Zweite Staffel: "plan b: Da geht was, Deutschland!"

Vier Dokus über Gleichberechtigung, nachhaltiges Reisen, Generationengerechtigkeit und New Work

In der zweiten Staffel "plan b: Da geht was, Deutschland!", zu sehen ab Samstag, 16. Juli 2022, 17.35 Uhr, treffen die Reporterinnen Antonia Lilly Schanze und Anne Thiele Menschen, die mit Mut und viel Kreativität für eine bessere Zukunft kämpfen. Denn es gibt jede Menge kluge Köpfe mit Ideen, die alle voranbringen. Die Themen der vier rund 30-minütigen Dokumentationen sind Gleichberechtigung, nachhaltiges Reisen, Generationengerechtigkeit und neue Konzepte in der Arbeitswelt.

  • ZDF, ab 16. Juli 2022, viermal samstags um 17.35 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Samstag, 16. Juli 2022, 10.00 Uhr

Texte

Sendetermine und Stab

Samstag, 16. Juli 2022, 17.35 Uhr, ZDF

Samstag, 23. Juli 2022, 17.35 Uhr, ZDF

Samstag, 30. Juli 2022, 17.35 Uhr, ZDF

Samstag, 6. August 2022, 17.35 Uhr, ZDF

 

plan b: Da geht was, Deutschland!

Alle vier Dokus sind ab Samstag, 16. Juli 2022, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek zwei Jahre verfügbar.

 

Samstag, 16. Juli 2022, 17.35 Uhr, ZDF
plan b: Da geht was, Deutschland!
Endlich gleichberechtigt

Film von Amelia Wischnewski
Produktion: sendefähig GmbH
Redaktion: Steffen Beyer und Jasmin Hekmati 
Leitung der Sendung: Christian Dezer

 

Samstag, 23. Juli 2022, 17.35 Uhr
plan b: Da geht was, Deutschland!
Fairreisen

Film von Teresa Lonnemann
Produktion: sendefähig GmbH
Redaktion: Annette Hoth und Sina Schwerdt
Leitung der Sendung: Christian Dezer

 

Samstag, 30. Juli 2022, 17.35 Uhr
plan b: Da geht was, Deutschland! 
Gleiche Chancen für unsere Kinder

Film von Anastasia Hill
Produktion: sendefähig GmbH
Redaktion: Steffen Bayer und Jasmin Hekmati
Leitung der Sendung: Christian Dezer

 

Samstag, 6. August 2022 - 17.35 Uhr
plan b: Da geht was, Deutschland!
Zusammen sind wir stärker

Film von Romy Steyer
Produktion: sendefähig GmbH
Redaktion: Annette Hoth und Sina Schwerdt
Leitung der Sendung: Christian Dezer

Länge: 4 x ca. 30 Minuten

plan b: Das geht was, Deutschland!

In vier konstruktiven Dokumentationen stellen die beiden Reporterinnen Antonia Lilly Schanze und Anne Thiele in der zweiten Staffel "plan b: Da geht was, Deutschland!" Menschen vor, die mit innovativen Konzepten für Gleichberechtigung und mehr Zufriedenheit im Job sorgen, treffen auf Visionärinnen und Visionäre, die echte Gemeinschaft leben, und begegnen Frauen und Männern, die sich für mehr Chancen für unsere Kinder einsetzen. Und sie sind mit Menschen unterwegs, die zeigen, dass Sonne, Strand und spannende Städte auch in Zeiten des Klimawandels mit gutem Gewissen Urlaubsziele bleiben können. 

plan b: Da geht was, Deutschland!  Endlich gleichberechtigt

Samstag, 16. Juli 2022, 17.35 Uhr

Faire Bezahlung für Frauen und Männer, gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf – das ist an vielen Arbeitsplätzen auch heute noch ein Wunschtraum. Dabei gibt es sie schon längst, die besseren Jobs. Für "plan b" treffen Antonia Lilly Schanze und Anne Thiele Menschen, die viele Hürden gemeistert haben und jetzt andere unterstützen: Sie ebnen Frauen den Weg zur Gründung, bieten neue Angebote für arbeitende Eltern und beschreiten unkonventionelle Wege für eine bessere Arbeitswelt.

