Neue "Masterclass" zu "Im Westen nichts Neues"

Interviewreihe für alle, die gute Filme lieben

Die Interviewreihe "Masterclass" von ZDFkultur führt hinter die Kulissen preisgekrönter Filme. In neun neuen Folgen spricht Filmkomponist Karim Sebastian Elias mit Macherinnen und Machern der deutschen Erfolgsproduktion "Im Westen nichts Neues". "Masterclass" ist eine Zusammenarbeit von Deutscher Filmakademie, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und ZDFkultur. Realisiert wird das Format fast ausschließlich durch Studierende und Alumni der Filmuniversität.

Die Gespräche werden barrierefrei angeboten und sind in der ZDFmediathek mit zuschaltbaren Untertiteln abrufbar unter: https://www.zdf.de/kultur/masterclass

  • ZDF Mediathek, ab Montag, 14. August 2023

Texte

Hinter den Kulissen von "Im Westen nichts Neues"

Der deutsche Antikriegsfilm "Im Westen nichts Neues" (2022) ist ein internationaler Filmerfolg. Er wurde unter anderem mit sieben BAFTAs (British Academy Film Awards), neun Lolas und vier Oscars ausgezeichnet. "Im Westen nichts Neues" ist der erste deutsche Film überhaupt, der in der Kategorie Bester Film bei den Oscars nominiert war. Was ist das Geheimnis hinter diesem beispiellosen Erfolg?

Die neue Staffel der "Masterclass" geht dieser Frage nach. In insgesamt neun Folgen spricht Karim Sebastian Elias, mehrfach ausgezeichneter Filmkomponist – unter anderem des für den Oscar nominierten Films "Of Fathers and Sons" – und Professor für Komposition an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, mit: Edward Berger (Regie), Volker Bertelmann alias Hauschka (Musik), Malte Grunert (Produktion), James Friend (Kamera), Lisy Christl (Kostümbild), Heike Merker (Maskenbild), Frank Petzold (VFX), Frank Kruse (Sound) und Christian Goldbeck (Szenenbild). Die jeweils rund anderthalbstündigen Gespräche geben faszinierende Einblicke in die Entstehung und Umsetzung eines international gefeierten Films, machen deutlich, welche handwerkliche und künstlerische Meisterschaft hinter jedem Detail steckt und zeigen, wie entscheidend der Teamgeist bei diesem Projekt gewesen ist.

Über "Im Westen nichts Neues"

"Im Westen nichts Neues" erzählt die ergreifende Geschichte eines jungen deutschen Soldaten an der Westfront im Ersten Weltkrieg. Paul Bäumer (Felix Kammerer) und seine Kameraden erleben, wie sich die anfängliche Kriegseuphorie in Schrecken, Leid und Angst umkehrt. In den Schützengräben kämpfen sie verzweifelt um ihr Leben. Der Film von Regisseur Edward Berger basiert auf der weltbekannten gleichnamigen Buchvorlage von Erich Maria Remarque, erstmals veröffentlicht 1928. Die von Netflix produzierte Filmadaption feierte im September 2022 ihre Weltpremiere im Rahmen des Toronto International Film Festival.

Die einzelnen Folgen

Regisseur Edward Berger

Im "Masterclass-Interview mit Karim Sebastian Elias spricht Regisseur Edward Berger darüber, warum wache Augen, Enthusiasmus und Wissbegierde am Beginn einer Karriere unerlässlich sind. Berger erzählt, aus welchen Gründen ihm eine spezifisch deutsche Perspektive auf den Stoff von "Im Westen nichts Neues" so wichtig war, wie er sich durch intensive Lektüre von Briefen und Tagebüchern aus der Zeit des Ersten Weltkriegs auf den Film vorbereitet hat und was für ihn die Essenz der Romanvorlage ausmacht: wie "junge Menschen von Propaganda und Populisten dazu manipuliert werden, in einen Krieg zu ziehen, von dem sie keine Ahnung haben, und feststellen, wie ihre Seelen im Laufe dieses Krieges zermalmt werden."

Edward Berger, geboren 1970, ist ein österreichisch-schweizerischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Der gebürtige Wolfsburger schloss 1994 ein Regiestudium an der Tisch School of the Arts der New York University ab, um vier Jahre später mit Regiearbeiten für diverse Spielfilm- und Serienproduktionen zu beginnen, für die er teilweise auch das Drehbuch schrieb. Zu seinen Arbeiten zählen "Gomez – Kopf oder Zahl" (1998), "Mutter muss weg" (2012), "Ein guter Sommer" (2011), "Jack" (2014) und die Miniserie "Patrick Melrose" (2018). Berger erhielt für "Im Westen nichts Neues" jeweils einen British Academy Film Award in den Kategorien Beste Regie, Bester fremdsprachiger Film und Bestes adaptiertes Drehbuch. Für den Deutschen Filmpreis war Berger in der Kategorie Beste Regie nominiert.

