass man als Schauspieler doppelt wach sein muss. Einmal, um die Figur klar zu zeichnen und zum anderen, um ihr in jedem Augenblick die Möglichkeit zu geben, sprunghaft Richtung und Haltung zu wechseln.

Gibt es Charakterzüge oder Eigenschaften an Professor T., die Sie auch bei sich wiederfinden? Wenn ja, welche?

Der Professor steht sich gerne einmal selbst im Weg, vor allem, wenn es um die Balance zwischen Vernunft und Gefühl geht. Dieses Phänomen kenne ich, wenn auch viel weniger extrem, von mir selbst. Ich habe mich aber beim Erfinden der Figur auch bei Menschen aus meinem Umfeld und auch meiner Kindheit bedient. Aus der Summe dieser Einzelteile ist dann Professor T. entstanden.

Anneliese Deckert, die ehemalige Studentin, Christina Fehrmann, die alte Liebe, Tamara, das Escort-Girl, seine Sekretärin Frau Schneider und Martha Schönfeld, seine Mutter– all diese Frauen spielen eine Rolle in Jasper Thalheims Leben. Wie würden Sie Professor T.s Verhältnis zu Frauen beschreiben?

T. ist ein platonischer Casanova. Er liebt jede dieser Frauen - auf seine Weise. Es würde ihm unendlich viel Überwindung kosten, das einzugestehen, denn damit würde er auch zugeben müssen, wie abhängig er von ihnen ist. Aber da ist noch mehr zwischen Professor T. und den Frauen, aber das wird sich über unsere horizontale Erzählweise im Weiteren erschließen.

Professor T. kann ein echtes Ekel im Umgang sein. Er sagt den Menschen geradeaus ins Gesicht, was er von ihnen hält. In welchen Situation wären Sie persönlich auch gerne so direkt?

Immer wenn ich Ungerechtigkeit verspüre. Ich würde dann gerne die gesellschaftliche Konvention und meine Angst vor Konsequenzen hinter mir lassen und einfach nur sagen, was ich denke, ohne dass ich beleidigend bin. Letzteres gelingt T. übrigens nicht. Da sticht ihn die Eitelkeit.

Sie haben durchgehend von Ende September bis Anfang Dezember gedreht, was werden Sie nach dieser langen Zeit am meisten vermissen?

Meine Kollegen. Es ist eine große Freude, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Und ich freue mich schon, wenn ich sie bald wiedersehe.

Warum ist Ihrer Meinung nach „Professor T.“ ein unbedingtes „Must-see“ für Krimifans?

Wir wollen die Zuschauer in Professor T.s Welt einladen. Seine Art, auf die Fälle zu blicken, ist ungewöhnlich. Und das wird ein Reiz für Krimiprofis sein.

Das Interview führte Karoline von Baars.

Interview mit Lucie Heinze

Was sind die wichtigsten Charaktereigenschaften Ihrer Rolle Anneliese Deckert?

Anneliese ist fokussiert, charmant, hat Ihre Kollegen im Griff. Sie ist vorausschauend und hat eine so komplexe Denkstruktur, dass sie damit manchmal bei Ihren Kollegen ins Abseits gerät - aber das ist ihr egal. Und ganz wichtig: Sie hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit.

Aus welchem Impuls heraus sucht Anneliese die Hilfe von Professor T. und dies hinter dem Rücken ihrer Vorgesetzen? 

Anneliese sucht T. auf, weil sie einen Verbündeten braucht, dem sie vertraut. Sie riecht die Fehler, die die Täter auffliegen lassen, doch der Professor kann sie sehen. Nur darum geht es: Den Fall lösen.

Ist Anneliese eher Teamplayer oder Einzelgängerin?

Sie ist beides. Gibt es ein akzeptables Team für Anne, das denselben Instinkten folgt, dann ‚played‘ sie im Team, aber wenn sie bei den Ermittlungen dort nicht weiterkommt, geht sie schnell eigene Wege. Andere dann ins Boot zu holen, ist ihr nicht wichtig bei der Verfolgung ihrer Ziele.

Wie würden Sie das Verhältnis zwischen Anneliese und dem Professor beschreiben?

Das Verhältnis zwischen dem Professor und Anneliese ist immer noch eine Lehrer-Schüler-Beziehung. Anneliese spürt, dass der Professor ihre Fähigkeiten als Ermittlerin schätzt und sie nur dazu bringen möchte, diese voll auszuschöpfen, auch wenn er das manchmal auf seine recht grobe Art tut. Durch die gemeinsame Arbeit entsteht ein Vertrauen, welches schon fast eine Art Verständnis und Akzeptanz füreinander ist. Er ist für sie nach wie vor eine Respektsperson.

