Am Puls: Frisst die KI unsere Jobs?
Schwerpunkt zu Arbeit und KI mit Dokus, Live-Diskussion und mehr
Frisst die KI unsere Jobs? Am Tag der Arbeit, am Freitag, 1. Mai 2026, 19.20 Uhr im ZDF, geht "Am Puls mit Florian Neuhann" dieser Frage nach. Am Dienstag, 5. Mai 2026, 20.15 Uhr, greift sie Moderator Christian Sievers auf in der Live-Sendung "Am Puls – Deutschland diskutiert: KI – Kollege oder Konkurrent?" Rund um diese beiden Sendungen setzt sich das ZDF in einem umfangreichen Programmangebot in Web, App und TV mit der gesellschaftlichen Bedeutung von KI, ihren Chancen und Risiken auseinander. Wie weit ist menschliche Arbeit durch künstliche Intelligenz ersetzbar? Welche Rolle wird KI im Arbeitsleben einnehmen?
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Frisst die KI unsere Jobs? Am Tag der Arbeit, am Freitag, 1. Mai 2026, 19.20 Uhr setzt sich das ZDF mit einem umfangreichen Programmangebot in Web, App und TV mit der gesellschaftlichen Bedeutung von KI, ihren Chancen und Risiken für den Arbeitsmarkt auseinander. Wie weit ist menschliche Arbeit durch Künstliche Intelligenz ersetzbar? Welche Rolle wird KI im Arbeitsleben einnehmen?
Das ZDF-Programmangebot nimmt ein Thema in den Blick, das in rasantem Tempo in Arbeitswelt und gesellschaftliche Debatten hineinwirkt: KI verändert nicht nur Berufe, sondern auch Erwartungen an Kompetenz, Verantwortung und Orientierung.
In Sendungen wie der "Am Puls"-Doku mit dem ZDF-Wirtschaftsexperten Florian Neuhann und der Live-Ausgabe von "Am Puls – Deutschland diskutiert" mit Christian Sievers wird sichtbar, welches Potenzial KI-gestützte Personalisierungen schon heute haben. In einem Experiment wird ein Avatar von Florian Neuhann erstellt, der mit den stetig wachsenden Fähigkeiten einer KI wirtschaftliche Entwicklungen aufbereiten kann. Trotz aller Fortschritte wird deutlich: Niemals kann ein Avatar Ersatz sein für journalistische Arbeit.
Ergänzt wird der Schwerpunkt durch ein breites publizistisches Angebot: In Magazinen, Nachrichtensendungen und Talkformaten zeigt das ZDF, wie KI bereits heute Tätigkeiten verändert, wo sie Menschen entlastet und wo sie Unsicherheiten auslöst. Ergänzend wird das ZDF die Frage "Frisst die KI unsere Jobs?" auch über Gesprächsveranstaltungen sowie über die Initiative "ZDF goes Schule" in die Öffentlichkeit tragen.
Ab Mittwoch, 22. April 2026, 10.00 Uhr im ZDF streamen
Sonntag, 26. April 2026, 15.30 Uhr, ZDF
plan b: Digitale Kollegen im Einsatz – Wie KI und Robotik unsere Jobs verbessern
Film von Julia Disselmeyer
Ab Mittwoch, 29. April 2026, 6.00 Uhr, im ZDF streamen
Freitag, 1. Mai 2026, 19.20 Uhr, ZDF
Am Puls mit Florian Neuhann
Frisst die KI unsere Jobs?
Film von Stefan Ebling, Hanna Günter und Florian Neuhann
Freitag, 1. Mai 2026, 20.15 Uhr, im ZDF streamen
ZDFheute live
Frisst die KI unsere Jobs?
Ab Freitag, 1. Mai 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen
Samstag, 9. Mai 2026, 10.00 Uhr, ZDF
PUR+: KI oder Lehrer – wer erklärt's besser?
Moderation: Eric Mayer
Montag, 4. Mai 2025, 19.25 Uhr, im ZDF und im ZDF streamen
WISO
Moderation: Marcus Niehaves
Dienstag, 5. Mai 2026, 20.15 Uhr im ZDF und im ZDF streamen
Am Puls – Deutschland diskutiert
KI – Kollege oder Konkurrent?