Zitate Etward Berger

"Ich wollte einen Film machen über die Urkatastrophe, die Deutschland in der Welt ausgelöst hat. (…) anhand der Reise dieses jungen Mannes."

"Ich habe allen Schauspielern immer wieder gesagt: Wenn wir die Möglichkeit haben, irgendwo zu lachen – lasst uns lachen. Weil das ist sonst unerträglich."

"Ich hinterfrage alles, was ich mache. Ich bin vom Zweifel getrieben."

Kameramann James Friend

Im "Masterclass"-Interview mit Karim Sebastian Elias spricht Kameramann James Friend über die große historische Verantwortung, einen Roman wie "Im Westen nichts Neues" zu verfilmen. Er erzählt von glücklichen Zufällen am Set, von konstruktiven Diskussionen mit Regisseur Edward Berger und beschreibt die enormen Herausforderungen, mit einer Vielzahl von Statisten und technischer Ausrüstung mitten im Matsch und in schmalen Schützengräben zu drehen. Darüber hinaus berichtet Friend von der großen Aufgabe, das Kriegsgeschehen authentisch darzustellen; dem Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, als sei er selbst mitten auf dem Schlachtfeld: "Ich wollte, dass es sich anfühlt wie in einem Horrorfilm."

James Friend wuchs im südöstlich von London gelegenen Kent auf. Schon als Teenager war er als Beleuchter in der Filmindustrie tätig, später besuchte er die London Film School und absolvierte einen Kamerakurs an der renommierten National Film and Television School. Friend hat an zahlreichen Spielfilmen, Fernsehserien und Dokumentarfilmen mitgewirkt. Für das Serienprojekt "Patrick Melrose" (2018) arbeitete Friend bereits mit Regisseur Edward Berger und dem Komponisten Volker Bertelmann zusammen – eine Kollaboration, die sich am Set von "Im Westen nichts Neues" wiederholen sollte. James Friend wurde für seine Arbeit an "Im Westen nichts Neues" mit einem Oscar, einem British Academy Film Award sowie dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Zitate James Friend

"Es war der schwierigste Film, den ich je gedreht habe. (…) Die Umgebung, in der wir arbeiten mussten, war eine solche Herausforderung, der Matsch … das bereitet mir immer noch Alpträume."

"Sich diesen Film anzuschauen, ist sehr heftig. Ich habe ihn nur einmal gesehen … Es gab Szenen, da habe ich während des Drehs auf den Bildschirm geschaut und echt geweint."

"Die Vorstellung, dass es ein deutschsprachiger Film wird, hat mich am meisten fasziniert. Denn es ging vor allem um Authentizität. Ein amerikanischer Schauspieler, der dann mit deutschem Akzent spricht – das wäre wie ein Autounfall gewesen. Alles musste sich echt anfühlen, nass und verschlammt."

Produzent Malte Grunert

Produzent Malte Grunert erzählt im "Masterclass"-Interview, wie er als Fahrer einer Produktionsfirma zum Film kam. Eines nämlich wusste er, der bereits einen Abschluss in Jura hatte, mit Sicherheit: "Ich werde nicht Jurist." Er lernte bei diesem Job Jon Landau kennen und fing an, sich für die Aufgaben eines Produzenten zu interessieren. Heute weiß er, was alles dazugehört: von den Verhandlungen mit Drehbuchautoren über die Organisation der Finanzierung und die Zusammenarbeit mit dem Completion Bond (einer Versicherung, die die Fertigstellung einer Produktion garantiert) bis zum Austausch mit dem Kameramann über die Frage, wie sinnvoll die Anschaffung einer neuen Spezialkamera ist. Wird gedreht, ist Grunert jeden Tag am Set. Er versteht sich als "Aggregator" der verschiedenen Gewerke und hält – nicht nur finanziell – die Fäden zusammen. Im Gespräch mit Karim Sebastian Elias berichtet er von Situationen, die am Set von "Im Westen nichts Neues" einer raschen Entscheidung bedurften, von der produktiven Zusammenarbeit mit Regisseur Edward Berger und von den gemeinsamen Überlegungen, wie viel Gewalt ihr Film zeigen sollte.

Malte Grunert, 1967 geboren, kann bereits auf mehr als drei Jahrzehnte Fernseh- und Kinoproduktionen zurückblicken. 2009 gründete er seine eigene Produktionsfirma Amusement Park. Für "Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit" (2015) wurde er mit dem Robert ausgezeichnet und für den Hamburger Produzentenpreis beim Filmfest Hamburg nominiert. Die Produktion "Im Westen nichts Neues" brachte ihm bei den British Academy Film Awards zwei Auszeichnungen für den Besten Film ein.