Eine Pionierin für mehr Jobzufriedenheit ist die 37-jährige Unternehmerin und Autorin Tijen Onaran aus München. Sie weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, als einzige Frau im Raum nicht ernst genommen zu werden, erlebte, wie sich Misserfolge anfühlen. Doch gerade diese Momente des Scheiterns waren es, die sie dahin brachten, wo sie heute ist. Um anderen den Einstieg in die Selbstständigkeit zu erleichtern, rief sie ein Supportnetzwerk für gründungsinteressierte Frauen ins Leben. Heute teilt sie erfolgreich ihr Wissen, investiert in Start-Ups anderer Frauen und vernetzt Gründerinnen.

Die Vision von einer faireren Arbeitswelt teilt auch das Berliner Unternehmen "Einhorn". Das junge Team rund um die Gründer Waldemar Zeiler und Philip Siefer, beide Jahrgang 1982, produziert faire, vegane Kondome und Periodenprodukte – und macht dabei fast alles anders, als man es kennt. Das 20-köpfige Team entscheidet zum Beispiel selbst über Gehälter und die Anzahl der Urlaubstage, die Mitarbeitenden haben ein Vetorecht gegen Langeweile, um eingefahrene Strukturen im Büroalltag zu durchbrechen. "Einhorn" ist auch Vorreiter beim Thema Transparenz: Bei allen wichtigen Themen reden alle "Einhörner" mit. 

Täglich wurde die 44-jährige Rechtsanwältin Sandra Runge aus Berlin mit Benachteiligungen von Frauen konfrontiert. Als ihr selbst direkt nach der Elternzeit gekündigt wird, macht sie aus ihrer Not eine Tugend und gründet den Blog "smart-mama.de". Dort klärt sie Eltern über arbeitsrechtliche Themen auf und setzt sich erfolgreich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Doch Sandra Runge will auch ganz praktisch etwas tun – und gründet "Coworking Toddler", ein Projekt, das auch Eltern mit unregelmäßigen Arbeitszeiten eine gute Betreuung für ihre Kinder bietet. 

plan b: Da geht was, Deutschland! – Fairreisen 

Samstag, 23. Juli 2022, 17.35 Uhr

Heutzutage sind die Urlaubsangebote schier unendlich. Doch ein Kurztrip nach Malle, Skiurlaub oder Langstreckenflüge passen schlecht zu einem klimafreundlichen Lebensstil. Dass Reisen auch nachhaltig geht, zeigen Antonia Lilly Schanze und Anne Thiele. In der zweiten Folge von "plan b: Da geht was, Deutschland!" besuchen sie Visionärinnen und Visionäre, die kreative Alternativen zu umweltbelastenden Reisen anbieten. Für ein ruhiges Gewissen im Gepäck.

Urlaub machen und Gutes tun, das muss man doch miteinander verbinden können, dachte sich vor vier Jahren eine Gruppe von Studierenden rund um Nils Lohmann und Alexander Haufschild. Daraus entsteht die Idee von "!socialbnb": Auf einer Online-Plattform lassen sich Unterkünfte bei sozialen und ökologischen Projekten buchen. Mit ihrem Urlaub finanzieren Reisende nicht nur einen guten Zweck mit, sondern erleben auch hautnah, wie das Projekt der lokalen Community nützt. "So können wir eine neue Form des nachhaltigen Tourismus etablieren, von dem alle Beteiligten profitieren", sagt das Gründerduo. 

Robin Wenger und Matthias Niederhäuser sind leidenschaftliche Piloten. Doch Fliegen gilt als Klimakiller. Das aber soll nicht so bleiben. Deshalb ist es den beiden ein Herzensanliegen, auf nachhaltige Alternativen für den Luftverkehr aufmerksam zu machen – zum Beispiel auf Flugzeuge mit Haifischhaut. Für ihre Kampagne "Diamondo Earthrounding" umkreisen die beiden Schweizer die Erde in einem Leichtflugzeug und steuern Initiativen und Unternehmen wie Synhelion in Jülich an. Dort sollen synthetische Kraftstoffe aus Sonnenlicht und CO2 hergestellt werden. Rund um den Globus gibt es viele gute Ideen für eine nachhaltige Luftfahrt.  