Live aus Berlin mit Christian Sievers
Lange Nacht mit Beiträgen des KI-Schwerpunkts
Vom Mittwoch, 6., auf Donnerstag, 7. Mai 2026, im ZDF (1.00 Uhr bis 5.10 Uhr)
Ab Mittwoch, 29. April 2026, 6.00 Uhr, im ZDF streamen
Mittwoch, 6. Mai 2026, 1.00 Uhr, ZDF
Am Puls mit Florian Neuhann
Frisst die KI unsere Jobs?
Ab Dienstag, 5. Mai 2026, 20.15 Uhr, im ZDF streamen
Mittwoch, 6. Mai 2026, 1.55 Uhr, ZDF
Am Puls – Deutschland diskutiert
KI – Kollege oder Konkurrent?
Ab Mittwoch, 22. April 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen
Mittwoch, 6. Mai 2026, 3.25 Uhr, ZDF
plan b: Digitale Kollegen im Einsatz – Wie KI und Robotik unsere Jobs verbessern
Film von Julia Disselmeyer
Bereits im ZDF streamen
Mittwoch, 6. Mai 2026, 4.10 Uhr, im ZDF
plan b: Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft – Gegen den Hunger in der Welt
Bereits im ZDF streamen
Mittwoch, 6. Mai 2026, 4.40 Uhr, im ZDF
WISO-Dokumentation
prompt: Bierbrauer in der Krise – hilft KI?
Film von Monique Marmodée
Ab Mittwoch, 6. Mai 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen
Mittwoch, 6. Mai 2026, 4.55 Uhr, ZDF
WISO-Dokumentation
ForecastMe: Ersetzt KI Anwältinnen und Anwälte?
Film von Ute Mattigkeit und Anna Möllers
Ab Mittwoch, 29. April 2026, 6.00 Uhr, im ZDF streamen
Freitag, 1. Mai 2026, 19.20 Uhr, ZDF
Am Puls mit Florian Neuhann
Frisst die KI unsere Jobs?
Film von Stefan Ebling, Hanna Günter und Florian Neuhann
Kamera: Leonard Bendix, Jonathan Gaubatz, Felix Korfmann, Marvin Schneider
Produktion: Bewegte Zeiten
Redaktion: Nina Behlendorf, Malte Borowiack
Leitung der Sendung: Markus Wenniges
Länge: ca. 53 Minuten
Sie schreibt Texte, analysiert Verträge und programmiert Codes. Schnell, günstig und rund um die Uhr: Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt. Wie bedrohlich ist das für unsere Jobs?
ZDF-Wirtschaftsexperte Florian Neuhann zeigt in seiner "Am Puls"-Doku, unter welchem Druck vor allem ausgebildete Fachkräfte durch KI stehen. Im Silicon Valley trifft er Vordenker der technischen Revolution und fragt sich: Ist mein eigener Job durch KI ersetzbar?
Künstliche Intelligenz hat in kürzester Zeit die Welt der sogenannten Wissensarbeiter auf den Kopf gestellt. In den USA entlassen große Tech-Firmen bereits Tausende Menschen, in Großbritannien streichen Anwaltskanzleien Arbeitsplätze – unter Verweis auf die KI.
Kann sie schon jetzt etwa Juristen ersetzen? Um das herauszufinden, trifft Florian Neuhann Prof. Rupprecht Podszun an der Universität in Düsseldorf. Der Jura-Professor, zuletzt Co-Vorsitzender der KI-Kommission des Wirtschaftsministeriums, lässt seine Doktoranden gegen den KI-Assistenten von Google antreten. Wer gewinnt im Experiment "Mensch gegen Maschine"?
Wie groß die Ängste, aber auch die Hoffnungen der Deutschen in Bezug auf die KI-Revolution sind, hat eine Umfrage in der "ZDFmitreden-Community" gezeigt. Viele erhoffen sich Erleichterungen bei alltäglichen Arbeiten. Andere bangen um die Zukunft ihrer Berufe und die Chancen von Einsteigerinnen und Einsteigern.
Kinderbuch-Illustratorin Anne Behl hat eine klare Meinung zur KI: "In unserer Arbeit steckt so viel Herzblut. Das kann man nicht prompten." Sie hofft, dass auch in Zukunft die Menschen lieber Produkte von Menschen anschauen wollen, als – wie sie es bezeichnet – "seelenlose KI-Bücher".
