Aktenzeichen XY... Ungelöst

Texte

Das Konzept

Produktion    Securitel Film + Fernsehproduktions- und Verlagsgesellschaft m.b.H. 

Produzent    Martin Groß 

Redaktion DKF    Ina-Maria Reize-Wildemann  (Redaktion Eduard Zimmermann – DKF Deutsche Kriminalfachredaktion GmbH) 

Redaktion ZDF    Nadja Grünewald-Kalkofe, Petra Erschfeld

Moderator   Rudi Cerne (>>Biografie)

Länge    ca. 88 Minuten 

 

Zuschauer helfen der Polizei

"Aktenzeichen XY... Ungelöst" gehört zu den beliebtesten Sendungen im deutschsprachigen Europa und ist im Programm des ZDF zu einem Markenzeichen geworden. Die Sendung hat Tradition, doch ihr Anliegen ist heute mindestens so aktuell wie bei der Erstausstrahlung im Oktober 1967: die Verbrechensbekämpfung zu unterstützen.

Die Zuschauer können dabei helfen, ungelöste Kriminalfälle aufzuklären, unbekannte Täter zu identifizieren und flüchtige Verbrecher aufzuspüren. In kurzen Filmen werden Verbrechen von Schauspielern nachgestellt. Danach werden die Zuschauer einbezogen. Kann jemand sachdienliche Hinweise zu den gezeigten Personen oder Gegenständen geben? Oft führen die Angaben der XY-Zuschauer zur Aufklärung der Taten. Die XY-Statistik beweist es.

"Themenlieferanten" für die Beiträge in XY sind die Strafverfolgungsbehörden, also die örtliche Kriminalpolizei, die Staatsanwaltschaften, die Landeskriminalämter und das BKA. Auch ausländische Fälle werden regelmäßig ausgestrahlt, sofern es einen Bezug ins Sendegebiet gibt.

Zuschauer-Hinweise nehmen entgegen:

- das Aufnahmestudio in München

(am Sendeabend 20.15 bis 23.00 Uhr):

Telefon: (089) 95 01 95

- die für den Fall zuständige Dienststelle

- jede andere Polizeidienststelle,

- die Redaktion per E-Mail: xy@zdf.de

 

Die Statistik (Stand: 25. Oktober 2023)
Fälle insgesamt:   5014
Fälle insgesamt geklärt:   1962
Aufklärungsquote insgesamt:   39,1%
Anzahl Filmfälle:   2206
geklärte Filmfälle:   537
Aufklärungsquote Filmfälle:   24,3%
Anzahl Studiofälle:   2800
geklärte Studiofälle:   1425
Aufklärungsquote Studiofälle:   50,9%
Anzahl Personenfahndungen:   2166
festgenommene bekannte Täter:   1371
Aufklärungsquote Personenfahndungen:   63,3%
Festgenommene Täter insgesamt:   2472

 

Fälle nach Bundesländern   Anzahl   geklärt   Erfolgsquote
Baden-Württemberg   477   202   42,4%
Bayern   583   259   44,5%
Berlin   153   51   33,2%
Brandenburg   58   17   29,3%
Bremen   37   11   29,7%
Hamburg   206   78   38,0%
Hessen   557   200   35,8%
Mecklenburg-Vorpommern   32   6   18,8%
Nordrhein-Westfalen   928   353   38,0%
Niedersachsen   361   131   36,2%
Rheinland-Pfalz   243   90   37,0%
Saarland   42   15   35,7%
Sachsen   38   27   71,9%
Sachsen-Anhalt   44   13   29,5%
Schleswig-Holstein   148   47   32,0%
Thüringen   26   9   33,9%
BKA   79   31   39,6%

                                                                      

 

Fälle nach Ländern    Anzahl   geklärt   Erfolgsquote
Belgien   7   1   14,3%
Dänemark   3   2   66,7%
Deutschland   4013   1526   38,0%
Frankreich   3   0   0,0%
Großbritannien   7   2   28,6%
Italien   2   1   50,0%
Liechtenstein   1   0   0,0%
Luxemburg   6   4   66,7%
Niederlande   19   6   31,6%
Norwegen   1   0   0,0%
Österreich   478   196   40,9%
Schweden   1   1   100,0%
Schweiz   467   221   47,3%
Spanien   1   0   0,0%
Tschechien   2   1   50,0%
Ungarn   1   0   0,0%
USA   2   1   50,0%