Noch aber ist es nicht so weit. Aber wie kann man trotzdem weit reisen, ohne zu fliegen? Elias Bohun will nach dem Abi Sri Lanka entdecken. Weil für den „Fridays for Future“-Anhänger das Flugzeug keine Option mehr ist, fährt der 19-Jährige mit dem Zug nach Asien, 16 Tage lang. Ein großes Abenteuer, das ihn auf eine Geschäftsidee bringt. Er gründet mit seinem Vater Matthias die Plattform "Traivelling", auf der Reisende weltweite Zugfahrten buchen können. Denn die Planung solcher Reisen ist gar nicht so einfach. 

plan b: Da geht was, Deutschland! – Gleiche Chancen für unsere Kinder 

Samstag, 30. Juli 2022, 17.35 Uhr

Eine Rente, die zum Leben reicht, Sicherheit im Ruhestand: Für viele Ältere eine Selbstverständlichkeit, für viele Jüngere ein ferner Traum. Die Interessen junger Menschen werden bei politischen Entscheidungen nur wenig berücksichtigt. Dabei sind sie es, die morgen mit den Entscheidungen von heute leben müssen. Wie schaffen wir mehr Generationengerechtigkeit? Antonia Lilly Schanze und Anne Thiele stellen in der dritten von der "plan b"-Reihe "Da geht was, Deutschland!" Menschen vor, die genau dafür kämpfen.

Einer von ihnen ist Wolfgang Gründinger. Der Politik- und Sozialwissenschaftler bezeichnet sich selbst als "Zukunftslobbyist", Demokratieforscher und Anwalt der Jugend. "Ich möchte Deutschland enkeltauglich machen", so sein Hauptziel. Dazu zählt für den 37-Jährigen auch der Kampf gegen den Klimawandel. Gründinger ist überzeugt: "In einer Demokratie bedeutet Masse auch Macht." Deshalb setzt er sich auch für eine Senkung des Wahlalters ein.

Für die Interessen der Jüngeren engagiert sich auch Sophie Howe. Dafür übt sie in Wales ein Amt aus, das es so in Deutschland noch gar nicht gibt: Die 45-Jährige ist "Future Generations Commissioner", eine Art Lobbyistin für die zukünftige Generation. Alle Gesetzesvorlagen der walisischen Regierung werden von ihr darauf überprüft, ob sie die Interessen der Jüngeren auch genügend berücksichtigen: "Die Jüngeren sollten eine gute Zukunft haben können, unabhängig davon, wann und wo sie geboren sind", meint sie. 

Nur wer genügend Geld hat, kann sich etwas aufbauen und auch im Alter gut leben. Davon ist Michael Bohmeyer überzeugt. Vor acht Jahren gründete der gelernte Programmierer ein erfolgreiches Start-Up. Aus dem Unternehmen ist der 38-Jährige mittlerweile ausgestiegen und erhält jeden Monat zirka 1.000 Euro Gewinnausschüttung – eine finanzielle Grundsicherung, die sein Leben positiv veränderte: "Das war ein spektakuläres, neues Gefühl, es setzten Souveränität und Ruhe ein." Dieses Gefühl gibt er jetzt weiter: Sein Verein "Mein Grundeinkommen" verlost jeden Monat eine einjährige finanzielle Grundsicherung, an bis zu 25 Bewerberinnen und Bewerber. Finanziert wird das Projekt allein durch Spenden – über Crowdfunding nimmt der Verein monatlich bis zu einer Million Euro ein. Sein großes Ziel lautet: ein Grundeinkommen für alle – von der Politik garantiert.

plan b: Da geht was, Deutschland! – Zusammen sind wir stärker

Samstag, 6. August 2022, 1735 Uhr 

Reich oder Arm, Rechts oder Links, Hetero oder LGBTQ: Die Fronten in unserer Gesellschaft verhärten sich. Dabei wissen Menschen seit eh und je: Wenn sie zusammenhalten, erreichen sie mehr. Wie gelingt es uns als Gesellschaft, wieder mehr "Wir" zu leben? Die Reporterinnen Antonia Lilly Schanze und Anne Thiele stellen Personen und Projekte vor, die festgefahrene Strukturen durchbrechen und unser Zusammenleben von Grund auf erneuern. Und sie zeigen: Es geht. 

