05.09.2019, 11:50 Uhr - Magazine/Interviews, Reportagen/Dokumentationen

"ZDF.reportage" über den harten Alltag der Straßenkünstler

Alexander ist Statuen-Künstler in München.
Copyright: ZDF/Enrico Demurray

Straßenmusiker, Jongleure, Pantomime und Straßenmaler sind auf die finanzielle Gunst der Passanten angewiesen – das Kleingeld, das sie erhalten, reicht dabei kaum zum Leben. Am Sonntag, 8. September 2019, 18.00 Uhr, beleuchtet die "ZDF.reportage" in "Sammeln, betteln, musizieren" den harten Alltag der Straßenkünstler.

In München ist der Markt unter den Straßenmusikern hart umkämpft: Morgens um 8.00 Uhr müssen die Künstler erst einmal Schlange stehen. Barbara Breinl von der Stadtinformation entscheidet, wer auftreten darf und wer nicht. Maximal zehn Personen sind das pro Tag – fünf in der Vormittagsschicht und fünf am Nachmittag. Eine Genehmigung bekommt in der Regel, wer ganz vorne in der Reihe steht. Wer allerdings nicht mindestens drei vernünftige Stücke im Repertoire hat, sollte erst einmal weiter zu Hause üben, bevor er die Münchener Innenstadt beschallen darf.

Stets unter den ersten Wartenden ist Alexander K. aus Polen, Statuen-Künstler und seit 15 Jahren in Deutschland. Man kennt ihn als "bronzefarbenen Mann" aus der Münchener Innenstadt. Acht Stunden steht er dort, bei gutem Wetter – fast täglich. Sein Kostüm hat er für viel Geld selbst entworfen. Bis er sich fertig geschminkt und die bronzene Farbe sorgfältig auf allen freien Hautflächen verteilt hat, dauert es fast zwei Stunden. Ab 12.00 Uhr muss er sich für den Rest des Tages konzentrieren. Dann heißt es: nicht blinzeln, nicht lächeln und stets auf demselben Fleck verharren.

Auch in Leipzig gibt es viele Straßenkünstler. Doch dort darf noch jeder auftreten, der Spaß daran hat. Gitarrist und Songwriter Falko Linß hofft, dass das so bleibt. Er sieht die Straße als Sprungbrett.

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Mainz, 5. September 2019
ZDF Presse und Information