Blutgeld
Der Fernsehfilm der Woche
- ZDF, Montag, 28. Oktober 2013, 20.15 Uhr
Texte
Montag, 28. Oktober 2013, 20.15 Uhr
Wie sehr kann ein Patient seinem Arzt vertrauen? Der medizinische Skandal um mit HIV kontaminierte Blutkonserven in den 80er Jahren zeigt, dass Hunderte Bluterkranke durch Fahrlässigkeit, fehlgeleiteten Idealismus und kommerzielle Interessen sterben mussten. Der Fernsehfilm "Blutgeld" zeigt die verheerenden Folgen dieses Falles am Beispiel einer - fiktiven - Familie von drei Brüdern, gespielt von Max Riemelt, David Rott und Fabian Busch. Die Familie erfährt von einem neuartigen Behandlungsmittel - Faktor VIII. Es ist ein Gerinnungsmittel, das aus Blutspenden gewonnen wird und Bluter scheinbar sorgenfrei leben lässt. Die drei Brüder ahnen nicht, dass die Rettung durch Faktor VIII zugleich ihr Leben bedroht. Denn durch die HIV-verseuchten Blutkonserven erkranken sie wie sehr viele andere Patienten an der Immunschwäche Aids. Als die Brüder erfahren, dass sie HIV-positiv sind, beginnt für sie der Kampf gegen die ständige Angst – vor dem Ausbruch der Krankheit und vor deren Entdeckung, die in den 1980er Jahren eine totale soziale Ausgrenzung nach sich zieht. Die Verantwortlichen versuchen, den Skandal zu vertuschen.