28.02.2018, 11:04 Uhr - Reportagen/Dokumentationen

Kampf gegen Raubbau: "planet e." im ZDF über den Virunga-Nationalpark


Der Virunga-Nationalpark ist Heimat der seltenen Berggorillas.
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Die Ranger des Virunga-Nationalparks im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo kämpfen gegen Milizen, die illegal Rohstoffe ausbeuten. Bilanz bisher: 160 getötete Parkaufseher. Am Sonntag, 4. März 2018, 16.30 Uhr, berichtet "planet e." im ZDF über den "Raubbau im Gorilla-Paradies".

Der Virunga-Nationalpark ist der älteste Park Afrikas und vor allem wegen der vom Aussterben bedrohten Berggorillas bekannt. 1994 nahm die UNESCO den Park in die Rote Liste des gefährdeten Welterbes auf. Seit 2008 ist Emmanuel de Merode Direktor des Parks und hat mit rund 600 Wildhütern ein Gebiet von fast 8000 Quadratkilometern zu schützen – eine Fläche halb so groß wie Schleswig-Holstein. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen verfolgen dort etwa 8000 schwerbewaffnete Miliz-Soldaten nur ein Ziel: illegal Rohstoffe zu gewinnen. In den zurückliegenden 20 Jahren sind 160 Ranger getötet worden.

Doch auch die Menschen, die sich rund um den Park angesiedelt haben, setzen dem Virunga zu. Sie erlegen Tiere, um sich zu ernähren, fällen Bäume, um Brennholz zu gewinnen, und legen auf den gerodeten Flächen Äcker an. Für Emmanuel de Merode ist deshalb die Bekämpfung der Armut ein wichtiger Schritt zur Rettung des Parks. Plantagen mit schnell wachsenden Baumarten liefern Holz für die Herstellung von Holzkohle und lindern so den Druck auf den Wald. Außerdem unterstützt die Parkverwaltung den Bau mehrerer Schulen, um den Kindern Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Auch die Witwen der getöteten Ranger werden unterstützt: In einer von der Parkverwaltung eingerichteten Schneiderei nähen sie Souvenirs für Touristen und haben damit ein monatliches Auskommen.

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Mainz, 28. Februar 2017
ZDF Presse und Information