09.09.2020, 11:18 Uhr - Reportagen/Dokumentationen

"planet e." über neue Tierarten in Deutschland

Die Nutria stammt aus Südamerika. Copyright: ZDF/Stefan Spoo

Wie bedrohlich sind eingeschleppte Tierarten? Verdrängen sie einheimische Vögel und Wildtiere? Die Liste der gebietsfremden Arten ist lang und reicht von Waschbären, Halsbandsittichen, Roten Amerikanischen Sumpfkrebsen über Nutrias bis zu Kanadagänsen. So unterschiedlich die Tierarten, so verschieden sind ihre Auswirkungen auf die heimische Natur. Die ZDF-Umwelt-Doku-Reihe "planet e." zeigt am Sonntag, 13. September 2020, 16.30 Uhr, in "Waschbär, Nutria, Halsbandsittich – Deutschlands neue Tierarten" die Hintergründe im Umgang mit fremden Tierarten: Der Film von Jenny Roller-Spoo steht ab Freitag, 11. September 2020, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek zur Verfügung.

Meist haben Menschen fremde Arten in die neue Umgebung gebracht – oft versehentlich, manchmal auch absichtlich. Über die Effekte tierischer Exoten auf heimische Arten und das Ökosystem ist bisher wenig bekannt. Doch das ändert sich langsam. Seit etwa zehn Jahren ist die Pazifische Felsenkrabbe im Nordfriesischen Wattenmeer etabliert und lebt dort in Dichten von bis zu 300 Individuen pro Quadratmeter. Was bedeutet das für das maritime Ökosystem? Forscher des Alfred-Wegener-Instituts wollen das herausfinden.

Halsbandsittiche fühlen sich in Städten am Rhein besonders wohl. Die kleinen grünen Papageien haben sich an das Leben in Großstädten angepasst – und werden dort zur Plage. Hunderte der Vögel veranstalten jeden Abend und jeden Morgen ein lautes Konzert, ihr Kot sorgt regelmäßig für Ärger. In Bremen bauen Nutrias ihre Behausungen in den Deichen, die die Stadt vor Hochwasser schützen sollen. Und Waschbären, die mittlerweile besonders zahlreich in Deutschland vorkommen, fressen die Eier von Vögeln – auch von geschützten Bodenbrütern und bevorzugt von Amphibien. Laut Untersuchungen vertilgt jeder Waschbär davon allein mehr als 1000 pro Jahr. "planet e." geht der Frage nach, ob manche neue Tierart bekämpft oder mit Blick auf den Tierschutz geduldet werden muss.

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Mainz, 9. September 2020
ZDF Presse und Information