Obwohl Anneliese eine Nacht mit Ihrem Kollegen Daniel verbracht hat, lässt sie ihn nicht weiter an sich heran. Warum nicht?

Für Anneliese wäre ein Verhältnis mit Daniel schlicht unprofessionell. Hinter dieser Einstellung kann sie sich hervorragend vor Gefühlen verstecken, die sie eventuell bei ihrer Arbeit durcheinanderbringen würden. Dennoch hat sie Daniel gern. Wer weiß, was noch passiert.

Anneliese Deckert ist Ihre erste durchgehende Serienhauptrolle, was war die besondere Herausforderung?

Die größte Herausforderung war der Drehplan, dass man nicht chronologisch dreht und bei der Menge an Geschichten im Detail den Überblick behält. Doch durch die tollen Kollegen, die ich hatte, war es eine große Freude vom Anfang bis zum Ende. Das freie Spiel mit Matthias Matschke hat mich unheimlich strak inspiriert.

Auf Ihrer Agenturseite ist unter dem Punkt „Extras“ notiert: Lucie macht den Führerschein. Haben Sie die Prüfung inzwischen abgelegt und warum erst so spät?

Oh, da haben Sie einen Schwachpunkt erwischt. Ich brauchte nie wirklich einen Führerschein, ich bin eher der Zug und Fahrradfahrer. Die Fahrstunden werden immer wieder unterbrochen, ich fange jedes Mal nach einer Pause wieder fast von vorne an. Der nächste Anlauf sollte jetzt aber gelingen, ich habe nur noch die praktische Fahrprüfung zu absolvieren.

Das Interview führte Karoline von Baars.

Interview mit Andreas Helgi Schmid*

Was für ein Typ Mann ist Kommissar Daniel Winter?

Helgi: Daniel würde sich selbst wohl als clever, loyal, witzig und aufregend beschreiben. Dass er dabei auch ganz schön engstirnig, egoistisch und eifersüchtig sein kann, sieht er nicht so. Das mit dem Aufregend kann ich somit unterschreiben. Aber ich lass ihn jetzt lieber selber sprechen.

Daniel Winter ist privat sehr an seiner Kollegin Anneliese interessiert, die ihm aber die kalte Schulter zeigt. Was fasziniert ihn an ihr?

Daniel: Ganz ehrlich: Anneliese ist die hübscheste Kollegin in der ganzen Kripo und bei dem Arbeitspensum, das wir haben, bleibt nicht viel Zeit, Frauen außerhalb der Arbeit kennenzulernen. Spaß beiseite: Wir haben die gleichen Ziele – das verbindet. Diese Frau für sich zu gewinnen, ist zudem eine ganz schöne Herausforderung, und Herausforderungen liebe ich... (erzählen Sie das aber ja nicht weiter) ...nicht, dass sie denkt, das Ganze wäre nur ein Spiel für mich.

Hält Daniel Winter die Unterstützung durch den Professor für genauso notwendig wie Anneliese oder warum deckt er ihr Vorgehen?

Daniel: Erstmal sind wir in diesem konkreten Fall ausnahmsweise einmal nicht weitergekommen. Da war es nur konsequent, sich eine Meinung von außen zu holen, um den Fall zu knacken… Außerdem: Nach DIESER Nacht wäre ich mit ihr auch nach Bielefeld gezogen, wenn sie es gewollt hätte … das war der Hammer!!!

Wie wirkt der Professor auf Daniel?

Daniel: Herr Thalheim (ich verzichte auf Dr. Phil. und den restlichen Quatsch – das sagt nichts über Menschen aus) ist ... ja, gut, er hat es raus. Das ist schon beeindruckend... Den ganzen Schmuh, da noch eine Erkenntnis aus dem Hut zu zaubern, die man vorher nicht bereit war, den Kollegen mitzuteilen, könnte er sich aber wirklich sparen. Loyal ist anders!

Helgi: Ja, aber bist Du nicht auch ganz schön illoyal gegenüber Paul Rabe ge...

Daniel: DAS IST MEIN INTERVIEW HIER! SEI FROH, DASS DU MICH ÜBERHAUPT SPIELEN DARFST!!!

Daniel hat häufig das Gefühl, dass Anneliese im Alleingang das Ruder an sich reißt und er nur die zweite Geige spielt. Warum kann er sich nicht gegen sie durchsetzen?

Daniel: Das stimmt so ja nicht. Man muss ihr ja nicht direkt widersprechen, wenn sie mit einer wirren Idee um die Ecke kommt ...oder meine Hilfe braucht.

Helgi: Also ich finde schon, dass Du manchmal ein bisschen taffer sein könntest.

