28.02.2018, 12:14 Uhr - Magazine/Interviews, Reportagen/Dokumentationen

"ZDF.reportage" begleitet Gerichtsvollzieher im Alltag und in der Ausbildung

Ein Schuldenberg und vom Mieter keine Spur - mit dem Schlüsseldienst verschafft sich Gerichtsvollzieher Frank Neuhaus Zutritt zur Wohnung.
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"Geld oder Gefängnis?": Am Sonntag, 4. März 2018, 18.00 Uhr, begleitet die "ZDF.reportage" Gerichtsvollzieher im Alltag und in der Ausbildung. "Du weißt nie, was dich an der nächsten Haustür erwartet", sagt Frank Neuhaus, Vorsitzender des Gerichtsvollzieherbundes NRW und seit über 20 Jahren aktiv im Dienst. Und genau das mache für ihn die Arbeit als Gerichtsvollzieher zum spannendsten Job der Welt.

In Deutschland haben fast sieben Millionen Menschen Schulden – und Jahr für Jahr steigt die Zahl derer, die ihre Rechnungen nicht mehr begleichen können. Irgendwann steht dann der Gerichtsvollzieher vor der Tür. "Das Internet macht es immer schlimmer", berichtet Frank Neuhaus: ein Klick, und schon ist die Ware gekauft – auch wenn das Geld dafür eigentlich fehlt. Seit einigen Monaten treiben den Sauerländer Gerichtsvollzieher noch ganz andere Sorgen um: Neuhaus und seine Kollegen werden verstärkt mit Klagen und Drohbriefen konfrontiert, vom Grundstück verwiesen, attackiert. "Früher hatten die Menschen noch Respekt vor uns", sagt Neuhaus, "heute werden die Schuldner viel schneller aggressiv."

Vielleicht auch ein Grund dafür, dass immer weniger junge Menschen Gerichtsvollzieher werden wollen. Die Bundeslänger versuchen mit einem verbesserten Ausbildungskonzept und einer Öffnung der Ausbildung entgegenzuwirken. Im Ausbildungszentrum für Gerichtsvollzieher in Monschau werden derzeit 129 Anwärter aus neun Bundesländern ausgebildet. Zum ersten Mal sind auch Quereinsteiger dabei – so wie Daniel Rambach, der früher in einer Kanzlei für Insolvenzrecht arbeitete. Seine Kollegin Stefanie Willing ist eine von aktuell 84 Frauen in der Ausbildung. Trotz steigender Aggressivität, trotz Dauerbelastung scheinen Frauen diesen Beruf reizvoll zu finden. In Monschau haben Deeskalations- und Anti-Aggressionstrainings inzwischen einen wichtigen Anteil am Unterrichtsstoff.

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Mainz, 28. Februar 2018
ZDF Presse und Information