ZDFkultur "Masterclass": Karim Sebastian Elias im Gespräch mit Oliver Masucci, ZDF/Vincent Engel

Masterclass bei ZDFkultur - Vom Geheimnis der Kreativität

Neue Staffel "Creating Cinema" zur Berlinale 2022

Die Interview-Reihe "Masterclass" führt hinter die Kulissen preisgekrönter Filme und spürt unter dem Titel "Creating Cinema" dem Geheimnis von Kreativität nach. In sechs neuen Folgen spricht Karim Sebastian Elias, vielfach ausgezeichneter Filmkomponist und Filmuni-Professor, mit Stars der deutschen Kinoszene: über ihren Weg in die Branche, über kreative Prozesse, über Besessenheit und Rituale – und darüber, ob gute Kunst wehtun muss. Erhellende Gespräche für Kinofans und alle, die es lieben, große Filmmomente zu erleben oder davon träumen, sie selbst zu erschaffen. Zu sehen auf ZDFkultur: https://www.zdf.de/kultur/masterclass-100.html 

  • ZDF Mediathek, ab Freitag, 11. Februar 2022 um 10.00 Uhr

Texte

Creating Cinema - Masterclass

Die Webreihe "Masterclass" wird produziert als Kooperation von Deutscher Filmakademie, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und ZDFkultur. Realisiert wird das Format fast ausschließlich durch Studierende und Alumni der Filmuniversität Babelsberg.
Alle sechs Gäste von Karim Sebastian Elias wurden 2021 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet oder haben an einem der prämierten oder nominierten Filme mitgewirkt: Schauspielerin Lorna Ishema erhielt die Lola in der Kategorie Beste weibliche Nebenrolle für ihr Spiel in "Ivie wie Ivie", Schauspieler Oliver Masucci bekam die renommierte Auszeichnung für seine Rolle als Rainer Werner Fassbinder in "Enfant Terrible". Kostümbildnerin Tanja Hausner überzeugte mit ihrer Arbeit an dem Historiendrama "Die Schachnovelle" (in dem wiederum Oliver Masucci die Hauptrolle spielte). Regisseur und Drehbuchautor Simon Verhoeven wurde für den besucherstärksten Film ausgezeichnet: "Nightlife". Music Supervisorin Milena Fessmann zeichnete mitverantwortlich für den Soundtrack zur mehrfach prämierten melancholischen Komödie "Ich bin dein Mensch", und Filmkomponist Ralf Wengenmayr wurde für seine Musik zu "Jim Knopf und die Wilde 13", in der Auswahl zum besten Kinderfilm, für die beste Musik nominiert.

Es ist jedoch nicht nur der Deutsche Filmpreis, der diese sechs so unterschiedlichen Filmschaffenden miteinander verbindet. Eine frühe Leidenschaft für ihr Metier zeichnet sie aus, ebenso das Durchhaltevermögen in beruflich schwierigen Zeiten, die permanente persönliche Weiterentwicklung, eine scharfe Beobachtungsgabe und ein feines psychologisches Gespür.
Wie entwickeln sich Ideen, wie werden Visionen umgesetzt, wie arbeiten kreative Köpfe zusammen, damit ein Film entsteht? Zu diesen und weiteren Fragen rund ums Kino liefert "Creating Cinema – Masterclass" spannende Anregungen. 

Mit der zweiten Staffel setzt "Masterclass" die erfolgreiche Zusammenarbeit von Deutscher Filmakademie, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und ZDFkultur fort. Unterstützt wurde auch die neue Staffel von der GEMA-Stiftung.

