20.04.2020, 10:50 Uhr - Magazine/Interviews, Reportagen/Dokumentationen

"ZDFzoom: Am Puls Deutschlands": Klimadebatte in Corona-Zeiten

Jörg Dahm (M.) kritisiert im Gespräch mit Jochen Breyer die Nähe der Windräder.
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Wie verändert die Corona-Krise die Klimadebatte? Und was nervte bisher am Klimastreit? Jochen Breyer trifft Menschen mit unterschiedlichen Meinungen – am Mittwoch, 22. April 2020, 22.45 Uhr, in "ZDFzoom: Am Puls Deutschlands – #wasmichamklimastreitnervt".

Unter dem Hashtag #wasmichamklimastreitnervt hatte das ZDF am 7. Februar 2020 zu Rückmeldungen aufgerufen – und es diskutierten Tausende: Die Politik tue zu wenig, sagen die einen, die anderen wollen sich nichts verbieten lassen. Das Team um Jochen Breyer hat alle Nachrichten gelesen und einige der Teilnehmer besucht. Dann kam Corona: Das öffentliche Leben steht still, kaum mehr Flüge, weniger Autoverkehr, weniger Fabriken in Betrieb – allein in China 25 Prozent weniger CO2-Ausstoß. Doch der Klimastreit ist dadurch nicht weg. Jochen Breyer hat diejenigen, die sich am Aufruf beteiligt haben, aktuell per Videotelefonie gefragt: Was ändert Corona an der Klimadebatte?

Noch vor zwei Monaten war die Diskussion in vollem Gange und Millionen Menschen gingen auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Jochen Breyer trifft einen von ihnen per Videochat. "Würde die Politik die Klimakrise als solche anerkennen, gäbe es gar keinen Streit mehr", hat ihm der 17-jährige Jaromir Schmidt geschrieben, der sich bei Fridays For Future in Berlin engagiert. Seine Forderung: Deutschland soll als gutes Beispiel vorangehen.

Was er als Chance begreift, halten andere für naiv und gefährlich. Volker Sämann zum Beispiel hat geschrieben: Ihn nerve es, dass "fast nur naive Jugendliche und linke und grüne Spinner zu Wort kommen, denen es nur darum geht, Deutschland zu zerlegen". Der 71-jährige ehemalige Banker fragt, ob Deutschland tatsächlich alleine die Welt retten kann – und sollte. Jochen Breyer möchte die beiden gegensätzlichen Positionen zusammenbringen: Was passiert, wenn der junge Aktivist und der Pensionär aufeinandertreffen?

Bei Jochen Breyers Begegnungen wird deutlich: Das Thema Klima weckt Emotionen. Für Jörg Dahm etwa ist die Windenergie weniger ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende als vielmehr Anlass zur Kritik: Rund um sein Haus wurden Windräder gebaut. "Sobald die anfangen zu drehen, wird man innerlich unruhig", sagt Dahm. Jochen Breyer besucht auch die Kohlekumpel Klaus Emmerich und Michael Müller, die seit den 80er-Jahren im Tagebau Garzweiler arbeiten. Sie wünschen sich mehr Akzeptanz, Zeit und Ruhe, um die Energiewende zu stemmen.

Warum kann die Politik nicht klarere Richtlinien erstellen? Warum wird so viel Verantwortung auf den Verbraucher abgewälzt? Warum wird die Industrie nicht stärker in die Pflicht genommen? Diese Fragen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Nachrichten, die Jochen Breyer erhalten hat. Auch Nicole Staub-Demaria wünscht sich klarere Richtlinien, um wirkungsvoll nachhaltiger leben zu können. Doch viel zu oft weiß sie nicht, wie: Was ist zum Beispiel besser fürs Klima – Tetra-Pack, Glas- oder Plastikflasche?

Für Jochen Breyer wird in "Am Puls Deutschlands" klar: Was jede und jeder einzelne macht, ist wichtig. Doch die Corona-Krise lehrt auch: "Eine globale Krise wie die Klimakrise können wir nur gemeinsam bewältigen."

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Mainz, 20. April 2020
ZDF Presse und Information