 

Fälle nach Delikten   Anzahl   geklärt   Erfolgsquote
Tötungsdelikt insgesamt   1632   672   41,2%
Vermisstenfall insgesamt   183   55   30,1%
versuchtes Tötungsdelikt insgesamt   253   107   42,1%
Sexualdelikt insgesamt   193   80   41,6%
Raub insgesamt   1441   434   30,1%
Brandstiftung   26   7   26,9%
Einbruch   276   107   38,8%
Diebstahl   159   74   46,5%
Betrug (insgesamt)    619   356   57,6%
Welche Fälle werden in die Sendung aufgenommen?

"Aktenzeichen XY... Ungelöst" basiert auf einem engen Zusammenwirken der XY-Redaktion mit den Strafverfolgungsbehörden.

In XY werden in der Regel nur so genannte Kapitaldelikte aufgenommen werden, das heißt besonders schwere Verbrechen, deren Aufklärung bei der Polizei höchste Priorität besitzt. Dazu zählen beispielsweise Mord, Sexualdelikte, Raub oder schwere Betrugsfälle. Kommen die Ermittlungsbehörden mit den klassischen Fahndungsmethoden nicht weiter, suchen sie die Zusammenarbeit mit der Fernsehredaktion von Aktenzeichen XY. Umgekehrt geht die Redaktion auf die zuständigen Behörden  zu bei Fällen von großer öffentlicher Bedeutung oder Aufmerksamkeit. Gemeinsam wird dann über die Veröffentlichung und Darstellung des Falles beraten.

Nicht ohne Ermittlungsbehörden

XY unterstützt auch ausländische Polizeidienststellen bei der Aufklärung von Straftaten. Neben Fällen aus Österreich und der Schweiz waren in der Vergangenheit schon mehrfach Kripo-Beamte aus den USA, Frankreich, Dänemark, England, Belgien, Holland, Tschechien und Polen in der Sendung. Wichtig bei diesen Fällen ist, dass sie einen Bezug in den deutschsprachigen Raum Europas haben.

Von der Recherche bis zur Realisation des Beitrags sind die Ermittlungsbehörden eng in die Arbeit der XY-Redaktion eingebunden. Dies stellt sicher, dass Filme, Moderationen und Gespräche den genauen Tatablauf und aktuellen Kenntnisstand der Ermittler wiedergeben.

Rechtliche Voraussetzungen

Fernsehfahndung ist genau geregelt

Bereits zur ersten Sendung haben sich das ZDF und die Strafverfolgungsbehörden über die Grenzen der Fahndung verständigt. Es wurden Grundsätze gefasst, die sechs Jahre später von den Justizministern des Bundes und der Länder durch eine Verfügung bestätigt wurden. Diese bildet bis heute die wesentliche rechtliche Grundlage für eine Fahndung in XY.

Zu unterscheiden sind dabei zwei Aufträge an die Öffentlichkeitsfahndung:

 

Ermittlung eines unbekannten Täters

In diesem Fall liegen lediglich die Fakten eines Verbrechens vor - der Täter ist völlig unbekannt. Soll eine solche Straftat den Zuschauern über den Bildschirm geschildert werden, müssen folgende Vorbedingungen erfüllt sein:

- Es handelt sich um eine Straftat von erheblicher krimineller Bedeutung (Kapitalverbrechen wie Mord, Raub, fortgesetzter Betrug, räuberische Erpressung, Geiselnahme, Vergewaltigung und anderes).

- Die Polizei hat alle anderen Möglichkeiten, den Täter zu ermitteln, bereits ausgeschöpft.

- Es liegen konkrete Fragen vor, die ein noch unbekannter Zeuge, in diesem Fall ein XY- Zuschauer, beantworten könnte.

 

Fahndung nach einem bekannten Tatverdächtigen

In diesem Fall ist ein Tatverdächtiger ermittelt. Die Polizei besitzt ein Foto von ihm und kennt in der Regel auch seinen Namen. Für eine TV-Fahndung müssen dann folgende Voraussetzungen vorliegen:

- Dem Gesuchten wird eine Straftat von erheblicher krimineller Bedeutung vorgeworfen.

