09.05.2019, 15:28 Uhr - Magazine/Interviews, Nachrichten/Aktuelles, Unternehmen

Terroranschläge und Unglücke waren die Top-Themen der Fernsehnachrichten im April

Top 10-Themen in den Fernsehnachrichten im April 2019 (in Minuten)
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Die Terroranschläge in Sri Lanka waren das Top-Thema in den Fernsehnachrichten im April. Auf den nachfolgenden Plätzen der Rangliste von Top-Themen finden sich das Feuer in der Pariser Kathedrale Notre-Dame, die erneute Verschiebung der Brexit-Frist und das Busunglück auf Madeira, bei dem 29 Deutsche starben.

Betrachtet man die Hauptnachrichtensendungen Tagesschau, heute, RTL aktuell und Sat.1 Nachrichten sowie die Nachrichtenmagazine Tagesthemen und heute journal getrennt voneinander, so zeigt sich, dass nahezu alle Nachrichtensendungen in ähnlichem Umfang über die Terroranschläge in Sri Lanka berichtet haben. Einzig bei den Sat.1 Nachrichten hatte dieses Thema einen geringeren Stellenwert. Dieser Befund lässt erkennen, dass die zuvor dargestellten Top-Themen nicht in allen Nachrichtensendungen gleichermaßen die Berichterstattung dominierten. Vielmehr gibt es unterschiedliche Themenagenden innerhalb der einzelnen Nachrichtensendungen. Dass die Verschiebung des Brexit bei den Sat.1 Nachrichten das Topthema im April war, während es bei RTL aktuell nur am Rande aufgegriffen wurde, zeigt dabei, dass sich auch die Nachrichten der privaten Anbieter maßgeblich unterscheiden können.

Diese Schwerpunktsetzungen lassen sich nicht nur bei den Einzelthemen, sondern auch bei den Themenbereichen erkennen, über die in den jeweiligen Nachrichtensendungen berichtet wird. So informierten im April alle Nachrichtensendungen mit Ausnahme von RTL aktuell zumindest in der Hälfte ihrer Sendezeit über Politik. Aufgrund der größeren Sendungsdauer war bei RTL aktuell der absolute Umfang der Politikberichterstattung jedoch nicht geringer als bei den Sat.1 Nachrichten. In beiden Fällen wurde an einem durchschnittlichen Tag im April sieben Minuten über Politik berichtet. Bei der Tagesschau und bei heute waren es jeweils elf Minuten. Die umfangreichste Politikberichterstattung findet sich in den Nachrichtenmagazinen der öffentlich-rechtlichen Anbieter: in den Tagesthemen waren dies 13 Minuten und im heute journal 16 Minuten pro Tag.

Bei der Gesamtpräsenz der Parteien war lag die CDU im April mit deutlichem Abstand vor der SPD. Von den Oppositionsparteien bekamen vor allem die FDP, Bündnis 90/Die Grünen und die AfD vergleichsweise viel Aufmerksamkeit. Passend zur Gesamtpräsenz der Parteien sind auf den ersten Plätzen bei den Einzelpolitikerinnen und -politikern ausschließlich Vertreterinnen und Vertreter der Regierungsparteien. So finden sich nach der Erstplatzierten Angela Merkel auf den Plätzen zwei bis sieben ausschließlich Bundesminister. Auf den Plätzen acht bis zehn folgen die Bundesvorsitzenden von FDP, CDU und Bündnis 90/Die Grünen. Neben der Gesamtpräsenz ist bei einigen Politikern das Verhältnis von O-Tönen, Zitaten und reinen Nennungen bemerkenswert. So kamen beispielsweise Christian Lindner, Robert Habeck oder Dietmar Bartsch vorwiegend und Karl Lauterbach sogar ausschließlich im O-Ton vor.

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Mainz, 9. Mai 2019
ZDF Presse und Information