Individuum und Gesellschaft

"37°" – im Mittelpunkt steht der Mensch

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Seit mehr als 25 Jahren stellt die Reportagereihe "37°" den Menschen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: den Menschen mit seinen Schicksalen, seinen Freuden, seiner Trauer, seinen Herausforderungen und Anfechtungen, seinem Scheitern und Gelingen. Alles, was den Einzelnen betrifft und ihm widerfährt, wie sich die Individuen in der Gesellschaft zueinander verhalten, spiegelt diese Sendereihe.

Rund 950 Filme wurden seit dem Start am 1. November 1994 ausgestrahlt. Die Erstausstrahlung am Dienstag im ZDF erreichte 2020 durchschnittlich 2,22 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer bei einem Marktanteil von 9,8 Prozent. Die Sendereihe gehört in der ZDFmediathek zu den Top 10 der erfolgreichsten Informationsformate und ist darüber hinaus eine der erfolgreichsten Reportagereihen im deutschen Fernsehen.

In "37°" erzählen die Protagonistinnen und Protagonisten der Reportagen über ihr Leben, sie geben dabei Intimes und besondere Erfahrungen preis, vertrauen es dem Filmteam und den Zuschauerinnen und Zuschauern an, damit diese selbst sehen und selbst hören und im besten Fall einen neuen Einblick bekommen und verstehen. Eine besondere Stärke von "37°" ist, die Entwicklung und Veränderungen im Leben der Akteure mit der Kamera zu dokumentieren – über lange Zeit, zum Teil viele Jahre lang.

Zum Wesen der Sendung gehört, dass das Gesagte von den Autorinnen und Autoren nicht kommentierend oder wertend eingeordnet wird. Das macht die Sendereihe bis heute außergewöhnlich. Nichts ist spekulativ oder gar voyeuristisch, niemand wird bloßgestellt oder angeklagt. "Wir wollen bei '37°' keine Moralisten sein, die urteilen und fordern, sondern Chronisten, die hingucken und verstehen", sagt Hauptredaktionsleiter Prof. Peter Arens.

Dabei gibt "37°" Themen einen Raum und eine Öffentlichkeit, die sonst zu kurz kommen, die vielleicht unterschätzt, ignoriert oder gar absichtlich in ausgrenzender Weise behandelt werden. Es sind Fragen, die für die Lebensorientierung der Menschen, oft auch für ihre religiöse, spirituelle oder emotionale Entwicklung, wichtig sind. Diese Geschichten kommen – auch das ist etwas Besonderes – aus den zwei ZDF-Redaktionen "Kirche und Leben – katholisch" und "Kirche und Leben – evangelisch".

Die sozialen Medien haben das Sehverhalten jüngerer Menschen radikal verändert und stellen damit auch neue Fragen und Ansprüche an das Fernsehen. Auch in der ZDFmediathek ist "37°" ein erfolgreiches Reportageformat. Im laufenden Jahr erreichte die Sendung bereits 2,9 Millionen Abrufe. Seit 2010 gibt es eine "37°"-Facebook-Seite mit mehr als 250.000 Abonnenments, und auf Instagram ist "37°" seit 2019 vertreten – mit inzwischen 135.000 Abonnentinnen und Abonnenten. Beide Plattformen erzielen hohe Reichweiten bei jüngerem Publikum. Auf diesen Plattformen werden neben den Geschichten aus den TV-Reportagen weitere Storys aus der Community erzählt. So können die Sendungen diverser sein und die Themen um weitere Perspektiven erweitern. In diesem Jahr startet außerdem ein YouTube-Kanal, der weitere Zielgruppen ansprechen soll.

"Unser Format musste in den vergangenen Jahren an Format gewinnen, weil unsere Gesellschaft fiebriger, brüchiger geworden ist. Die Diskrepanz, die niemandem guttut, ist größer geworden: zwischen reich und arm, gebildet und weniger gebildet, jung und alt, Stadt und Land, Abendland und Morgenland", so Prof. Arens. "Verständnis und Empathie sind wichtige Voraussetzungen für eine intakte Gesellschaft."

"37°" läuft im ZDF, dienstags um 22.15 Uhr nach dem "heute journal", sowie in 3sat auf einem Regeltermin, montags gegen 0.00 Uhr. Über alle Ausspielwege hinweg erreichte jede Ausgabe im Jahr 2020 durchschnittlich eine Sehbeteiligung von 2,39 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern. Dabei entfielen 93 Prozent der Nutzung auf die Erstsendung im TV, 3 Prozent auf Wiederholungen dieser Erstsendungen in 3sat und ZDFinfo sowie 4 Prozent auf die ZDFmediathek.

 

Weitere Informationen:

Themenbeispiele:

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Sendeprofil

Pressemappe zu 25 Jahre "37°"

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