11.12.2020, 11:25 Uhr - Nachrichten/Aktuelles, Unternehmen

Fernsehrat genehmigt ZDF-Haushalt 2021

ZDF
Copyright: ZDF/Corporate Design

Der ZDF-Fernsehrat hat heute den Haushaltsplan 2021 genehmigt. Intendant Dr. Thomas Bellut stellte den Haushaltsplan im pandemiebedingt digitalen Plenum des Gremiums vor. Die im Haushalt veranschlagten Erträge aus Rundfunkbeiträgen (2.044 Mio. Euro) basieren auf der gemeinsamen Prognose von ARD, ZDF, Deutschlandradio und Zentralem Beitragsservice, die von einer Beitragserhöhung zum 1. Januar 2021 in der von der KEF empfohlenen Höhe ausgeht. ZDF-Intendant Thomas Bellut erklärte dazu, der Haushalt sei unter der Voraussetzung geplant, dass es ab Januar einen um 33 Cent erhöhten Anteil aus dem Rundfunkbeitrag für das ZDF gebe. Diese erste Anhebung des Beitrags seit 11 Jahren werde dringend benötigt, da das ZDF schon durch die Einsparungen der vergangenen Jahre stark belastet sei. Ein Ausbleiben der Erhöhung hätte deutliche Einschnitte bei den Programminvestitionen zur Folge.

Die Vorsitzende des Fernsehrats, Marlehn Thieme, erklärte bei der Beratung des Haushalts, die Pandemie werde auch im kommenden Jahr erhebliche Mehrkosten verursachen. Thieme: "Das ZDF plant dennoch einen ausgeglichenen Haushalt 2021 und ist damit für die Zukunft gut gerüstet. Dabei muss es auch die Berichterstattung über die bevorstehenden Wahlen und über die verschobenen Sportgroßereignisse in gewohnter Qualität einkalkulieren. Die Marktführerschaft des ZDF-Hauptprogramms gilt es 2021 zu halten. Das ZDF hat in den vergangenen Jahren einen konsequenten Sparkurs verfolgt mit Personalabbau und innerbetrieblichen Umstrukturierungen. Die digitale Verbreitung der Inhalte erfordert Synergien sowohl im Programm als auch bei der Technik. Hier markiert der Haushalt die notwendigen Investitionen in die IT-Ausstattung und setzt wichtige Akzente im Bereich der Prozessoptimierung und der cloud-basierten Infrastruktur."

Intendant Bellut sagte in seiner Haushaltsrede, das ZDF stehe im kommenden Jahr vor großen Herausforderungen. Bellut: "Neben der Pandemie haben wir eine dynamische technologische Entwicklung und wir befinden uns in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld. Dabei bleibt das übergeordnete Ziel, weiterhin ein attraktives und vielfältiges Programmangebot für die ganze Gesellschaft bereitzustellen. Der vorliegende Haushaltsplan zeigt, dass das ZDF diesen Herausforderungen mit der konsequenten Weiterführung einer soliden und sparsamen Finanzpolitik begegnet."  

Der Haushalt umfasst Aufwendungen in Höhe von 2,6 Milliarden Euro und wurde auf Basis aller KEF-Vorgaben geplant. Dabei hatte die KEF in ihrem Bericht ausdrücklich anerkannt, dass das ZDF die zugesagten Einsparungen beim Personal bis Ende 2020 in vollem Umfang erbringt. Bis dahin ist ein dauerhafter Personalabbau von 562 sogenannten Vollzeitäquivalenten erfolgt – das sind rund 10 Prozent der Belegschaft. Dazu kommen weitere personalwirtschaftliche Maßnahmen wie befristete Wiederbesetzungssperren, die den Personalaufwand noch weiter reduzieren. Insbesondere blieben die Tarifabschlüsse des ZDF in den letzten Jahren deutlich unter den Steigerungsraten des öffentlichen Dienstes der Länder. Das ZDF plant im Finanzplan 2021 mit einem Gesamtergebnis von -2,6 Mio. Euro. Der Mittelbedarf wird planmäßig durch Entnahme aus der Sonderrücklage gedeckt, die durch Beitragsmehrerträge früherer Haushaltsjahre aufgebaut wurde. Insgesamt ergibt sich damit für 2021 ein ausgeglichener Haushalt.

Zusammenfassung des Haushaltsplans: https://kurz.zdf.de/go2i/

Ansprechpartner: Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de

https://twitter.com/ZDFpresse

Mainz, 11. Dezember 2020
ZDF Presse und Information