Zitate Malte Grunert

"Ich war natürlich immer an Film interessiert, und ich habe gemerkt, okay, es gibt offensichtlich Leute, die es schaffen, in diesen unglaublichen Zirkus Methode reinzubringen. (…) Das klingt auf jeden Fall viel interessanter als Anwalt."

"Alle kreativen Entscheidungen haben auch eine finanzielle Komponente. Irgendwann ist klar, man hat den Film finanziert, es gibt eine bestimmte Struktur, das heißt es gibt auch eine Vereinbarung für ein bestimmtes Budget. Dann trägt man als Produktionsfirma, als Produzentin oder Produzent, die Verantwortung, dass man damit auch auskommt. Wenn's teurer wird, ist das erste, was flöten geht, die eigene Produzentengage."

"[Das Drehbuch] war sehr angelsächsisch geworden. Der angelsächsische Blick auf Kriegsfilme ist ein ganz anderer. Das ist eine Perspektive – entweder aus England oder den USA – von einem Land, das angegriffen wurde, das sich verteidigt hat, das den Krieg gewonnen hat, sowohl den Ersten als auch den Zweiten Weltkrieg. Aus dieser Perspektive sind Heldengeschichten möglich. Remarque ist das Gegenteil einer Heldengeschichte. Und ein deutscher Kriegsfilm muss das Gegenteil sein von einer Heldengeschichte. In einem deutschen Kriegsfilm ist der Tod eines Feindes kein positives Ereignis. Das kann nicht sein."

"Kriegsfilme, die nicht brutal sind, sind verlogen."

"Die Perspektive unserer Rekruten (im Film) ist sehr, sehr ähnlich zu der Perspektive von russischen Rekruten, die im Augenblick, von rechter Propaganda in der Heimat erfüllt, in den Krieg ziehen und denken, sie ziehen in ein Abenteuer."

Kostümbildnerin Lisy Christl

Kleider machen Leute, heißt es. Kaum jemand dürfte das besser wissen als die Kostümbildnerin Lisy Christl, die schon zahlreiche bekannte Filmproduktionen mit ihren Kostümen ausgestattet hat. In ihrem "Masterclass"-Gespräch mit Karim Sebastian Elias wird deutlich: Ihren Ruf in der Branche verdankt sie nicht nur ihrer großen Leidenschaft fürs Schneidern, sondern genauester Recherchearbeit und minutiöser Vorbereitung. Christl erzählt, dass sie schon als Kind gerne Kostüme für ihre Puppen angefertigt hat und als junge Frau nachts kelllnern ging, um gratis für die Münchner Kammerspiele arbeiten zu können. Beim Film landete sie durch die Empfehlung eines Bekannten. "Im Westen nichts Neues" war ein Mammutprojekt, in dem sie sich wieder einmal beweisen konnte. Mit Karim Sebastian Elias spricht sie über die umfangreichen Vorbereitungen und zeigt ihm die Foto-Leporellos, die sie erstellt hat, um die verschiedenen Zustände der Uniformen im Laufe des Films einzufangen.

Lisy Christl, 1964 geboren, begann ihre Karriere mit einer klassischen Schneiderlehre. Nach ihrer Zeit bei den Münchner Kammerspielen und an der Deutschen Meisterschule für Mode in München arbeitete Christl mit Regiegrößen wie Michael Haneke ("Das Schloß", 1997, "Funny Games", 1997),  Urs Egger ("Opernball", 1998) und Terrence Mallick ("A Hidden Life" (2019) sowie mehrfach mit Roland Emmerich (z. B. bei "Independence Day: Wiederkehr", 2016 und "White House Down", 2013). Für ihre Arbeit an "Anonymus" (2011) wurde sie mit einer Oscar-Nominierung sowie mit der Auszeichnung für das Beste Kostümbild beim Deutschen Filmpreis gewürdigt. Für ihr Kostümbild in "Im Westen nichts Neues" erhielt sie Nominierungen für den British Academy Film Award und den Deutschen Filmpreis.

Zitate Lisy Christl

"Ein gutes Kostümbild ist für mich dann vorhanden, wenn du nicht drüber nachdenkst, dass es einen Kostümbildner überhaupt gegeben hat. Das ist immer so eine Leitlinie für mich gewesen."

"Ich habe ganz zu Anfang versucht, mir Familien vorzustellen für diese Jungs. Aus welchen Häusern kommen die? Was machen die Eltern? Wie waren die eingerichtet? (…) So haben wir uns für jeden von unseren Hauptdarstellern eine Geschichte überlegt."

