27.05.2021, 16:53 Uhr - Film, Kultur, Preise

Deutscher Kamerapreis für ZDF/ARTE-Koproduktion

Für oscarnominierten Film "Quo vadis, Aïda?"


Im Bosnienkrieg versucht die UN-Dolmetscherin Aïda (Jasna Djuricic), ihren Mann und ihre Söhne zu retten.
Copyright: ZDF/Christine A. Maier/Deblokada Produkcija

Für ihre Bildgestaltung der ZDF/ARTE-Koproduktion "Quo Vadis, Aïda?" wurde die in Berlin lebende österreichische Kamerafrau Christine A. Maier mit dem Deutschen Kamerapreis in der Kategorie Spielfilm ausgezeichnet. "Quo Vadis, Aïda?" war 2021 für einen Oscar nominiert.

Die bosnische Regisseurin Jasmila Žbanić erzählt in "Quo Vadis, Aïda?" – aus der Sicht der Dolmetscherin Aïda – vom Genozid an der muslimischen Bevölkerung Srebrenicas während des Bosnienkrieges 1995. In der Jurybegründung heißt es: "Christine A. Maiers Kamera geht mit, sie rast, hält inne und verharrt auf Gesichtern, sie begleitet, öffnet Räume, schaut hin, schaut weg, sie fängt Emotionen ein und schafft Begreifen und Verständnis. Es ist dieser meisterhaften Kameraarbeit zu verdanken, dass wir in 'Quo Vadis, Aïda?' mitten im Geschehen zu sein scheinen, uns ihm nicht entziehen können und eine fast physische Präsenz erleben."

Seit seiner Premiere im Wettbewerb des Filmfestivals von Venedig 2020 hat die Neun-Länder-Koproduktion zahlreiche Preise gewonnen, darunter bei den Filmfestivals in El Gouna, Antalya, Rotterdam und Göteborg. Sie wurde unter großer Anteilnahme der Überlebenden in der Gedenkstätte in Srebrenica gezeigt und führte zu lebhaften Diskussionen in Bosnien und Herzegowina.

"Quo Vadis, Aïda?" ist eine Koproduktion mit Deblokada (Damir Ibrahimovich), Razor Film (Gerhard Meixner, Roman Paul) und anderen. Die Redaktion für ZDF und ARTE liegt bei Holger Stern. Ein Sendetermin für den Film steht noch nicht fest.

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ZDF Presse und Information
Mainz, 31. Mai 2021