Kino-Koproduktionen

Das ZDF und die große Leinwand

Das Känguru und Marc-Uwe (Dimitrij Schaad) sind ein - fast - unschlagbares Team. Copyright: ZDF/Stephan Rabold
Das Känguru und Marc-Uwe (Dimitrij Schaad) sind ein - fast - unschlagbares Team. Copyright: ZDF/Stephan Rabold

Neben jährlich etwa 90 bis 100 Fernsehfilmen für die Sendeplätze am Abend ist das ZDF Koproduzent von vier bis sechs großen Kino-Koproduktionen und etwa fünfzehn Kino-Koproduktionen im Kleinen Fernsehspiel. Die Beteiligung des ZDF an größeren deutschen Filmen liegt regelmäßig bei einer Million Euro und darüber, zusätzlich ist das ZDF als Entwicklungspartner und Mitfinanzier in vielen Fällen auch Geburtshelfer und Förderer von Kinofilmen.

Frank Zervos, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm – Serie I: "Wir nehmen den Auftrag, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen das Kino fördern soll, ernst. Zuschauerinnen und Zuschauer sollten wissen, dass ein Kinofilm, der ihnen gefällt, auch mit ihren Beitragsgeldern ermöglicht wurde."

Aktuelle Bespiele sind Kinofilme wie "Die Känguru-Chroniken" von Regisseur Dani Levy, Christian Schwochows Film "Deutschstunde" nach dem Roman von Siegfried Lenz, "Undine" von Christian Petzold, "Berlin Alexanderplatz" von Burhan Qurbani und der vielfach prämierte Film "Systemsprenger" von Nora Fingscheidt, entstanden in Koproduktion mit dem Kleinen Fernsehspiel.

Neben der Förderung von Kinotalenten durch die Redaktion Das Kleine Fernsehspiel – Regisseurinnen und Regisseuren wie Tom Tykwer, Fatih Akin, Anne Zohra Berrached und Valeska Grisebach haben dort ihre ersten Filme realisiert –, sind es häufig historische Stoffe, die mit finanzieller und redaktioneller Beteiligung zunächst auf die große Leinwand und zwei Jahre später, nach der Kinoauswertung, ins ZDF-Programm kommen. Der zum Kinostart 2018 vielbeachtete Film "Das schweigende Klassenzimmer" von Lars Kraume etwa wird im ZDF am 3. Oktober 2020, am Tag der Deutschen Einheit, ausgestrahlt.

Ein großer Kinoerfolg ist die beste Voraussetzung für einen Ausstrahlungserfolg, eine Garantie ist es nicht. Meist erreicht ein Film im TV mehr Zuschauer als in den Kinos. Ein Beispiel hierfür war die Ausstrahlung der Euthanasie-Erzählung "Nebel im August": Etwa 50.000 Menschen sahen den Film im Kino, im ZDF schalteten mehr als zwei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer an einem Sonntagabend um 22.00 Uhr ein. Und der Film erreichte auch bei den 14- bis 49-Jährigen sogar einen zweistelligen Marktanteil. Durch die Senderbeteiligung des ZDF konnte ein wichtiger Film entstehen und über das Kino hinaus viele Menschen erreichen.

 

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