03.09.2019, 08:51 Uhr - Kultur

Felix Nussbaum in der "Digitalen Kunsthalle" des ZDF

Felix Nussbaum Saint Cyprien (Gefangene in St. Cyprien), 1942 (Öl auf Leinwand 68 x 138 cm)
Copyright: ZDF/Museumsquartier Osnabrück, Felix-Nussbaum-Haus; Leihgabe Niedersächsischen Sparkassenstiftung

Er entwarf fantastische Bildwelten und wurde zugleich zum Dokumentar einer bitteren Zeit: der deutsche Maler Felix Nussbaum. ZDFkultur zeigt in Kooperation mit dem Felix-Nussbaum-Haus im Museumsquartier Osnabrück die virtuelle Ausstellung "Felix Nussbaum – Leben und Werk". In der "Digitalen Kunsthalle" unter https://digitalekunsthalle.zdf.de sind ab sofort 40 seiner Werke zu sehen.

Das Felix-Nussbaum-Haus im Museumsquartier Osnabrück beherbergt mit über 200 Exponaten die weltweit größte Sammlung von Werken des Künstlers. Die "Digitale Kunsthalle" bietet nun ortsunabhängig eine Möglichkeit, sein Leben und Wirken kennenzulernen – mit einem zusätzlichen Gewinn: Dem Besucher wird eine Zeitreise ermöglicht, die in ihrer Bandbreite über eine reine Kunstausstellung hinausgeht.

In der virtuellen Ausstellung, in der auch sonst nicht mehr zugängliche Gemälde zu erleben sind, steht eine Vielzahl von Informationen zu Künstler und Werk per Mausklick bereit. Ergänzt wird die Präsentation durch einen vom ZDF für dieses Projekt produzierten Film: Er stellt Auguste Moses-Nussbaum vor, die heute 95-jährige Cousine des Künstlers. Ihrem Engagement verdankt das Museum den Grundstock seiner Sammlung.

Felix Nussbaum, geboren 1904, entstammte einer gutbürgerlichen jüdischen Kaufmannsfamilie aus Osnabrück, die seine künstlerischen Ambitionen unterstützte. 1924 schrieb er sich für ein Studium in Berlin ein; bereits wenige Jahre später hatte er sich in der Kunstszene einen Namen gemacht. Gekonnt verbindet seine Malerei die Ausdrucksstärke des Expressionismus mit neusachlicher Klarheit und surrealen Elementen.

Auf die erfolgreichen frühen Jahre folgten ein Dasein auf der Flucht und ein tragisches Ende. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 lebten Nussbaum und seine ebenfalls jüdische Gefährtin Felka Platek in Belgien. Wie ein Tagebuch begleiten Nussbaums eindringliche Selbstporträts und Figurendarstellungen das Leben im Exil und in ständiger Angst. Am 20. Juni 1944 wurden Nussbaum und Platek aufgrund einer Denunziation verhaftet, am 31. Juli nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Die "Digitale Kunsthalle", die gemeinsam mit verschiedenen Museen in ganz Deutschland realisiert wird, ist Teil des digitalen Kulturraums ZDFkultur, mit dem das ZDF das Verständnis für Kunst und Kultur fördert und selbst als Kulturproduzent tätig wird. Eingebettet in die ZDFmediathek bündelt ZDFkultur Inhalte aus unterschiedlichen Bereichen wie Literatur, Musik und Kunst – mit interaktiven Möglichkeiten für Nutzerinnen und Nutzer.

Ansprechpartnerinnen:
Katharina Rudolph, rudolph.k@zdf.de, Dr. Britta Schröder, schroeder.b@zdf.de;
Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100,
und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdfkultur

ZDFkultur in der ZDFmediathek: https://zdfkultur.de

ZDFkultur bei Facebook: https://facebook.com/ZDFkultur

https://twitter.com/ZDFpresse

Mainz, 3. September 2019
ZDF Presse und Information