Besonders hart soll die KI Dolmetscherinnen und Übersetzer bedrohen. Florian Neuhann reist nach Brüssel und trifft Simultandolmetscherin Laura König, die seit über 20 Jahren bei der Europäischen Kommission arbeitet. Wie real und akut ist die Gefahr für ihren Job? Florian Neuhann erfährt bei ihr, wo die Stärken, aber auch die Grenzen der KI liegen.
Von solchen Grenzen will man in San Francisco im Silicon Valley nichts wissen. Dort herrscht Goldgräberstimmung. Nirgendwo wird so viel in KI investiert wie hier – weit mehr als in ganz Europa zusammengerechnet. Florian Neuhann trifft Vordenker und Start-up-Gründer. Richard Socher zum Beispiel, der als Pionier heutiger Sprachmodelle gilt. Er glaubt, dass sich bei dem überwiegenden Teil der Arbeit, die heute digitalisiert stattfindet, "80 Prozent der Arbeitsprozesse in den nächsten ein bis fünf Jahren mit KI automatisieren lassen". Astro Teller, der Visionär von Google, setzt die Entwicklung generativer künstlicher Intelligenz mit der Entdeckung des Feuers gleich.
Florian Neuhann möchte herausfinden, ob sich an den Trends in Kalifornien schon ablesen lässt, was in Deutschland noch auf uns zukommt. Auf seiner Reise stellt er sich auch immer wieder die Frage, inwieweit sein eigener Job als Wirtschaftsjournalist ersetzbar wäre. KI beschafft Informationen und beantwortet schon jetzt Fragen zu Wirtschaftsthemen. Wofür braucht es da noch den Menschen?
Wohin also führt die KI-Revolution? Was bedeutet sie für Millionen Beschäftigte in Deutschland? Was bedeutet sie für Berufseinsteiger? Wie kann generative KI Menschen bei ihrer Arbeit unterstützen, wo zerstört sie Jobs?
Dienstag, 5. Mai 2026, 20.15 Uhr im ZDF und im ZDF streamen
Am Puls – Deutschland diskutiert
KI – Kollege oder Konkurrent?
Live aus Berlin mit Christian Sievers
Produktion: Gruppe 5
Redaktion: Nina Behlendorf, Paul Amberg
Leiter der Sendung: Markus Wenniges
Länge: ca. 88 Minuten
Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt. Was bedeutet das für unsere Jobs und unser Zusammenleben? Christian Sievers diskutiert mit Politikern und Menschen aus ganz Deutschland.
In der ZDF–Schwerpunktwoche "Frisst KI unsere Jobs?" widmet sich auch "Am Puls – Deutschland diskutiert" diesem Thema. Moderator Christian Sievers spricht in der 90-minütigen Live-Sendung mit Menschen, für die KI Gefahr, Chance oder schon längst gelebter Alltag ist.
Live zugeschaltet auf einer großen Videowand sind Zuschauer aus ihren Wohnzimmern. Sie geben Einblick in ihr Leben und erzählen, wie künstliche Intelligenz schon jetzt ihr Leben verändert. Und: Sie diskutieren mit Spitzenpolitikern und KI-Experten Fragen wie: Was bedeutet die erwartete KI-Revolution für Millionen Beschäftigte in Deutschland? Welche Jobs entstehen, welche verschwinden? Wie schützt man sich davor, durch KI abgehängt zu werden?
Moderator Christian Sievers konfrontiert aber auch Verantwortliche in der Regierung: Welche Leitplanken braucht es, damit KI für die Gesellschaft und die Wirtschaft arbeitet und nicht gegen die Beschäftigten? Und verschläft Deutschland die Transformation oder nutzt das Land die Chance zur Modernisierung?
Sie gehen in Ihrer neuen "Am Puls"-Doku der Frage nach, welche Jobs sich durch den Einsatz von KI maßgeblich verändern werden oder stark bedroht sind. Welche Erkenntnisse haben Sie bei Ihrer Recherche gewonnen – wo zeichnen sich jetzt bereits gravierende Veränderungen ab?