"Uniform ist Uniform. Heißt: Du uniformierst alle Menschen, und die Persönlichkeit verschwindet. Das ist ja der Sinn der Uniform. (…) Die Uniform zeigt deinen Beruf und soll das Individuum verschwinden lassen. Du hast relativ wenig Platz, um einen Charakter überhaupt zu zeigen. Ich fand das tatsächlich eine der größten Herausforderungen, in dem wenigen Raum, in diesen wenigen Ritzen, die du hast, einen Charakter darzustellen."

"Wir waren ein Basisteam von 22 bis 25 Leuten, und an diesen ganz großen Drehtagen waren wir bis zu 50, 60 Leute, die auch in Schichten gearbeitet haben. (…) Es gab eine Komparsen-Kostümcrew, eine Stunt-Kostümcrew und eine Schauspieler-Kostümcrew."

Visual Effects-Experte Frank Petzold

Im "Masterclass"-Interview mit Karim Sebastian Elias erzählt Visual Effects-Experte Frank Petzold von seinen prägenden Anfängen in Los Angeles, vom Umgang mit künstlicher Intelligenz in seiner Branche und vom besonderen Teamgeist am Set von "Im Westen nichts Neues". Er berichtet, wie er für die filmische Adaption des gleichnamigen Romans von Erich Maria Remarque mit seinen Kolleginnen und Kollegen die tragische "Schönheit der Explosion" darstellte und Panzer so in Szene setzte, als krabbelten sie wie Monster langsam über einen Berg. Bei "Im Westen nichts Neues" kam es für Petzold vor allem darauf an, zwar die Möglichkeiten visueller Effekte ausloten zu können, die Darstellung aber – anders als in so manchem Hollywood-Blockbuster – dennoch unbedingt realistisch zu halten.

Frank Petzold machte seine ersten Schritte als Kameramann für Werbespots, ehe es den heute 53-Jährigen in den 1990er-Jahren nach Los Angeles zog, wo er in Kontakt mit der Welt visueller Effekte kam. Er bereicherte mit seinem Können Filme wie "Starship Troopers" (1997), "Armageddon" (1998), "Hercules" (2014) und "The Legend of Tarzan" (2016). Für "Im Westen nichts Neues" wurde Petzold – zusammen mit seinen Kollegen Viktor Müller und Markus Frank – mit dem Deutschen Filmpreis in der Kategorie Beste visuelle Effekte und dem European Film Award ausgezeichnet. Darüber hinaus war er für den British Academy Film Award und den Oscar nominiert.

Zitate Frank Petzold

"Dann kamen die Oscars, das ist natürlich die absolute Königsklasse, da ist die Nominierung allein schon der Knüller."

"Wir wollten es bewusst historisch korrekt machen."

"Was wir gefunden haben – das ist ein bisschen komisch zu sagen – ist die Schönheit der Explosion (…) Obwohl die sehr grausam waren, waren das wunderbare Slow-Motion-Elemente und Bilder."

"In Projekten, an denen ich arbeite, ist manchmal auch eine Kreatur dabei, ob es nun ein Monster oder ein Alien ist (…). Wir hatten's hier nicht. Aber es fiel mir auf, dass die Referenzen, die ich gesehen habe vom Ersten Weltkrieg, von den ersten Panzern, wie die über den Graben kommen – die sehen aus wie Monster, die langsam übern Berg krabbeln."

"Das ist ein Buch, wo man weiß, das ist ikonisch. Da will man auch nichts falsch machen und da darf man natürlich nicht in irgendeinen Actionfilm ausbrechen."

Maskenbildnerin Heike Merker

Im "Masterclass"-Interview mit Karim Sebastian Elias berichtet Maskenbildnerin Heike Merker, dass sie eigentlich Entwicklungshelferin werden wollte. Sie erzählt, wie sie für das Maskenbild von "Im Westen nichts Neues" mannigfaltige Farben und Konsistenzen von Dreck geschaffen hat, wie sie ihren Zugang zum Stoff fand und wie sie einzelne Szenen schon beim Dreh emotional berührt haben. Außerdem berichtet sie von der großartigen – und keineswegs selbstverständlichen – Teamarbeit am Set. Alle Gewerke seien im ständigen Austausch miteinander gewesen.

Heike Merker ist 1967 in Berlin geboren und wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet, unter anderem dreimal mit dem Deutschen Filmpreis, zuletzt für "Im Westen nichts Neues". Ihren Beruf begann sie in den frühen 1990er-Jahren im Rahmen kleinerer Filmproduktionen. Seit Anfang der 2000er-Jahre arbeitete sie auch bei größeren deutschsprachigen Projekten mit, darunter "Good Bye, Lenin!" (2003), "Reine Formsache" (2006) und "Krabat" (2008). Später folgten große internationale Produktionen wie "Cloud Atlas" (2012), "Anonymus" (2011) und "Grand Budapest Hotel" (2014). Für ihre Arbeit bei "Im Westen nichts Neues" erhielt Heike Merker ihre erste Oscar-Nominierung.