In der Werbebranche erlebt Sina Trinkwalder einen Arbeitsmarkt, der keine Schwächen verzeiht: Was zählt, sind Leistung und Erfolg. Ein Schlüsselerlebnis bringt die heute 44-Jährige zum Umdenken. 2010 gründet sie eine Firma, in der die Menschen arbeiten, die sonst in Personalabteilungen aussortiert werden: Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, Alte, Kranke, Migrantinnen und Migranten oder Leute mit Lücken im Lebenslauf. Ihr Social Business "Manomama" wird das erste ökosoziale Textilunternehmen Deutschlands. Heute beschäftigt sie 120 Menschen, "die wachsen, wenn man sie wachsen lässt", sagt Trinkwalder. 

Kristina Lunz wächst in einem kleinen Dorf in Franken auf, studiert als erste in ihrer Familie, schafft es an die Universität Oxford. Während ihres Diplomatie-Studiums fällt ihr auf, dass Literatur, Forschung und Politik überdurchschnittlich von Männern geprägt sind. "Diese Herrschaften dachten, dass ihre Realität die Realität aller Menschen ist. Das ist eine große Fehlannahme!", erinnert sie sich. 2016 ist Kristina Lunz Mitgründerin der weltweit ersten Organisation für feministische Außenpolitik, dem "Centre for Feminist Foreign Policy". Ihr Ziel: patriarchale Systeme beseitigen, an ihrer Stelle neue, gleichberechtigte Strukturen aufbauen und auch die weibliche Perspektive in die Außenpolitik einbeziehen. Lunz arbeitet für die UN und baut ein Frauennetzwerk für das Auswärtige Amt auf.  

Mitten im Wendland bauen die Dorf-Gründerinnen und -Gründer aus Hitzacker ein Mehrgenerationendorf auf, in dem Nachhaltigkeit, Solidarität und Generationengerechtigkeit gelebt werden. Die 71-jährige Rita Lassen ist von Anfang an dabei und arbeitet seit über sechs Jahren an ihrem Traum, einen Ort für 100 junge, 100 ältere und 100 geflüchtete Menschen zu errichten.

"Den Visionärinnen und Visionären geht es um eine bessere, sozialere und gerechtere Welt" 

Die "plan b"-Reporterinnen Antonia Lilly Schanze und Anne Thiele im Kurzinterview.

 

Wer oder was hat Euch bei den Dreharbeiten zur aktuellen Staffel am meisten beeindruckt?

Antonia Lilly Schanze: Das war Kristina Lunz, die Mitbegründerin des "Centre for Feminist Foreign Policy". Sie trifft mit den Konzepten und Forderungen nach feministischer Außenpolitik einen Nerv, der aktueller nicht sein könnte. Und sie lässt sich, trotz unglaublicher Anfeindungen, nicht kleinkriegen. Es gibt Untersuchungen, die zeigen: Wenn der Anteil an weiblichen Abgeordneten im Parlament um nur fünf Prozent steigt, wird das Risiko, dass ein Staat in einer Krise Gewalt anwendet, fünfmal niedriger. Das ist ein großer Effekt für eine verhältnismäßig kleine Zahl. Das kann man ja mal wagen, oder?

Anne Thiele: Bei mir war es Elias, der junge Mann, der seine Idee von "Traivelling", einer Plattform, auf der man Zugreisen durch Europa und darüber hinaus buchen kann, in die Tat umgesetzt hat. Seine Konsequenz im Reisen, tatsächlich alles per Zug zu machen und das Zugfahren vom lästigen Transport-Muss zum Inhalt der Reise umzudenken, finde ich stark. Ich bin gemeinsam mit Elias von München über Paris nach Edinburgh mit dem Zug gefahren. Durch diese Reise habe auch ich das Zugfahren mit anderen Augen gesehen. Hier kann man viel entdecken, das Land "erfahren", ohne etwas tun zu müssen, und den Zug als Ort zu erleben, an dem man sogar entspannen kann. Bisher habe ich keine Zugreise über Deutschland hinaus gebucht. Ich war zwar in Indien, Russland und Thailand mal mit dem Zug unterwegs, aber die Idee, damit Städtereisen in Europa zu machen, gefällt mir. Vor allem, wenn der Buchungsvorgang von Zuhause aus einfach ist.


