17.01.2020, 10:23 Uhr - Magazine/Interviews

"37°" über Magersucht bei Männern

Eine Tomate als Mittagessen - mehr hat sich Elija in seiner Magersucht nicht erlaubt.
Copyright: ZDF/Caroline Haertel

Essstörungen galten lange als Frauenkrankheit, doch mindestens zehn Prozent der Betroffenen sind männlich. So wie Elija (19) und Markus (32). Die "37°"-Dokumentation "Nur Haut und Knochen – Wenn Männer magersüchtig sind" am Dienstag, 21. Januar 2020, 22.15 Uhr im ZDF, begleitet die beiden bei ihrem Versuch, wieder gesund zu werden. Die Filmautorinnen Caroline Haertel und Mirjana Momirovic haben die beiden Männer ein knappes Jahr lang mit der Kamera begleitet.

Entgegen aller Prognosen der Ärzte hat Markus überlebt. Er war 26, als es mit dem gefährlichen Hungern losging. Er magerte auf 38 Kilogramm ab – bei einer Größe von 1,94 Meter. Nach seinem letzten langen Krankenhausaufenthalt in der Uniklinik Bochum und einem Jahr intensiver Therapie in einer Wohngemeinschaft darf er in eine Therapiewohnung umziehen. Dort muss er sich selbst versorgen und das Alleine-Leben üben, ist aber in engem Kontakt mit einem Ernährungsbetreuer und Therapeuten. Der 32-Jährige will sein Leben zurückhaben. Wird er allein klarkommen?

Elija aus der Nähe von Siegen war 16 Jahre alt, als er Instagram und YouTube für sich entdeckte. "Ich hatte vorher kein Schönheitsideal von Männern oder Jungen. Das fing erst an, sich zu entwickeln. Und für mich war es dann 'muskulös und dünn'." Von da an trainierte er jeden Abend im Fitnessstudio, später auch noch morgens vor der Schule und manchmal sogar in den Freistunden. Parallel dazu aß er immer weniger und wurde immer schwächer. Bis er keine Kraft mehr hatte. Das brachte die Wende.

Die "37°"-Sendung steht am Sendetag ab 8.00 Uhr in der ZDFmediathek zur Verfügung. Die Videos in der ZDFmediathek sind zum Embedding freigegeben. Weitere Informationen: https://ly.zdf.de/Lai/

Ansprechpartnerin: Magda Huthmann, Telefon: 06131 – 70-12149;
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Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100,
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Mainz, 17. Januar 2020
ZDF Presse und Information