Noch sind die Veränderungen durch KI – zumindest bei uns in Deutschland – nur in sehr kleinen Dosen zu spüren. Das ist in den USA längst anders – das haben wir auch auf unserer Drehreise nach San Francisco live gemerkt. Ich fürchte, den wenigsten hierzulande ist klar, wie tiefgreifend der Wandel sein wird, der uns durch die Künstliche Intelligenz bevorsteht: Das hat die Dimension der Industriellen Revolution! Vor allem Menschen, die in Büros arbeiten und viele sich regelmäßig wiederholende Arbeiten ausüben, müssen sich fragen: Was kann der Mensch noch besser als die KI? Sich auf einem Job auszuruhen und diesen bis zur Rente zu machen: Das wird in vielen Fällen nicht mehr funktionieren.
Müssen sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer je nach Job unterschiedlich stark auf diese Veränderung einstellen? Oder lässt sich aus Ihrer Recherche für die meisten Jobs eher ableiten: Die Risiken sehen, aber die Chancen nutzen, die der Einsatz von KI ermöglicht?
Die Tech-Optimisten aus den USA, die ich für diesen Film getroffen habe, sagen mir: Keine Sorge, da fallen zwar ein paar Jobs weg – aber es entstehen ausreichend neue an anderer Stelle. Ich bin mir nach meiner Recherche da ehrlicherweise nicht sicher. Jobs, die wir früher für völlig sicher hielten, gehören auf einmal zu den am stärksten gefährdeten – von Bankkaufleuten über Software-Programmierer bis zu Einstiegsjobs in Anwaltskanzleien. Deren Tätigkeiten können schon heute teilweise von der KI übernommen werden: Das haben wir für unseren Film auch in einem für mich ziemlich eindrucksvollen Experiment zeigen können. Kürzungen auf dem Arbeitsmarkt werden dann vor allem Berufseinsteigerinnen und -einsteiger treffen. Die große Frage ist nur: Wenn Firmen jetzt weniger junge Leute einstellen – woher kommen dann in ein paar Jahren die erfahrenen Juristinnen, Programmierer, Bankerinnen, die ja weiterhin gebraucht werden?
Sie wollen nicht nur auf die Gefährdung anderer Jobs schauen, sondern in Ihrer Doku auch die eigene Gefährdungslage erkunden. Deshalb wurde dafür ein Avatar von Ihnen erstellt. Reicht es, diesen mit Wirtschafts-Fachkenntnissen zu füttern und schon liefert er mit Blick auf die Wirtschaftsthemen das, was auch Florian Neuhann analysieren würde?
Das war das für mich mit Abstand spannendste Experiment für diesen Film! Könnte ein Avatar rein theoretisch meinen Job übernehmen – also Wirtschaftsthemen live im Fernsehen erklären und seriös einordnen? Verglichen mit mir hätte ein Avatar ein paar unschlagbare Vorteile: Er ist nie krank, ständig verfügbar, stets auf der Höhe der Zeit. Und wo ich mich in manche Detailfragen erstmal tief einarbeiten muss und dafür Zeit benötige, liefert ein Avatar nach nur ein paar Sekunden überzeugend klingende Antworten, auch in einem Live-Gespräch. Aber hier zeigen sich auch gleich die Schwierigkeiten der KI. Woher bekommt sie ihre Informationen, worauf basieren Einordnungen? Der schnelle Zugriff auf Informationen aus dem Internet ist beeindruckend, aber das ist nur ein kleiner Teil von dem, was ein Journalist leisten muss. Ein kurzfristiges Hintergrundgespräch mit einem Akteur vor einer Live-Schalte? Für mich Alltag – für die KI unmöglich. Nicht nur deswegen bin ich mir sicher, dass ich nicht ersetzt werde. Denn ich bin auch der festen Überzeugung, dass Menschen etwas von anderen Menschen hören und erklärt bekommen wollen und nicht von einer KI. Und schließlich kann die KI genau das nicht, was diesen Job und auch diesen Film ausmacht: Dass ich rausgehe, mit Menschen rede, vor Ort Dinge erlebe und dann darüber berichte.
