11.06.2015, 12:08 Uhr - Magazine/Interviews, Kultur

Richard David Precht diskutiert im ZDF über Beschleunigung und Zeitdruck

Richard David Precht im Gespräch mit Hartmut Rosa
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Die Zeit scheint immer schneller zu vergehen, ständig hat man das Gefühl, etwas zu verpassen. Haben wir die Hoheit über unser Zeitmanagement tatsächlich dem technischen Fortschritt und dem digitalen Kapitalismus geopfert oder spiegelt unser Drang nach Beschleunigung lediglich unsere zwangsläufige kulturelle Entwicklung wider? Diesen Fragen geht Richard David Precht am Sonntag, 14. Juni 2015, 24.00 Uhr, in der ZDF-Philosophiesendung "Precht" mit seinem Gast, dem Zeit-Forscher und Soziologen Professor Hartmut Rosa nach. Beide diskutieren unter dem Titel "Rasender Stillstand - Beschleunigen wir uns zu Tode?" auch darüber, wie die Politik mit dem rasanten Wandel umgeht und ob Entschleunigung tatsächlich gegen Zeitnot hilft.

Jeder versucht in unserer modernen Gesellschaft, möglichst viele Optionen aus jener unendlichen Palette der Möglichkeiten zu realisieren, so Professor Hartmut Rosa, und habe am Ende gerade deshalb das Gefühl, immer mehr zu verpassen. Besonders die digitale Technologie spielt dem kapitalistischen Prinzip der Profitoptimierung und der dafür notwendigen Beschleunigung in die Hände und weitet es bis in alle kulturellen Bereiche unseres Lebens aus. Doch hat diese fortschreitende Beschleunigung in jedem Fall eine Entfremdung des Menschen zur Folge, wie Rosa befürchtet? Verlieren wir den Bezug zu dem, was wir tun und wie wir leben, weil wir dabei immer seltener die Selbstwirksamkeit unseres Handelns erfahren?

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Mainz, 11. Juni 2015

ZDF Presse und Information