23.01.2020, 12:13 Uhr - Film, Reportagen/Dokumentationen

ZDF zeigt "Die Kinder von Windermere"

Fernsehfilm und Dokumentation zum 75. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung


Oscar Friedmann (Thomas Kretschmann) inmitten der Kinder, die nach ihrer Ankunft in Windermere von Ärzten untersucht werden.
Copyright: ZDF/Helen Sloan SMPSP

Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz zeigt das ZDF im Montagskino am 27. Januar 2020, 22.15 Uhr, den Fernsehfilm "Die Kinder von Windermere". Das Drama über Kinder, die Hitlers Konzentrationslager überlebten, ist eine Koproduktion mit der britischen BBC, die den Film am selben Tag ausstrahlt. In der ZDFmediathek steht er ab Montag, 27. Januar 2020, 22.00 Uhr, für sechs Monate zum Abruf bereit.

Das hochemotionale Drehbuch zu "Die Kinder von Windermere" stammt von Simon Block und beleuchtet ein bisher noch nicht erzähltes Kapitel im Nachgang des Holocausts. Unter der Regie von BAFTA- und Emmy-Gewinner Michael Samuels spielen Thomas Kretschmann, Romola Garai, Iain Glen, Konstantin Frank, Philipp Christopher, Anna Schumacher und viele andere. Die Kinder werden von jungen Schauspielern aus ganz Europa verkörpert. Im Anschluss an den Fernsehfilm folgt um 23.45 Uhr "Die Kinder von Windermere – die Dokumentation" von Nancy Bornat.

August, 1945. Ein Reisebus erreicht Calgarth Estate am nordenglischen Lake Windermere. Die Passagiere: 300 Kinder und Jugendliche, die Hitlers Konzentrationslager überlebt haben. Sie besitzen nur noch das, was sie am Leib tragen, und ihr Leben. In der geschützten Umgebung sollen sie einen Sommer lang unter der Betreuung des deutschen Psychologen Oscar Friedmann (Thomas Kretschmann) lernen, mit ihren grausamen Erlebnissen während des Holocausts umzugehen. Der Film rückt eine kleine Gruppe traumatisierter 13- bis 17-Jähriger in den Mittelpunkt, die, nach Jahren des Schreckens, wieder einen normalen, angstfreien und lebensbejahenden Alltag erleben können. Am Lake Windermere lernen sie, was es heißt zu leben. Hier legen sie den Grundstein für eine bessere Zukunft – auch wenn viele der Kinder erst dort erfahren, dass es keine Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihren Familien gibt.

In der Dokumentation zum Film "Die Kinder von Windermere" berichten einige der letzten noch lebenden Kinder des Transportes nach England in sehr persönlichen Statements von ihren Erfahrungen. "Wir kamen aus der Hölle in den Himmel", erinnert sich Sam Laskier. Er war einer der 300 jungen Juden verschiedenster Nationalitäten, die sich nach der Befreiung der KZs durch die Alliierten im englischen Windermere erholen sollten. Wie andere, die sein Schicksal teilen, schildert Arek Hersh in der Dokumentation, was der Neuanfang für ihn bedeutete: "Ich begann wieder, mich als ein menschliches Wesen zu fühlen." Der therapeutische Umgang mit den traumatisierten Kindern beeinflusste die Entwicklung der Kinderpsychologie weltweit. Auch deshalb ging das "Windermere-Projekt" in die Geschichte ein.

Ansprechpartnerin: Cordelia Gramm, Telefon: 06131 – 70-12145;

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Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/windermere

Sowohl der Fernsehfilm als auch die Dokumentation stehen für akkreditierte Journalisten zur Ansicht im Vorführraum des ZDF-Presseportals zur Verfügung.

Pressemappe "Die Kinder von Windermere": https://kurz.zdf.de/Eyn/

Pressemappe zu den ZDF-Sendungen zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz: https://kurz.zdf.de/oV9/

Sendungsseite zu "Die Kinder von Windermere" in der ZDFmediathek: https://zdf.de/filme/montagskino/die-kinder-von-windermere-102.html

Die Videos in der ZDFmediathek sind zum Embedding freigegeben. Weitere Informationen: https://kurz.zdf.de/Gb7B/

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Mainz, 23. Januar 2020
ZDF Presse und Information