Daniel: HAB ICH NICHT GESAGT, DASS DAS MEIN INTERVIEW IST?!

Daniel Winter ist ihre erste durchgehende Serienhauptrolle, was war die besondere Herausforderung?

Helgi:  Darf ich jetzt?

Daniel: ... meinetwegen ...

Helgi: Herausfordernd ist jede Rolle, die man spielt, gleich, ob man eine Haupt- oder Nebenrolle übernimmt. Zudem stimmt das ja so nicht ganz: Ich durfte bereits eine durchgehende Hau...“

Daniel: MANN, KOMM ZUM PUNKT!

Helgi: Durch das horizontale Erzählen bietet sich mir die Möglichkeit, eine Figur vielschichtiger und facettenreicher zu zeigen, als es 90 Minuten erlauben  – die Figur kann wachsen, sich weiterspinnen und neue Geheimnisse offenbaren.

Daniel: Geht doch!

Was macht für Sie einen guten Krimi aus?

Helgi: Krimi ist immer Konflikt mit dem Gesetz, Überschreitung von Normen, Unerlaubtes, das zieht uns alle irgendwie an. Gemütlich in Pantoffeln daheim vorm Fernseher können wir den kleinen Bluthunger in uns stillen und ihn am Schluss wieder hinter Gitter sperren. Klingt verrückt? Ist es auch. Aber auch ganz schön spannend.

Daniel: Meine Meinung? Ohne wäre mir lieber! Weniger Arbeit und mehr Zeit für Freunde oder ein gemütliches Kölsch am Abend mit Anneliese ... aber das Verbrechen schläft nicht, wie der Prof immer sagt... oder Schimanski oder so ...

Das Interview mit dem Schauspieler*, der hier zeitweise in seine Rollenfigur Daniel Winter schlüpft, führte Karoline von Baars.

Interview mit Julia Bremermann

Als Kommissariatsleiterin steht Christina Fehrmann zwischen ihrem Hauptkommissar Rabe und Professor T., mit dem sie eine gemeinsame Vergangenheit verbindet – wie will sie diesen Konflikt lösen?

Christina lässt Rabe und Professor T. bis zu einem gewissen Punkt ihre männlichen Revierkämpfe untereinander austragen. Sie ist aber auch Chefin und duldet es nicht, dass jemand aus ihrem Team bloßgestellt wird und somit ihre Autorität untergräbt. In dem Moment steht sie ganz klar zu Rabe, um auch Professor T. in seine Schranken zu weisen.

Warum entscheidet sich Fehrmann, den Professor in die Ermittlungsarbeit einzubinden?

Auf seine unvergleichliche Art hilft Professor T., die Fälle zu lösen, was natürlich positiv auf Christina und ihre Abteilung zurückfällt, gerade weil sie teilweise nicht auf Rabe zählen kann. Das Professor T. auf einmal wieder in ihr Leben tritt, spornt sie an. Er war und ist - leider - gut! Aber sie setzt T auch klare Grenzen!

Es gibt noch offene Wunden und Verletzungen, aber auch die Erinnerung an eine sehr leidenschaftliche Zeit miteinander ...

Obwohl Anneliese die Regeln gebrochen hat, scheint Fehrmann ihr dieses zu verzeihen. Was mag sie an der jungen Kommissarin?

Ihre direkte Art, mit der sie es erst gar nicht darauf anlegt, gefallen zu wollen, spricht Christinas Sinn für Klarheit an. Ihre etwas spröde Art im Umgang mit Daniel erinnert sie an sich selbst, wie sie früher war. Auch teilen beide Frauen eine ähnliche Faszination für Professor T..

Das Interview führte Karoline von Baars.

Interview mit Paul Faßnacht

Hauptkommissar Rabe ist ein alter Hase bei der Kripo und dann schaltet seine Mitarbeiterin Anneliese hinter seinem Rücken plötzlich diesen arroganten Professor in die Ermittlungsarbeit ein. Was macht das mit ihm?

Es macht ihn wütend, aggressiv, misstrauisch und manchmal auch etwas nachdenklich

Wie steht Rabe zu seinen beiden jungen Kommissaren?

Zu Daniel Winter: Für ihn empfindet er eine gewisse pragmatische Akzeptanz. Zu Anneliese Deckert ist das Dienstverhältnis sehr ambivalent.

Abgesehen davon, dass der Professor in Rabes Autoritätsbereich eingedrungen ist, was verabscheut Rabe an ihm besonders?

Seine besserwisserische, überhebliche, arrogante und aalglatte Art und Weise, sich in alles und jegliches einzumischen.

Das Interview führte Karoline von Baars.

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