09.12.2020, 15:45 Uhr - Kultur, Preise

ZDF und 3sat erfolgreich beim Fernsehpreis LiteraVision 2020

Eva Menasse und Cornelius Janzen ausgezeichnet


Die österreichische Journalistin und Schriftstellerin Eva Menasse war 2019 Stadtschreiberin der Stadt Mainz.
Copyright: ZDF/Jana Kay

Mit dem Fernsehpreis LiteraVision wurden in diesem Jahr die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse für ihre ZDF/3sat-Dokumentation "Ich habe kein Talent zum Hassen. Eva Menasse im Gespräch mit Schriftsteller Robert Schindel" sowie Cornelius Janzen für seinen Beitrag "Adorno reloaded. Aspekte des neuen Rechtsradikalismus" im 3sat-Magazin "Kulturzeit" ausgezeichnet.

Eva Menasse, im Jahr 2019 Mainzer Stadtschreiberin, hat als Trägerin des von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz vergebenen Literaturpreises einen Film nach freier Themenwahl gestaltet und sich für ein Gespräch mit dem österreichischen Schriftsteller Robert Schindel entschieden: Die Dokumentation "Ich habe kein Talent zum Hassen. Eva Menasse im Gespräch mit Schriftsteller Robert Schindel" wurde redaktionell im ZDF von Dr. Susanne Becker und Dr. Michael Schmitt betreut. Die Dokumentation ist bis 16. November 2024 in der 3sat-Mediathek verfügbar.  

"Der Verzicht auf dramaturgische 'Geschmacksverstärker' ist wohltuend, er ermöglicht und erlaubt die hohe Konzentration, die das weitgreifende und im besten Sinn ernsthafte Gespräch über Politik, Weltanschauungen, ästhetische Gestaltung, Geschichte und Lebensgeschichte erfordert", urteilte die Jury.

"Kulturzeit"-Autor Cornelius Janzen hat Theodor W. Adornos an der Universität Wien gehaltene Vorlesung "Aspekte des neuen Rechtsradikalismus" aus dem Jahr 1967 zum Ausgangspunkt genommen, um aus den erhaltenen Tonaufnahmen in Zusammenarbeit mit der Firma Raketenfilm einen animierten Beitrag über die Aktualität des Denkens Theodor W. Adornos zu gestalten: "Adorno reloaded. Aspekte des neuen Rechtsradikalismus". Der Beitrag ist bis zum 5. Januar 2021 in der 3sat-Mediathek abrufbar.

Adornos Vortrag, der heute immer noch hochaktuell erscheine, werde "von Filmautor Cornelius Janzen im Magazin-Korsett des 5- bis 6-Minuten-Formats visuell knapp und treffend umgesetzt", urteilt die Jury, und weiter: "Adornosche Schlagwörter und Schlüsselsätze […] werden in filmischen Collagen durch Schlagzeilen, Fotos und Grafiken veranschaulicht. 'Adorno reloaded' lebt auch von diesen punktgenauen, originellen und gut getimten Animationen von Konstantin Fuchs, die hier nicht wie so oft als Textfläche herhalten müssen, sondern wirklich ihre ganz eigene Geschichte erzählen und so den kleinen Beitrag ungemein bereichern. Inhalt, Form und Aktualität – alles ist verbunden und auf hohem Niveau umgesetzt. Ein kluger Filmbeitrag, liebevoll in der Animation und politisch wichtig."

Der Jury des jeweils mit 5000 Euro dotierten und von der Landeshauptstadt München vergebenen Preises gehören an: Ingo Fliess (Filmproduzent), Dagmar Knöpfel (Filmregisseurin, Drehbuchautorin), Volker Koepp (Dokumentarfilm-Regisseur), Antje Kunstmann (Verlegerin), Dagmar Leupold (Autorin) und Thilo Wydra (Autor, Journalist) sowie die Stadträtinnen und Stadträte Klaus Peter Rupp (SPD/Volt), Beatrix Burkhardt (CSU), Marion Lüttig (Die Grünen-Rosa Liste), Thomas Niederbühl (Die Grünen-Rosa Liste) und Dirk Höpner (ÖDP/FW).

Ansprechpartnerin: Jessica Zobel, Telefon: 06131 – 70-16293;

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Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/evamenasse und https://presseportal.zdf.de/presse/kulturzeit

Mainz, 9. Dezember 2020
ZDF Presse und Information