Zitate Heike Merker

"Das war halt toll. Es war eine Crew, die miteinander gesprochen hat, die miteinander gearbeitet hat, und es war ein Film, der miteinander gemacht wurde. Man denkt jetzt natürlich: Ja, ist doch aber jeder Film – nein, das ist nicht so. (…) Das (…) hat den Film total ausgemacht, diese extreme Zusammenarbeit von allen Departements, jeden konnte man fragen, jeder war da."

"Dieser erste Drehtag, um vier Uhr morgens irgendwo auf so einem Feld zu stehen. (…) Der Schlamm war so intensiv, dass ich noch nicht mal die Möglichkeit hatte, dieses eine Bein aus dem Schlamm rauszuziehen, um es nach vorne zu stellen. (…) Lisy Christel, die Kostümbildnerin (…), war auch da, und wir haben uns angesehen, und ich habe zu ihr gesagt: Ich habe keine Ahnung, ob ich diesen Film schaffe."

"Solange sie noch diese frischen Jungs sind, (…) bis zu der ersten Explosion im Krieg, da können die noch ihre Zähne behalten. Sobald dann der Cut ist, 18 Monate später, ab da bekommen sie alle andere Zähne. Ich finde eins immer total störend: Wenn alles irgendwie zusammenbricht, aber man hat tolle weiße Zähne. Deswegen haben die alle so Zahnschienen drüber (…), um den Mangel ein bisschen mehr zu zeigen."

Sounddesigner Frank Kruse

Der Sounddesigner und Tonmeister Frank Kruse hat schon an so vielen bekannten Filmen und so unterschiedlichen Genres mitgewirkt, dass er im "Masterclass"-Interview einen vielschichtigen Einblick in seinen Beruf geben kann. Zu den Besonderheiten der Arbeit an "Im Westen nichts Neues" zählt er, dass Regisseur Edward Berger ihm und seinem Team sehr freie Hand ließ. Kruse berichtet vom Einfallsreichtum der Geräuschemacher, um möglichst authentische Klänge zu erzeugen, erklärt, warum er seinen Beruf am ehesten mit dem eines Architekten vergleichen würde, und spricht darüber, welche (sozialen) Fähigkeiten man mitbringen sollte. An konkreten Filmausschnitten verdeutlicht er, wie Brutalität und Schrecken über Klänge erzeugt werden, etwa wenn das Geratter der Nähmaschinen, mit denen die Uniformen der Soldaten repariert werden, in das Geratter von Maschinengewehren übergeht.

Frank Kruse, 1968 in Hamburg geboren, absolvierte sein Studium zum Diplom-Toningenieur an der HFF Konrad Wolf (heute Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF). Mit dem Deutschen Filmpreis wurde er bereits vier Mal ausgezeichnet und war weitere sieben Male dafür nominiert. Bei Filmen wie "Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders" (2006), "Cloud Atlas" (2012), "Rush – Alles für den Sieg" (2013) und "Im Herzen der See" (2015) arbeitete er mit Regiegrößen wie Tom Tykwer und Ron Howard zusammen. Für "Im Westen nichts Neues" erhielt er eine Oscar-Nominierung für den Best Sound und gewann in derselben Kategorie sowohl den British Academy Film Award als auch den Deutschen Filmpreis.

Zitate Frank Kruse

"Es gibt Regisseurinnen und Regisseure, die ganz genau jeden Kieselstein besprechen und auch ihren Rohschnitt so genau kennen, dass sie jeden Knickser und jeden Klackser, jede Kleinigkeit, die vielleicht als Störgeräusch interpretiert wird, im Originalton so genau kennen, dass sie erstmal wahnsinnig irritiert sind, wenn das plötzlich weg ist oder anders als vorher. "

"Edward Berger hat eine sehr interessante Art Regie zu führen. Wir hatten extrem freie Hand bei "Im Westen nichts Neues". Wir haben sehr früh angefangen, über den Allgemeinklang dieses Films zu reden. Gar nicht so wahnsinnig konkret, sondern mehr über einen Stil – wie könnte dieser Film klingen? Und da habe ich ihm irgendwann gesagt (…): Ich fänds gut, wenn der Film knochig klingt nachher. Und er meinte dann einfach nur: Knochig, knochig finde ich gut als Begriff. Lass uns den Film knochig machen. "

"Was ich persönlich immer sehr interessant finde in Filmen: Wenn nicht alle Gewerke zum gleichen Zeitpunkt das Gleiche machen. Wenn es jemandem schlecht geht, dass die Musik auf die Tränendrüse drückt und dass im Sound irgendetwas ist, was die Sache trauriger macht. (…) Aber was ist ein trauriger Sound? Es fällt natürlich sehr viel leichter, emotional an die Hand genommen zu werden mit Musik, während Klänge das eher durch die Hintertür machen."

