11.06.2019, 14:39 Uhr - Nachrichten/Aktuelles

Die Europawahl prägt Themenlage und Parteienpräsenz der Fernsehnachrichten im Mai


Top-20 der deutschen Politikerinnen und Politiker in den Fernsehnachrichten, Mai 2019.
Quelle: GöfaK Medienforschung GmbH.

Die Wahlen zum Europäischen Parlament haben maßgeblich die Themenlage und auch das Vorkommen politischer Akteure in den Fernsehnachrichten des Monats Mai geprägt. So stehen bei zwei der drei Top-Themen die Wahlen im Mittelpunkt: Die Berichterstattung über die Abstimmung und die Ergebnisse der Europawahl nimmt den ersten Platz der Top-Themen ein und der Wahlkampf zur Europawahl liegt auf Platz drei. Und auch auf Platz vier folgt mit dem Video des YouTubers Rezo eine Debatte, die in Zusammenhang mit der Wahl stand.

Die Wahlen schlagen sich auch in der Präsenz der politischen Akteure nieder. Zum einen in einer – verglichen mit anderen Monaten – insgesamt größeren Anzahl deutscher Politikerinnen und Politiker. Zum anderen in der Häufigkeit, mit der insbesondere CDU/CSU und SPD jeweils in den Fernsehnachrichten vorkommen. Während sonst zumeist die CDU die größte Präsenz aufweist, sind es im Mai Politikerinnen und Politiker der SPD. Bei SPD, CDU, CSU und Bündnis 90/Die Grünen entfällt dabei ca. ein Drittel der gesamten Präsenz auf den Wahltag bzw. die nachfolgenden fünf Tage des Monats. Die außerordentliche Präsenz der an der Bundesregierung beteiligten Parteien ist auch am Vorkommen der Einzelpolitikerinnen und -politiker erkennbar. Unter den Top-20 finden sich bis auf drei Ausnahmen ausschließlich Akteure von CDU/CSU und SPD. Die Ausnahmen sind Jörg Meuthen, Christian Lindner und Annalena Baerbock.

Bezogen auf die Themenstruktur der Nachrichtensendungen, sind trotz der Wahlen kaum Unterschiede zu anderen Monaten festzustellen, da die Sendungen strukturell weitestgehend festgelegt sind. Wird der absolute Umfang der täglichen Politikberichterstattung in Minuten betrachtet, so lassen sich drei Angebotsgruppen unterscheiden: RTL aktuell und die Sat.1 Nachrichten weisen mit 7 bzw. 8 Minuten täglich den geringsten Umfang auf, während die Tagesschau und heute mit 10 bzw. 11 Minuten die zweite Gruppe bilden. Am umfangreichsten berichten die Nachrichtenmagazine Tagesthemen und heute journal mit 16 bzw. 19 Minuten pro Tag über politische Themen.

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Mainz, 6. Juni 2018
ZDF Presse und Information