Gab es in dem Experiment auch Situationen, in denen der Journalist seinem Avatar widersprechen oder zumindest noch mal kritisch zurückfragen wollte? Oder konnten Sie den Avatar-Analysen meist zustimmen?
Wir haben dem Avatar bewusst viele Schranken gesetzt. Er soll und darf zum Beispiel keine persönlichen Einschätzungen geben, keine politische Bewertung abgeben, keine Anlageberatung machen. Er sollte als neutraler Experte informieren – das hat er souverän gemacht! Aber das Ergebnis war: dass viele Antworten des KI-Experten eher austauschbar waren. Ein ständiges "Einerseits-andererseits", um bloß nicht angreifbar zu werden. "heute journal"-Moderator Christian Sievers, der den Avatar für unseren Film auch mal "live" getestet hat, befand nachher: alles souverän, alles stimmig, was der KI-Avatar geantwortet habe – aber da sei kein Satz dabei gewesen, der ihm nachhallen würde. Ich hoffe, das ist bei meinen Auftritten anders.
Ist KI überhaupt ein geeigneter Helfer bei journalistischen Recherchen, wenn man ständig überprüfen muss, mit was die KI "gefüttert" und ob da gegebenenfalls Fake-Material ins Futter gemischt wurde? Erzeugt KI so am Ende nicht mehr Arbeit, will man den hohen journalistischen Gütern Vertrauen und Glaubwürdigkeit gerecht werden?
Das ist ein unglaublich zentraler Punkt. Wir setzen die KI etwa für die Recherche ein. Das machen inzwischen sehr viele Menschen schon bei Internetsuchen im Alltag. Doch gerade für uns Journalisten bleibt sie maximal ein Hilfsmittel – und alles, was sie sagt, überprüfen wir. Gerade durch das Experiment ist mir noch einmal deutlich geworden, wo die Grenzen der KI liegen. Die Doku nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer auf die ganze Reise mit, und ich hoffe, das hilft dabei, zu verstehen, wie KI trainiert wird, wofür sie eingesetzt werden kann – und wofür eben nicht. Am Ende ist klar: ein KI-generierter Avatar für meine Stelle – das ist ein spannendes Experiment. Aber wir werden so einen Avatar nie an meiner Stelle einsetzen.
Was würden Sie denn – Stand heute – sagen, welche konkreten KI-Anwendungen im Journalismus weiterhelfen und wo der KI Grenzen gesetzt werden müssen, um dem Auftrag einer objektiven Berichterstattung gerecht werden zu können?
Es ist völlig klar: An vielen Stellen kann KI Arbeitsprozesse verschlanken und erleichtern. Das fängt an beim Transkribieren von Interviews, das wir noch vor kurzem aufwändig von Hand machen mussten – und es geht weiter zur Auswertung von großen Mengen an Daten und Text, etwa bei investigativen Recherchen. KI ist da eine riesige Chance für den Journalismus. Da die KI Arbeit erleichtert und abnimmt, bleibt für uns Journalistinnen und Journalisten mehr Zeit für anderes – für die tiefe Recherche, für neue Themen, für unseren eigentlichen Job: die Kontrolle der Mächtigen.
Interview: Thomas Hagedorn
Ab Mittwoch, 22. April 2026, 10.00 Uhr im ZDF streamen
Sonntag, 26. April 2026, 15.30 Uhr, ZDF
plan b
Digitale Kollegen im Einsatz – Wie KI und Robotik unsere Jobs verbessern
Film von Julia Disselmeyer
Produktion: ndf Entertainment
Redaktion: Sina Schwerdt
Länge: ca. 43 Minuten
Künstliche Intelligenz und Robotik krempeln unsere Arbeitswelt um. Neben der Sorge um Jobs eröffnen sie auch neue Chancen, wenn Maschinen gefährliche oder monotone Aufgaben übernehmen.
KI gestützte Robbenzählung an der Ostsee, körperliche Entlastung im OP, ein autonomer Gleisroboter und Drohnen für Medikamententransporte in Malawi zeigen, wie künstliche Intelligenz Arbeit sicherer macht und Berufe verändert.