Szenenbildner Christian Goldbeck

Der Szenenbildner Christian Goldbeck verrät im "Masterclass"-Gespräch, wie man ein 400.000 Quadratmeter großes Filmset gestaltet. Er erklärt, wie er sich mit seinem Team Szene für Szene vorgearbeitet hat, bis sich ein Grundriss für den Schützengraben herauskristallisierte. Dabei bestand eine der vielen Herausforderung darin, eine gewisse Orientierungslosigkeit für die Zuschauerinnen und Zuschauer entstehen zu lassen, die nicht erkennen sollten, wie oft sie sich in den verschiedenen Grabenszenen an ein und demselben Ort befinden. Goldbeck beschreibt die Oberflächen von Schlachtfeldern: Kraterlandschaften, die er anhand historischer Bilder studierte. Auch darüber, wie man einen wirklichkeitsgetreuen Panzer aus dem Ersten Weltkrieg nachbaut, spricht der Szenenbildner.

Christian M. Goldbeck, 1974, geboren, studierte zunächst Architektur in London und dann Szenenbild an der HFF Konrad Wolf (heute Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF). Zu den Filmen, die er durch eindrucksvolle Kulissen mitgestaltet hat, gehören "Lichter" (2002), "Die fetten Jahre sind vorbei" (2004) und "Der Vorleser" (2007), "Alles auf Zucker!" (2005), "Requiem" (2006), "Heidi" (2015), "Ich und Kaminski" (2015), "Das perfekte Geheimnis" (2019), "Exil" (2020) und "Wunderschön" (2020). Für seine Arbeit an "Im Westen nichts Neues" wurde Goldbeck mit dem Deutschen Filmpreis und einem Oscar geehrt.

Zitate Christian Goldbeck

"Was mich am Szenenbild gereizt hat, war, dass ich es faszinierend fand, die Räume um den Charakter herum zu entwerfen. Die Architektur ist natürlich auch immer charakterbasiert, man macht seine soziologischen Studien: Was will man da, wie soll der Mensch sich verhalten – aber wie er sich letztendlich verhält, kann kein Architekt bestimmen."

"Das nenne ich Raumpsychologie – der Zuschauer soll im besten Falle sich reinfühlen können und beiläufig verstehen können, was auch das Innenleben der Protagonisten darstellt."

"Mir wird ja selten mulmig bei der Vorbereitung eines Projekts. (…) Die wirklichen Gräueltaten und Grausamkeiten des Ersten Weltkriegs waren nicht oft fotografiert. Man musste sehr, sehr tief in Archive in Frankreich, in Belgien, aber auch im Militärmuseum in München gehen, um dort auf großartige alte Glasplattenfotografien zu treffen. Und da sah ich das erste Mal, was dieses Niemandsland Schlachtfeld überhaupt können muss."

Filmkomponist Volker Bertelmann

Volker Bertelmann alias Hauschka komponierte die Filmmusik zu "Im Westen nichts Neues". Im Gespräch mit Karim Sebastian Elias berichtet er von dem Vertrauen, das Regisseur Edward Berger ihm entgegenbrachte und davon, wie er zu dem durchdringenden Dreitonmotiv fand, das er in unterschiedlichen Variationen in seiner Filmmusik anwendete. Mal erklingt es im verzerrten Harmonium-Sound, aufgenommen am restaurierten Instrument seiner Urgroßmutter, mal wird es vom London Contemporary Orchestra dargeboten, und immer erweitert Bertelmanns Musik die Rezeption der Filmszenen. (Die Folge ist bereits seit Freitag, 12. Mai 2023, online.)

Volker Bertelmann, 1966 in Kreuztal geboren, arbeitet als Komponist und Pianist. Schon früh begann er eine klassische Klavierausbildung, als Teenager gründete er seine erste Band. Er studierte zunächst BWL und Medizin, widmete sich dann aber erneut seiner großen Leidenschaft: der Musik. Schließlich fand er zum Film und schuf die Musik für bedeutende Filme und Fernsehserien. Bertelmann, der in seiner Solokarriere den Namen Hauschka trägt, ist vor allem für seinen innovativen und ungewöhnlichen Umgang mit dem Klavier bekannt. Er wurde mehrfach ausgezeichnet und erhielt für seine Arbeit am Kriegsdrama "Im Westen nichts Neues" 2023 einen Oscar.