- Es liegt ein internationaler Haftbefehl gegen den Gesuchten vor.

- Für den Fall der Festnahme des Gesuchten im Ausland wird von der zuständigen Staatsanwaltschaft dessen Auslieferung beantragt.

- Die Polizei hat andere, konventionelle Möglichkeiten der Fahndung inzwischen ausgeschöpft.

Spezial-Ausgaben

Aktenzeichen XY... Vermisst

Moderiert von Rudi Cerne widmet sich die Spezial-Sendung verschwundenen Personen jedes Alters. Die Angehörigen und die Polizei setzen dabei alle Hoffnung in die Zuschauer*innen.

Aktenzeichen XY... Cold Cases

Ebenfalls von Rudi Cerne moderiert werden in dieser Spezial-Sendung alte Mordfälle wieder aufgerollt. In der Hoffnung nach vielen Jahren, abgearbeiteten Spuren und Sackgassen doch noch den alles entscheidenden Hinweis zu bekommen, wendet sich die Polizei an die „XY“-Zuschauer.

Aktenzeichen XY... Vorsicht, Betrug!

In dieser Spezial-Sendung informiert Rudi Cerne zusammen mit der Polizei und Betroffenen über die neuesten Maschen der Kriminellen und gibt Verhaltenstipps.

Aktenzeichen XY... Gelöst

In dieser Sonderausgabe präsentiert Rudi Cerne Kriminalfälle, die durch die ermittelnden Behörden aufgeklärt werden konnten. Kriminalpsychologin Lydia Benecke gibt dazu im Studio spannende Einblicke in die Psyche der Täter.

Die Geschichte der Sendung

Seit über 50 Jahren ist "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" auf Sendung. In über 500 Ausstrahlungen konnte die Fernsehfahndung der Polizei behilflich sein, Verbrechen aufzuklären, Mörder festzunehmen und Vermisste wieder zu finden.

Am 20. Oktober 1967 startet die Sendung aus Halle 1 A des ZDF-Studios Unter den Eichen in Wiesbaden. Mit den legendären Worten: "Den Bildschirm zur Verbrechensbekämpfung nutzen, das ist der Sinn dieser Sendereihe" gibt Eduard Zimmermann den Startschuss für die bis heute in dieser Form einzigartige Fernsehfahndung in Deutschland.

Bereits in der sechsten Sendung, am 7. Juni 1968, wird der erste Mordfall mit Hilfe der XY-Zuschauer geklärt: Der Mord an Dr. Boll. Nur zwölf Stunden nach der Sendung kann der Täter verhaftet werden. Im März 1968 beteiligt sich auch Österreich an der Sendung. 1969 kommt die Schweiz hinzu. XY wird zur Eurovisionssendung. In beiden Ländern wurden eigene Aufnahmestudios eingerichtet, für Österreich beim ORF in Wien (zuerst moderiert von Teddy Podgorsky, später von Peter Niedetzky) und beim damaligen SRG im schweizerischen Zürich (mit Peter Vetterli und danach Konrad Tönz).

Schwestersendungen weltweit

Seit 1975 gibt es die Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst" auch in Farbe. Im Juni 1976 führt das unermüdliche Engagement Eduard Zimmermanns für die Belange der Kriminalitätsopfer zur Gründung des "WEISSEN RINGs", der bis heute einzigartigen Opferhilfsorganisation.

Oktober 1977: Anlässlich der 100. XY-Sendung erhält Eduard Zimmermann das Bundesverdienstkreuz. In der Zwischenzeit interessieren sich auch ausländische Fernsehsender für das weltweit einmalige Fernsehformat. Im Juli 1984 startet die BBC nach XY-Vorbild mit "Crimewatch U.K.". In den Niederlanden läuft bis heute mit großem Erfolg "Opsporing verzocht". Sogar eine amerikanische Fernsehgesellschaft erwirbt 1987 die Rechte am XY-Format für die USA und Kanada.