Wer oder was hat Euch bei den Begegnungen inspiriert? 

Anne Thiele: Ich habe nach dem Dreh im Dorf Hitzacker, dem Mehr-Generationen-Dorf, nachgedacht: Könnte ich auch so in Gemeinschaft leben? Ist es nicht das viel bessere Konzept, statt allein, in Zweierkonstellation oder Kleinfamilie, an einem Ort zu leben, an dem viele Menschen sind, die gemeinsam ein Dorf auf die Beine stellen und sich dann auch Aufgaben und Verantwortungen teilen können? Die Frage, ob man mit solchen Lebenskonzepten mehr Gemeinschaft und Verbundenheit für Menschen erzeugen kann und warum es nicht schon viel mehr Wir-schaffen-hier-was-zusammen-Projekte dieser Art gibt, beschäftigt mich weiterhin.

Antonia Lilly Schanze: Die Unternehmerin und Autorin Tijen Onaran und "Zukunftslobbyist" Wolfgang Gründinger haben mich persönlich in Sachen smarter Umgang mit Geld und der Altersvorsorge inspiriert. Unsere Generation wird nicht viel kriegen, wir werden länger arbeiten müssen – und jetzt noch die Inflation. Da hat bisher 'ne Art Schockstarre bei mir eingesetzt, wie beim Kaninchen im Scheinwerferlicht. Ich habe das Thema vermieden. Die Interviews mit den beiden haben das geändert. 

 

Was war die größte Erkenntnis für Euch?

Antonia Lilly Schanze: Mir war nicht klar, welche smarten Lösungen in der Luftfahrt bereits ausprobiert werden. Mein Favorit: Statt Kerosin alte Speiseöle aus der Industrie zu verwenden. Das nenne ich Win-win: Erst Pommes essen und dann mit dem ollen Frittenfett nachhaltiger fliegen ... 

Anne Thiele: Den Visionärinnen und Visionären, mit denen ich unterwegs war, ging es vorrangig nicht um Geld, sondern um eine bessere, gesündere, liebevollere, sozialere, gerechtere Welt. Da sehe ich in unserer wachstumsgetriebenen Zeit, in der es vor allem um immer mehr Haben und Konsumieren geht, einen Lichtblick. Und um ein ganz praktisches Beispiel zu nennen: Ich habe schon oft Airbnb gebucht, hab mich aber selten gefragt, wer hier genau das Geld kassiert. Die Idee, mit Socialbnb Unterkünfte zu vermitteln, die gleichzeitig auch noch sozial oder nachhaltig sind, und bei denen das Geld safe bei den Menschen vor Ort bleibt, denn man zahlt es ihnen bar auf die Hand, mag ich. Nachhaltiges Reisen, nicht nur in Sachen Transport, habe ich bisher zu wenig auf dem Schirm gehabt.

 

Was ist das dringendste Thema, das Eurer Meinung nach angegangen werden muss?

Anne Tiele: Es braucht mehr Unternehmen wie "Einhorn", die sich trauen, neue Arbeitskonzepte zu leben. Unser halbes Leben besteht aus Arbeit, und immer mehr Menschen kommen in ihrem Job nicht mehr hinterher, haben Burnout oder machen Pause. Wenn es in Sachen Arbeitszeiten, Verdienst und Mitspracherecht gerechter laufen würde, wäre das vielleicht nicht so.

Antonia Lilly Schanze: Auch wenn's mittlerweile wie ein alter Hut klingt, aber die Klima- und Umweltkrise ist für mich das dringendste Thema. Denn ohne Lösungen dafür ist auch alles andere hinfällig.

Die Fragen stellte die "plan b"-Redaktion.

plan b

"plan b" bietet seit dem 7. Oktober 2017, samstags um 17.35 Uhr im ZDF, konstruktiven Journalismus. "plan b" ist eine Dokumentationsreihe mit Reportage-Elementen, die das jeweilige Thema anhand verschiedener Beispiele und Protagonisten aufbereitet und dabei den europäischen Aspekt immer mit einbezieht. "plan b" wirft einen lösungsorientierten Blick auf aktuelle Probleme und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie diese in den Griff zu bekommen sind. "plan b" ist die erste Dokumentationsreihe im deutschen Fernsehen, die diesen konstruktiven Ansatz verfolgt.

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