Zitate Volker Bertelmann

"Als mein Name aufgerufen wurde – das ist ein bisschen wie im Flug, im Traum. (…) Wenn man dann gewinnt, geht man mit der Statue hinter die Bühne, und dann fängt auch der Wahnsinn dahinter an. (…) Ich stand backstage mit dem Oscar, und der Erste, der mir gratulierte, war Harrison Ford. Ich stand da mit der Statue in der Hand, er sagte: 'Well done, well done'."

"Wenn ich sage, ich hab mich nicht verändert, heißt das eigentlich: Ich war schon immer mutig, aber mein Mut wurde oft nicht belohnt."

"Edward Berger ist ein ganz toller Regisseur, der einen nicht einengt. (…) Es gibt ein paar Instruktionen, die er mir gegeben hat, das waren genau vier: Ich möchte, dass du die Bilder zerstörst. Ich möchte eine Snare Drum gespielt haben von jemandem, der keine Snare spielen kann. Ich möchte ein Thema für Paul Bäumers Magengefühl. (…) Ich möchte etwas von dir haben, das du noch nie gemacht hast."

Über die "Masterclass"

Wie entwickeln sich Ideen, wie werden Visionen umgesetzt, wie arbeiten kreative Köpfe zusammen, damit ein Film entsteht? Zu diesen und weiteren Fragen rund ums Kino liefert die Interviewreihe "Masterclass" spannende Anregungen. Karim Sebastian Elias, Filmkomponist und Professor an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, spricht mit Stars der deutschen Filmszene: mit Kameraleuten, Regisseurinnen und Regisseuren, mit Darstellern und Darstellerinnen, Produzentinnen und Produzenten, Komponistinnen und Komponisten sowie mit Verantwortlichen für Szenenbild, Kostümbild, Maskenbild und Ton. Elias' Gesprächspartner und Gesprächspartnerinnen berichten über ihren Weg in die Branche, über kreative Prozesse, schwierige Phasen, Rituale und Erfolgsmomente. "Masterclass" ist eine ebenso erhellende wie unterhaltsame Gesprächsreihe für alle, die gern große Filmmomente erleben oder davon träumen, sie selbst zu erschaffen.

"Masterclass" ist eine Kooperation von Deutscher Filmakademie, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und ZDFkultur. Realisiert wird die Reihe fast ausschließlich durch Studierende und Alumni der Filmuniversität Babelsberg; unterstützt wird das Format durch die GEMA-Stiftung.

Die Gespräche werden barrierefrei angeboten und sind in der ZDFMediathek mit zuschaltbaren Untertiteln abrufbar unter: https://www.zdf.de/kultur/masterclass

Bisherige Staffeln

1. Staffel "Masterclass"

Die 1. Staffel der "Masterclass" ging im Dezember 2020 bei ZDFkultur online und stellt einige der Macherinnen und Macher hinter zwei Produktionen vor, die bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2020 in jeweils mehreren Kategorien ausgezeichnet wurden: der Film "Berlin Alexanderplatz" gewann fünf Auszeichnungen. Unter den Prämierten, die Karim Sebastian Elias zum Gespräch einladen konnte, waren: Schauspielerin Jella Hase, Filmkomponstin Dascha Dauenhauer und Szenenbildnerin Elke Buhr. Der Film "Systemsprenger" wurde in acht Kategorien geehrt. Aus dieser Produktion waren in der "Masterclass" zu Gast: Schauspieler Albrecht Schuch, Filmkomponist John Gürtler und Tongestalter Gregor Bonse.

2. Staffel "Masterclass" anlässlich der Berlinale 2022

Alle sechs Gäste von Karim Sebastian Elias wurden 2021 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet oder haben an einem der prämierten oder nominierten Filme mitgewirkt: Schauspielerin Lorna Ishema erhielt die Lola in der Kategorie Beste weibliche Nebenrolle für ihr Spiel in "Ivie wie Ivie", Schauspieler Oliver Masucci bekam die renommierte Auszeichnung für seine Rolle als Rainer Werner Fassbinder in "Enfant Terrible". Kostümbildnerin Tanja Hausner überzeugte mit ihrer Arbeit an dem Historiendrama "Die Schachnovelle" (in dem wiederum Oliver Masucci die Hauptrolle spielte). Regisseur und Drehbuchautor Simon Verhoeven wurde für den besucherstärksten Film ausgezeichnet: "Nightlife". Music Supervisorin Milena Fessmann zeichnete mitverantwortlich für den Soundtrack zur mehrfach prämierten melancholischen Komödie "Ich bin dein Mensch", und Filmkomponist Ralf Wengenmayr wurde für seine Musik zu "Jim Knopf und die Wilde 13", in der Auswahl zum besten Kinderfilm, für die beste Musik nominiert.

