Verbrechensbekämpfung

"Aktenzeichen XY… ungelöst" klärt auf

Rudi Cerne (Moderator), Eduard Zimmerman - "XY"-Gründer; ZDF/[m] Thomas Nauheimer; Fotograf: Tim Thiel; Renate Schäfer
Rudi Cerne (Moderator), Eduard Zimmerman - "XY"-Gründer; ZDF/[m] Thomas Nauheimer; Fotograf: Tim Thiel; Renate Schäfer

Starker und verlässlicher Partner der Ermittlungsbehörden

Am 20. Oktober 1967 startete "Aktenzeichen XY… ungelöst" im ZDF: Mit den legendären Worten "Den Bildschirm zur Verbrechensbekämpfung nutzen, das ist der Sinn dieser Sendereihe" gibt Eduard Zimmermann den Startschuss für die bis heute in dieser Form einzigartige Fernsehfahndung in Deutschland. Bereits in der sechsten Sendung, am 7. Juni 1968, wurde der erste Mordfall mithilfe der XY-Zuschauer aufgeklärt.

"Aktenzeichen XY... ungelöst" gehört bis heute zu den beliebtesten Sendungen im deutschsprachigen Europa und ist im Programm des ZDF zu einem Markenzeichen geworden. Die Sendung hat Tradition, doch ihr Anliegen ist heute so aktuell wie 1967: die Verbrechensbekämpfung zu unterstützen. Die Zuschauer können dabei helfen, ungelöste Kriminalfälle aufzuklären. In Filmen werden Verbrechen von Schauspielern nachgestellt. Danach werden die Zuschauer einbezogen. Oft führen die Angaben der XY-Zuschauer zur Aufklärung der Taten, wie die XY-Statistik zeigt. "Themenlieferanten" für die Beiträge in XY sind die Strafverfolgungsbehörden: die örtliche Kriminalpolizei, die Staatsanwaltschaften, die Landeskriminalämter und das BKA. Auch ausländische Fälle werden regelmäßig aufgegriffen, sofern es einen Bezug ins Sendegebiet gibt.

"Ein hohes Verantwortungsbewusstsein, ein klarer moralischer Kompass und journalistische Sorgfalt waren schon die Leitlinien von Eduard Zimmermann und seinem Team. Von Beginn an haben juristisch bindende Regeln und Vorgaben der Fernsehfahndung eine klare Struktur gegeben, die eine missbräuchliche Anwendung ausschließt. Diese Eckpfeiler gelten bis heute, wenn Rudi Cerne mit großem Engagement die Sendung präsentiert. Sie machen 'Aktenzeichen XY… ungelöst' seit über 50 Jahren zu einem starken und verlässlichen Partner der Ermittlungsbehörden und zu einem Programmerfolg des ZDF. […] Bis heute hat 'Aktenzeichen XY… ungelöst' eine Aufklärungsquote von gut 40 Prozent", so ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut.

Bei aller Kontinuität, der Oktober 1997 war eine Zäsur, als sich Eduard Zimmermann vom Bildschirm verabschiedete. Zunächst moderierte Dr. Butz Peters gemeinsam mit Sabine Zimmermann, die schon seit 1987 die Co-Moderation innehatte. Im Januar 2002 übernahm Rudi Cerne, der bis heute die Sendung präsentiert.

Ein wichtiger Aspekt ist für das ZDF neben der Fernsehfahndung die Stärkung der Zivilcourage: Seit 2002 gehört die mit jeweils 10.000 Euro dotierte Auszeichnung "XY-Preis – Gemeinsam gegen das Verbrechen" als ein fester Bestandteil zur Fahndungssendung. Er wird einmal jährlich vom ZDF und der Produktionsfirma Securitel in Berlin vergeben. Der "XY-Preis" ehrt Menschen, die sich in besonderer Weise im Kampf gegen Kriminalität eingesetzt haben: couragiert, gleichzeitig aber auch besonnen. Schirmherr ist der Bundesinnenminister.

Seit 2011 widmet das ZDF dem Verbleib von verschwundenen Kindern und jungen Erwachsenen die Spezialausgabe "Aktenzeichen XY… ungelöst: Wo ist mein Kind?". Ebenfalls als Spezial zeigt das ZDF seit 2016 jährlich eine eigene 90-minütige Live-Sendung zum Aspekt der Prävention gegen Betrugsmaschen: "Aktenzeichen XY… ungelöst: Vorsicht, Betrug!" und die Spezialausgabe "Aktenzeichen XY… gelöst!", in der die Kriminalpolizei Einblicke in ihre Ermittlungsarbeit gibt.

 

Weitere Informationen:

Aktuelle XY-Statistiken, Chronik der Sendung und Hintergrundinformationen

Der XY-Preis 2019

 

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