"Wir nehmen niemandem Arbeit weg", davon ist Unternehmerin Sabrina Hellstern überzeugt. Zusammen mit Claudia Sodha hat sie ein Assistenzsystem für Chirurgen entwickelt. Bei Operationen stehen die Ärzte normalerweise stundenlang vornübergebeugt am OP-Tisch. Die auf Dauer ungesunde Körperhaltung kann Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen. Entlastung soll die Erfindung der Frauen bringen, eine Mischung aus Exoskelett und Roboter – das RoboCockpit noac. Ihr nächstes Ziel ein Roboter, der Instrumente anreichen kann, um das knappe Pflegepersonal anderweitig einsetzen zu können.
Zu den Aufgaben von Finn Viehberg vom WWF Büro in Stralsund gehört die regelmäßige Robbenzählung entlang der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Seit kurzem setzt der Biologe im Pilotprojekt RobbenBlick auf automatisiertes Zählen mithilfe künstlicher Intelligenz. Dabei wird die KI trainiert, Robben auf Fotos und Luftaufnahmen zu erkennen. Bislang musste Viehberg unzählige Fotos in tagelanger Arbeit mühsam selbst auswerten. "Wenn das eine Maschine für uns übernehmen kann, haben wir mehr Zeit, uns auf weitere wichtige Dinge zu konzentrieren."
Drohnen nutzen KI, um ihre Umgebung beim Navigieren zu erkennen. Sie sind innovative Hilfsmittel, die vielfältig eingesetzt werden, etwa zur Lieferung von Paketen oder auch in gefährlichen Situationen. Tom Plümmer hat den Wingcopter entwickelt, eine Mischung aus Helikopter und Tragflächendrohne. In Malawi baut er einen neuen Standort auf und bildet Einheimische im Drohnenfliegen aus: "Mittlerweile sind es über 20 Jugendliche, die von null an alles gelernt haben und jetzt future technology bedienen." Mit den Drohnen werden Medikamente und Impfstoffe in abgelegene Gebiete transportiert.
Sanierungsarbeiten am maroden Schienensystem sind hart und langwierig. Die Verletzungsgefahr der Gleisarbeiter ist hoch, die Nachbesetzung schwierig. "Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, etwas zu automatisieren, was einerseits den Arbeitern hilft, andererseits höhere Qualität der Infrastruktur liefert", sagt Thomas Weis vom Bahntechnik-Spezialisten Robel. Das Unternehmen entwickelte einen Roboterarm, der die Reparatur vollautomatisch übernimmt und dadurch den Job des Gleisschweißers verändert. In Rotterdam wird er getestet.
Ab Freitag, 1. Mai 2026, 10.00 Uhr im ZDF streamen
Samstag, 9. Mai 2026, 10.00 Uhr im ZDF
PUR+: KI oder Lehrer – wer erklärt's besser?
Moderation: Eric Mayer
Buch: Eva Dannenberg
Redaktion: Silke Penno
Länge: ca. 24 Minuten
"KI" im Klassenzimmer: Werden Lehrerinnen und Lehrer in Zukunft überflüssig? "PUR+"-Moderator Eric Mayer besucht eine fünfte Klasse in Potsdam, die schon selbstverständlich mit "KI" arbeitet.
Für das Thema "Wasser" sollen die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ein Erklärvideo auf Englisch verstehen und zusammenfassen. Dabei wird "KI" als Werkzeug genutzt, um sich Wissen selbst anzueignen. Welche Rolle spielt die Lehrkraft?
In einer spielerischen "Wasser-Challenge" treten dann zwei Teams der Klasse gegeneinander an. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich vorstellen, dass sie auf einer einsamen Insel Trinkwasser finden und herstellen müssen. Ein Team darf sich mit Hilfe von KI Lösungswege erarbeiten und sich nicht einfach die Lösung geben lassen. Das andere Team arbeitet mit einem Unterrichtstext und darf die Lehrerin als Joker nutzen. Somit werden zwei verschiedene Lernwege miteinander verglichen. Welches Team findet die bessere Lösung für die "Wasser-Challenge"? Wie sehen die Schülerinnen und Schüler den Einsatz von KI im Unterricht? Worauf müssen sie dabei achten? Und ersetzt KI für sie ihre Lehrerin?
Bereits im ZDF streamen
Mittwoch, 6. Mai 2026, 4.40 Uhr, im ZDF
WISO-Dokumentation
prompt: Bierbrauer in der Krise – hilft KI?