3. Staffel "Masterclass" zur Serie "Der Schwarm"

In den vier Folgen der 3. Staffel spricht Filmkomponist Karim Sebastian Elias mit Menschen, die in Schlüsselpositionen an der Thriller-Serie "Der Schwarm" mitgewirkt haben. Die intensiven Gespräche mit Frank Doelger (Showrunner), Barbara Eder (Regie), Dascha Dauenhauer (Filmmusik) und Julian Wagner (Production Design) geben spannende Einblicke in die Entstehung und Umsetzung einer der aufwendigsten ZDF-Produktionen aller Zeiten.

Spezialfolge mit Regisseur Andreas Kleinert

Andreas Kleinert, 1962 in Ost-Berlin geboren, studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf. Schon sein Debüt "Leb wohl Joseph" wurde 1989 in den Wettbewerb des Locarno Film Festival eingeladen. Seit 2006 ist Kleinert als Professor für Film- und Fernsehregie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf tätig. 2022 erhielt er für "Lieber Thomas", einer Filmbiografie über den Schriftsteller und Filmemacher Thomas Brasch, den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Beste Regie.

Im Interview mit Karim Sebastian Elias beschreibt der vierfach mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete Regisseur, warum ihn die Herausforderung des Filmemachens immer wieder reizt. Er gibt Einblicke in seine Arbeit am Filmdrama "Lieber Thomas", berichtet von der Zusammenarbeit mit Drehbuchautor Thomas Wendrich und erzählt, wie es ist, einen Film über eine Person, die selbst Regisseur war, zu realisieren.

Zitate Andreas Kleinert

"Ich mache ja Filme nicht, um Preise zu gewinnen, sondern genieße ehrlich gesagt am meisten den Prozess. Nicht das Ergebnis, sondern das Tun ist für mich immer das Schönste."

"Das komische Gefühl ist, dass ich ganz anders bin als Brasch und dass er mich sicherlich auch nicht leiden könnte. Ich glaube, wir wären keine Freunde geworden. Weil er ein ganz anderer Typus Mensch ist. Ich bin viel zurückgezogener. Er hat ja eine ganz andere Art von Extrovertiertheit. (...) Aber ich hab ihn bewundert für seine Aufrichtigkeit im politischen Sinne wie im Umgang."

"In unserem Beruf muss man sich für fast alles interessieren, man darf nichts ausschließen."

Karim Sebastian Elias

Der mehrfach ausgezeichnete Filmkomponist Karim Sebastian Elias studierte von 1992 bis 1998 an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Er komponierte und produzierte die Musik für mehr als hundert Kinofilme, Fernsehfilme und Dokumentationen, darunter den Deutschen-Filmpreis-Gewinner "Rhythm is it!" (2004), den vielfach prämierten und für den Oscar nominierten Film "Of Fathers and Sons" (2017) sowie den Gewinner des European University Film Award "Saudi Runaway" (2020). Für seine Musik zu "Ku’damm 63" (2021) wurde er für den Deutschen Fernsehpreis nominiert, für "Die Schatzinsel" (2007) und "Bella Block" (2007) erhielt er den Deutschen Fernsehpreis für die Beste Musik.

2017 initiierte er die Interviewreihe "Masterclass", die einzigartige und faszinierende Einblicke in die künstlerische Arbeit von Filmschaffenden gibt. Im Jahr 2013 wurde Elias als Professor für Komposition und Arrangement für Medien im Masterstudiengang Filmmusik an die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF berufen.

Zitat Karim Sebastian Elias

"Bei wirklich allen Protagonist*innen von 'Im Westen nichts Neues' haben wir es während der Drehs der Interviews regelrecht spüren können: emphatisch, für das jeweils andere Gewerk mitdenkend und sich wechselseitig inspirierend – so war die Arbeit an diesem preisgekrönten Projekt. Der Erfolg des Films ist im besten Sinne ein Teamerfolg. Das hat den Studierenden und mir gezeigt, zu welchem Werk, zu welchem Ergebnis eine gute Teamarbeit und eine respektvolle Kommunikation führen kann. Diese Kultur des empathischen und respektvollen Miteinanders ist für mich vorbildlich in meiner Arbeit als Filmkomponist, ebenso wie in der Zusammenarbeit an der Filmuniversität."

Fotos

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdfkultur

Weitere Informationen

"Masterclass" bei ZDFkultur: https://www.zdf.de/kultur/masterclass-100.html 

ZDFkultur in der ZDFmediathek: https://zdfkultur.de

ZDFkultur bei Facebook: https://facebook.com/ZDFkultur

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