Im Oktober 1997 verabschiedet sich Eduard Zimmermann vom Bildschirm. Sein Nachfolger vor der Kamera: Dr. Butz Peters. Er moderiert die Sendung vier Jahre gemeinsam mit Sabine Zimmermann, die schon seit 1987 die Co-Moderation innehat. Im Januar 2002 werden die beiden von Rudi Cerne abgelöst. Der erfolgreiche ZDF-Moderator präsentiert die Sendung bis heute.

Im Mai 2002 wird erstmals "Der XY-Preis" verliehen. Schirmherr ist der Bundesinnenminister. Der Preis soll Menschen ehren, die sich in besonderer Weise im Kampf gegen Kriminalität eingesetzt haben: couragiert, gleichzeitig aber auch besonnen.

Chronik der Sendung

20. Oktober 1967
Start der Sendereihe "Aktenzeichen XY... ungelöst" aus Halle 1A, ZDF-Studio Wiesbaden, Unter den Eichen.
Idee, Redaktion und Moderation: Eduard Zimmermann.
Film- und Studioregie: Kurt Grimm.

15. März 1968
Der ORF aus Österreich beteiligt sich an "XY". Moderator im
Studio Wien: Teddy Podgorski.

7. Juni 1968
Zum ersten Mal wird ein Mordfall mit Zuschauerhilfe aufgeklärt, der Mord an Dr. Boll. Schon zwölf Stunden nach Ausstrahlung von "XY" erfolgt die Festnahme des bis dahin unbekannten Täters.

24. Januar 1969
Das Fernsehen der Schweiz, SRG (später SF DRS), übernimmt für seinen Sendebereich "Aktenzeichen-XY... ungelöst". Moderator in Zürich: Werner Vetterli. Zum ersten Mal wird "XY" als Eurovisionssendung ausgestrahlt.

11. April 1969
Einer der drei Filmfälle behandelt den vierfachen Soldatenmord von Lebach. Eine Zuschauerin führt die Kripo auf die richtige Spur. Es ist die bekannte Wahrsagerin Madame Buchela, die am verwendeten Falschnamen einen Besucher wieder erkennt. Die beiden Täter werden zwei Wochen nach der Sendung festgenommen.

18. Juli 1969
Das niederländische Fernsehen strahlt versuchsweise
"Aktenzeichen XY... ungelöst" aus. Wegen der Sprachprobleme bleibt es bei diesem einzigen Versuch.

12. September 1969
Umzug von Wiesbaden nach München – erstmalig kommt
"Aktenzeichen XY... ungelöst" aus dem Fernsehstudio München (FSM) in Unterföhring.
Zuschauer-Telefon bis heute: München 95 01 95.

17. April 1970
Der damalige Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher stattet dem Münchner "XY"-Studio einen Besuch ab.

Mai 1970
Minister Hans-Dietrich Genscher beruft Eduard Zimmermann als einzigen Journalisten in die "Kommission zur Reform der Arbeit des Bundeskriminalamtes".

4. Juni 1971
Das dänische Fernsehen übernimmt einen Filmbeitrag aus der "XY"-Sendung.

10. Dezember 1971
Im Wiener Aufnahmestudio übergibt Teddy Podgorski die Moderation an Peter Nidetzky.

14. Juli 1972
Der amerikanische Soldatensender AF/TV in Deutschland beteiligt sich an "Aktenzeichen XY... ungelöst" durch Übernahme und Live-Übersetzung eines Fahndungsfilms.

12. März 1973
Die Justizminister des Bundes und der Länder beschließen eine "Allgemeine Verfügung über die Inanspruchnahme von Publikationsorganen zur Fahndung nach Personen bei der Straf-verfolgung" – eine Art Gebrauchsanweisung für die Öffentlichkeitsfahndung in den Medien. Die Konferenz der Innenminister beschließt darauf dieselbe Verordnung für die Polizeibehörden. Beide Richtlinien bestätigen die seit Start der Sendereihe praktizierte Zusammenarbeit zwischen "Aktenzeichen XY... ungelöst" und den Ermittlungsbehörden in Deutschland, die bis heute gültig sind.

17. Januar 1975
Erste Sendung in Farbe. Neuer Titel-Vorspann und neue Dekoration.

16. Januar 1976
Im Züricher Studio übergibt Werner Vetterli die Moderation an Konrad Toenz.

Juni 1976
17 Gründungsmitglieder rufen auf Initiative Eduard Zimmermanns den "Weißen Ring" ins Leben. Der Verein setzt sich für Kriminalitätsopfer ein und versucht ihre rechtliche, soziale und wirtschaftliche Lage zu verbessern. Zum Ersten Vorsitzenden wird Zimmermann gewählt.