Film von Monique Marmodée
Produktion: Macondo
Redaktion: Laura-Sophie Nied
Länge: ca. 17 Minuten
Bier ist Tradition, Identität und Wirtschaftsfaktor. Doch sinkender Konsum und steigende Kosten setzen Brauereien unter Druck. "WISO" begleitet eine der ältesten Brauereien der Welt bei ihrem Schritt zur KI-gestützten Planung – und trifft zwei Gründer, die mit KI auf diesem traditionsreichen Markt Fuß fassen wollen. Zwischen Reinheitsgebot und Algorithmus entsteht ein neues Spielfeld.
Während die Braumeister im gräflichen Hofbrauhaus Freising KI nutzen, um Produktion und Absatz besser zu steuern, zeigt das Startup Zerolabs aus München, wie Algorithmen Marketing und Vertrieb für eine Biermarke viel effizienter machen können. Der Film fragt: wie kann Künstliche Intelligenz die Bierbranche in Deutschland verändern?
Ab Mittwoch, 6. Mai 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen
Mittwoch, 6. Mai 2026, 4.55 Uhr, ZDF
WISO-Dokumentation
ForecastMe: Ersetzt KI Anwältinnen und Anwälte?
Film von Ute Mattigkeit und Anna Möllers
Produktion: gomie production GmbH
Redaktion: Laura-Sophie Nied
Länge: ca. 17 Minuten
Kann ich meinen Beruf unter KI-Bedingungen noch so ausüben, wie ich ihn liebe? ForecastME wagt das Selbstexperiment. Im Zentrum steht ein eigens entwickeltes KI-Tool.
Auf Basis einer exklusiven Expertinnen- und Experten-Datenbank entwirft das KI-Tool präzise Zukunftsszenarien für den Anwaltsberuf. Dafür begleitet "WISO" eine Juristin und einen Juristen in ihrem Arbeitsalltag, die für ihren Beruf brennen.
Die junge Anwältin Flora setzt sich beim Kieler Mieterverein für die Rechte derer ein, die oft keine Stimme haben. Ali legt als Junganwalt in einer spezialisierten Baurechtskanzlei den Grundstein für seine Karriere. Beide lieben ihren Job für das, was er im Kern ist: Menschen zu ihrem Recht verhelfen und das Bestmögliche für ihre Mandantinnen und Mandanten erkämpfen. Doch wie viel Raum bleibt dafür, wenn KI-Modelle immer mehr Aufgaben übernehmen können?
Die Konfrontation mit der Zukunft
Im direkten Gespräch mit dem KI-Tool werden Flora und Ali mit dem geballten Wissen der Expertinnen- und Experten-Datenbank konfrontiert. Das Tool zeigt ihnen schonungslos, wie sich ihr Beruf unter KI-Bedingungen verändern wird – und stellt sie vor die alles entscheidende Frage: Was sind sie bereit zu ändern, um morgen nicht abgehängt zu werden?
Flora und Ali nehmen die Zuschauerinnen und Zuschauer mit in ihren Alltag und testen, ob sie ihre Leidenschaft für das Recht in einer von KI geprägten Arbeitswelt bewahren können. Ein Experiment über Herausforderungen, Chancen und Veränderungen, die alle betreffen.
Bereits im ZDF streamen
Mittwoch, 6. Mai 2026, 4.10 Uhr, im ZDF
plan b: Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft – Gegen den Hunger in der Welt
Film von Antonia Schaefer
Produktion: Spiegel TV
Redaktion: Caroline Wiemann, Christian Dezer
Länge: ca. 29 Minuten
Die Art, wie wir uns ernähren, ist im Umbruch. Mit künstlicher Intelligenz wird sich auch die Landwirtschaft verändern. Bietet sie eine Hoffnung für die Ernährungssicherheit?
Klimakrise und Arbeitskräftemangel: Bauern bangen um ihre Zukunft – unsere Ernährung ist gefährdet. Die Vereinten Nationen wollen den Hunger weltweit bis 2030 stoppen. Der Einzug künstlicher Intelligenz könnte helfen, die Lebensmittelproduktion zu sichern.