Die einzelnen Folgen der neuen Staffel

Oliver Masucci  

Oliver Masucci, 1968 in Stuttgart geboren und in Bonn aufgewachsen, studierte von 1990 bis 1994 an der Universität der Künste Berlin und war von 2009 bis 2016 festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Für seine Rollen in "Enfant Terrible" und "Schachnovelle" wurde er 2021 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Ebenfalls 2021 erhielt er für "Enfant Terrible" den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Beste männliche Hauptrolle.
In "Creating Cinema – Masterclass" erzählt Masucci davon, dass er schon als kleiner Junge ausgesprochen filmbegeistert war und seinem Vater mal hundert Mark stibitzte, um heimlich ins Kino zu gehen. "Wenn ich aus so einem Film gekommen bin, habe ich die ganze Geschichte nacherzählt. [...] Ich habe früh gemerkt, dass dieses Erzählenwollen, dass das ein großer Trieb in mir ist." Seine Deutschlehrerin brachte Masucci bereits in jungen Jahren zum Theater. Es wurde für ihn zum großen Sehnsuchtsort, unter anderem, weil er dort Menschen begegnete, die sich – wie er – "nicht so in der Norm" wiederfinden konnten. Was es für Masucci bedeutet, sich in eine Rolle hineinzufühlen, wie er heute Texte lernt und warum er die Theaterbühne für eine wichtige Etappe auf dem Weg zum erfolgreichen Filmschauspieler hält, erläutert er im Gespräch mit Karim Sebastian Elias.

Lorna Ishema

Lorna Ishema, 1989 in Rubaga, Uganda, geboren und in Hannover aufgewachsen, studierte Schauspiel an der Otto Falckenberg Schule in München und war von 2015 bis 2017 Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. 2021 wurde sie für ihr Spiel in Sarah Blaßkiewitz’ Film "Ivie wie Ivie" mit dem Deutschen Filmpreis für die beste weibliche Nebenrolle ausgezeichnet.
In "Creating Cinema – Masterclass" erzählt Ishema, dass sie als Schülerin zwar in einer Theater-AG war, aber nicht das Gefühl hatte, tatsächlich Schauspielerin werden zu können: "Schlicht und einfach aus dem Grund, weil ich keine Schauspieler*innen auf der Bühne gesehen habe, die so aussahen wie ich." Sie verrät, welcher Moment sie zum Umdenken bewegte und dass sie schon als Kind sehr gern Menschen beobachtet hat – eine Leidenschaft, die ihr heute in ihrem vielschichtigen Spiel zugutekommt. Lorna Ishema kennt mittlerweile beides, die Bühnen- und die Filmwelt, und kann den körperlichen und mentalen Kraftaufwand, den sie erfordern, gut miteinander vergleichen. Und sie hat gemerkt, dass sie bei Filmprojekten, da diese zeitlich begrenzt sind, viel mehr Lust hat, sich "zu verschwenden". Was das genau für sie bedeutet, wie sie sich auf ihre Rollen vorbereitet und welchen Stellenwert die Musik dabei hat, erklärt sie im Gespräch mit Karim Sebastian Elias. 

Tanja Hausner

Die Österreicherin Tanja Hausner, 1970 geboren, entstammt einer Künstler*innenfamilie. Als Kostümbildnerin hat sie schon mehrfach mit ihrer Schwester, der Regisseurin und Autorin Jessica Hausner, zusammengearbeitet. So zum Beispiel in dem Thrillerdrama "Little Joe – Glück ist ein Geschäft", der 2019 im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes seine Premiere feierte. Im selben Jahr wurde sie mit dem Österreichischen Filmpreis für ihr Kostümbild zu "Angelo" ausgezeichnet. 2021 erhielt sie den Deutschen Filmpreis für ihre Arbeit an dem Historiendrama "Die Schachnovelle".
In "Creating Cinema – Masterclass" berichtet Hausner, dass sie schon als Kind eine Vorliebe für Kostüme hatte und gern sich und ihre Freunde verkleidete. Sie beschreibt, wie Kleidung etwas Skulpturales bekommen kann und wie sie sich einem neuen Filmprojekt nähert: von der Lektüre des Drehbuchs über die Recherchearbeit, die Suche nach Stoffen und das Durchforsten von Kisten mit Fotos und Bildern, die sie im Laufe der Jahre angelegt hat. Ihr Austausch mit Regisseurin oder Regisseur, mit den Leuten vom Szenenbild sowie mit den Schauspieler*innen bei der Anprobe ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil ihrer kreativen Arbeit. Oft, sagt Hausner, werde der gestalterische Aspekt des Kostümbildes nicht wahrgenommen. Dabei beweist sie immer wieder, wie wichtig die Kostüme für die Skizzierung eines Charakters sind. "Eigentlich baut man mit dem Kostüm die Biografie" der Figur, so Hausner. 