7. Oktober 1977
100. Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst": Eduard Zimmermann erhält von Bundespräsident Walter Scheel das Bundesverdienstkreuz.

1979
Peter Hohl, Redakteur und Zimmermanns TV-Assistent im "Aktenzeichen XY"-Studio, verlässt die DKF. Kriminalkommissarin Irene Campregher übernimmt seine Nachfolge vor der Kamera.

1982
Das Fernsehen der Niederlande startet eine eigene Fahndungssendung unter dem Titel "Opsporing Verzocht" – konzeptionell nach dem Muster von "Aktenzeichen XY… ungelöst".

15. Juli 1984
Die BBC in London startet mit großem Erfolg die Sendereihe "Crimewatch UK" – ebenso wie "Opsporing Verzocht" nach "XY"-Vorbild. Eine Polizeibeamtin und ein Polizeibeamter in Uniform assistieren den Moderatoren Sue Cook und Nick Ross.

16. Juni 1986
Bundespräsident Richard von Weizsäcker verleiht Eduard
Zimmermann das Bundesverdienstkreuz I. Klasse.

10. November 1986
Das israelische Fernsehen startet in Anlehnung an "Aktenzeichen XY... ungelöst" die Fahndungssendung "Crime Investigation".

28. April 1987
In den USA und Kanada entsteht die Fahndungssendung "Americas most wanted" ebenfalls nach dem Vorbild von Aktenzeichen XY… ungelöst".

6. November 1987
200. Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst": Eduard
Zimmermanns Tochter Sabine tritt die Nachfolge von Irene Campregher an und wird damit Co-Moderatorin.

5. Oktober 1990
Zwei Tage nach der Vereinigung Deutschlands wird beim DFF in Berlin-Adlershof ein eigenes XY-Aufnahmestudio eingerichtet. Moderation: Annette Judt.

8. März 1991
Der DFF wird nach dem Einigungsvertrag im Laufe des Jahres 1991 aufgelöst. Auf dem ehemaligen Defa-Gelände in Potsdam-Babelsberg wird ein Telefon-Aufnahmeplatz (Leitung: Dr. Monika Runge) für die Sendung installiert. Er ist für die Zuschauer aus den neuen Bundesländern unter der Telefonnummer Potsdam 965 31 15 zu erreichen.

November 1992
Der ungarische Fernsehsender MTV geht mit "Az XY Akta Megoldatlan" (die ungarische Übersetzung von "Aktenzeichen XY... ungelöst") auf Sendung.

24. Oktober 1997
300. Sendung "Aktenzeichen": Eduard Zimmermanns letzte Moderation, sein seit langem angekündigter Abschied vom "XY"-Bildschirm. Dr. Butz Peters wird dem Publikum als Nachfolger vorgestellt. Sabine Zimmermann bleibt Co-Moderatorin. Die Sendung erhält eine neue Studiodekoration.

19. Januar 2001
"Aktenzeichen XY… ungelöst" hat einen Stargast, den Boxer Axel Schulz. Er vertritt die Aktion "Kraft gegen Gewalt" des "Weißen Rings" gegen Jugendkriminalität. Zu deren Gunsten versteigert Axel Schulz seine signierten Boxhandschuhe.

18. Januar 2002
Moderatorenwechsel: Rudi Cerne wird neuer "Aktenzeichen XY"-Moderator. Als "Antrittsgeschenk" stellt Rudi Cerne den "XY-Preis – Gemeinsam gegen das Verbrechen" unter Schirmherrschaft des Bundesinnenministers vor.

3. Mai 2002
Erste Preisverleihung des "XY-Preises – Gemeinsam gegen das Verbrechen" im Bundeskanzleramt in Berlin, unter Würdigung des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Die Preisträger sind live in der Sendung.

8. November 2002
350. Sendung: Für den Fall Ursula Hermann tritt Eduard
Zimmermann nach fünf Jahren Pause noch einmal vor die Kamera.

