01.10.2019, 13:48 Uhr - Reportagen/Dokumentationen

Überleben im Straßenverkehr: "plan b" über Wege zu mehr Sicherheit


TCS-Fahrlehrer Roland von Moos (l.) mit seinem 84-jährigem Fahrschüler Toni Biedermann.
Copyright: ZDF/Björn Detre

Auf Deutschlands Straßen verlieren jedes Jahr mehr als 3000 Menschen ihr Leben, zudem werden Hunderttausende verletzt. Wie sich viele Unfälle mit einfachen Mitteln verhindern lassen, beleuchtet am Samstag, 5. Oktober 2019, 17.35 Uhr, "plan b" im ZDF in "Überleben im Straßenverkehr – Vorfahrt für mehr Sicherheit".

In der Schweiz wird nach dem Prinzip der "Via Sicura" verfahren. Dieser "sichere Weg" soll über den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, über Bestrafung und Aufklärung erreicht werden. So ist dort Rasen kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Bei Tempoverstößen drohen hohe Bußgelder, Führerscheinentzug und auch eine Gefängnisstrafe. Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, müssen außerdem Autofahrer ab 75 Lebensjahren eine verkehrsmedizinische Fahrtauglichkeitsuntersuchung machen. Daneben sind der intensive Ausbau sicherer Verkehrswege und die Entschärfung von Unfallschwerpunktstellen fester Bestandteil der Schweizer Verkehrspolitik.

In Deutschland gibt es ebenfalls Programme, die abschrecken und aufklären sollen. Die 26-jährige Sandra Kocer wurde unverschuldet Opfer eines Frontalunfalls mit einem entgegenkommenden Auto – der Fahrer stand unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol. Sandra Kocer engagiert sich nun in einem Präventionsprogramm für Jugendliche: In der Unfallchirurgie der Berufsgenossenschaftsklinik in Ludwigshafen erzählt sie den Schülern von ihren Unfall-Erfahrungen.

Auch Kommunen können etwas für die Verkehrssicherheit tun: In Neumünster fährt die Müllabfuhr nur noch mit Abbiege-Assistent in die Kurven. Technische Assistenzsysteme sollen helfen, die Gefahr des toten Winkels zu bannen. In der schleswig-holsteinischen Stadt ziehen Stadtrat, Technisches Betriebszentrum und eine Spedition an einem Strang und setzen auf mehr Sicherheit durch neue Technik.

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Mainz, 1. Oktober 2019
ZDF Presse und Information