Ralf Wengenmayr

Ralf Wengenmayr, 1965 in Augsburg geboren, hat sich einige Jahre als Solo- und Barpianist verdingt, bevor er sich einen Namen als Filmkomponist machte. Mittlerweile ist er einer der erfolgreichsten Künstler seines Fachs in Deutschland. Bekannt wurde er unter anderem für die musikalische Untermalung der Filme von Michael "Bully" Herbig. Für den Deutschen Filmpreis war er schon mehrfach nominiert, zuletzt 2021 für seine Musik zum Film "Jim Knopf und die Wilde 13".
In "Creating Cinema – Masterclass" berichtet Wengenmayr, dass die Musik schon als Kind seine Welt war, weshalb seine Mutter auch keine Zweifel daran hatte, dass er hier seinen Beruf finden würde: "Meine Mutter war felsenfest davon überzeugt, dass ich diesen Weg gehen werde, weil ich mich nur mit Musik befasst habe." Ein filmmusikalisches Schlüsselerlebnis hatte er noch zu Schulzeiten: Als er im Kinofilm "E.T." bemerkte, dass bei der Abschiedsszene das ganze Publikum schniefte. Der Weg zum anerkannten Komponisten aber war steinig. Doch auch aus seiner Zeit als Pianist hat Wengenmayr viel für seine spätere Karriere mitgenommen: eine große Bandbreite verschiedener Stilistiken, von Bierzeltmusik über Jazz bis hin zu Operetten. Seine heutige Bekanntheit bewahrt ihn allerdings keineswegs vor Zweifeln. Jede Filmmusik sei für ihn eine "schwere Geburt, ein Leidensprozess". Aber, so ergänzt er rasch: "Mir macht der Job ja unglaublich Spaß."

Milena Fessmann

Milena Fessmann hat zunächst Politologie studiert und sich ihr Studium als DJane finanziert. Nebenbei fing sie an, beim Radio zu arbeiten und knüpfte erste Kontakte zum Film. Heute ist sie bei Radio Eins Moderatorin der Sendung "Free Falling" und immer mal wieder auch im Tagesprogramm zu hören. Sie arbeitet als Music Supervisorin für Filme und TV sowie als Filmproduzentin. Die melancholische Komödie "Ich bin dein Mensch", die 2021 gleich mehrfach mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde, hat sie als Musikberaterin betreut.
In "Creating Cinema – Masterclass" spricht Karim Sebastian Elias mit Milena Fessmann unter anderem darüber, ob man Geschmack erlernen kann. Sie gewährt einen Einblick in ihre Arbeitspraxis, erzählt von ihrer Suche nach dem Rhythmus eines Films und davon, welches Hintergrundwissen vonnöten ist, um eine authentische Musikauswahl zu treffen. Fessmann verrät auch, auf welche Schwierigkeiten sie bei der Beschaffung der Musikrechte stößt und warum es eigentlich nicht besonders passend ist, Lou Reeds "Perfect Day" auf einer Hochzeit zu spielen. Zu Situationen, die sie selbst erlebt, fallen ihr oft unmittelbar passende Songs ein. "Jeder Mensch hat eine musikalische Landkarte, auf der man wandert." Und sie hält fest: "Es gibt nichts auf der Welt, was einen so emotional berührt wie Musik [...]. Es gibt nichts, was direkter reingeht in die Seele oder in die Psyche als Musik."

