28.02.2018, 12:52 Uhr - Reportagen/Dokumentationen

"Deutsche beim IS": ZDFinfo-Doku "Verzweifelte Eltern, verlorene Kinder"


Rund ein Drittel aller Deutschen, die sich dem IS anschlossen, waren Konvertiten, die mit dem Islam zuvor nichts zu tun hatten.
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Rund ein Drittel aller Deutschen, die sich dem IS anschlossen, waren Konvertiten – sie hatten mit dem Islam zuvor nichts zu tun. Die Eltern dieser jungen Männer und Frauen waren fassungslos, als sie mitbekamen, dass ihre Kinder zum IS in den Krieg nach Syrien und in den Irak zogen. "Frontal 21" hat Eltern über zwei Jahre lang auf der Suche nach ihren Kindern begleitet: Am Freitag, 2. März 2018, 20.15 Uhr, ist die 30-minütige Dokumentation von Anne Feist erstmals in ZDFinfo zu sehen. Zu erleben sind eine Mutter bei dem Versuch, ihre Tochter zurückzuholen, und zwei Väter, deren Söhne in den Dschihad zogen. Die Eltern fragen: Warum konnte niemand den Weg ihrer Kinder in den Terror stoppen?

Der 18-jährige Marvin Rappe war mitten im Abitur, als er nach Syrien ausreiste und sich dort dem IS anschloss. Vater Christian Rappe versuchte seinen Sohn zurückzuholen und reiste an die türkisch-syrische Grenze. Der Versuch endete an einer Grenzmauer: Vater und Sohn standen sich gegenüber – nur durch eine Tür getrennt. Doch die blieb verschlossen: Der Vater musste ohne seinen Sohn zurückreisen. Wenige Monate später erhielt Rappe die Nachricht, sein Sohn sei tot. Doch ob die Information stimmt, ließ sich nicht klären.

Die Söhne von Joachim Gerhard zogen vor drei Jahren in den Dschihad. Als sie mit dem Jeep des Vaters Richtung Syrien aufbrachen, wurden sie bei der Ausreise offenbar überwacht. Doch die Behörden griffen nicht ein. Ob seine beiden Söhne heute noch leben, weiß Joachim Gerhard nicht. Das letzte Lebenszeichen von ihnen kam vor über zwei Jahren. Die Väter haben sich nun zusammengetan und Abgeordneten im Bundestag ihre Schicksale geschildert. Das ZDF-Magazin "Frontal 21" berichtete bereits im vergangenen Oktober über die beiden Väter, die ihre Söhne nicht aufgeben wollen.

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Mainz, 28. Februar 2018
ZDF Presse und Information