In Kamerun hat Adamou Nchange Kouotou eine KI-gestützte App entwickelt, mit der Bauern ihre Kulturpflanzen scannen können. So erkennen sie die Gesundheit der Pflanzen und können unmittelbar herausfinden, welche Schädlinge vorhanden sind und welche Mittel zur Bekämpfung angewandt werden sollten. Damit bekommen viele Kleinbauern, die in der Subsahara-Region mit ausgelaugten Böden zu kämpfen haben, eine direkte Hilfe.
In Südspanien, dem Gemüsegarten Europas, setzt Joaquín Soriano Fernandez auf Sensoren für die richtige Temperatur und Feuchtigkeit in seinen Gewächshäusern. Ein selbstlernender Algorithmus sorgt dafür, dass die Dürre geplagten Bauern der Region immer präziser bewässern können – und gleichzeitig große Mengen Wasser sparen.
In Madrid forscht die Ingenieurin Roemi Fernandez Saavedra an einer neuen Art der Ernte. Ihr zweiarmiger Ernteroboter kann schon jetzt die Form reifer Tomaten und Auberginen erkennen. Ihr Ziel ist es, die Kosten und den Ausschuss zu minimieren und Menschen aus unwürdigen Arbeitsbedingungen zu befreien.
Eines der größten Probleme ist die Verschwendung von Lebensmitteln. Allein in Deutschland landen jährlich elf Millionen Tonnen Essen im Müll. 17 Prozent davon fallen in Restaurants und Kantinen an. Deshalb nutzt eine Betriebskantine in Lünen nun ein selbstlernendes Prognosesystem, das täglich voraussagt, welche Gerichte in der Mittagspause am meisten nachgefragt werden könnten. Entsprechend wird gekocht und weniger für die Tonne produziert.
Eine der wichtigsten Fragen beim Einsatz der KI sind die ethischen Hürden. Ameca, der am weitesten entwickelte humanoide Roboter der Welt, führt mit seinen Einschätzungen durch den Film und schätzt ein, wo die großen Potenziale und die Grenzen von KI liegen, bei der Produktion vom Acker bis zum Teller.
1. Das ZDF sieht im Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz Chancen, aber auch Risiken. Es geht deshalb offen und zugleich kritisch mit dem Thema um.
2. Generative-KI-Tools sollen die Arbeit der Redaktionen unterstützen, aber nicht ersetzen.
Organisation:gemeinsamer KI-Kodex von ARD, ZDF, DR und DW
3. Die Redaktionen verantworten den Einsatz von generativer KI zur Unterstützung programmlicher, planerischer und kommunikativer Prozesse im ZDF. Der Einsatz unterliegt insbesondere den Qualitäts- und Programmrichtlinien.
4. Generative-KI-Tools können im redaktionellen und journalistischen Kontext eingesetzt werden. Es gilt das Zwei-Quellen-Prinzip, wobei generative KI selbst nicht als Quelle zählt.
5. Inhalte (Text, Bild, A/V), die mit Unterstützung generativer KI erstellt werden, unterliegen den Grundsätzen der journalistischen Sorgfaltspflicht. Inhalt, Herkunft und Wahrheitsgehalt sind zu prüfen.
6. Mit Unterstützung generativer KI erstellte Inhalte werden durch Redakteurinnen und Redakteure geprüft, abgenommen und publiziert. Eine Ausnahme stellt die Live-UT bei Live-Übertragungen wie zum Beispiel Sportereignissen dar.
Organisation:Künstliche Intelligenz - Kenntlichmachung
7. Generative-KI-Tools dürfen nicht mit sensiblen Daten (beispielsweise personenbezogenen Daten, Daten von Dritten, Unternehmensgeheimnisse) angereichert werden. Ausnahmen sind nach vorheriger Prüfung der Redaktion unter Beteiligung der jeweils zuständigen Fachbereiche möglich.
8. Mit Unterstützung von generativer KI erstellte Inhalte werden, wo journalistisch geboten, für die Nutzerinnen und Nutzer kenntlich gemacht.
9. Das ZDF geht mit eigenen Entwicklungen im Bereich generativer KI transparent um.
Florian Neuhann, Host von "Am Puls: Frisst die KI unsere Jobs?"
Christian Sievers, Moderator von "Am Puls – Deutschland diskutiert"
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