Simon Verhoeven

Simon Verhoeven, 1972 in München geboren, ist Regisseur, Drehbuchautor, Komponist, Schauspieler sowie Produzent und stammt aus einer Film- und Theaterfamilie. Sein Talent zum Geschichtenerzählen hatte er schon als Kind – mit gerade mal zwölf Jahren schrieb er sein erstes Theaterstück. Er studierte Schauspiel am Lee Strasberg Theatre & Film Institute und Regie an der Tisch School of the Arts in New York. Verhoeven erhielt bereits mehrfach den Bayerischen Filmpreis, 2017 und 2021 wurden die Komödien "Willkommen bei den Hartmanns" und "Nightlife" mit einer Lola in der Kategorie Besucherstärkster Film ausgezeichnet.
Im Gespräch mit Karim Sebastian Elias erzählt der erfolgreiche deutsche Filmemacher, inwiefern die Komödie "Willkommen bei den Hartmanns", in der eine deutsche Familie einen nigerianischen Flüchtling bei sich aufnimmt, ein "Ritt auf der Rasierklinge" war. Er schildert außerdem, wie ihm vor vielen Jahren ausgerechnet im Fitnessstudio die Idee zum Drehbuch für die Komödie "Männerherzen" kam und wie ihn seine Leidenschaft für den Film auch durch schwierige Zeiten immer begleitet hat.

Zitate aus den Interviews

 Oliver Masucci  

"Es geht nicht darum, den Text zu lernen, es geht darum, ihn zu denken."

"Ich habe viele Geschichten erzählt, ich konnte immer so Filme nacherzählen [...]. Ich habe früh gemerkt, dass dieses Erzählenwollen, dass das ein großer Trieb in mir ist. Das wurde immer abgetan ...  Mein Vater hat immer zu mir gesagt: ‚Ollo, bist du eine Träumer-Tänzer. Bist du eine Träumer-Tänzer.‘ Weil das war nicht das Leben. Das Leben war arbeiten, der Mensch ist da, um zu arbeiten." 

"Sehr früh, eigentlich schon mit  zwölf, habe ich angefangen zu spielen. Erst im Gemeindehaus bei der Konfirmation und dann in der Schule. Und dann auch sehr schnell, ab fünfzehn, sechzehn, am Bonner Stadttheater [...]. Und das war meine Welt, sofort." 

"Dann hat sie [Masuccis Deutschlehrerin] mich irgendwie zum Theater geholt. Und dann kam ich da hin und stand auf der Seitenbühne, und auf der Bühne spielte gerade die Dreigroschenoper und es lief das Lied der Seeräuber-Jenny. Das hat mich so gerührt, dass ich [...] Rotz und Wasser heulte. Und ich wusste gar nicht, woher kommt das denn jetzt, diese Emotion. Und eigentlich ist da das Theater auch als Sehnsuchtsort für mich entstanden, weil da eine Gesellschaft war von Leuten, die alle ein bissl ausgegrenzt waren und die sich alle irgendwie nicht so in der Norm wiederfinden konnten."  

"Den Ton zu treffen, wie bei der Musik, wenn du ganz traurig bist oder wenn dir was widerfahren ist [...] Den Ton musst du eigentlich auch in der Schauspielerei treffen, indem du einfach nicht mehr nachdenkst, sondern indem du spielst, was gerade zu spielen ist, und nicht mehr darstellen möchtest, sondern: Let go!"

Lorna Ishema 

"Das eine [das Theater] ist eher nach außen und groß, und das andere [der Film] eher wie unter einem Brennglas. Vor der Kamera ist es für mich reduzierter, und auf der Bühne muss ich natürlich schauen: Was brauche ich, dass mich die Leute in der letzten Reihe immer noch hören können. Das ist auch ein anderer körperlicher Kraftaufwand. Und ich finde, vor der Kamera stehen ist mental einfach ein Kraftaufwand." 

"Ich kann mich auch daran erinnern, dass ich nicht das Gefühl hatte, dass ich Schauspielerin werden kann. Schlicht und einfach aus dem Grund, weil ich keine Schauspieler*innen auf der Bühne gesehen habe, die so aussahen wie ich." 