17. Januar 2003
"Aktenzeichen XY… ungelöst" erstmals ohne Beteiligung des ORF. Neue Studiodeko und leicht modifiziertes Format; Filme mit Originalstatements der Angehörigen, Opfer und Kripobeamten unterlegt.

8. Januar 2004
Die erste Sendung auf dem neuen Sendeplatz am Donnerstag, ohne Beteiligung des Schweizer Fernsehens.

29. April 2004
"XY" hat einen weiteren Stargast: Sebastian
Krumbiegel, Sänger der Gruppe "Die Prinzen". Er war selbst Opfer eines Gewaltverbrechens und engagiert sich seitdem für Zivilcourage. ("XY-Preis")

16. Oktober 2004
Sendestart der Präventionssendung "XY-Sicherheitscheck" als Ergänzung zur Fahndungssendung. Zwölf Mal immer samstags im ZDF. Moderation: Rudi Cerne.

27. Oktober 2005
"XY" bekommt eine neue Studiodekoration, eine komplett neue Grafik und wird nun zwölf Mal im Jahr ausgestrahlt. 

10. Mai 2007
400. "Aktenzeichen XY… ungelöst"-Sendung

30. März 2011
Erstmals strahlt das ZDF "Aktenzeichen XY… ungelöst – Wo ist mein Kind?" aus. Die Sondersendung widmet sich dem Schicksal und der Fahndung nach verschwundenen Kindern und jungen Erwachsenen.

11. Januar 2012
Rudi Cerne steht seit genau zehn Jahren für die Fahndungssendung der Welt vor der Kamera.

14. Oktober 2015
Die 500. Sendung wird ausgestrahlt.

26. Oktober 2016
Als Spin-off von "Aktenzeichen XY…ungelöst" widmet das ZDF dem Aspekt Prävention mit "Aktenzeichen XY-Spezial: Vorsicht, Betrug!" erstmals eine 90-minütige Live-Sendung.

Oktober 2017
"Aktenzeichen XY… ungelöst" wird 50 Jahre alt und verzeichnet über 500 Ausstrahlungen mit mehr als 4000 Fällen und eine Aufklärungsquote von 40%.

Januar 2022
Rudi Cerne moderiert seit 20 Jahren "Aktenzeichen XY... Ungelöst".

XY-Preis – Gemeinsam gegen das Verbrechen

Jährlich im Herbst wird der dreimal mit jeweils 10.000 Euro dotierte Preis verliehen. Der „XY-Preis“ steht unter der Schirmherrschaft der Bundesinnenministerin und ehrt Personen mit  Zivilcourage, die sich auf beispielhafte und  kluge Weise im Kampf gegen Kriminalität für ihre Mitmenschen eingesetzt haben. 2002 wurde vom ZDF und der XY-Produktionsfirma  Securitel der „XY-Preis - Gemeinsam gegen das Verbrechen“ ins Leben gerufen.
Rudi Cerne führt durch die Verleihung und empfängt außerdem die Preisträgerinnen und Preisträger live in einer Ausgabe  "Aktenzeichen XY… Ungelöst". 

Podcast: Aktenzeichen XY... Unvergessene Verbrechen

Im Herbst 2022 startete der Podcast mit Rudi Cerne und der Journalistin Conny Neumeyer. Immer donnerstags alle zwei Wochen erscheint eine neue Ausgabe. Die beiden Hosts sprechen über gelöste True-Crime-Fälle und Cold Cases aus mehr als 50 Jahren "Aktenzeichen XY": Wie ging es nach der Ausstrahlung weiter? Welche Ermittlungsschritte waren besonders heikel? Welche Erinnerungen verbindet Rudi Cerne mit den Fällen? Der Podcast geht im Oktober 2023 in die zweite Staffel.

XY gelöst - True-Crime-Reihe mit Sven Voss

Sven Voss macht sich für besonders spannende Fälle auf die Reise, erzählt die Tat, von den Ermittlungen bis hin zur Festnahme und Verurteilung der Mörder. An tatrelevanten Orten spricht er mit Kriminalbeamten und Staatsanwälten. Was passierte nach der Ausstrahlung in „Aktenzeichen XY… Ungelöst“? Wie kamen Polizei und Staatsanwaltschaften auf die Spur der Täter?

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