"Vor Kindern zu spielen, ist auch tough. Wenn die keinen Bock haben, dann haben die keinen Bock [...] Das war toll.“ 

„Und ich hab gemerkt: Wenn ich nen Anfang und ein Ende habe für ein Projekt, dann habe ich viel mehr Lust, mich dafür zu verschwenden. Ich hab richtig Bock, mich für Figuren zu verschwenden."

[Auf die Frage, was Verschwenden für sie bedeutet:] "Einfach mutig zu sein … die Gefühlswelt kennenzulernen, in die hässlichen Seiten der Figur reinzugehen und extrem zu sein – und ich meine damit nicht nur laut. Und für einen bestimmten Zeitraum sich einer Figur unterzuordnen. Dann gibt’s auch keinen Sonntag." 

Tanja Hausner 

"Eigentlich baut man mit dem Kostüm die Biografie, die der Schauspieler, die Figur bewohnt. [...] Es wird eine Geschichte damit erzählt." 

"Ich verlasse mich schon sehr auf meine Intuition."   

"Ich finde, Kunst muss nicht unbedingt wehtun, es kommt nicht unbedingt immer etwas Besseres raus, wenn etwas wehtut. Ich finde, Kunst muss Spaß machen."   

Ralf Wengenmayr 

"Ich habe jetzt doch ganz unterschiedliche Genres bedient und muss feststellen, dass es viel schwieriger ist, Menschen zum Lachen zu bringen, als Menschen zum Weinen zu bringen."

"Das ist ein bisschen schwer zu erklären, aber da ist immer noch so eine gewisse Magie dabei, wenn dein Stück mit echtem Orchester gespielt wird."

"Ich war schon immer begeistert von Musik" 

"Meine Mutter war felsenfest davon überzeugt, dass ich diesen Weg gehen werde, weil ich mich nur mit Musik befasst habe. Ich war auch einer der wenigen Schüler, die in der Pause darauf verzichtet haben, im Pausenhof abzuhängen, sondern ich ging zum Musiklehrer und fragte nach dem Schlüssel fürs Klavier. Musik war meine Welt." 

"Ich will jetzt diesen Beruf nicht schlechtreden ... aber für mich ist jede Filmmusik immer wieder so ne schwere Geburt, ein Leidensprozess. Das klingt jetzt vielleicht zu dramatisch, aber das ist bei mir schon so. [...] Wenn ich meinte, ich kann das auf die leichte Schulter nehmen, dann ist die Musik nicht so, dass ich mich wirklich drüber freue, wenn ich sie im Nachhinein höre. Und die Filmmusiken, bei denen ich danach wirklich kaputt war, das waren die Filmmusiken, die mir heutzutage am besten gefallen."

"Mir macht der Job ja unglaublich Spaß und ich brauche auch diesen Leidensprozess." 

Milena Fessmann 

"Jeder Mensch hat eine musikalische Landkarte, auf der man wandert."  

"Kann man Geschmack erlernen? Das ist eine große Frage, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich glaube, man kann Geschmack üben, so vielleicht. Indem man verschiedene Sachen hört, offen ist, ... sich natürlich auch anguckt, was haben die Musiker, die dahinterstehen und die Musikerinnen, was hatten die für Ideen? [...] Wofür ist diese Musik gemacht, wo kommt die her, wogegen richtet die sich, wohin richtet die sich? Das spielt ja alles eine Rolle." 

"Es gibt nichts auf der Welt, was einen so emotional berührt wie Musik [...] Es gibt nichts, was direkter reingeht in die Seele oder in die Psyche als Musik."

"Man muss immer den Song am Bild ausprobieren. Weil das Schreckliche und Faszinierende zugleich ist: Du legst einen Song auf ein Bild, und plötzlich erzählt das Bild was ganz anderes als vorher. Selbst wenn man denkt: Ja ist doch klar, der Text passt, die Musik passt, und dann legst du sie drauf und denkst: Das ist aber langweilig. Oder plötzlich ist die Szene ironisch, was sie vorher nicht war, und das hat nur mit der Musik zu tun." 

"Wenn du eine Szene hast, wo zwei Menschen in Hannover eine Straße langgehen, und du legst da ,Dark Side of the Moon’ drauf, dann denken alle: Oh, wo gehen die hin, was wollen die, wo kommen die her? Machst du den Song weg, sind es zwei Menschen, die in Hannover ne Straße langgehen." 

Simon Verhoeven 

"Ich brauche den Humor. Wenn man bei ,Männerherzen’ die Pointen weglassen würde, dann hätte man ein Hardcore-Arthouse-Drama. Und das ist das Interessante: Bei mir sind immer ernste und auch dramatische Geschichten unter der Komödie."

[Zu "Willkommen bei den Hartmanns"]:  „Leute aus dem Business haben uns prognostiziert, noch kurz vor Kinostart: Ihr werdet so auf die Fresse fallen. Ihr werdet so auf die Fresse fallen. Wer will denn das sehen? Wer wird denn darüber lachen? Das ist doch viel zu ernst, das Thema!“

"Filmemachen ist ne Religion, Kino ist ne Religion."

Bisherige Staffeln

Die sechs Folgen der ersten Staffel "Masterclass" bei ZDFkultur mit Albrecht Schuch, Jella Haase, Dascha Dauenhauer, Silke Buhr, John Gürtler und Gregor Bonse sind weiterhin abrufbar unter: https://www.zdf.de/kultur/masterclass-100.html

Die neuen Folgen vorab ansehen

Die neuen Folgen der "Masterclass" stehen vorab für akkreditierte Journalistinnen und Journalisten im Vorführraum des ZDF-Presseportals zur Verfügung.

Fotos

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdfkultur

Stab

Idee, Moderation, Regie, Produzent & Titelmusik
Prof. Karim Sebastian Elias

Producerinnen
Clara Veihelmann (Studierende)
Lena Grehl (Studierende)
Lucie Dohmen (Studierende)

Montage
Federico Neri (Folge mit Oliver Masucci) (Alumni)
Brigitte Schmidle (Folge mit Simon Verhoeven) (Studierende)
Saskia Hundt (Folge mit Milena Fessmann) (Studierende)
Miro Schawalder (Folge mit Lorna Ishema) (Studierender)
Patrick Jankowski (Folge mit Tanja Hausner) (Extern)
Stefanie Trambow (Folge mit Ralf Wengenmayr) (Extern)
Micah Rott (Vorspann) (Extern)
Mila Bauer (Vorspann) (Extern)

Lichtgestaltung, Kamera & Vorspann
Vincent Engel (Studierender)

Tonmischung
Mischa Kissin (Studierender)

CG, Abgabe
André Kierczynski (Extern)

Animationen
Allan Bailey (Studierender)

Kameraoperator
Julian Regensburger (Alumni)
Georg Mayer (Alumni)

Szenenbild
Josina von Minckwitz (Studierende)

Maske
Lillian Schumacher (Studierende, Universität Potsdam)

Grafik Vorspann
Mila Bauer (Extern)

Beratung & Mitarbeit Deutsche Filmakademie
Anne Leppin
Inga Goossens
Katja Hevemeyer

Beratung & Mitarbeit Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Prof. Dr. Susanne Stürmer
Andrea Wohlfeil
Kathrin Lorsch
Cornelia Pawletta
Nicole Fiedler
Dr. Andreas Mues
Roland Aust

Produktion ZDF
Christiane Alsfasser

Redaktion ZDF
Dr. Susanne Becker

Weitere Informationen

"Masterclass" bei ZDFkultur: https://www.zdf.de/kultur/masterclass-100.html 

ZDFkultur in der ZDFmediathek: https://zdfkultur.de

ZDFkultur bei Facebook: https://facebook.com/ZDFkultur

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